Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

ENTFÄLLT 1968: ein Jahr, verschiedene Perspektiven

Dieses Seminar wurde abgesagt!

"Die 68er" - damit verbunden sind Gedanken an Liebe, Freiheit, Aufbruch und Kampf. Es schien alles möglich, in diesem Sommer 1968. Wenn wir heute an die 68er denken, denken wir auch an Hippies, K- Gruppen, die APO, oder den Beginn der Frauenselbsterfahrung. Ebenso Bilder von Hausbesetzung, Widerstand und Rebellion tauchen vor dem inneren Auge auf. Aber woran wir in erster Linie nicht denken, ist die deutsche Teilung und wie zum Teil unterschiedlich die Wellen der Bewegungen in den Ost-, bzw. Westteilen brandeten. Welche Geschichte von den Jahren um 1968 erzählt wird, hängt von der Perspektive ab: wir wollen unseren Blick in diesem Seminar gen "Osten" richten und erkunden, wie Aktivist*innen dort diese bewegenden Jahre erlebt haben. Dazu werden wir im Seminar auf zwei Zeitzeugen treffen und gemeinsam mit Ihnen verdeckte Geschichten aus deren Perspektive freilegen. Legt mit uns euer Ohr auf diese Schiene der Zeit, lasst euch verweben in die Erzählungen derer, die dabei waren als so vieles plötzlich möglich schien und lasst uns einen Beitrag dazu formulieren, wie die Geschichte der 68er erzählt werden kann. Wollen wir diese Ideen heute weiter verteidigen oder brauchen sie ein Update? 50 Jahre 1968: Zeit, eine Bilanz zu ziehen und sich der Frage zu widmen, was das Jahr 1968 für die deutsche Gegenwart bedeutet, wie es um politische und soziale Bewegungen heute bestellt ist und was mit Blick auf die politische Praxis für eine Geschichte von 1968 erzählt werden soll. Mit: Laura Schumann und Anna Stiede Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin