• 17.08.2012

Debatte um Eurozone

Finnen werden nervös

Der finnische Außenminister heizt die Debatte über einen Bruch der Eurozone an. Auch auf ein ungewolltes Ende müsse man sich vorbereiten.von Reinhard Wolff

  • 09.09.2012 15:27 Uhr

    von T.V.:

    Der Kapitalismus schafft sich ab, Zeit zu frohlocken!

    Das mit Landeswährungen zu verbinden wirkt da wie ein letztes Aufbäumen derjenigen, die es noch nicht verstanden haben, daß Währungen austauschbar sind, wenn das Prinzip das Gleiche bleibt.

  • 19.08.2012 19:05 Uhr

    von Schauderhaft:

    @Fred Kirchheimer

    Tolle Sprüche!! Dann legen Sie mal los,
    wo gespart werden soll!

    Der Ansatz: sparen oder investieren, ist nicht
    die entscheidende Frage!
    Welche Investitionen führen zur dauerhaften
    Absenkung teurer Importgüter?
    Welche Investition vermindern dauerhaft
    die Nachfrage, um die teuren Importgüter?
    Was steigert nachhaltig den Wohlstand aller EU-Staaten?
    Doch die entscheidenden Fragen müssen lauten: Wann ist eine Kommune bankrott?
    Wann ist der Reputationsverlust durch ein
    Bankrotteingeständnis einer Stadt, eines Dorfes oder eines Landes, Bundeslandes, Kantons
    günstiger, als eine Umschuldung oder ein Schuldenschnitt?
    Wie sichert man jeden Staat der Eurozone
    vor Bankrott ab und sichert die Grundpflichten
    an die jeweiligen Völker mit ab?
    Derzeit ist Fernost das Mekka aller Investoren,
    weil dort durch die Megaexporte die Industrie
    der "Industrienationen kopiert und demontiert wird"
    ohne Rücksicht auf geistiges Eigentum, wenn es aus
    Europa oder USA kommt. Davon profitieren die
    Chinesen einmal.
    Zum zweiten profitieren die Chinesen von
    der Festpreisbindung an den Dollar ohne
    an die USA und alle anderen Benachteiligten
    Kompensation zu zahlen. Sie können zu Lasten
    der freigehandelten Währungen unternehmerische
    Risiken(Währungsschwankungen) absichern,
    die wir nicht können und sind damit
    von einen gewissen Austarierungsmechanismus
    der Wirtschaftskräfte geschützt.
    Ein drittes Mal profitieren die Chinesen von
    einem sehr guten Investitionsimage aufgrund
    des Binnenmarktes Chinas, dem untergehenden
    Ruf des Abendlandes und dem Ruf als Exportsupermacht,
    die jeder Konsument leicht nachvollziehen kann.
    Diese Billionen Mrd. Dollar, die zusätzlich
    ins Land geschwemmt werden, lassen jeden noch
    so unrentablen Billigproduzenten wieder florieren
    und ermöglichen erst die massivsten Subventionen
    zum Beispiel im Solarbereich.
    Die hunderten Milliarden Produktpiraterie,Spionage
    etc. braucht man dabei schon nicht mehr mit
    einrechnen, um zu erkennen, wie massiv übervorteilt
    China ist.

    Hedgefonds, Währungswetten,
    Derivate(als Massenvermengung
    von geplatzten und ungeplatzten Krediten)die eigentlich
    als Ungleichgewichtsindikatoren legitimiert
    werden sollten, sind für eine Finanzparasitismuselite
    die Geldesel schlechthin.
    Die Welt wird von chinesischen,anglikanischen
    und arabischen Finanzkapital aufgeteilt.
    Kontinentaleuropa kann keine eigenen Finanzmarktregeln durchsetzen, weil sie zu
    durchkorrumpiert sind. Es ist ihre eigene Schuld!!
    Alleine wären sie teilweise mächtiger in
    der Regelfestsetzung für ihren lokalen Finanzmarkt.
    Die Verarmung der Kontinentaleuropäer
    und der amerikanischen Mittelschicht, ist das Ziel
    der Spekulanteneliten, weil diese reich, schwach
    und dumm und desozialisiert sind und es für diese Elite zum Teil
    keine Zukunft nach dem Tod durch leistungsfähige
    Nachkommen gibt.
    Alkoholismus, Drogen, Genderterror, Prahlsucht,
    gescheiterte Bildung und Erziehung bei Männern, Karriereterror,
    Zeitarbeit, unsichere Wohngegenden, Finanzbetrug,
    Einbrüche, Kreditwucher etc. lassen grüßen.
    Dafür muss man die nachwachsende
    Männergeneration diskriminieren durch massive
    männliche Tyrannisierung in Bildung und Erziehung und sie sich
    gegenseitig fertigmachen lassen.
    Die nachwachsenden Frauen werden sich so oder so
    neue Männer egal welcher Kultur nehmen, oder
    in vielen Fällen irgendwie als Alleinstehende
    leben.
    Das ist die gesellschaftlich, politisch unkorrekte
    Wirklichkeit.
    Die fiesen Kapitalanlagemodelle müssen
    unrentabel gemacht werden und jegliche
    Art von staatlicher Kompensation ausgeschlossen werden.
    Die interkontinentalen Finanzströme müssen
    durch Steuern berechenbar gemacht und ggfs.
    gebremst werden.
    Kredite müssen über die gesamte Laufzeit
    fix sein und dürfen auch bei Weiterverkauf
    nicht den Schuldner mit Zinsanstiegen bestrafen.
    Vielmehr muss die Gewinnmarge des ersten Kreditgebers
    zu Gunsten des Kreditübernehmers gekürzt werden.
    Weil andernfalls eine prinzipiell divergente
    Schuldenreihe entsteht, die jedes Finanzsystem
    sprengt!!!! Und weil eine Bank die einen Kredit
    nicht managen will oder kann, nicht Leistung vollständig erbracht hat!

    Die Macht des Staates ist, die Intelligenz
    aus der Gesamtheit seiner Regelungen und Gesetze,
    die Intelligenz, das Herz der Politiker
    und das Arbeitspotential, die diplomatische Kraft,
    Intelligenz und das Gefühl seines Volkes
    und die Fähigkeit zusammenzuwirken zum Zwecke
    der Steigerung des Allgemeinwohls.
    Wir brauchen keine Gesellschaftsterroristen!
    Wenn die Dinge so weitergehen, wird hier noch
    viel untergehen, weil letzlich alle zu feige sind,
    von Lobbies vernichtet zu werden,wie auch immer.

    Aber kommen sie mir bitte nicht mit der Sparkamelle.
    Je höher ich die Zinsen verlange, desto unmöglicher
    wird jegliches Sparen!!!!
    Wer bei den Zinsfestsetzern nicht ansetzt
    und die Vertragsfreiheit der Banken auch
    hinsichtlich der Gewinnspannen nicht begrenzt
    (dynamische Gewinnspannen bei Krediten mit Schwankungsbreite bei Erstabschluss, keine Zinsaufschläge bei Weiterverkauf)
    wird immer in dieser Scheiße landen, egal wieviel
    er spart!!!!
    Wer geheime Verträge mit Kommunen erlaubt, die
    für die Öffentlichkeit tabu sein sollen und
    Verträge erlaubt für kurzfristiges Gewinnkapital
    von Bergbaukonzernen( das Immobilienkapital
    von Tausenden Bürgern gefährdet, unberechenbare
    Kontaminationskosten provoziert, Landentwertung
    bewirkt bei unzureichender Haftung des Konzerns)
    ist ein bewußter Vernichter von Demokratie
    und demokratischen Kapitalismus!!!!

    Die Völker Europas hören auf die Götzen der
    EU-Lobbykraten und
    "US-Könnern"(der Superverschuldung) und sabbern bei der Chinesendiktatur! Und auch diese sehnen sich
    nach irgendwelchen Autoritäten.
    Europa und vor allem deren Einzelstaaten
    haben aus geistiger und erzieherischer
    Fehlleistung heraus, das Heft des Handelns
    und des Ich-Vertrauens aus der Hand gegeben,
    um für ihre Länder vernünftige Spielregeln
    zur Unterdrückung von Finanzparasitismus
    zu erstellen.
    Man plappert doch schon lange den Mist
    jeder Minderheit mit Weltverbesserungs-,
    Erlöser- oder Leistungsgedanken nach, um
    irgendwelche Teile der Gesellschaft diskriminieren zu können!
    Kommt weg von Euren Billigformeln!
    Das Problem sind die Finanzregularien und sonst
    nichts.

  • 18.08.2012 14:55 Uhr

    von Fred Kirchheimer:

    Warum sollte es "die Finnen" oder sonst einen kritischen Europäer beunruhigen, wenn eine Regiertung Notfallpläne ausarbeitet?

    Ich würde mich sorgen, wenn es die nicht gibt.

    Nur weil man einmal der Meinung war, daß der Euro die passende Währung ist, so ist es töricht, diese Entscheidung nicht immer wieder in Frage zu stellen.
    Und da sollten Merkel, Schäuble und Consorten mal ehrlich sein. Man hat sich verrannt und hat nun nicht die Traute, dieses Versagen einzugestehen und eine neue Marschrichtung vorzugeben.

    Stattdessen beten sie das Mantra des Euros
    vor sich her, daß man an der Zurechnungsfähigkeit zweifeln muß. Immer wenn man das Thema an den Kosten festmachen will, flüchten die Politiker jedwender Farbe ins Gesäusle vom Euro.
    Mein Supermarkt will an der Kasse immer Geld von mir. Mit Eurogeschwätz wurde noch keine Rechnung bezahlt.

    Und der fin. Aussenminister hat ja auch bemerkt, daß man an einem Verbleib in der EU nicht rütteln will.

    Es wird Zeit, daß das Paket daß uns Berlin unterschiebt aufgelöst wird. Die EU funktioniert. Und die funktioniert auch ohne gemneinsame Währung wie jeder sehen kann. Zudem wird es Zeit den Etikettenschwindel endlich zu beenden, wenn unablässig von einer Eurokrise geschrieben wird und damit eigentlich das Ende der enthemmten Verschuldung der Staaten gemeint ist.

    Für Deutschland wäre es nötig mal wirklich mit dem Sparen zu beginnen, als immer nur laut darüber zu reden.

  • 18.08.2012 09:58 Uhr

    von Ammenmärchen:

    Ich gehe davon aus, dass es ein Ammenmärchen ist, dass es uns mit dem Euro besser geht.

    Deutschland wird die Krise überstehen, indem es sich auf den Binnenmarkt und die wahren Bedürfnisse der Bürger konzentriert und nicht z.B. auf kriegerische Auseinandersetzungen, Krankheiten, Verschuldung der anderen, damit sie Deutsches bezahlen können etc. setzt, um daran zu verdienen.

    Seit Einführung des Euros geht es den "Armen" schlechter und den .... "besser".

    Wenn das Wachstum nicht in unseren Köpfen etc. stattfindet, ändert sich daran nichts.

    Auch ich halte das Projekt Euro für gescheitert, weil es ein Werkzeug der Kapitalmärkte war und ist.

    Was der Finne gesagt hat, gefällt mir gut und ist ehrlich.

    Merkel geht es nur um ihre persönliche Macht und drum herum tariert sie.

    Und die Bürger lassen sich für dumm verkaufen.

    Aber aus guten Grund wird nicht in freie Bildung investiert sondern in Sekundär Tugenden.

    Armes Deutschland.

  • 18.08.2012 08:42 Uhr

    von klara:

    So ein kleines Land, wie Finnland
    hat mehr Mut als die gesamte Bagage von Berlin.
    Immer dieses ständige Angstgerede.
    Am teuersten ist die jetzige Strategie.
    Außerdem ist Geld nur ein Zahlungsversprechen,
    dass in Ausnahmefällen zu brechen, legitim ist.
    Der Beitritt oder Austritt aus einen Gebilde
    wie der EU muss immer reversibel sein!
    Angst ist doch letzlich der wahre Kit dieser Union!

  • 18.08.2012 07:05 Uhr

    von yberg:

    da die Taz nuh wirklich nicht die nase im wirtschaftswind hat:die nervosität bei den unternehmensleiter/innen hierzulande ist durchaus größer.

    die krisenszenarien euro-konjunktur führen zum einen zu einer investitionszurückhaltung größeren ausmaßes,an den bareinlagen der unternehmen zu erkennen,zum andern zu vielen auslaufenden befristeten arbeitsverträgen.

    auch bei den autozulieferern und leiharbeitsfirmnen kacken bereits kurzfristig die umsätze ab,in den großunternehmen gibts die krisenbedingten kurzarbeitsszenarien,bei thyssenkrupp und bosch is es schon so weit,da wird schon kurz geschuppert

    unsre erfolgstrommler aus den medien aller spähren ham nur die hosen voll darüber zu berichten,da sie angst haben es bei den höheren mächten zu verscheißen und bei der wirtschaft sich die anzeigen zu verspielen.

    Dr.von Guttenwerk: was nicht sein kann,darf es nicht

    schland soll eben auch ewiges wachstum und ewiger erfolg sein.....

    hört sich gut an,liest sich gut ab .

  • 17.08.2012 21:59 Uhr

    von Karl-August:

    Deutschland stand mit seiner Position in der Eurokrise noch nie alleine da. Finnen, Niederländer, Österreicher und Slowaken haben die Sache immer schon ähnlich gesehen und treten teilweise wesentlich härter gegenüber den Südstaaten auf Deutschland.

    Die deutsche Politik hat es leider versäumt, auf ein Bündnis mit diesen potenziellen Partnern hinzuarbeiten und eine gemeinsame Strategie mit diesen zu entwickeln. Durch diese zögerliche Haltung ist Deutschland ins Hintertreffen geraten und muss sich nun von Franzosen, Spaniern und Italienern auf der Nase rumtanzen lassen.

    Ich bin ohnehin der Meinung, dass es eine eine radikale Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik braucht. Diese treudoofe Bindung an Frankreich tut uns nicht gut.

  • 17.08.2012 20:06 Uhr

    von karsten:

    Der Euro, so wie er eingeführt wurde, ist wirklich ein Fiasko!

    Natürlich kann man sich jetzt streiten, wie es weiter gehen soll, "Augen zu und durch" oder "lieber ein Ende mit Schrecken", aber das ändert nichts daran.

    Und es spricht niemand mehr von Europa als Idee, sondern es geht nur noch ums Geld. Die gemeinsame Vision muss aber die Grundlage sein, nicht ökonomische Zwänge.

  • 17.08.2012 16:53 Uhr

    von HamburgerX:

    "Auch auf ein ungewolltes Ende müsse man sich vorbereiten."

    Das ist doch absolut selbstredend! Für jeden Kapitän eines vom Eisberg getroffenen Schiffes wäre es die absolute Pflicht, entsprechende Vorbereitungen zu treffen.

  • 17.08.2012 16:34 Uhr

    von Groschen:

    ist ja nett, dass sich auch mal die anderen guten Euro-Länder zu Wort melden.
    Bisher standen wir ja ziemlich alleine da.
    Nach dem Motto, lasst die Deutschen mal den Karren aus den Dreck ziehen.
    Wir ernten dann das positive Ergebnis.
    Mehr davon!
    G.

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