CHÀO e.V.

DER KRIEG DER NICHT ZU ENDE GEHT

ÜBER DIE FOLGEN VON AGENT ORANGE...

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin verursacht weder Explosion noch Atompilz, doch es ist eine der töd- lichsten Substanzen, die der Mensch je geschaffen hat. Die Genfer Kriegsrecht-Konvention verbietet den Einsatz solcher Waffen, deshalb wurde das Gift im Vietnam- krieg in unbeschrifteten, nur mit einem Farb-Band markierten Fässern, geliefert – so entstanden die Kriegs- namen ‚Agent Orange’, Agent Blue’ usf. – und deshalb wurden die Einsatzbefehle der Sprühflugzeuge 1965 und 1966 von Präsident Kennedy einzeln abgezeichnet. Der Gifteinsatz ist eines der größten Kriegsverbrechen, die die USA je begangen haben, von seinen Folgen und der Langfristigkeit her mit den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki vergleichbar.

In der Folge werden bis heute in den ehemaligen Agent-Orange-Einsatzgebieten 25-50 Mal mehr körperlich und geistig schwerstbehinderte und mißgebildete Kinder geboren und Krebserkrankungen diagnostiziert als es der statistische Mittelwert vorgibt – jeden Tag etwa zwei Dutzend schwer mißgebildete Neugeborene. Die betroffe- nen Kinder kennen den Vietnamkrieg nicht und haben noch nie von Agent Orange gehört. Sie wurden Jahrzehn- te nach dem Krieg geboren und leiden trotzdem unter den Folgen. Die genaue Zahl der Opfer kennt niemand. Die Schätzungen reichen von 650.000 bis zu vier Millionen vietnamesischer Opfer von Agent Orange.

C H À O e.V.

CHARITY AND HELP FOR AGENT ORANGE VICTIMS

Der Verein „CHÀO - Charity & Help for Agent Orange Victims“ hat sich gegründet, um den Spätopfern dieses Kriegsverbrechens direkt zu helfen, um Technik und Geld für die Entgiftung des Bodens bereit zu stellen und um ein Bewußtsein über das Verbrechen angesichts der fortdauernden Kriege auch in den Nachkriegsgenera- tionen wach zu halten. Die Organisation bemüht sich, menschliches Leiden zu lindern und ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen.

ARBEIT DER ORGANISATION:

◊ die direkte medizinische und medizintechnische Hilfe durch Krankenhaus- und Operationseinrichtungen, Mobilitätshilfen etc.

◊ die indirekte medizinische und psychosoziale Hilfe durch Akquise von Forschungsvorhaben rund um die Wissen- schaftsgebiete teratogene und karziogene Stoffe, sowie die Linderung des Leidens der in Folge oft durch Ausgrenzung mehrfach behinderten Kinder und Erwachsenen.

◊ Materielle, personelle und finanzielle Unterstützung zur Aufklärung in Vietnam zu dem Themengebieten ‚Langfristige Folgen des Chemiewaffeneinsatzes’ und der Aufklärung über Behinderungen körperlicher und geistiger Art.

◊ die Entgiftung beziehungsweise Dekontaminierung der ver- seuchten Gebiete.

◊ den Aufbau schulischer und psychosozialer Hilfe leistender Zentren in Vietnam.

◊ die Organisation und Durchführung von Seminaren, Aus- stellungen, Veranstaltungen oder anderer Projekte sozialer, kultureller oder politischer Art, die die Grundsätze und Ziele des Vereins beinhalten und verfolgen.