Einst Symbol der betulichen BRD, zwischendurch Proll-Auto und Objekt der Mantafahrer-Witze, ist Opel heute dem Untergang geweiht. Schuld ist die falsche Strategie.von Arno Frank
Opel hat immer gute Autos gebaut, wenn man sie ließ. In 25 Jahren habe ich nie was zu meckern gehabt. Deswegen würde ich jederzeit wieder einen kaufen, auch wenn man Opel noch zu kaputt redet. Mir tun die Mitarbeiter leid, die alle 15 Monate einen neuen "Durchreisenden" als Chef bekommen.
28.07.2012 15:19 Uhr
von ana chia:
...die details der opelgeschichte hat der autor eher oberflächlich recherchiert - damit könnte ich leben - ABER was mir bei einem taz artikel zu einer unternehmenskrise mit tausenden von betroffenen mitarbeitenden fehlt, ist eine analyse des geschehens: tausende von arbeitsplätzen werden in folge jahrzehntelangen mismanagements vernichtet - eine mögliche übernahme des aufgegbenen unternehmens durch die mitarbeitenden wird beim vorstehenden ende in schöner eintracht von kapital und politik verhindert werden. die gewerkschaften werden in klassischer deutscher michel-manier wieder jede radikalere nutzung und transformation des krisengeschehens verhindern und neckische sozialpläne aushandeln.
dass sind die fragestellungen, perspektiven, konflikte und visionen um die es bei einer möglichen opel-schliessung geht - nicht der zigtausenste aufguss von lopezeffekt, schlechtem styling und mantawitzen - das kann ich auch im stern lesen, dafür brauch ich die taz nicht !
mit freien grüßen
17.07.2012 21:42 Uhr
von Waage:
@Stephan Mirwalt
Puritanische Spaßbremse!!!
17.07.2012 14:07 Uhr
von Stephan Mirwalt:
Man sollte dem deutschen Spießer das Autofahren verbieten und alle Mitarbeiter die für die Autoindustrie arbeiten auf die Straße setzen.
Ich fahre auch nur mit dem Fahrrad und empfinde Autofahrern gegenüber nichts als Verachtung.
17.07.2012 13:31 Uhr
von Waage:
Im Artikel steckt viel Wahres!
Der schönste Opel aller Zeiten war für mich seit Kindheitstagen der Rekord C! Wenn ich heute noch irgendwo einen sehe krieg ich immer direkt Wasser in die Augen vor lauter Sentiment.
Mit Hüft- und anderen Schwüngen vom Konkaven ins Konvexe, breiter Amischnauze und leicht eingezogenem Heck - aber alles in allem schlank & gestreckt, eher sympathisch elegant als protzig. Egal ob als 2 oder 4 Türer, als Coupe oder Caravan auf dem Plattencover der "Opel Gang".
Europäisch verfeinertes US-Design vom Besten eben - so schön wurde es nie wieder. (gaaanz langer Seufzer!!!)
17.07.2012 11:55 Uhr
von KlausK:
Arno Franks Ausführungen kann ich in fast allen Punkten zustimmen. Doch warum sollte der Manta "untermotorisiert" gewesen sein? Mit seinen ca. 1060kg Leergewicht und bis zu 77 kW Leistung entsprach er genau dem aktuellen VW Polo. Ist der etwa untermotorisiert??
17.07.2012 08:51 Uhr
von franz gans:
Solange die deutsche Opelmarke vom amerikanischen GM - Managment geführt wird , wird nichts draus. Volle Autonomie für Opel und deutsches Managment, sowie weltweites Angebot der Opelfahrzeuge würde Opel wieder nach oben bringen. Die Technik der Fahrzeuge ist Weltklasse und braucht sich vor allen anderen Anbietern nicht zu verstecken. Das ist keine Opelwerbung und ich bin nicht bei Opel beschäftigt. Kenne mich aber im Fahrzeugbau ein wenig aus.
17.07.2012 07:52 Uhr
von Arnulf Haubold:
Sie sprechen Eingangs von verfehlter Strategie - und liefern dann Informationen über Modellpolitik und Einkaufsmanagement.
Die von Ihnen angesprochene Modellpolitik mit den Typen Ascona und Manta war mit Sicherheit nicht der Anfang vom Ende.
Wesentliche Informationen fehlen. Ein Hauptproblem von Opel ist es, in vielen lukrativen Märkten nicht verkaufen zu dürfen. Ein Weiteres, ca. 10 - 15 % zu teuer zu produzieren. (Nur zwei Beispiele)
Weiterhin hätten Sie über die schlechteste Markenführung der gesamten deutschen Automobilindustrie schreiben können.
17.07.2012 07:48 Uhr
von Wolf:
Hoffentlich verschwindet endlich diese Firma vom Markt. Schade zwar f.d. Mitarbeiter.
Würde nie wieder einen Opel kaufen. Schlechte Verarbeitungsqualtiät, miserabeler und aroganter Kundendienst in Rüsselsheim sowie im Autohaus.
Verkaufen Autos mit Schadstoffklasse 4, die ohne Wissen des Käufers in 2011 nur noch als LKW zugelassen worden sind.
Typisch für "Amis" und absolut unseriös !
16.07.2012 23:15 Uhr
von Jupp:
Hallo, liebe TAZler, die GM (USA) eigene Firma Opel hat also für die deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg wichtigsten LKW hergestellt? Habe ich das richtig verstanden und auch, dass Opel für weitere Rüstungsprojekte aktiv war? Frage an den Autor und die Redaktion: Wer hat die Gewinne kassiert? (der Führer persönlich im Umschlag?) Die Mutterfirma in Detroit? (per Banküberweisung?)
Wer hat die Kosten der Insolvenz nach 1945 erschuftet?
Fragen, die nichts mit Design zu tun haben, von der TAZ aber gestellt und beantwortet werden müssen!
Hoch mit der Heckflosse, auch wenn Ihr dann wie ein Hai im Mainstream erscheinen solltet! Oder wollt Ihr das gar nicht mehr???
16.07.2012 20:14 Uhr
von Wurtbüger:
Als ich damals vom Solarworld-Angebot gelesen habe, bin ich ehrlich gesagt richtig aufgeregt gewesen - das hätte was werden können! Ein radikaler Ansatz, aber mit den Mitteln und der Bekanntheit eines altehrwürdigen Konzerns, um der Industrie einen Tritt zu versetzen.
Ampera und der ganze Quack, das ist doch alles total halbherzig. Weil angeblich "der Kunde" auf nichts verzichten mag, sind die Autos alle viiiel zu schwer. Wenn man schon liest, wie widerwillig z.B. VW sich zum Ein-Liter-Auto bitten lässt, um es dann vorab schonmal als Flop anzukündigen... von solchen Köpfen ist nichts zu erwarten.
16.07.2012 20:12 Uhr
von Ano Nymos:
Die Autos mögen nicht schlecht sein. Aber wenn der Kundendienst nicht stimmt... Und das ist das Resultat vom Missmanagement der Hauptzentrale. Ist bei Ford nicht anders. Das mag auf der anderen Seite des großen Teiches funktionieren; hier nicht.
Leserkommentare
19.08.2012 18:57 Uhr
von Windmüller:
Opel hat immer gute Autos gebaut, wenn man sie ließ. In 25 Jahren habe ich nie was zu meckern gehabt.
Deswegen würde ich jederzeit wieder einen kaufen, auch wenn man Opel noch zu kaputt redet.
Mir tun die Mitarbeiter leid, die alle 15 Monate einen neuen "Durchreisenden" als Chef bekommen.
28.07.2012 15:19 Uhr
von ana chia:
...die details der opelgeschichte hat der autor eher oberflächlich recherchiert - damit könnte ich leben - ABER
was mir bei einem taz artikel zu einer unternehmenskrise mit tausenden von betroffenen mitarbeitenden fehlt, ist eine analyse des geschehens: tausende von arbeitsplätzen werden in folge jahrzehntelangen mismanagements vernichtet - eine mögliche übernahme des aufgegbenen unternehmens durch die mitarbeitenden wird beim vorstehenden ende in schöner eintracht von kapital und politik verhindert werden. die gewerkschaften werden in klassischer deutscher michel-manier wieder jede radikalere nutzung und transformation des krisengeschehens verhindern und neckische sozialpläne aushandeln.
dass sind die fragestellungen, perspektiven, konflikte und visionen um die es bei einer möglichen opel-schliessung geht - nicht der zigtausenste aufguss von lopezeffekt, schlechtem styling und mantawitzen - das kann ich auch im stern lesen, dafür brauch ich die taz nicht !
mit freien grüßen
17.07.2012 21:42 Uhr
von Waage:
@Stephan Mirwalt
Puritanische Spaßbremse!!!
17.07.2012 14:07 Uhr
von Stephan Mirwalt:
Man sollte dem deutschen Spießer das Autofahren verbieten und alle Mitarbeiter die für die Autoindustrie arbeiten auf die Straße setzen.
Ich fahre auch nur mit dem Fahrrad und empfinde Autofahrern gegenüber nichts als Verachtung.
17.07.2012 13:31 Uhr
von Waage:
Im Artikel steckt viel Wahres!
Der schönste Opel aller Zeiten war für mich seit Kindheitstagen der Rekord C! Wenn ich heute noch irgendwo einen sehe krieg ich immer direkt Wasser in die Augen vor lauter Sentiment.
Mit Hüft- und anderen Schwüngen vom Konkaven ins Konvexe, breiter Amischnauze und leicht eingezogenem Heck - aber alles in allem schlank & gestreckt, eher sympathisch elegant als protzig.
Egal ob als 2 oder 4 Türer, als Coupe oder Caravan auf dem Plattencover der "Opel Gang".
Europäisch verfeinertes US-Design vom Besten eben - so schön wurde es nie wieder. (gaaanz langer Seufzer!!!)
17.07.2012 11:55 Uhr
von KlausK:
Arno Franks Ausführungen kann ich in fast allen Punkten zustimmen.
Doch warum sollte der Manta "untermotorisiert" gewesen sein?
Mit seinen ca. 1060kg Leergewicht und bis zu 77 kW Leistung entsprach er genau dem aktuellen VW Polo. Ist der etwa untermotorisiert??
17.07.2012 08:51 Uhr
von franz gans:
Solange die deutsche Opelmarke vom amerikanischen GM - Managment geführt wird , wird nichts draus. Volle Autonomie für Opel und deutsches Managment, sowie weltweites Angebot der Opelfahrzeuge würde Opel wieder nach oben bringen. Die Technik der Fahrzeuge ist Weltklasse und braucht sich vor allen anderen Anbietern nicht zu verstecken. Das ist keine Opelwerbung und ich bin nicht bei Opel beschäftigt. Kenne mich aber im Fahrzeugbau ein wenig aus.
17.07.2012 07:52 Uhr
von Arnulf Haubold:
Sie sprechen Eingangs von verfehlter Strategie - und liefern dann Informationen über Modellpolitik und Einkaufsmanagement.
Die von Ihnen angesprochene Modellpolitik mit den Typen Ascona und Manta war mit Sicherheit nicht der Anfang vom Ende.
Wesentliche Informationen fehlen. Ein Hauptproblem von Opel ist es, in vielen lukrativen Märkten nicht verkaufen zu dürfen. Ein Weiteres, ca. 10 - 15 % zu teuer zu produzieren. (Nur zwei Beispiele)
Weiterhin hätten Sie über die schlechteste Markenführung der gesamten deutschen Automobilindustrie schreiben können.
17.07.2012 07:48 Uhr
von Wolf:
Hoffentlich verschwindet endlich diese Firma vom Markt.
Schade zwar f.d. Mitarbeiter.
Würde nie wieder einen Opel kaufen.
Schlechte Verarbeitungsqualtiät, miserabeler und aroganter Kundendienst in Rüsselsheim sowie im Autohaus.
Verkaufen Autos mit Schadstoffklasse 4, die ohne Wissen des Käufers in 2011 nur noch als LKW zugelassen worden sind.
Typisch für "Amis" und absolut unseriös !
16.07.2012 23:15 Uhr
von Jupp:
Hallo, liebe TAZler,
die GM (USA) eigene Firma Opel hat also für die deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg wichtigsten LKW hergestellt?
Habe ich das richtig verstanden und auch, dass Opel für weitere Rüstungsprojekte aktiv war?
Frage an den Autor und die Redaktion:
Wer hat die Gewinne kassiert? (der Führer persönlich im Umschlag?)
Die Mutterfirma in Detroit? (per Banküberweisung?)
Wer hat die Kosten der Insolvenz nach 1945 erschuftet?
Fragen, die nichts mit Design zu tun haben, von der TAZ aber gestellt und beantwortet werden müssen!
Hoch mit der Heckflosse, auch wenn Ihr dann wie ein Hai im Mainstream erscheinen solltet!
Oder wollt Ihr das gar nicht mehr???
16.07.2012 20:14 Uhr
von Wurtbüger:
Als ich damals vom Solarworld-Angebot gelesen habe, bin ich ehrlich gesagt richtig aufgeregt gewesen - das hätte was werden können! Ein radikaler Ansatz, aber mit den Mitteln und der Bekanntheit eines altehrwürdigen Konzerns, um der Industrie einen Tritt zu versetzen.
Ampera und der ganze Quack, das ist doch alles total halbherzig. Weil angeblich "der Kunde" auf nichts verzichten mag, sind die Autos alle viiiel zu schwer. Wenn man schon liest, wie widerwillig z.B. VW sich zum Ein-Liter-Auto bitten lässt, um es dann vorab schonmal als Flop anzukündigen... von solchen Köpfen ist nichts zu erwarten.
16.07.2012 20:12 Uhr
von Ano Nymos:
Die Autos mögen nicht schlecht sein. Aber wenn der Kundendienst nicht stimmt... Und das ist das Resultat vom Missmanagement der Hauptzentrale. Ist bei Ford nicht anders. Das mag auf der anderen Seite des großen Teiches funktionieren; hier nicht.