Die Videoporträts unserer Nominierten

HeldInnen am laufenden Band

Hier stellen wir Ihnen unsere KandidatInnen für den taz Panter Preis 2015 in sechs kurzen Filmen vor.

Ein Filmteam ist quer durchs Land gereist, um unsere Nominierten 2015 zu treffen. Das Ergebnis: sechs kurze Filme, die Ihnen die Arbeit vor Ort vorstellen und so einen noch besseren Eindruck von den Projekten vermitteln. Viel Spaß beim Anschauen!

Der Verein Mensch ist Mensch bietet in Duisburg niederschwellige Hilfe für Menschen, die Probleme mit Ämtern haben. Standortbedingt sind dies insbesondere Roma. Gründer Frank Knott und sein Team begleiten sie zu Behörden, zur Bank oder zum Arzt, füllen mit ihnen Anträge aus und geben kostenlose Rechtsberatung.

Behshid Najafi ist Mitgründerin des Vereins agisra e. V., in dem sie sich seit 22 Jahren für die Interessen und Rechte von Migrantinnen einsetzt. Sie und ihre Mitstreiterinnen bieten kostenlose psycho-soziale Beratung, Begleitung und Therapie an. Zudem kämpft sie für eine bessere Vernetzung der Vereine und gesetzliche Reformen.

Die IG WerkFAIRträge kämpft für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen von WerkvertragsarbeiterInnen. Durch die Begegnung mit der Fremdarbeiterin Katya wurde Inge Bultschnieder auf die Situation der ArbeiterInnen des nahe gelegenen Fleischverarbeitungsbetriebs aufmerksam. Nun machen sie dagegen mobil.

Lina Schönfeld gibt Flüchtlingen im Braunschweiger Boxclub BC 72 e. V. kostenloses Boxtraining, wodruch diese Struktur im Alltag, soziale Kontakte und Selbstbewusstsein im Umgang mit Alltagsrassismus erhalten. Zudem hilft sie ihren Boxern bei Anträgen, Bewerbungen, spricht mit Institutionen und besucht sie zu Hause.

Die Gruppe Watch The Med Alarm Phone startete ein Jahr nach dem Tod hunderter Flüchtender vor der Küste Lampedusas ein Notrufsystem für Flüchtlinge. Rund um die Uhr rufen in Seenot Befindliche hier an. Im Schichtdienst nehmen die Mitglieder die Notrufe an, lokalisieren die Boote und informieren die Retter vor Ort.

Der Verein Durchblick unterstützt Psychiatriebetroffene mit verschiedenen Angeboten. Gründerin Rosi Haase und ihre MitstreiterInnen kritisieren die traditionelle Psychiatrie und setzen sich für alternative Konzepte ein. Sie bieten Gruppentreffen, Sozial- und Rechts- beratung, Kunst- und Kreativworkshops sowie ein Betreutes Wohnen an.