Sollte man tasächlich in dieser Beschneidungsdebatte vergessen, daß Relgion auf Aberglauben beruht? Sollte man also Aberglauen, christlichen, jüdischen, hinduistischen etc. über das Grundgesetz stellen, worin jedem das Recht auf z.B. Unversehrtheit usw. zugestanden wird?
25.07.2012 14:18 Uhr
von Ano Nym:
Schließlich geht es hier nicht um Mord oder Vergewaltigung. Oder um ein Delikt, das sich bei Duldung jeden Tag wiederholen könnte, sondern – zumindest, was das einzelne Opfer betrifft – um eine einmalige Körperverletzung.
Das gilt – in der Natur der Sache liegend – auch bei vollendeden Tötungsdelikten. Wiederholungsgefahr bedeutet nicht, dass sich die gleiche Tat beim selben Opfer wiederholt, sondern dass der selbe Täter erneut tätig wird.
Und die wird aus religiösen, also irrationalen Gründen begangen.
Es gibt "irrationale" Gründe?
Da ist weder mit Argumenten noch mit Strafen etwas zu machen.
Offensichtlich schon, sonst würde der BT ja nicht tätig.
25.07.2012 13:50 Uhr
von Peter:
Kinder verklagen ihre Eltern.
Eine Praxis bei Scientology. Die der Sekte verfallenen Personen verdienten sich durch reale Arbeit als Selbstständige die Kursgebühren, kein Geld. SC erhielt darauf eine Rechnung die sie steuerlich ansetzen konnte. Jahresende hatten einige Kursteilnehmer hohe umsatzsteuerliche Schulden. Sie erhielten statt Geld, Arbeit und die Kurse der Gehirnwäsche. Daraufhin kamen die Sekten Rechtsanwälte und stellten in deutschem Erbrecht folgende Möglichkeit fest. Eltern konnten/können zu einer vorzeitigen Auszahlung der Erbschaft verpflichtet werden.~25% Und so verklagten die Sektenkinder ihre Eltern vor Gericht um die Steuerschuld und anderes zu finanzieren.
Was ist, wenn ein beschnittenes Kind mit körperlichen Schäden seine eigenen Eltern verklagt? Im Land der unbegrenzten Dummheit müssten solche Klagen schon durchgeführt worden sein. Wenn nicht, wird es mal Zeit.
Einige Deutsche Versicherungen wurden vor einem US Gericht zur Zahlung der pristerpädophilen Inhalte verurteilt, umbei 300 Mio. Dollar. "Die Haftpflichtversicherer wird dieser Vergleich mit 227 Millionen US-Dollar belasten, so die "Financial Times" gestern. Zu den mehr als 10 Versicherungsgesellschaften zählen auch deutsche Unternehmen wie die Allianz und die Münchner Rück, die ebenfalls mit Millionensummen belastet werden." http://www.carechild.de/news/international/usa_gericht_bestaetigt_priestersex_vergleich_und_deutsche_versicherer_muessen_zahlen_309_103.html
Warum sollen alle für die Sekten-/Religionsfolgen einer Minderheit aufkommen? Warum wurden diese pädo. Straftaten überhaupt global, religionsbefreit versichert?
Wenn die Gemeinschaft und das Rechtssystem die Folgen nicht trägt, sind die Kinder in manchen Ländern doppelt beschnitten. Erst als Baby, dann als rechtsmündiger Bürger, teils als Opfer.
Die USA hat es einfach, durch die Versicherungsklauseln werden Straftaten gedeckt. Eine Lösung auf Ebene der EU wäre angebracht. Dort sitzt der von Barroso, Pöttering und Merkel eingesetzte "Rat der Religion" die sich aktiv in die Politik einmischen sollen, so in der Eröffnungsrede erklärt.
Augen zu und durch ist keine Lösung.
25.07.2012 11:46 Uhr
von Sandra:
Grosses Lob an den Autor. Bisher einer der besten Kommentare zu diesem Themenkomplex. Alles andere kann man sich getrost unter die - hilfsweise auch metaphorische - Vorhaut jubeln.
25.07.2012 10:46 Uhr
von anke:
Ich glaube, das finden die, die ihr Geld in die Schweiz schaffen auch, dass auf Verbote, die keiner (, den man kennt,) so recht ernst nimmt, gleich verzichtet werden kann. Und vielleicht wäre das tatsächlich die Lösung. Nicht unbedingt für die aktuell besonders Jungen, Alten, Kranken, Schwachen oder anderweitig Gehemmten. Aber doch für die, auf die es angeblich mehr als auf alle anderen ankommt. Für die sogenannten "Leistungsträger" nämlich. Die, meine ich, die sich selber unbedingt mehr leisten müssen, als ihre Mitmenschen. Nicht morgen oder übermorgen, sondern jetzt und sofort. Eigentlich immer also. Leider ist die "Wahrheit", wonach der Ehrliche naturgemäß der Dumme ist, auch nur so ein parareligiöser Irrationalismus. Im richtigen Leben jedenfalls schützt Dummheit keineswegs vor Strafe. Und ehrlich währt mancherorts noch immer am längsten, ganz egal, was die Sendungsbewussten von ihren Kanzeln predigen. Reden wir also über Alternativen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gespräch von Mann zu Mann (oder von Vater zu Sohn) über die sexuellen Vor- und Nachteile der fehlenden Vorhaut. Unmöglich? Gefühle verschiedener Menschen lassen sich nicht direkt vergleichen? Schade! Dann bin ich auf jeden Fall dafür, dass nur Menschen beschitten werden, die schon mal Sex hatten. Richtig guten Sex, meine ich. Woher sonst sollte der Wille kommen, das jeweils Richtige zu tun?
Leserkommentare
28.07.2012 13:04 Uhr
von Theohamburg:
Sollte man tasächlich in dieser Beschneidungsdebatte vergessen, daß Relgion auf Aberglauben beruht? Sollte man also Aberglauen, christlichen, jüdischen, hinduistischen etc. über das Grundgesetz stellen, worin jedem das Recht auf z.B. Unversehrtheit usw. zugestanden wird?
25.07.2012 14:18 Uhr
von Ano Nym:
25.07.2012 13:50 Uhr
von Peter:
Kinder verklagen ihre Eltern.
Eine Praxis bei Scientology.
Die der Sekte verfallenen Personen verdienten sich durch reale Arbeit als Selbstständige die Kursgebühren, kein Geld.
SC erhielt darauf eine Rechnung die sie steuerlich ansetzen konnte.
Jahresende hatten einige Kursteilnehmer hohe umsatzsteuerliche Schulden.
Sie erhielten statt Geld, Arbeit und die Kurse der Gehirnwäsche.
Daraufhin kamen die Sekten Rechtsanwälte und stellten in deutschem Erbrecht folgende Möglichkeit fest.
Eltern konnten/können zu einer vorzeitigen Auszahlung der Erbschaft verpflichtet werden.~25%
Und so verklagten die Sektenkinder ihre Eltern vor Gericht um die Steuerschuld und anderes zu finanzieren.
Was ist, wenn ein beschnittenes Kind mit körperlichen Schäden seine eigenen Eltern verklagt?
Im Land der unbegrenzten Dummheit müssten solche Klagen schon durchgeführt worden sein.
Wenn nicht, wird es mal Zeit.
Einige Deutsche Versicherungen wurden vor einem US Gericht zur Zahlung der pristerpädophilen Inhalte verurteilt, umbei 300 Mio. Dollar.
"Die Haftpflichtversicherer wird dieser Vergleich mit 227 Millionen US-Dollar belasten, so die "Financial Times" gestern. Zu den mehr als 10 Versicherungsgesellschaften zählen auch deutsche Unternehmen wie die Allianz und die Münchner Rück, die ebenfalls mit Millionensummen belastet werden."
http://www.carechild.de/news/international/usa_gericht_bestaetigt_priestersex_vergleich_und_deutsche_versicherer_muessen_zahlen_309_103.html
Warum sollen alle für die Sekten-/Religionsfolgen einer Minderheit aufkommen? Warum wurden diese pädo. Straftaten überhaupt global, religionsbefreit versichert?
Wenn die Gemeinschaft und das Rechtssystem die Folgen nicht trägt, sind die Kinder in manchen Ländern doppelt beschnitten.
Erst als Baby, dann als rechtsmündiger Bürger, teils als Opfer.
Die USA hat es einfach, durch die Versicherungsklauseln werden Straftaten gedeckt.
Eine Lösung auf Ebene der EU wäre angebracht.
Dort sitzt der von Barroso, Pöttering und Merkel eingesetzte "Rat der Religion" die sich aktiv in die Politik einmischen sollen, so in der Eröffnungsrede erklärt.
Augen zu und durch ist keine Lösung.
25.07.2012 11:46 Uhr
von Sandra:
Grosses Lob an den Autor. Bisher einer der besten Kommentare zu diesem Themenkomplex. Alles andere kann man sich getrost unter die - hilfsweise auch metaphorische - Vorhaut jubeln.
25.07.2012 10:46 Uhr
von anke:
Ich glaube, das finden die, die ihr Geld in die Schweiz schaffen auch, dass auf Verbote, die keiner (, den man kennt,) so recht ernst nimmt, gleich verzichtet werden kann. Und vielleicht wäre das tatsächlich die Lösung. Nicht unbedingt für die aktuell besonders Jungen, Alten, Kranken, Schwachen oder anderweitig Gehemmten. Aber doch für die, auf die es angeblich mehr als auf alle anderen ankommt. Für die sogenannten "Leistungsträger" nämlich. Die, meine ich, die sich selber unbedingt mehr leisten müssen, als ihre Mitmenschen. Nicht morgen oder übermorgen, sondern jetzt und sofort. Eigentlich immer also. Leider ist die "Wahrheit", wonach der Ehrliche naturgemäß der Dumme ist, auch nur so ein parareligiöser Irrationalismus. Im richtigen Leben jedenfalls schützt Dummheit keineswegs vor Strafe. Und ehrlich währt mancherorts noch immer am längsten, ganz egal, was die Sendungsbewussten von ihren Kanzeln predigen. Reden wir also über Alternativen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gespräch von Mann zu Mann (oder von Vater zu Sohn) über die sexuellen Vor- und Nachteile der fehlenden Vorhaut. Unmöglich? Gefühle verschiedener Menschen lassen sich nicht direkt vergleichen? Schade! Dann bin ich auf jeden Fall dafür, dass nur Menschen beschitten werden, die schon mal Sex hatten. Richtig guten Sex, meine ich. Woher sonst sollte der Wille kommen, das jeweils Richtige zu tun?