Champions League

„Da muss man zufrieden sein“

Borussia Dortmund und Schalke 04 haben ihre Gruppenspiele in der Champions League gewonnen. Lewandowski und Huntelaar schossen entscheidende Tore.

Ausgezeichnete Zähne: Der Schalker Benedikt Höwedes beim Torjubel.  Bild: dpa

DORTMUND/PIRÄUS dpa | Robert Lewandowski hat Borussia Dortmund zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison vor einem Déjà Vu und einem Fehlstart bewahrt. Der Pole rettete dem deutschen Meister das verdiente 1:0 (0:0) am Dienstagabend gegen den niederländischen Rekordchampion Ajax Amsterdam mit dem goldenen Treffer in der 87. Minute.

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Trainer Jürgen Klopp riskierte zum Auftakt der achten Champions-League-Teilnahme des BVB viel und brachte das offensive Duo Marco Reus und Mario Götze erstmals zusammen in der Startelf. Der deutsche Double-Gewinner begann auch sehr mutig und unternehmungslustig, aber die erste Chance hatten die Gäste.

Nach einem Leichtsinnsfehler von Ilkay Gündogan im Mittelfeld leitete der Ex-Hoffenheimer Ryan Babel einen Konter ein. Der Däne Christian Eriksen lief allein auf Roman Weidenfeller zu – der BVB-Schlussmann musste in letzter Not retten (12.).

CL – Gruppe A

Dinamo Zagreb – FC Porto 0:2 (0:1)

Paris St. Germain – Dynamo Kiew 4:1 (3:0)

CL – Gruppe B

Montpellier HSC – FC Arsenal 1:2 (1:2)

Olympiakos Piräus – FC Schalke 04 1:2 (0:1)

CL – Gruppe C

FC Málaga – Zenit St. Petersburg 3:0 (2:0)

AC Mailand – RSC Anderlecht 0:0

CL – Gruppe D

Borussia Dortmund – Ajax Amsterdam 1:0 (0:0)

Real Madrid – Manchester City 3:2 (0:0)

 

Die Gruppen E bis H spielen am Mittwoch.

Vergebener Elfmeter

„Schwieriges Spiel. Viele Tore werden nicht fallen. Wir müssen versuchen, eine Schwachstelle auszunutzen“, analysierte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke in der Halbzeit. Nach einem Foul von Ricardo van Rhijn an Götze gab der italienische Schiedsrichter Paolo Tagliavento zurecht Elfmeter, aber Hummels konnte selbst diesen Hochkaräter nicht nutzen.

Vermeer hatte keinerlei Probleme mit dem Schüsschen des Abwehrchefs. In der Liga seit 31 Spielen ungeschlagen, gab der Champions-League-Sieger von 1997 aber nicht auf. Lewandowski belohnte die Dortmunder schließlich für ihre Bemühungen.

Hexenkessel von Piräus

Der FC Schalke 04 hat derweil mit dem ersten Auftaktsieg in seiner Champions-League-Geschichte im Hexenkessel von Piräus ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Fußball-Bundesligist gewann sein 150. Europapokalspiel am Dienstagabend beim griechischen Meister Olympiakos Piräus verdient mit 2:1 (1:0). Mit dem 50. Schalker Treffer in der europäischen Königsklasse ebnete Kapitän Benedikt Höwedes (41. Minute) den Gästen den Weg zum Erfolg. 60 Sekunden nach dem 1:1 durch Djamel Abdoun (58.) war 04-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar zur Stelle (59.).

Zwei Minuten nach seinem Siegtreffer vergab der Niederländer das 3:1, als er einen Foulelfmeter an den Pfosten hämmerte. Piräus blieb bis zum Schlusspfiff kreuzgefährlich. Vor 31 000 Zuschauern im Georgios-Karaiskakis-Stadion war ein regulärer Schalker Treffer des Griechen Kyriakos Papadopoulos nicht anerkannt worden (38.).

„Ein Tor nicht anerkannt, ein Elfer verschossen – und trotzdem ein Auswärtssieg. Da muss man doch zufrieden sein“, meinte Schalkes Trainer Huub Stevens nach dem Traumstart.

Das 2:1 fiel nach schöner Kombination über Christian Fuchs und Geburtstagskind Lewis Holtby – Huntelaar verwandelte eiskalt. Beim Elfer will es der „Hunter“ dann aber zu genau machen. Der 39-malige griechische Meister drängte bis zum Schluss auf das 2:2. Piräus-Trainer Leonardo Jardim ließ Spielmacher Ariel Ibagaza bis zur 57. Minute auf der Bank, für den 35-Jährigen erhielt der Spanier David Fuster zunächst den Vorzug.

Allein durch den Auftaktsieg hat Schalke beim Königsklassen- Comeback schon fast 10 Millionen Euro verdient: Als fixe Start- und Teilnahmeprämie gibt es 8,6 Millionen, pro Sieg in der Gruppenphase eine Million Euro obendrauf.

 
19. 09. 2012

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