Laut der Zeitschrift „Connect“ ist das in Deutschland vorherrschende Mobifunknetz UMTS ausgelastet. Am besten versorgt werden Kunden bei der Telekom.

In technisch anspruchsvollen Situationen wie bei der Autobahnfahrt könne nur das Netz der Telekom empfohlen werden, erklärten die Tester. Bild: dpa
STUTTGART/FRANKFURT/MAIN dpa/rtr | Die hohe Auslastung der Mobilfunknetze in Deutschland macht sich nach einem Test der Fachzeitschrift connect in Problemen bei der Qualität der Telefon- und Datendienste bemerkbar. Das UMTS-Netz sei „mittlerweile völlig ausgereizt“, berichtete die Zeitschrift am Freitag. Eine wesentliche Entlastung durch das neue, noch schnellere LTE-Netz sei frühestens 2013 zu erwarten.
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Testsieger wurde erneut das Netz der Deutschen Telekom, das 441 von 500 möglichen Punkten erreichte, was mit der Note 1 bewertet wurde. Danach folgten Vodafone (397 Punkte, Note 2), Telefónica/o2 (381 Punkte, Note 2) und E-Plus (334 Punkte, Note 3).
Insbesondere in technisch anspruchsvollen Situationen wie unterwegs auf der Autobahn könne nur das Netz der Telekom empfohlen werden, erklärten die Tester. Vodafone schnitt zwar beim Datenverkehr in manchen Aspekten besser ab als der Testsieger, erhielt aber Abstriche beim Telefonieren in Städten und im Umland.
Telefónica/o2 habe das Netz inzwischen besser an den steigenden Bedarf angepasst, schrieb connect. Im Vergleich zum Vorjahr „stark verbessert“ habe sich E-Plus, doch reiche hier die Netzleistung auf dem Land und im Datenverkehr nicht an die übrigen Anbieter heran.
Dennoch kommen schlechte Nachrichten für den Testsieger aus Frankfurt: Im langjährigen Gerichtsclinch um überteuerte Telefonbuch-Daten hat die Auskunftsfirma Telegate erneut gegen die Deutsche Telekom gesiegt. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe entschieden, dass der Bonner Konzern eine weitere Entschädigung von 50 Millionen Euro zahlen müsse, teilte Telegate am Freitag mit.
Bereits im Sommer hatte der BGH die Telekom dazu verurteilt, 47 Millionen Euro Schadenersatz an die Münchner Firma zu überweisen. Die Nachricht verhalf der Telegate-Aktie am Mittag zu einem Kurssprung von neun Prozent auf 6,55 Euro. Bei der Telekom war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die Telekom und das bayerische Auskunftsunternehmen streiten sich schon seit Jahren vor Gericht über Rechnungen für das Überlassen von Namens- und Telefondaten aus den Jahren 1997 bis 2004. Für die Angaben hat der ehemalige Staatsmonopolist nach Ansicht von Telegate zu viel Geld verlangt.
Telegate klagte dagegen und bekam nach einem Gang durch die Gerichtsinstanzen vom BGH Recht. Telegate sieht in den Entscheidungen der Karlsruher Richter eine positive Basis für zwei weitere anhängige Schadenersatzklagen im Volumen von 110 Millionen Euro.
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Leserkommentare
02.11.2012 14:49 | reblek
"Laut der Zeitschrift 'Connect' ist das in Deutschland vorherrschende Mobifunknetz UMTS ausgelastet." - Na, da wird sich "M ...