Eine Fußgängerampel in Prenzlauer Berg schaltet zu schnell auf Rot, um die Straße in einem Rutsch überqueren zu können. Dagegen lässt sich wenig machen.von Jörn Wegner

Und schwupps ist die Ampel wieder auf rot gesprungen. Bild: dpa
Sechs Fahrbahnen und zwei Straßenbahngleise führen über die Danziger Straße. Wer sie an den Ecken zur Wins- und der Ella-Kay-Straße überqueren möchte, braucht Geduld. Zu kurze Ampelphasen machen das Queren in einem Zug unmöglich.
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Die Kreuzung liegt mitten im kinderreichen Prenzlauer Berg, auf der einen Seite gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule und noch einen kleinen Kinderladen, und auch auf der anderen Seite befinden sich einige Kindereinrichtungen. Ein großer Abenteuerspielplatz ist nicht weit – ein Knotenpunkt für Eltern, die ihre Sprösslinge in die Kita oder zur Schule bringen.
Tobias Schietzelt, Sprecher des Bezirksamts Pankow, verweist auf die Zuständigkeit des Landes. Trotzdem fordere die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) regelmäßig den Senat auf, Schaltungen der „Lichtsignalanlagen“, wie die Ampel bürokratisch heißt, zu verändern. Bürger müssten sich in diesem Fall aber an einen Bezirksverordneten oder an eine Fraktion wenden, die das Anliegen dann in die BVV trägt.
Verantwortlich für alle Berliner Ampeln ist die Verkehrslenkungsbehörde der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Dorthin könne man bei Problemen eine E-Mail schreiben, sagt Sprecherin Petra Roland. Es herrsche allerdings der in der Berliner Verwaltung chronische Personalmangel. „Die sind nicht glücklich darüber, wenn Sie die E-Mail-Adresse veröffentlichen“, prophezeit sie. Bei Ampelärger könne man sich aber auch an die Bezirksstellen wenden, sagt Roland. Wie bitte? Das Bezirksamt Pankow verweist auf die Landesbehörde, die Landesbehörde wiederum auf die Bezirksebene.
Was ist aus der Hierarchie Fußgänger – Fahrrad und ÖPNV – Auto geworden? Man könne an einer Kreuzung nicht die Fußgängerampel umschalten und die Auswirkungen auf den Autoverkehr ignorieren, sagt Petra Roland. Es handele sich immer um ein komplexes System: „Wenn Sie eine Phase verlängern, verkürzen Sie eine andere.“
Auf der Suche nach einem Verdächtigen stürmt die Polizei die von Flüchtlingen genutzte Schule in Kreuzberg. Heftige Kritik an Vorgehensweise. von Sebastian Puschner, Alke Wierth

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Leserkommentare
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01.02.2013 20:29 | Unterm Plaster liegt der Strand
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01.02.2013 17:52 | ulf
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