Ohne Wahlempfehlung: Hannes Rockenbauch vom Bündnis „Stuttgart Ökologisch Sozial“ tritt im 2. Wahlgang der Stuttgarter Bürgermeisterwahl nicht an. von Michael Brake

Bleibt Stadtrat: Hannes Rockenbauch. Bild: dapd
BERLIN taz | Hannes Rockenbauch wird im zweiten Wahlgang der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl nicht antreten. Das gab der Kandidat des Bündnisses „Stuttgart Ökologisch Sozial“ am Mittwoch auf einer Pressekonferenz und via Twitter bekannt.
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„Wir arbeiten weiter an einem Politikwechsel in der Stadt“, sagte der Stuttgart-21-Gegner Rockenbauch, der seit acht Jahren im Stuttgarter Gemeinderat tätig ist. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Wahlkampf und seinem Ergebnis: „Es liegt nicht in den Zahlen, was ich so unglaublich fand, sondern vor allem in der Kraft und der Dynamik, die ich hier gespürt habe“
Eine Wahlempfehlung für einen der verbleibenden Kandidaten gab Rockenbauch hingegen nicht ab. „Ich habe immer gesagt, ich gebe keine Wahlempfehlung und dabei bleibe ich auch“, sagte der 32-Jährige. „Das sind alles erwachsene Menschen und vor allem sachkundige BürgerInnen, die selber wissen, was sie richtig und falsch finden. Da muss ich ihnen keine Ratschläge oder Nachhilfe erteilen“, so Rockenbauch. „Sie sind groß genug, erwachsen genug, selbstständig genug und klug genug.“
Im ersten Wahlgang hatte Rockenbauch mit 10,4 Prozent der Wählerstimmen hinter dem Grünen Fritz Kuhn, Sebastian Turner aus dem bürgerlichen Lager und der für die SPD angetretene Bettina Wilhelm den vierten Platz erreicht.
Wilhelm hatte bereits am Montag ihren Verzicht auf den zweiten Wahlgang erklärt. Auch der ohnehin weit abgeschlagene Vertreter der Piratenpartei hat inzwischen seine Kandidatur zurückgezogen. Der zweite Wahltermin am 21. Oktober wird sich nun voll auf Fritz Kuhn und Sebastian Turner konzentrieren.
Am Sonntag hatte Kuhn mit 36,5 Prozent zwei Prozentpunkte vor Turner gelegen und geht als Favorit in den finalen Wahlgang, in dem eine einfache Mehrheit entscheidet. Man kann zudem davon ausgehen, dass die Wähler von Rockenbauch und Wilhelm eher zu Fritz Kuhn tendieren – auch ohne explizite Wahlempfehlung.
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