Häme für Robben und Ronaldo, Ärger über Mehmet Scholl, hupende Autos und die deutsche Leistung. Wie sich der erste Spieltag der Gruppe B auf Twitter anfühlte.von Michael Brake

Korso? Korsi? Korsen? Egal wie es heißt, sie sind nicht bei allen Leuten beliebt. Bild: dapd
Fußball gucken ohne dumme Sprüche macht nur halb so viel Spaß. Deswegen treffen sich die Menschen zum gemeinsamen Schauen, sei es privat mit Grill, im taz-EM-Studio beim Ticker-Team oder sogar auf der Fanmeile. Wer aber, warum auch immer, alleine gucken muss, muss auf Waldorf+Statler-artige Kommentare aus dem Off längst nicht mehr verzichten. Dafür gibt es schließlich Twitter.
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Dort wurde der EM-Samstag gemächlich eingeleitet. Die Dänen durften ran, keiner verstand, warum sie gewonnen haben, aber allgemein waren sie mal wieder allen sympathisch.
Das hat doch Monty Python gescriptet. #nedden #em2012
— Isabella Donnerhall (@PatschBella) Juni 9, 2012
Dänemark aus dem Sneijder #EM2012 #nedden
— Christian Gödecke (@goedcorner) Juni 9, 2012
Beim dänischen Trainer hab ich immer das Gefühl, dass er gleich das dicke Märchenbuch aufschlägt und uns ne Geschichte vorliest. #nedden
— Jrene Rolli (@gluexfee) Juni 9, 2012
Ansonsten sorgte das Spiel natürlich für Häme. Gegenüber Holland im Allgemeinen und Robben im Speziellen. Obwohl es bei Robben schon fast Mitleid war.
"Wieder nix! Robben - klar." Schon jetzt mein Lieblingssatz des Abends. #nedden
— Esther R-L (@erl_koenigin) Juni 9, 2012
"Haste Robben am Fuß, haste Robben am Fuß." (Andreas Brehme, sinngemäß) #nedden
— SPOX Redaktion (@spox) Juni 9, 2012
Hach, dieses Hollandbashing wieder überall. Ihr seid berechenbarer als Robbens Angriffe #em2012
— hellojed (@hellojed) Juni 9, 2012
Aber es gab auch Widerspruch – etwa von Anke Gröner, einer bekennenden Bayern- und Gomez-Anhängerin.
Ich wünsche Robben vierhundert Tore, damit (nicht nur) meine Timeline endlich wieder die Klappe hält.
— ankegroener (@ankegroener) Juni 9, 2012
Aus dem gleichen Grund drücke ich heute übrigens Gomez noch mehr die Daumen als eh schon. #euro2012
— ankegroener (@ankegroener) Juni 9, 2012
Das bringt uns zum zweiten Spiel des Abends. Hier ging es ernüchternd los.
Im Raum zwischen deutscher Verteidigung und den Sechsern könnte man eine Großraumdisco aufbauen... #gerpor
— SPOX Redaktion (@spox) Juni 9, 2012
Tröstet Euch, dass die Wichtigkeit von Fußball nur soziale Konstruktion einer kollektiv wahrgenommenen Wirklichkeit ist? #EM2012 #GerPor
— M0nika M. (@3mausimhaus) Juni 9, 2012
Hätten wir all die Kohle wo wir inne Eurorettung gepumpt habn de Wettmafia gegebn, hätten wir de EM un WM Pokale biss 2040 im Sack. #gerpor
— FensterRentner (@FensterRentner) Juni 9, 2012
Unvermeidliches Thema: Cristiano Ronaldo. Hier bekam auch ein deutscher Spieler sein Gel weg.
Ronaldo auswechseln und keinen Spieler einwechseln. Einfach mal ein Zeichen setzen.
— Thomas (@sechsdreinuller) Juni 9, 2012
Das kürzeste Trinkspiel der Welt: Pro Übersteiger von Ronaldo einen Kurzen. #gerpor #emwall
— SPOX Redaktion (@spox) Juni 9, 2012
Der Schöne-Haare-Pokal geht ja auch nur an Ronaldo, weil Ihr nicht wisst, wie man Khedira schreibt.
— striggla (@striggla) Juni 9, 2012
Nach dem Spiel: Erleichterung. Aber auch Kritik.
Jaaa! Der erste Dreier für die deutsche Mannschaft! (Okay, für Boateng der zweite;)
— Dennis und Jesko (@dennisundjesko) Juni 9, 2012
#gerpor Großartiger Kampf. Oh Mist ich habe ein anderes Spiel gesehen.
— Sven Franke (@svenfranke) Juni 9, 2012
Leute, denen das Spiel GER-POR gefallen hat, fanden auch gut: Hallenhalma Vorrundenspiel Ostfrieslandcup. #em12 #gerpor
— Katti (@Katti) Juni 9, 2012
Der größte Aufreger aber: Scholls Gomez-Bashing in der ARD. Was hatte er doch gleich gesagt?
“ich hatte zwischendurch angst, dass er sich wundgelegen hat“ #scholl über #gomez fetzt! Ich mochte den #scholl schon immer. #proklose
— Markus Richter (@alge77) Juni 9, 2012
Genau. Die Meinungen zu Gomez und Scholl waren anschließend geteilt.
Ich will Miro. #notmygomez #em12
— Esther R-L (@erl_koenigin) Juni 9, 2012
Scholl würde seine Buddy Schweinsteiger auch dann noch gut reden, wenn der sich 90 Minuten die Schuhe bindet. Albern.
— Torsten Wieland (@TorstenWieland) Juni 9, 2012
Mehmet #Scholl mag #Gomez und #Ronaldo nicht. Der ist doch nur über die Haare neidisch. #Euro2012 #ard
— Roman Reindler (@romulus68) Juni 9, 2012
Ad1: Die Form der Kritik ist was zw. Scholl + Gomez direkt.Ad2: Nur - berechtigte - Kritik bringt einen weiter.Ad3: Scholl hat imho Recht.
— Breitnigge (@breitnigge) Juni 9, 2012
Es steht nur ein einziger Name auf der Ergebnistafel: Mario "Atombombe" Gomez. Bumms Ende Aus Mickey Maus #Gomez-Kritik! #Euro2012
— Marco Mingablog (@Mingablog) Juni 9, 2012
Neben Gomez? Gab es noch die Autokorsi in Deutschland. Oder heißt es Korsen? Korsos? Auf jeden Fall sind sie nicht bei allen Leuten beliebt.
Autokorso ist der Platzsturm der Ahnungslosen...
— ISDT (@ISDT) Juni 9, 2012
Es war nur ein Vorrundenspiel! Es war nur mittelmäßig gespielt! Es war nur mit Glück gewonnen!HÖRT! AUF! ZU! HUPEN! IHR! SPACKOS!
— Thomas (@sechsdreinuller) Juni 9, 2012
Damit dürfte alles gesagt sein.
Fünf Minuten lang führte Außenseiter Schweiz im Eishockey-WM-Finale und durfte vom allerersten Titel träumen. Dann kam Schweden zurück und besiegte einen Fluch.

Unser Programm: taz.de begleitet die Fußball-EM 2012 in den Schwerpunkten „Aufm Platz“ mit allen Spielberichten und Analysen, „Mixed Zone“ mit allem, was in Sachen Fußball eben nicht auf dem Spielfeld passiert und „Tribüne“, der die Perspektive von außen aufs Geschehen einnimmt.
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Das Team: Aus den Stadien und dem Quartier der deutschen Mannschaft berichten die taz-Sport-Redakteure Andreas Rüttenauer und Markus Völker. In Warschau beobachten Gabriele Lesser und Uli Räther das Geschehen, in Kiew Juri Durkot. In Berlin sind dabei: Svenja Bednarczyk, Frauke Böger, Michael Brake, Jan Feddersen, Enrico Ippolito, Johannes Kopp, Katerina Mishchenko, Barbara Oertel, Erik Peter, Jan Scheper und Deniz Yücel.
David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

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14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare
11.06.2012 13:22 | Njerion
Der Plural von Autokorso ist Autokorsika
10.06.2012 18:42 | jerry seinfeld
den meisten der nervtötenden korsuaren ist es doch komplett schnurz egal ob 1:0 oder 4:1, hauptsache im auto sitzen, gröhle ...