Das Verkaufsverbot weicher Drogen für Nicht-Niederländer soll fallen. Seit der Einführung des Hasch-Passes habe der illegale Handel deutlich zugenommen.

Haschisch für alle! Bild: dapd
AMSTERDAM dpa | Die neue niederländische Regierung will den umstrittenen Hasch-Pass wieder abschaffen. Wer in Coffeeshops sogenannte weiche Drogen wie Haschisch kaufen will, muss sich nicht länger als Clubmitglied registrieren lassen, wie aus dem am Montag vorgestellten Koalitionsvertrag hervorgeht.
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Der Hasch-Pass und ein Verkaufsverbot für Touristen gelten seit dem 1. Mai im Süden der Niederlande. Von 2013 an sollten die Regeln landesweit ausgedehnt werden. Polizei und Bürgermeister hatten seit der Einführung über eine deutliche Zunahme des illegalen Handels geklagt.
Den Plan der neuen Regierung begrüßten die Bürgermeister. „Das ist eine gute Lösung“, sagte Onno Hoes aus Maastricht im niederländischen Radio. Coffeeshop-Besitzer klagten allerdings darüber, dass Kunden nach wie vor nachweisen sollen, dass sie in den Niederlanden wohnen. „Das ist undeutlich und widersprüchlich“, kritisierte der Sprecher des Bundes der Cannabis-Einzelhändler, Michael Veling.
Vor allem Amsterdam lehnt ein Verkaufsverbot für Touristen strikt ab. Die neue sozial-liberale Koalition sicherte den Kommunen jetzt allerdings Spielraum für "lokale Maßarbeit" zu.
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Leserkommentare
30.10.2012 19:19 | Chris
Der illegale Handel hat zugenommen?? Was für eine Überaschung.... ...
30.10.2012 18:39 | Keine Drogen!
Logisch, dass Amsterdam nicht auf den Drogen-Tourismus verzichten möchte. Es bleibt ja immer auch Geld für anderes kleben, ...
30.10.2012 18:07 | Bauli
Außerdem verzeichnen die grenznahen Kommunen starken Rückgang bei den Tourismuszahlen. Und ich fahr diesen Sommer trotzdem ...