Mit Oskar Lafontaine verlässt der letzte deutsche Politiker alten Schlags die politische Bühne. Der Volkstribun und Egomane hat viele fasziniert und noch mehr enttäuscht.von Stefan Reinecke
Ja, Oskar ist ein Rechthaber, aber deswegen weil er eben mit fast all seinen Aussagen RECHT gehabt hat.
Das ging von seinen damaligen Äusserungen über die Spekulanten bis auf das verunglückte Handling der deutschen Wiedervereinigung.
Auch die Ausbeutung des Staates und die ganzen SOZIALEN UNGERECHTIGKEITEN bezüglich RENTE einerseit und PENSION andererseits.
ALLES STIMMT HEUTE NOCH MEHR ALS FRÜHER !!!!
25.05.2012 12:47 Uhr
von Hans- Jürgen Schroeder:
Der Umgang der "Vereinigte Jauchekübelpresse" mit Oskar Lafontaine sagt über diese Leute mehr aus, als denen eigentlich lieb sein kann. Nicht Oskar La-fontaine ist gescheitert, eher der saubere, vor- urteilsfreie Journalismus ist auf der Strecke ge- blieben! Wo ist denn eigentlich eine kritische De-batte über die Themen Eurokrise, Rettungsschirme, Arbeitsmarkt, latenter Sozialabbau, die Tolerierung von gigantischen Steuerhinterziehungen und den dafür Verantwortlichen geblieben? Nichts als Fehlanzeige! Was die Partei "Die Linke" mit Oskar Lafontaine verloren hat, die nächsten Wahlen werden es deutlich machen! Die Profiteure sind leider wieder einmal die "Großkopferten" im Lande und die "Wahlbetrüger-SPD"! Den "kleinen Leute" haben halt die Zeche zu bezahlen, wie immer. Die Typen die sich derart unqualifiert an Oskar Lafontaine abarbeiten, kann man eignetlich nur noch bemitleiden! Sie hätten besser die "NachDenk-Seiten" von Albrecht Müller zu Rate ziehen sollen! Aber das ist wohl zuviel erwartet! Zum Schluß nur noch soviel: Wer Oskar Lafontaine schon abgeschrieben hat wird sich schon bald ver- wundert die Augen reiben können, da bin nicht nur ich mir sehr sicher!
25.05.2012 10:54 Uhr
von Manipu:
Es wäre zu wünschen, dass der Intrigant Dietmar Bartsch auf dem kommenden Parteitag einer Abfuhr zuteil wird, die ihn dahin befördert wo er hingehört, nämlich auf den Müll. Wohltuend ist die Erkenntnis, dass die meisten Kommentarschreiber Oskar Lafontaine ehrlicher und objektiver beurteilen, als der, von wem auch immer bezahlten Schmuddel-Journalisten Stefan Reinecke.
24.05.2012 16:41 Uhr
von Schiba :
Ein Tipp an Occupy: besetzt doch die TAZ. Die Zeitung, die ich vor 32 Jahren erstmals frohen Mutes in den Händen hielt - von welchen finsteren Mächten ist sie inzwischen besetzt und niedergemacht worden.Diese beiden wirklich unerträglichen und menschenverachtenden Kommentare von Pohl und Reinecke sind unentschuldbar.
24.05.2012 13:46 Uhr
von Reineke Fuchs:
Leider muss ich feststellen, dass es dem Kommentator an dem nötigen Hintergrundwissen und obendrein an der erforderlichen Objektivität mangelt. Der Kommentar ist höchst unseriös und der TAZ nicht würdig.
Einst hieß es „Schlag nach bei Shakespeare“, im Wandel der Zeit heißt es heute „Schlag nach bei Google“.
Nach Eingabe der Suchworte „nachdenkseiten“ und „lafontaine“ gelangt man bei Google zu interessanten und fachkundigen Beiträgen von Albrecht Müller über Oskar Lafontaine.
Albrecht Müller, SPD-Mitglied und früherer Leiter der Planungsabteilung unter Brandt und Schmidt im Bundeskanzleramt sowie zuletzt SPD-Bundestagsabgeordneter, kommt zu ganz anderen Einschätzungen als der TAZ-Kommentator Reinecke.
Die Chefredaktion der TAZ sollte darüber nachdenken, ob sie Albrecht Müller als Gastkommentator gewinnen sollte. Ich bin mir sicher, dass Albrecht Müller Gastkommentare ohne Schaum vorm Mund schreiben wird – was wiederum ein echter Gewinn für die TAZ wäre!
24.05.2012 11:01 Uhr
von Bernd Goldammer:
Wer ihn abschreibt, macht schon den ersten Fehler! Der mediale Umgang mit ihm wirft ein katastrophales Bild auf das aktuelle Wertesystem. Ja, Ihr Lohnschreiber seid die wirklichen Demokratieverderber. Weil Ihr die wichtigsten menschlichen Werte auf den Kopf stellt. Wenn einer ein gut bezahltes Ministeramt aufgibt, weil er seine Wähler nicht betrügen will, wird er in der Medienberichterstattung als Versager dargestellt. Doch eigentlich sagt das zuerst mal etwas über die nuttigen Lohnschreiber dieses Landes. Lafontaine hat immer gesagt: Krieg ist für ihn die ultima iratio! Auch Harz IV konnte er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Als Finanzminister hat er Schröders Verratsplanung erlebt. Er warf den Menschenbetrügern das Ministeramt vor die Füße. Ich sehe ihn als den aufrechtesten Politiker, den die Zeiten je hervorgebracht haben. Obwohl er gut zu leben versteht, war , ist und bleibt er immer auf Seiten der kleinen Leute. Er ist inzwischen der einzige Politiker, dem ich noch vertraue. Er soll hundertzwanzig Jahre alt werden, davon mindestens noch 30 Jahre medientauglich. Das haben wir uns redlich verdient.
24.05.2012 10:54 Uhr
von chris:
Der Küchenpsychologe Stefan Reinecke fasziert mich nicht, noch enttäuscht er, es ist eher immer wieder das sich gebetsmühlenartig wiederholende Lafontaine-Bashing in der taz und speziell von ihm. Den Artikel von Ines Pohl fand ich allerdigns zum Fremdschämen für diese ehemals linke Zeitung sehr geeignet...
24.05.2012 10:14 Uhr
von James Overstolz :
Ganz richtig, Erzgebirge und Mallorca - ohne die Mühen der Ebenen gehts eben nicht. Offenheit und Kommunikationsfähigkeit sind der Schlüssel heute - wie es die Piraten beweisen. Die Alternativen zu Schwarzgelb müssen zur Finanzkrise eine Sprache finden, die viel mehr auf die Schuldenängste eingeht. Auch da hat Lafo nicht den richtigen Ton gefunden. Die SPD sollte jedoch nicht frohlocken über seinen Rückzug. Der Artikel zur Krise: SPD ohne Killerinstinkt - des Wirtschaftsjournalisten Wolfgang Münchau im Spiegel bringt es auf den Punkt. "Der Weg aus der Krise" der Taz vom 9. Mai ebenfalls: "Die Krise der Eurozone" hat nicht erst mit Griechenland, sondern "bereits viel früher mit der Errichtung einer Währungsunion ohne Wirtschafts-Fiskal und Haushaltsunion begonnen." Die Krise spiegelt die extremen Ungleichgewichte in Europa. Sollen 30 Jahre Anstrengungen für eine europ. Demokratie vergeblich sein? Wer die Blogs bei Welt, FAZ, Handelsblatt liest, stellt eine extrem engstirnige Haltung fest, am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Dann muss die BRD eben austreten aus dem Euro, anstatt die Führerschaft der EU zu behaupten. Gemeinsame Union, gemeinsame Verantwortung, gemeinsame Finanzpolitik!
24.05.2012 09:44 Uhr
von Harun:
Vielleicht hat Lafontaine doch einen Blick für ein historisch so notwendiges "Ganzes"- das links-kapitalismuskritischer Bewegung in der BRD:
Es könnte ja sein, daß er jetzt einfach den Weg an die Spitze der Partei Die Linke für die in so vielen Belangen begabte, um wissenschaftliche marxistische Kritik der Politischen Ökonomie bemühte , philosophisch und kulturell fähige Sahra Wagenknecht und eine weitere linke Power-Frau frei zu machen versucht.
Schon hat Ernst, dem das nicht jeder zugetraut hätte, die Vorlage aufgenommen und die linkssozialistische Wagenknecht als Kandidatin für den Parteivorsitz vorgeschlagen. Gysi wollte sie nicht einmal zur gleichberechtigten Führungskollegin haben.
Wagenknecht stünde für einen konsistenten und stringenten kapitalismuskritischen Kurs der Linken. Dies zu gewährleisten ,könnte durchaus Lafontaines Antrieb bei seinen zunächst irritierenden Aktionen sein. Da er selbst aus Alters-, Gesundheitsgründen vermutlich schon längst an der Grenze seiner Möglichkeiten angekommen ist könnte die jüngere und wohl stabilere die vordem von Lafontaine zeitweise gemeisterte Last linker Führung übernehmen!
24.05.2012 09:42 Uhr
von klausgg:
An wem möchte sich der Herr Reinecke in Zukunft abarbeiten?
Soviel geben die andern doch gar nicht her. Und dann lese ich auf anderen Blogs auch Versionen, die die Geschichte von Lafo anders sehen -z.B. NDS. Gehässiges kann ich in den "Qualitätsmedien" genügend lesen..
Jedenfalls bin ich gespannt ob es ein "jetzt zum Trotz...Linke" oder ein "Schiet, bin mal weg.." geben wird.
24.05.2012 09:19 Uhr
von viccy:
"Die Linkspartei wird von Fliehkräften zerrissen. Lafontaine hat nichts getan, um diese zu bändigen, im Gegenteil. Viele Ostgenossen haben in Lafontaines herrischem Stil die Wiederkehr der autoritären Parteiräson aus SED-Zeiten gesehen."
Ja, wie denn nun? Hat Lafontaine nun zu wenig oder zu viel getan, um die Partei zu bändigen? Ist wahrscheinlich auch egal, man kann ihm aus praktisch allem einen Strick drehen, wenn man will, und die taz will.
24.05.2012 08:14 Uhr
von bleibt noch was zu tun:
fakt ist: 80 prozent der wähler der LINKEN tun das nur wegen oskar.
der ist unvollendet bisher, stimmt schon. oskar analysiert super und kann super organisieren. was der LINKEN noch fehlt, das ist dass auch erwin und chantall aus gelsenkirchen echt VERSTEHEN warum die LINKE unbedingt gewählt werden muss. die sprache dafür und den ton haben die allermeisten LINKEN bis heute nicht gefunden...
24.05.2012 07:57 Uhr
von E.A.:
Okay, ich bin kein Freund von lafontaine... Aber dieses billige Linkenbashing steigt mir langsam ausm Maul heraus. Das war der letzte taz-artikel, den ich gelesen habe....
24.05.2012 07:37 Uhr
von Hannes66:
Danke, schon lange habe ich keinen so ausgewogenen und sachlichen Kommentar über Oskar Lafontaine mehr gelesen. Noch nicht mal das Wort "hingeschmissen" oder "Populist" kommt darin vor. Dafür herzlichen Dank!
24.05.2012 07:27 Uhr
von Detlev:
Vielleicht ist es illusorisch, dass ein einzelner Mensch eine Partei überhaupt retten kann, wenn sie am Rand steht, Medien gegen sie sind und Parteispenden von Rentnern und Studenten erfolgen, aber eben nicht von Unternehmen und Gut-Verdienern. Andererseits ist die soziale Schieflage in Deutschland extrem, die Arbeitswelt ist geprägt von Leih- und Zeitarbeit, die Sozialgerichte platzen von Hartz-Klagen und die Regierung hat beim Euro eine Krise wahrscheinlich ausgelöst und intensiviert, anstatt sie abzufeder. Es gibt also gute Argumente für eine linke Partei, die sich dezidiert diesen Themen widmet.
Aber es muss auch rüber kommen: Wenn ein Ernst als Hobby Porschefahren angibt und Dietmar Bartsch fließend Russisch spricht, aber keinen Wessi 2012 wirklich ansprechen kann, dann werden sie diese Themen eben niemals rüberbringen, sondern es braucht dann eben einen Lafontaine. Er hat auch einen wesentlichen Anteil am Sieg der SPD 1998, weil er Kohl sprichwörtlich in Grund und Boden schoß, den gesamten Bundesrat zu einem Sperrwerk machte und die öffentliche Debatte diametral gegen Kohl lenkte. Das ist heute vergeßen, weil Schröder als viel schlimmer erinnert wird als Kohl. Aber genau das ist doch das Problem: Auch Merkel ist gut darin, an ihrem Stuhl zu kleben, aber die SPD/Grüne erwarten, dass ihnen das Kanzleramt wie ein reifer Apfel in den Schoß fällt. Das wird nicht passieren. In Deutschland kommt die CDU/CSU immer mit einem Kontainer Klebstoff ins Kanzleramt und will eigentlich nicht mehr raus. Deswegen bräuchte m.M. nicht nur die Linke einen Mann vom Schlage Lafontaines, sondern sogar Grünen und SPD.
P.S. Oskar Lafontaine ist ein aktiver linker Politiker im Saarland. Er ist keinesweg Rentner oder lebt auf Mallorca - entgegen dem Tenor hier, will er auch nicht aufhören.
24.05.2012 03:12 Uhr
von vic:
Ich würde auch keine Linke anführen wollen, die ihren Daseinzweck darin sieht "pragmatisch" zu sein, einer der Enheitsparteien zu gefallen um mitregieren zu dürfen. Ich ziehe eine starke Linke in der Opposition einer weichgespülten in Regierungsverantwortung vor. Schade dass er geht. Bartsch sollte jetzt auch verzichten.
24.05.2012 01:14 Uhr
von Cassady:
So einfach ist das nicht. Dietmar Bartsch hat sich als illoyal erwiesen und auch sonst kann ein Großteil der Basis auf Bartsch verzichten. Das Lafontaine mit diesem nicht zusammenarbeit will, genausowenig wie Wagenknecht, hat nichts mit Egospielereien zu tun, sondern mit der rückgratlosen Person Bartsch. Die weibliche Doppelspitze wird kommen, da Bartsch und seine Reformer keine Alternative sind.
Grüße Cass
24.05.2012 00:19 Uhr
von Uncas:
Wohlklingend blöde Sätze für die Ewigkeit wie diesen: "Was er nicht sah, war, dass recht haben nicht reichte – schon gar nicht in dieser welthistorischen Umbruchszene." sollte man sich sparen können, man spart sie sich nicht, wenn man im Nachhinein das Nachhinein altdoof bewertet. Bleibt altdoof.
23.05.2012 23:37 Uhr
von spin:
man kann gegen lafontaine manches einwenden, was hier nicht steht, z.b. seinen beitrag dazu, das grundrecht auf asyl bis zur unkenntlichkeit zu karikieren, seine "fremdarbeiter"-rhetorik, überhaupt: seinen manchmal rassismus-affinen populismus. was an kritik hier steht, etwa "Anti-SPD ist aber kein Daseinszweck für eine Partei", ist natürlich quatsch. hier war lafontaine einfach so prinzipienfest, wie es grünalternative taz-redakteure gar nicht sein, es sich nicht einmal vorstellen können. der hartz- und kriegs-spd solange die kooperation zu versagen, bis die es sich in diesen punkten nochmal anders überlegt, sollte als linker kern selbstverständlich sein. da hat er recht gehabt, der lafontaine: es war der versuch, die spd, ihre grundwerte und prinzipien, außerhalb ihrer selbst zu retten.
23.05.2012 23:35 Uhr
von Differenzierer:
Ich habe mich anfangs des Artikels geärgert, weil ich nicht mehr glauben wollte, dass der Autor die Tatsache, dass Lafontaine mit seinen Analysen bezüglich der großen gesellschaftspolitischen Themen seiner Zeit teilweise bis ins Detail hinein Recht hatte, nicht mehr erwähnen wollte. Mag sein, dass unser saarländer Napoleon nicht verstanden hat, Kompromisse einzugehen, um womöglich an die ganzen großen Schalthebel der Macht zu gelangen – ich halte es eher für einen Hinweis, dass er sich ungern korrumpieren lässt und deswegen bei Grundsatzentscheidungen keine Ausnahmen zugunsten irgendwelcher Wirtschaftsinteressen zulassen will. Ums vorweg zu sagen: ich war Lafontainist und fands auch schade, dass er der Tante SPD ihre Fehler nicht verzeihen wollte, wo doch sogar die Katholiken ihrer Mutter Kirche derlei gewähren - aber seine Wut verstehe ich: Recht und in wesentlichen Punkten nichts erreicht zu haben, würde keinen Politiker völlig kalt lassen und es wundert mich, dass der Autor nicht halbwegs hinterfragen will, weshalb ein so glänzender Analyst und Rhetoriker nicht die Gelegenheit bekommt, die Geschicke seines Landes zu leiten – wer weiß schon, wo wir heute stünden, wenn Deutschland seit 1999 Maßnahmen gegen den sich abzeichnenden Finanzweltwahnsinn eingeleitet hätte – aber vielleicht hat der Autor ja Recht, Lafontaine war nur ein eitler Schreihals und wir sollten und alle wieder beruhigen – bevor der Steinzeitmensch Feuer machen konnte, hat er sich auch nicht aufgeregt, weil er es noch nicht hatte. Mir sind Typen wie Lafontaine, die angesichts der Dringlichkeit der gesellschaftspolitischen Themen keine grundsätzlichen Kompromisse eingehen wollen, jedenfalls lieber.
23.05.2012 23:28 Uhr
von Hajü:
Über Stefan Reinicke: "Ein Nerd mit Polarisationsfilter-Brille für 2 D, der beim Konkurrenz-zur-BILD-Boulevardblatt, taz unter anderem dafür zuständig ist, die RECHTE Kunst des Nachtretens nicht zu vernachlässigen."(Who is who) Toll, lieber Stefan, die gesammelten Kommentare von den Blockparteien! Kannst Du Dich auch Deines eigenen Verstandes bedienen?
23.05.2012 23:26 Uhr
von Christian:
Herr Reinecke, ich versuche sie zu verstehen. Wenn man gegen Personenkult ist - das kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber wenn man sich bei seinen Diffamierungen auf Bildzeitungsniveau begibt: Was für ein Menschenbild besitzen Sie, wenn sie in einem Zusammenhang mit einem Menschen von "unvollendet" , von "was hat er erreicht?" usw. sprechen - also doch irgendwie durch die Hintertür der Traum von einer Führungspersönlichkeit? Was soll der Quatsch? Lassen sie doch den Mann in Ruhe. Sie erwecken den Eindruck einer Personenkampagne Herr Dieckmann - äh, Entschuldigung, Herr Reinecke. Nur ist es hier nicht der Bundespräsident, es ist halt nur zwei Nummern kleiner, der Oskar aus dem äußersten Westen - halt eben der, der nur(!) westdeutsche Erfahrungen hat. Was Witze angeht, denke ich der Witz tifft die Situation besser: "Diesmal kann man bei Oskar Lafontaine sagen: Im Kommen ist er gegangen!" (Sorry, der Witz ist nur geklaut- von den Missfits)
23.05.2012 22:03 Uhr
von Ossi:
Ach Herr Reinecke, seit Jahren dreschen Sie mit Ihren Artikeln auf die Linke ein. Für Ihre ganzen Behauptungen habe Sie bestimmt ganz fundierte Belege! Da bin ich mir sicher Herr Reinecke, Sie sind ja Journalist und kein neoliberaler Propagandist! Gelle?
23.05.2012 21:22 Uhr
von KlausK:
Kam der nicht etwas verfrüht, dieser Nachruf?
Soeben hat Klaus Ernst seinen neuen Vorschlag aus dem Ärmel gezaubert: Sahra Wagenknecht! Mit der würde die LINKE dann den Oskar nochmals - diesmal durch die Hintertür - bekommen.
23.05.2012 21:12 Uhr
von Uwe Mai:
Wie peinlich, dass sich die TAZ dem Lafontaine Bashing der bürgerlichen Presse anschließt. vgl. http://www.nachdenkseiten.de/?p=13317.
Für einen Artikel in dem Sätze stehen wie "Bisweilen hat man ihn als geifernden Ideologen beschrieben" ist jedes weitere Wort zu schade. Das ist unterste Schublade.
23.05.2012 21:10 Uhr
von viccy:
"Er hätte gewirkt wie jemand, der aus der Zeit gefallen ist."
Ja, ja, man ist schon gewaltig aus der Zeit gefallen, wenn man in Zeiten leerer Kassen in den Kommunen so extremistische Ideen wie eine Vermögenssteuer oder eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes vertritt. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß, findet inzwischen auch die taz.
23.05.2012 21:06 Uhr
von brikan:
Da werden bei der SPD aber die Champangnerkorken fliegen. Es ist schlimm ,daß eine Partei am Moderator gemessen wird.Wie beim Fussball.Es ist Schade aber nicht zu ändern.In vielen unterschiedlichen Blog's sind ca 80% der Teilnehmer für die Programme und Ziele der Linken.Daran sollte eine Partei gemessen werden und nicht weil Jauch keine Lust hat ,,wähle ich nicht''.Die Piraten haben viele Stimmen erhalten,Kalkül der SPD, aber ausrichten werden sie nichts wie denn mit Augenklappe und Holzbein ;-)).Oscar geh in den verdienten Ruhestand und lass die Frauen das machen.Besser als jetzt wird es immer.Mutti wird zwar noch Zugeständnisse machen mehr als die Steine um dran zu bleiben,aber auch sie wird müde auweia und dann-------
23.05.2012 20:46 Uhr
von ISchiba :
Ja , lieber Herr Reinecke, es ist ja geradezu schade, auch für Sie: Sie werden niemals mehr in Ihrem Leben so ein komplexes Profil eines bundesdeutschen Politikers zeichnen dürfen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an eine mentalitätsgeschichtliche Großtat Oskar Lafontaines Anfang der achtziger Jahre, als er dem Offizier Helmut Schmidt jenen Gedankenblitz entgegenschleuderte: man könne mit den sogenannten deutschen Sekundärtugenden ebenso gut ein Kinderhospital in Afrika führen als auch das Lager in Auschwitz. Ich habe nie von einem der Tausende deutscher Politiker je so Geistvolles und Erhellendes gehört. Leider wird eine solche Ausnahmeerscheinung wie Lafontaine im deutschen Macht- und Dumpfbacken-Milieu so schnell nicht wieder auftauchen. Sie werden sich also fürderhin mit Politikermuttis wie Merkel und Kraft oder all den Schwabedissens Altmeiers, Gabriels usf und ihre mediale Gefolgschaft begnügen müssen. Da stellt sich doch bei Ihnen sicherlich Melancholie und Verlustgefühle ein, oder?
23.05.2012 20:40 Uhr
von H. Klöcker:
Lafontaine hatte in der Tat fast immer recht. Er war sicher der wichtigste und intelligenteste linke Politker den Deutschland je hatte.
Wenn ich aber jetzt sehe wie mies auch die TAZ über ihn schreibt kann ich nur anderen Idealisten und Politikern empfehlen sich niemals für die Interessen von Arbeitnehmers einzusetzen, denn in Deutschland wird man irgendwann für seinen Einsatz, fast schon egal wessen Interessen man vertreten hat, beschimpft und diffamiert...echt widerlich
23.05.2012 20:28 Uhr
von chris:
Die taz wieder einmal in Hochform, wie immer, wenn es um Lafontaine-Bashing geht. Nun wird nach dem so peinlichen gestrigen Artikel von Ines Pohl, bei dem man den Eindruck gewinnen musste, als ob sie sich bemüht, sich um den Stuhl von Kai Diekmann zu bewerben, also der Lafo-Disser vom Dienst Stefan Reinecke in den Ring geschickt, um sich in Küchenpsychologie abzumühen. Die taz hat wie die Grünenlängst den Anspruch verloren, sich als links zu bezeichnen, sie mischt wie ihr politisches Pendant seit Jahren ihr Süppchen in der neoloberalen Küche. Da ist es schmerzhaft, wenn man auf einen Politiker stößt, der sich nie von den Mächtigen im Land korrumpieren ließ und seinen politischen Überzeugungen treu blieb, während man selber das Absegnen des größten Sozialabbaus in der Geschichte der BRD mit der Agenda 2010 und all ihren katastrophalen Folgewirkungen und völkerrechtswidrige Kriege zu verantworten hat. Ob es der taz vielleicht schon mal in den Sinn gekommen ist, dass erst einmal SPD und Grüne ihre Politik ändern müssten, nicht nur mit Worten, sondern mit Taten? Aber natürlich passt da ein Mann mit biegsamen Rückgrat wie Herr Bartsch als sog. "Realo" sehr viel besser in das eigenen Konzept als ein Mann, der klaren linken Positionen treu bleibt.
23.05.2012 20:08 Uhr
von Arne:
Wer sagt eigentlich, dass ein alter, krebskranker Mann tatsächlich vorgehabt hätte, sich das noch mal anzutun und eine immer mehr absinkende Partei noch einmal neu aufzupuschen? Mir scheint es viel wahrscheinlicher, wenn Lafontaine genau das, was jetzt eintritt, geplant hätte. Bartsch würde sich unmöglich machen, wenn er nun dennoch antritt. (Und die Westlinken könnten beruhigt die Partei verlassen, wenn ein altes SED-Mitglied, dass an der Moskauer Parteischule ausgebildet wurde, diesen Laden dann leitet.) U.U. war das Ziel, Bartsch zu verhindern. Evtl. glückt dies. Dass an den miesen Wahleregbnissen in der Linkspartei vor allem die personellen Entscheidungen beigetragen hätten, ist btw Quatsch. Die Themen werden nun von der Presse woanders gesucht. Wie Reinecke schreibt: "Er hat bis zum Ermüdungsbruch gegen Hartz IV polemisiert. Doch nach 2009, als die SPD in der Opposition war und andere Töne anschlug, hat er das rhetorische Trommelfeuer nicht reduziert." Ja, glücklicherweise war da einer, der darauf hinwies, dass rotgrün die schlimmsten Ungerechtigkeiten der Nachkriegsgeschichte (die dank rotgrün ja auch keine Nahckriegsgeschichte mehr war, sondern eine neue Kriegsgeschichte) gemacht hat und sicherlich viel mehr Leute in Armut gestürzt hat als es schwarzgelb jemals geschafft hatte. Dafür sollen wir uns nun nicht mehr interessieren. Wir sollen lieber für eine Frauenquote für Aufsichtsratstussen sein (aber doch nicht für eine Quote, die einen Anteil an Arbeitnehmer über 50 in einem Betrieb vorschreiben würde). Die SPD hätte im Bundesrat schon damals durchsetzen können, dass den arbeitslos gewirdenen älteren Arbeitnehmer wenigstens die damalige Aufstockung noch zustand, sie hat sich mit 5 € mehr lieber in Szene gesetzt.
23.05.2012 19:58 Uhr
von Ullli Müller:
Er war mein letzter Vorsitzender in der SPD, er ging nach mir, 1998 konnte ich nicht einmal Grüne wählen, da diese Schröder stützen würden. Es war klar, dass es gegen den Sozialstaat und auch für Kriegseinsätze ging (schröder wollte auch von der Blöd-Zeitung geliebt werden) Oskar hat für sich die Notbremse gezogen. Bartsch, das ist die SPD in der Linken, die brauchen wir nicht ein zweites Mal in diesem Land. Ginge er nun wirklich, es ginge einer der letzten großen Politikfähigen in diesem Land, in den etablierten sehe ich keinen, der ihm das Wasser reichen könnte. und das Schlimme für alle, es geht ein Linker, einer, der auf den Werten der christlich, abendländischen Kultur wandelt. Von denen haben wir sehr wenige in diesem unsrem Land.
Leserkommentare
25.05.2012 14:07 Uhr
von GWalter:
Ja, Oskar ist ein Rechthaber, aber deswegen weil er eben mit fast all seinen Aussagen RECHT gehabt hat.
Das ging von seinen damaligen Äusserungen über die Spekulanten bis auf das verunglückte Handling der deutschen Wiedervereinigung.
Auch die Ausbeutung des Staates und die ganzen SOZIALEN UNGERECHTIGKEITEN bezüglich RENTE einerseit und PENSION andererseits.
ALLES STIMMT HEUTE NOCH MEHR ALS FRÜHER !!!!
25.05.2012 12:47 Uhr
von Hans- Jürgen Schroeder:
Der Umgang der "Vereinigte Jauchekübelpresse" mit
Oskar Lafontaine sagt über diese Leute mehr aus, als
denen eigentlich lieb sein kann. Nicht Oskar La-fontaine ist gescheitert, eher der saubere, vor-
urteilsfreie Journalismus ist auf der Strecke ge-
blieben! Wo ist denn eigentlich eine kritische De-batte über die Themen Eurokrise, Rettungsschirme, Arbeitsmarkt, latenter Sozialabbau, die Tolerierung von gigantischen Steuerhinterziehungen und den dafür
Verantwortlichen geblieben? Nichts als Fehlanzeige!
Was die Partei "Die Linke" mit Oskar Lafontaine
verloren hat, die nächsten Wahlen werden es deutlich
machen! Die Profiteure sind leider wieder einmal die
"Großkopferten" im Lande und die "Wahlbetrüger-SPD"! Den "kleinen Leute" haben halt die Zeche zu bezahlen,
wie immer. Die Typen die sich derart unqualifiert an Oskar Lafontaine abarbeiten, kann man eignetlich nur noch bemitleiden! Sie hätten besser die "NachDenk-Seiten" von Albrecht Müller zu Rate ziehen sollen! Aber das ist wohl zuviel erwartet!
Zum Schluß nur noch soviel: Wer Oskar Lafontaine
schon abgeschrieben hat wird sich schon bald ver-
wundert die Augen reiben können, da bin nicht nur ich mir sehr sicher!
25.05.2012 10:54 Uhr
von Manipu:
Es wäre zu wünschen, dass der Intrigant Dietmar Bartsch auf dem kommenden Parteitag einer Abfuhr zuteil wird, die ihn dahin befördert wo er hingehört, nämlich auf den Müll.
Wohltuend ist die Erkenntnis, dass die meisten Kommentarschreiber Oskar Lafontaine ehrlicher und objektiver beurteilen, als der, von wem auch immer bezahlten Schmuddel-Journalisten Stefan Reinecke.
24.05.2012 16:41 Uhr
von Schiba :
Ein Tipp an Occupy: besetzt doch die TAZ. Die Zeitung, die ich vor 32 Jahren erstmals frohen Mutes in den Händen hielt - von welchen finsteren Mächten ist sie inzwischen besetzt und niedergemacht worden.Diese beiden wirklich unerträglichen und menschenverachtenden Kommentare von Pohl und Reinecke sind unentschuldbar.
24.05.2012 13:46 Uhr
von Reineke Fuchs:
Leider muss ich feststellen, dass es dem Kommentator an dem nötigen Hintergrundwissen und obendrein an der erforderlichen Objektivität mangelt. Der Kommentar ist höchst unseriös und der TAZ nicht würdig.
Einst hieß es „Schlag nach bei Shakespeare“, im Wandel der Zeit heißt es heute „Schlag nach bei Google“.
Nach Eingabe der Suchworte „nachdenkseiten“ und „lafontaine“ gelangt man bei Google zu interessanten und fachkundigen Beiträgen von Albrecht Müller über Oskar Lafontaine.
Albrecht Müller, SPD-Mitglied und früherer Leiter der Planungsabteilung unter Brandt und Schmidt im Bundeskanzleramt sowie zuletzt SPD-Bundestagsabgeordneter, kommt zu ganz anderen Einschätzungen als der TAZ-Kommentator Reinecke.
Die Chefredaktion der TAZ sollte darüber nachdenken, ob sie Albrecht Müller als Gastkommentator gewinnen sollte. Ich bin mir sicher, dass Albrecht Müller Gastkommentare ohne Schaum vorm Mund schreiben wird – was wiederum ein echter Gewinn für die TAZ wäre!
24.05.2012 11:01 Uhr
von Bernd Goldammer:
Wer ihn abschreibt, macht schon den ersten Fehler! Der mediale Umgang mit ihm wirft ein katastrophales Bild auf das aktuelle Wertesystem. Ja, Ihr Lohnschreiber seid die wirklichen Demokratieverderber. Weil Ihr die wichtigsten menschlichen Werte auf den Kopf stellt. Wenn einer ein gut bezahltes Ministeramt aufgibt, weil er seine Wähler nicht betrügen will, wird er in der Medienberichterstattung als Versager dargestellt. Doch eigentlich sagt das zuerst mal etwas über die nuttigen Lohnschreiber dieses Landes. Lafontaine hat immer gesagt: Krieg ist für ihn die ultima iratio! Auch Harz IV konnte er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Als Finanzminister hat er Schröders Verratsplanung erlebt. Er warf den Menschenbetrügern das Ministeramt vor die Füße. Ich sehe ihn als den aufrechtesten Politiker, den die Zeiten je hervorgebracht haben. Obwohl er gut zu leben versteht, war , ist und bleibt er immer auf Seiten der kleinen Leute. Er ist inzwischen der einzige Politiker, dem ich noch vertraue. Er soll hundertzwanzig Jahre alt werden, davon mindestens noch 30 Jahre medientauglich. Das haben wir uns redlich verdient.
24.05.2012 10:54 Uhr
von chris:
Der Küchenpsychologe Stefan Reinecke fasziert mich nicht, noch enttäuscht er, es ist eher immer wieder das sich gebetsmühlenartig wiederholende Lafontaine-Bashing in der taz und speziell von ihm.
Den Artikel von Ines Pohl fand ich allerdigns zum Fremdschämen für diese ehemals linke Zeitung sehr geeignet...
24.05.2012 10:14 Uhr
von James Overstolz :
Ganz richtig, Erzgebirge und Mallorca - ohne die Mühen der Ebenen gehts eben nicht. Offenheit und Kommunikationsfähigkeit sind der Schlüssel heute - wie es die Piraten beweisen.
Die Alternativen zu Schwarzgelb müssen zur Finanzkrise eine Sprache finden, die viel mehr auf die Schuldenängste eingeht. Auch da hat Lafo nicht den richtigen Ton gefunden.
Die SPD sollte jedoch nicht frohlocken über seinen Rückzug. Der Artikel zur Krise: SPD ohne Killerinstinkt - des Wirtschaftsjournalisten Wolfgang Münchau im Spiegel bringt es auf den Punkt.
"Der Weg aus der Krise" der Taz vom 9. Mai ebenfalls: "Die Krise der Eurozone" hat nicht erst mit Griechenland, sondern "bereits viel früher mit der Errichtung einer Währungsunion ohne Wirtschafts-Fiskal und Haushaltsunion begonnen." Die Krise spiegelt die extremen Ungleichgewichte in Europa.
Sollen 30 Jahre Anstrengungen für eine europ. Demokratie vergeblich sein? Wer die Blogs bei Welt, FAZ, Handelsblatt liest, stellt eine extrem engstirnige Haltung fest, am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Dann muss die BRD eben austreten aus dem Euro, anstatt die Führerschaft der EU zu behaupten. Gemeinsame Union, gemeinsame Verantwortung, gemeinsame Finanzpolitik!
24.05.2012 09:44 Uhr
von Harun:
Vielleicht hat Lafontaine doch einen Blick für ein historisch so notwendiges "Ganzes"- das links-kapitalismuskritischer Bewegung in der BRD:
Es könnte ja sein, daß er jetzt einfach den Weg an die Spitze der Partei Die Linke für die in so vielen Belangen begabte, um wissenschaftliche marxistische Kritik der Politischen Ökonomie bemühte , philosophisch und kulturell fähige Sahra Wagenknecht und eine weitere linke Power-Frau frei zu machen versucht.
Schon hat Ernst, dem das nicht jeder zugetraut hätte, die Vorlage aufgenommen und die linkssozialistische Wagenknecht als Kandidatin für den Parteivorsitz vorgeschlagen. Gysi wollte sie nicht einmal zur gleichberechtigten Führungskollegin haben.
Wagenknecht stünde für einen konsistenten und stringenten kapitalismuskritischen Kurs der Linken.
Dies zu gewährleisten ,könnte durchaus Lafontaines Antrieb bei seinen zunächst irritierenden Aktionen sein.
Da er selbst aus Alters-, Gesundheitsgründen vermutlich schon längst an der Grenze seiner Möglichkeiten angekommen ist könnte die jüngere und wohl stabilere die vordem von Lafontaine zeitweise gemeisterte Last linker Führung übernehmen!
24.05.2012 09:42 Uhr
von klausgg:
An wem möchte sich der Herr Reinecke
in Zukunft abarbeiten?
Soviel geben die andern doch gar nicht her. Und
dann lese ich auf anderen Blogs auch Versionen,
die die Geschichte von Lafo anders sehen -z.B.
NDS.
Gehässiges kann ich in den "Qualitätsmedien" genügend
lesen..
Jedenfalls bin ich gespannt ob es ein "jetzt zum Trotz...Linke" oder ein "Schiet, bin mal weg.." geben wird.
24.05.2012 09:19 Uhr
von viccy:
"Die Linkspartei wird von Fliehkräften zerrissen. Lafontaine hat nichts getan, um diese zu bändigen, im Gegenteil. Viele Ostgenossen haben in Lafontaines herrischem Stil die Wiederkehr der autoritären Parteiräson aus SED-Zeiten gesehen."
Ja, wie denn nun? Hat Lafontaine nun zu wenig oder zu viel getan, um die Partei zu bändigen? Ist wahrscheinlich auch egal, man kann ihm aus praktisch allem einen Strick drehen, wenn man will, und die taz will.
24.05.2012 08:14 Uhr
von bleibt noch was zu tun:
fakt ist: 80 prozent der wähler der LINKEN tun das nur wegen oskar.
der ist unvollendet bisher, stimmt schon. oskar analysiert super und kann super organisieren. was der LINKEN noch fehlt, das ist dass auch erwin und chantall aus gelsenkirchen echt VERSTEHEN warum die LINKE unbedingt gewählt werden muss. die sprache dafür und den ton haben die allermeisten LINKEN bis heute nicht gefunden...
24.05.2012 07:57 Uhr
von E.A.:
Okay, ich bin kein Freund von lafontaine... Aber dieses billige Linkenbashing steigt mir langsam ausm Maul heraus. Das war der letzte taz-artikel, den ich gelesen habe....
24.05.2012 07:37 Uhr
von Hannes66:
Danke, schon lange habe ich keinen so ausgewogenen und sachlichen Kommentar über Oskar Lafontaine mehr gelesen. Noch nicht mal das Wort "hingeschmissen" oder "Populist" kommt darin vor. Dafür herzlichen Dank!
24.05.2012 07:27 Uhr
von Detlev:
Vielleicht ist es illusorisch, dass ein einzelner Mensch eine Partei überhaupt retten kann, wenn sie am Rand steht, Medien gegen sie sind und Parteispenden von Rentnern und Studenten erfolgen, aber eben nicht von Unternehmen und Gut-Verdienern.
Andererseits ist die soziale Schieflage in Deutschland extrem, die Arbeitswelt ist geprägt von Leih- und Zeitarbeit, die Sozialgerichte platzen von Hartz-Klagen und die Regierung hat beim Euro eine Krise wahrscheinlich ausgelöst und intensiviert, anstatt sie abzufeder. Es gibt also gute Argumente für eine linke Partei, die sich dezidiert diesen Themen widmet.
Aber es muss auch rüber kommen: Wenn ein Ernst als Hobby Porschefahren angibt und Dietmar Bartsch fließend Russisch spricht, aber keinen Wessi 2012 wirklich ansprechen kann, dann werden sie diese Themen eben niemals rüberbringen, sondern es braucht dann eben einen Lafontaine. Er hat auch einen wesentlichen Anteil am Sieg der SPD 1998, weil er Kohl sprichwörtlich in Grund und Boden schoß, den gesamten Bundesrat zu einem Sperrwerk machte und die öffentliche Debatte diametral gegen Kohl lenkte. Das ist heute vergeßen, weil Schröder als viel schlimmer erinnert wird als Kohl.
Aber genau das ist doch das Problem: Auch Merkel ist gut darin, an ihrem Stuhl zu kleben, aber die SPD/Grüne erwarten, dass ihnen das Kanzleramt wie ein reifer Apfel in den Schoß fällt. Das wird nicht passieren. In Deutschland kommt die CDU/CSU immer mit einem Kontainer Klebstoff ins Kanzleramt und will eigentlich nicht mehr raus. Deswegen bräuchte m.M. nicht nur die Linke einen Mann vom Schlage Lafontaines, sondern sogar Grünen und SPD.
P.S. Oskar Lafontaine ist ein aktiver linker Politiker im Saarland. Er ist keinesweg Rentner oder lebt auf Mallorca - entgegen dem Tenor hier, will er auch nicht aufhören.
24.05.2012 03:12 Uhr
von vic:
Ich würde auch keine Linke anführen wollen, die ihren Daseinzweck darin sieht "pragmatisch" zu sein, einer der Enheitsparteien zu gefallen um mitregieren zu dürfen.
Ich ziehe eine starke Linke in der Opposition einer weichgespülten in Regierungsverantwortung vor.
Schade dass er geht.
Bartsch sollte jetzt auch verzichten.
24.05.2012 01:14 Uhr
von Cassady:
So einfach ist das nicht. Dietmar Bartsch hat sich als illoyal erwiesen und auch sonst kann ein Großteil der Basis auf Bartsch verzichten. Das Lafontaine mit diesem nicht zusammenarbeit will, genausowenig wie Wagenknecht, hat nichts mit Egospielereien zu tun, sondern mit der rückgratlosen Person Bartsch.
Die weibliche Doppelspitze wird kommen, da Bartsch und seine Reformer keine Alternative sind.
Grüße
Cass
24.05.2012 00:19 Uhr
von Uncas:
Wohlklingend blöde Sätze für die Ewigkeit wie diesen: "Was er nicht sah, war, dass recht haben nicht reichte – schon gar nicht in dieser welthistorischen Umbruchszene." sollte man sich sparen können, man spart sie sich nicht, wenn man im Nachhinein das Nachhinein altdoof bewertet. Bleibt altdoof.
23.05.2012 23:37 Uhr
von spin:
man kann gegen lafontaine manches einwenden, was hier nicht steht, z.b. seinen beitrag dazu, das grundrecht auf asyl bis zur unkenntlichkeit zu karikieren, seine "fremdarbeiter"-rhetorik, überhaupt: seinen manchmal rassismus-affinen populismus.
was an kritik hier steht, etwa "Anti-SPD ist aber kein Daseinszweck für eine Partei", ist natürlich quatsch. hier war lafontaine einfach so prinzipienfest, wie es grünalternative taz-redakteure gar nicht sein, es sich nicht einmal vorstellen können. der hartz- und kriegs-spd solange die kooperation zu versagen, bis die es sich in diesen punkten nochmal anders überlegt, sollte als linker kern selbstverständlich sein.
da hat er recht gehabt, der lafontaine: es war der versuch, die spd, ihre grundwerte und prinzipien, außerhalb ihrer selbst zu retten.
23.05.2012 23:35 Uhr
von Differenzierer:
Ich habe mich anfangs des Artikels geärgert, weil ich nicht mehr glauben wollte, dass der Autor die Tatsache, dass Lafontaine mit seinen Analysen bezüglich der großen gesellschaftspolitischen Themen seiner Zeit teilweise bis ins Detail hinein Recht hatte, nicht mehr erwähnen wollte. Mag sein, dass unser saarländer Napoleon nicht verstanden hat, Kompromisse einzugehen, um womöglich an die ganzen großen Schalthebel der Macht zu gelangen – ich halte es eher für einen Hinweis, dass er sich ungern korrumpieren lässt und deswegen bei Grundsatzentscheidungen keine Ausnahmen zugunsten irgendwelcher Wirtschaftsinteressen zulassen will. Ums vorweg zu sagen: ich war Lafontainist und fands auch schade, dass er der Tante SPD ihre Fehler nicht verzeihen wollte, wo doch sogar die Katholiken ihrer Mutter Kirche derlei gewähren - aber seine Wut verstehe ich: Recht und in wesentlichen Punkten nichts erreicht zu haben, würde keinen Politiker völlig kalt lassen und es wundert mich, dass der Autor nicht halbwegs hinterfragen will, weshalb ein so glänzender Analyst und Rhetoriker nicht die Gelegenheit bekommt, die Geschicke seines Landes zu leiten – wer weiß schon, wo wir heute stünden, wenn Deutschland seit 1999 Maßnahmen gegen den sich abzeichnenden Finanzweltwahnsinn eingeleitet hätte – aber vielleicht hat der Autor ja Recht, Lafontaine war nur ein eitler Schreihals und wir sollten und alle wieder beruhigen – bevor der Steinzeitmensch Feuer machen konnte, hat er sich auch nicht aufgeregt, weil er es noch nicht hatte. Mir sind Typen wie Lafontaine, die angesichts der Dringlichkeit der gesellschaftspolitischen Themen keine grundsätzlichen Kompromisse eingehen wollen, jedenfalls lieber.
23.05.2012 23:28 Uhr
von Hajü:
Über Stefan Reinicke:
"Ein Nerd mit Polarisationsfilter-Brille für 2 D, der beim Konkurrenz-zur-BILD-Boulevardblatt, taz unter anderem dafür zuständig ist, die RECHTE Kunst des Nachtretens nicht zu vernachlässigen."(Who is who)
Toll, lieber Stefan, die gesammelten Kommentare von den Blockparteien! Kannst Du Dich auch Deines eigenen Verstandes bedienen?
23.05.2012 23:26 Uhr
von Christian:
Herr Reinecke, ich versuche sie zu verstehen. Wenn man gegen Personenkult ist - das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Aber wenn man sich bei seinen Diffamierungen auf Bildzeitungsniveau begibt: Was für ein Menschenbild besitzen Sie, wenn sie in einem Zusammenhang mit einem Menschen von "unvollendet" , von "was hat er erreicht?" usw. sprechen - also doch irgendwie durch die Hintertür der Traum von einer Führungspersönlichkeit? Was soll der Quatsch? Lassen sie doch den Mann in Ruhe. Sie erwecken den Eindruck einer Personenkampagne Herr Dieckmann - äh, Entschuldigung, Herr Reinecke. Nur ist es hier nicht der Bundespräsident, es ist halt nur zwei Nummern kleiner, der Oskar aus dem äußersten Westen - halt eben der, der nur(!) westdeutsche Erfahrungen hat.
Was Witze angeht, denke ich der Witz tifft die Situation besser: "Diesmal kann man bei Oskar Lafontaine sagen: Im Kommen ist er gegangen!" (Sorry, der Witz ist nur geklaut- von den Missfits)
23.05.2012 22:03 Uhr
von Ossi:
Ach Herr Reinecke, seit Jahren dreschen Sie mit Ihren Artikeln auf die Linke ein. Für Ihre ganzen Behauptungen habe Sie bestimmt ganz fundierte Belege! Da bin ich mir sicher Herr Reinecke, Sie sind ja Journalist und kein neoliberaler Propagandist! Gelle?
23.05.2012 21:22 Uhr
von KlausK:
Kam der nicht etwas verfrüht, dieser Nachruf?
Soeben hat Klaus Ernst seinen neuen Vorschlag aus dem Ärmel gezaubert: Sahra Wagenknecht!
Mit der würde die LINKE dann den Oskar nochmals - diesmal durch die Hintertür - bekommen.
23.05.2012 21:12 Uhr
von Uwe Mai:
Wie peinlich, dass sich die TAZ dem Lafontaine Bashing der bürgerlichen Presse anschließt. vgl. http://www.nachdenkseiten.de/?p=13317.
Für einen Artikel in dem Sätze stehen wie "Bisweilen hat man ihn als geifernden Ideologen beschrieben" ist jedes weitere Wort zu schade. Das ist unterste Schublade.
23.05.2012 21:10 Uhr
von viccy:
"Er hätte gewirkt wie jemand, der aus der Zeit gefallen ist."
Ja, ja, man ist schon gewaltig aus der Zeit gefallen, wenn man in Zeiten leerer Kassen in den Kommunen so extremistische Ideen wie eine Vermögenssteuer oder eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes vertritt. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß, findet inzwischen auch die taz.
23.05.2012 21:06 Uhr
von brikan:
Da werden bei der SPD aber die Champangnerkorken fliegen. Es ist schlimm ,daß eine Partei am Moderator gemessen wird.Wie beim Fussball.Es ist Schade aber nicht zu ändern.In vielen unterschiedlichen Blog's sind ca 80% der Teilnehmer für die Programme und Ziele der Linken.Daran sollte eine Partei gemessen werden und nicht weil Jauch keine Lust hat ,,wähle ich nicht''.Die Piraten haben viele Stimmen erhalten,Kalkül der SPD, aber ausrichten werden sie nichts wie denn mit Augenklappe und Holzbein ;-)).Oscar geh in den verdienten Ruhestand und lass die Frauen das machen.Besser als jetzt wird es immer.Mutti wird zwar noch Zugeständnisse machen mehr als die Steine um dran zu bleiben,aber auch sie wird müde auweia und dann-------
23.05.2012 20:46 Uhr
von ISchiba :
Ja , lieber Herr Reinecke,
es ist ja geradezu schade, auch für Sie: Sie werden niemals mehr in Ihrem Leben so ein komplexes Profil eines bundesdeutschen Politikers zeichnen dürfen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an eine mentalitätsgeschichtliche Großtat Oskar Lafontaines Anfang der achtziger Jahre, als er dem Offizier Helmut Schmidt jenen Gedankenblitz entgegenschleuderte: man könne mit den sogenannten deutschen Sekundärtugenden ebenso gut ein Kinderhospital in Afrika führen als auch das Lager in Auschwitz. Ich habe nie von einem der Tausende deutscher Politiker je so Geistvolles und Erhellendes gehört. Leider wird eine solche Ausnahmeerscheinung wie Lafontaine im deutschen Macht- und Dumpfbacken-Milieu so schnell nicht wieder auftauchen. Sie werden sich also fürderhin mit Politikermuttis wie Merkel und Kraft oder all den Schwabedissens Altmeiers, Gabriels usf und ihre mediale Gefolgschaft begnügen müssen. Da stellt sich doch bei Ihnen sicherlich Melancholie und Verlustgefühle ein, oder?
23.05.2012 20:40 Uhr
von H. Klöcker:
Lafontaine hatte in der Tat fast immer recht. Er war sicher der wichtigste und intelligenteste linke Politker den Deutschland je hatte.
Wenn ich aber jetzt sehe wie mies auch die TAZ über ihn schreibt kann ich nur anderen Idealisten und Politikern empfehlen sich niemals für die Interessen von Arbeitnehmers einzusetzen, denn in Deutschland wird man irgendwann für seinen Einsatz, fast schon egal wessen Interessen man vertreten hat, beschimpft und diffamiert...echt widerlich
23.05.2012 20:28 Uhr
von chris:
Die taz wieder einmal in Hochform, wie immer, wenn es um Lafontaine-Bashing geht.
Nun wird nach dem so peinlichen gestrigen Artikel von Ines Pohl, bei dem man den Eindruck gewinnen musste, als ob sie sich bemüht, sich um den Stuhl von Kai Diekmann zu bewerben, also der Lafo-Disser vom Dienst Stefan Reinecke in den Ring geschickt, um sich in Küchenpsychologie abzumühen.
Die taz hat wie die Grünenlängst den Anspruch verloren, sich als links zu bezeichnen, sie mischt wie ihr politisches Pendant seit Jahren ihr Süppchen in der neoloberalen Küche. Da ist es schmerzhaft, wenn man auf einen Politiker stößt, der sich nie von den Mächtigen im Land korrumpieren ließ und seinen politischen Überzeugungen treu blieb, während man selber das Absegnen des größten Sozialabbaus in der Geschichte der BRD mit der Agenda 2010 und all ihren katastrophalen Folgewirkungen und völkerrechtswidrige Kriege zu verantworten hat.
Ob es der taz vielleicht schon mal in den Sinn gekommen ist, dass erst einmal SPD und Grüne ihre Politik ändern müssten, nicht nur mit Worten, sondern mit Taten? Aber natürlich passt da ein Mann mit biegsamen Rückgrat wie Herr Bartsch als sog. "Realo" sehr viel besser in das eigenen Konzept als ein Mann, der klaren linken Positionen treu bleibt.
23.05.2012 20:08 Uhr
von Arne:
Wer sagt eigentlich, dass ein alter, krebskranker Mann tatsächlich vorgehabt hätte, sich das noch mal anzutun und eine immer mehr absinkende Partei noch einmal neu aufzupuschen? Mir scheint es viel wahrscheinlicher, wenn Lafontaine genau das, was jetzt eintritt, geplant hätte. Bartsch würde sich unmöglich machen, wenn er nun dennoch antritt. (Und die Westlinken könnten beruhigt die Partei verlassen, wenn ein altes SED-Mitglied, dass an der Moskauer Parteischule ausgebildet wurde, diesen Laden dann leitet.) U.U. war das Ziel, Bartsch zu verhindern. Evtl. glückt dies.
Dass an den miesen Wahleregbnissen in der Linkspartei vor allem die personellen Entscheidungen beigetragen hätten, ist btw Quatsch. Die Themen werden nun von der Presse woanders gesucht. Wie Reinecke schreibt: "Er hat bis zum Ermüdungsbruch gegen Hartz IV polemisiert. Doch nach 2009, als die SPD in der Opposition war und andere Töne anschlug, hat er das rhetorische Trommelfeuer nicht reduziert." Ja, glücklicherweise war da einer, der darauf hinwies, dass rotgrün die schlimmsten Ungerechtigkeiten der Nachkriegsgeschichte (die dank rotgrün ja auch keine Nahckriegsgeschichte mehr war, sondern eine neue Kriegsgeschichte) gemacht hat und sicherlich viel mehr Leute in Armut gestürzt hat als es schwarzgelb jemals geschafft hatte. Dafür sollen wir uns nun nicht mehr interessieren. Wir sollen lieber für eine Frauenquote für Aufsichtsratstussen sein (aber doch nicht für eine Quote, die einen Anteil an Arbeitnehmer über 50 in einem Betrieb vorschreiben würde). Die SPD hätte im Bundesrat schon damals durchsetzen können, dass den arbeitslos gewirdenen älteren Arbeitnehmer wenigstens die damalige Aufstockung noch zustand, sie hat sich mit 5 € mehr lieber in Szene gesetzt.
23.05.2012 19:58 Uhr
von Ullli Müller:
Er war mein letzter Vorsitzender in der SPD, er ging nach mir,
1998 konnte ich nicht einmal Grüne wählen, da diese Schröder stützen würden.
Es war klar, dass es gegen den Sozialstaat und auch für Kriegseinsätze ging (schröder wollte auch von der Blöd-Zeitung geliebt werden)
Oskar hat für sich die Notbremse gezogen.
Bartsch, das ist die SPD in der Linken, die brauchen wir nicht ein zweites Mal in diesem Land.
Ginge er nun wirklich,
es ginge einer der letzten großen Politikfähigen in diesem Land, in den etablierten sehe ich keinen, der ihm das Wasser reichen könnte.
und das Schlimme für alle, es geht ein Linker, einer, der auf den Werten der christlich, abendländischen Kultur wandelt. Von denen haben wir sehr wenige in diesem unsrem Land.