Das „Deutsche Waffen-Journal“ richtet sich an Liebhaber von Pistole und Gewehr. Und schreibt darüber, wie man einen kritischen Journalisten einschüchtern könnte.von Kristiana Ludwig
die Berichterstattung in den Massen-/Leitmedien bezgülich legalem Waffenbesitz oder Sportschießen ist überwiegend negativ bis polemisch, angefangen von tendenziösen "Reportagen" in der ARD über sehr unsachliche Artikel im "Spiegel" bis hin zu Gastauftritten von Roman Grafe in "Süddeutscher", "FAZ" oder "Zeit".
Neutral und sachlich wird meist nur in Lokalzeitungen berichtet.
In diesem Zusammenhang von einem "kritischen Journalisten" zu sprechen ist doch Quatsch mit Soße, der Mann bewegt sich doch voll mit dem Mainstream des momentan propagierten Anti-Waffenbesitz-Zeitgeistes.
Ich warte immer noch auf den Tag, bis sich tatsächlich mal ein wirklich kritischer Journalist hinsetzt und gerade die Aussagen des Roman Grafe und seine kreativen "Statistiken" auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Das wäre gegen den Strom geschwommen und kritischer Journalismus.
Aber darauf wird man leider vergebens warten, lieber kämpft man heldenhafte Kämpfe gegen die ominöse "Waffenlobby", die so "mächtig" ist, dass alle ihre Vertreter zusammen in zehn Jahren weniger "Redezeit" in den Medien bekommen, als allein ein Grafe in den letzten vier Wochen.
An dieser Stelle vielen Dank, dass ihr hier im Kommentarbereich auch extrem gegensätzliche Ansichten nicht einfach wegmoderiert oder unliebsame Diskussionen unterbindet, wie das leider bei einigen anderen Portalen üblich ist.
24.05.2012 23:10 Uhr
von einfachgutdrauf:
Ich habe mir nach diesem Artikel das DWJ zum ersten mal gekauft - und finde als Sportschütze einige lehrreiche Artikel, u.a. wie die selbsternannten "Experten" gegen legale Waffenbesitzer hetzen und ohne neutral nachvollziehbare Fakten strikte Verbote fordern. Herr Grafe darf überall ein Verbot von legalen (!) Schusswaffen fordern, das ist medial legitim. Sportschützen, die zu ihrem Hobby stehen werden dagegen stigmatisiert. "Sportwaffen sind keine Mordwaffen" - sollte hingegen die öffentliche Erkenntnis werden - denn nahezu 100% alle deliktrelevanten Schusswaffen in Deutschland sind illegale Waffen. Liebe taz, wie wäre es denn mal mit einem Artikel in diese Richtung?
24.05.2012 10:11 Uhr
von Michael Korn:
Na ich sehe das durchaus anders als der "Experte" Grafe. Der Mann hat in vielen Veranstaltungen schon gezeigt das er null Fachwissen besitzt. Ebenso wie Frau Roth mit dem Antrag der Grünen. Bei allen Fachleuten inkl. der GdP absolut gescheitert. Frau Künast hat da ein wenig mehr Wissen. Es gibt ja durchaus vernünftige Grüne. http://www.sh.gruene.de/cms/lv/dokbin/409/409055.newsletterlagnatur08.pdf
24.05.2012 09:23 Uhr
von broxx:
Äh, und?
24.05.2012 09:18 Uhr
von Karl:
Genau dieses Quantum reaktionärer Spinner hat mich bei allen Versuchen in einen Schützenverein einzutreten, immer wieder davon abgehalten...
Warum sterben die eigentlich nicht aus?
Den "Kritisierten" Artikel hab ich auch gelesen, da stand wirklich nichts "a la alles Nazis!" drin. Es wurde lediglich auf die problematische Attraktion von solchen Effekten hingewiesen. Sollte seriösen Sammlern und historisch Interessierten eigentlich gerade Recht sein!
Glück auf!
Karl
23.05.2012 21:49 Uhr
von Martin Konrady:
Sehr geehrtes taz-team, ich hätte mehr Nonchalance von Ihnen erwartet, wenn ein Berufskollege sich tatsächlich erdreistet die von Ihnen oft genutzten rhetorischen Mittel mal gegen Sie einzusetzen. Meines Erachtens haben Sie ihm mit Ihrer Kritik eher mehr Publikum verschafft, und damit indirekt geholfen. Schade.
23.05.2012 21:11 Uhr
von Will Munny:
Danke für diesen aufschlussreichen Bericht. Als Sportschütze habe ich andere Waffen-Fachzeitschriften dem DWJ immer vorgezogen, weil mir schon die Aufmachung etwas altbacken vorkam. Aber offensichtlich habe ich mich gewaltig getäuscht! Laut ihrem Bericht scheint das DWJ ein richtig gutes Fachmagazin zu sein, das sich nicht so leicht die Schreibe verbieten lässt. Noch nicht mal von Roman Nee-nich-schon-wieder-Grafe.
Liebes DWJ, macht weiter so, ihr habt einen neuen Abonenten.
23.05.2012 19:24 Uhr
von Jan Hubertus:
Von den 37.000 gedruckten Exemplaren werden lediglich rund 21.000 verkauft. Und das sind alles Zahlen nach eigenen Angaben, also ohne, dass diese IVW-geprüft wären.
Sieht sehr danach aus, als würde man sie beim DWJ in der Außendarstellung gerne etwas aufblasen. Und offenbar produziert man auch jedes Monat fröhlich über 15.000 Exemplare für die Papiertonne.
23.05.2012 19:13 Uhr
von Linkslooser:
Tja Frau Ludwig, dass Dumme bei ihrer Auftragspolemik hier ist nur, dass 90 Prozent der Waffen in Deutschland in illegaler Hand sind, und neben dt. Rockerbanden vor allem in der von kriminellen Migranten, welche weder "Stechschritt noch Ledermantel" kennen. Lederkutte und -jacke höchstens. Kommen sie in der Realität an...
23.05.2012 18:06 Uhr
von chrisfre:
Bei der unterschwelligen und in den Boulevardmedien offenen Waffenempfehlung als Konfliktlösungsmittel kein Wunder. Im Übrigen gilt immer noch, was Klaus Theweleit dazu geschrieben hat in "Männerphantasien".
Leserkommentare
25.05.2012 10:27 Uhr
von B_Krainz:
Huhu liebe taz-Redaktion,
die Berichterstattung in den Massen-/Leitmedien bezgülich legalem Waffenbesitz oder Sportschießen ist überwiegend negativ bis polemisch, angefangen von tendenziösen "Reportagen" in der ARD über sehr unsachliche Artikel im "Spiegel" bis hin zu Gastauftritten von Roman Grafe in "Süddeutscher", "FAZ" oder "Zeit".
Neutral und sachlich wird meist nur in Lokalzeitungen berichtet.
In diesem Zusammenhang von einem "kritischen Journalisten" zu sprechen ist doch Quatsch mit Soße, der Mann bewegt sich doch voll mit dem Mainstream des momentan propagierten Anti-Waffenbesitz-Zeitgeistes.
Ich warte immer noch auf den Tag, bis sich tatsächlich mal ein wirklich kritischer Journalist hinsetzt und gerade die Aussagen des Roman Grafe und seine kreativen "Statistiken" auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Das wäre gegen den Strom geschwommen und kritischer Journalismus.
Aber darauf wird man leider vergebens warten, lieber kämpft man heldenhafte Kämpfe gegen die ominöse "Waffenlobby", die so "mächtig" ist, dass alle ihre Vertreter zusammen in zehn Jahren weniger "Redezeit" in den Medien bekommen, als allein ein Grafe in den letzten vier Wochen.
An dieser Stelle vielen Dank, dass ihr hier im Kommentarbereich auch extrem gegensätzliche Ansichten nicht einfach wegmoderiert oder unliebsame Diskussionen unterbindet, wie das leider bei einigen anderen Portalen üblich ist.
24.05.2012 23:10 Uhr
von einfachgutdrauf:
Ich habe mir nach diesem Artikel das DWJ zum ersten mal gekauft - und finde als Sportschütze einige lehrreiche Artikel, u.a. wie die selbsternannten "Experten" gegen legale Waffenbesitzer hetzen und ohne neutral nachvollziehbare Fakten strikte Verbote fordern.
Herr Grafe darf überall ein Verbot von legalen (!) Schusswaffen fordern, das ist medial legitim. Sportschützen, die zu ihrem Hobby stehen werden dagegen stigmatisiert.
"Sportwaffen sind keine Mordwaffen" - sollte hingegen die öffentliche Erkenntnis werden - denn nahezu 100% alle deliktrelevanten Schusswaffen in Deutschland sind illegale Waffen.
Liebe taz, wie wäre es denn mal mit einem Artikel in diese Richtung?
24.05.2012 10:11 Uhr
von Michael Korn:
Na ich sehe das durchaus anders als der "Experte" Grafe.
Der Mann hat in vielen Veranstaltungen schon gezeigt das er null Fachwissen besitzt. Ebenso wie Frau Roth mit dem Antrag der Grünen.
Bei allen Fachleuten inkl. der GdP absolut gescheitert.
Frau Künast hat da ein wenig mehr Wissen.
Es gibt ja durchaus vernünftige Grüne.
http://www.sh.gruene.de/cms/lv/dokbin/409/409055.newsletterlagnatur08.pdf
24.05.2012 09:23 Uhr
von broxx:
Äh, und?
24.05.2012 09:18 Uhr
von Karl:
Genau dieses Quantum reaktionärer Spinner hat mich bei allen Versuchen in einen Schützenverein einzutreten, immer wieder davon abgehalten...
Warum sterben die eigentlich nicht aus?
Den "Kritisierten" Artikel hab ich auch gelesen, da stand wirklich nichts "a la alles Nazis!" drin. Es wurde lediglich auf die problematische Attraktion von solchen Effekten hingewiesen. Sollte seriösen Sammlern und historisch Interessierten eigentlich gerade Recht sein!
Glück auf!
Karl
23.05.2012 21:49 Uhr
von Martin Konrady:
Sehr geehrtes taz-team,
ich hätte mehr Nonchalance von Ihnen erwartet, wenn ein Berufskollege sich tatsächlich erdreistet die von Ihnen oft genutzten rhetorischen Mittel mal gegen Sie einzusetzen. Meines Erachtens haben Sie ihm mit Ihrer Kritik eher mehr Publikum verschafft, und damit indirekt geholfen. Schade.
23.05.2012 21:11 Uhr
von Will Munny:
Danke für diesen aufschlussreichen Bericht. Als Sportschütze habe ich andere Waffen-Fachzeitschriften dem DWJ immer vorgezogen, weil mir schon die Aufmachung etwas altbacken vorkam. Aber offensichtlich habe ich mich gewaltig getäuscht! Laut ihrem Bericht scheint das DWJ ein richtig gutes Fachmagazin zu sein, das sich nicht so leicht die Schreibe verbieten lässt. Noch nicht mal von Roman Nee-nich-schon-wieder-Grafe.
Liebes DWJ,
macht weiter so, ihr habt einen neuen Abonenten.
23.05.2012 19:24 Uhr
von Jan Hubertus:
Von den 37.000 gedruckten Exemplaren werden lediglich rund 21.000 verkauft. Und das sind alles Zahlen nach eigenen Angaben, also ohne, dass diese IVW-geprüft wären.
Sieht sehr danach aus, als würde man sie beim DWJ in der Außendarstellung gerne etwas aufblasen. Und offenbar produziert man auch jedes Monat fröhlich über 15.000 Exemplare für die Papiertonne.
23.05.2012 19:13 Uhr
von Linkslooser:
Tja Frau Ludwig, dass Dumme bei ihrer Auftragspolemik hier ist nur, dass 90 Prozent der Waffen in Deutschland in illegaler Hand sind, und neben dt. Rockerbanden vor allem in der von kriminellen Migranten, welche weder "Stechschritt noch Ledermantel" kennen. Lederkutte und -jacke höchstens.
Kommen sie in der Realität an...
23.05.2012 18:06 Uhr
von chrisfre:
Bei der unterschwelligen und in den Boulevardmedien offenen Waffenempfehlung als Konfliktlösungsmittel kein Wunder.
Im Übrigen gilt immer noch, was Klaus Theweleit dazu
geschrieben hat in "Männerphantasien".