Günter Grass prangert Europas Umgang mit Griechenland an. Das neue Gedicht löst nur ein schwaches Echo aus. Jetzt wagt er sich an ein neues Thema: Das Urheberrecht.von Günter Grass
@ Vollhorst von Ebendt, das: "...und wer bis hierher noch nicht verstanden hat, dass es sich um eine "Satire" handeln soll, reiht sich bitte in die Schlange der Yücel-Disser ein.", ist definitiv eine unhaltbare zuordnung: die (überwiegende mehrheit aller) "Yücel-Disser" wissen, was sie (notwendigerweise) tun ! Und: nur weil "es sich um eine 'Satire' handeln soll", ist es nicht auch eine. Auch wo: 'Kunst' draufsteht, kann 'Schei**' enthalten sein; Zumal einem vorgeblichen "Ghostwriter" ja eigentlich ein Auftrag desjenigen vorliegen sollte, für den er ghostwritet – weder davon, noch von einem Hinweis: 'ghost-satiriker at work' kann ich im taz-artikel etwas (Kleingedrucktes) lesen! Vielmehr scheint es sich bei dem Autoren (U. Hannemann) um eine Art vorwitzig-eitlen, trittbrettfahrenden 'Troubadix' zu handeln, der für sein ggf. vorhandenes 'Heimat'-Oeuvre Aufmerksamkeit errregen will – liebe taz-ler: laßt ihn bitte am Baum gefesselt.
30.05.2012 15:16 Uhr
von broxx:
Mannomann, da kommt aber die SS-Vergangenheit wieder durch. Den Judenabsatz hättet ihr gut schwärzen können. Herr Grass, bitte aufhören und ab ins Altersheim. Ist das nun Altersdemenz oder ist der Kerl einfach nicht ganz dicht???
30.05.2012 10:33 Uhr
von Bernd Goldammer:
@von NoKa: Grass soll Judenhetze betrieben haben? Weißt Du überhaupt, was Du da schreibst? Dement soll er sein, schreibst Du! Ich glaube Du verwechselst ihn. Grass hat etwas unbequemes gesagt, irgend ein Zampalo hat sich aufgeregt und die dümmliche Masse glaubt nun ihn zerfleischen zu dürfen. Die Zuschriften auf diesen Schmähtext zeigen: linke und rechte Massenreflexe sind von gleicher Art: inhuman, würdelos, primitiv
29.05.2012 18:31 Uhr
von NoKa:
Entschuldigung, ein ganz offensichtlich altersdementer Promi erfreut sich an steigender Popularität, wenn er wieder einmal - leider sehr dümmliche - "Judenhetze" betreibt. Ich kann ihn nicht mehr hören! Und bitte, liebe Medien, schreibt ihn halt nicht auch noch groß!
29.05.2012 16:23 Uhr
von Bernd Goldammer:
So sieht Dekadenz bei der TAZ aus! Entschuldigung lieber Günter Grass, jemand muss Sie zum Anpinkeln freigegeben haben. Da möchten auch die Pinscher von der TAZ ihre Beinchen heben und Exkremente ablassen. Das ist nun mal typisch für Leute dieses untertänigen Schlages. Die Art der Darstellung Ihrer Person in diesem Blatt ist sicher kriminell, aber einer gut gewachsenen literarischen Eiche kann es egal sein , welches journalistische Kleinvieh ihr unters Blattwerk pisst. Und mal ganz unter uns: Der Text sagt viel mehr über die Zeitung, ihre Genossen und über den Verfasser. Ich bitte ich Sie: Gehen Sie endlich wieder an ihre Arbeit. Wir haben schließlich ein Recht auf Ihre unbequeme Spitzenliteratur.
29.05.2012 16:12 Uhr
von günthers letzter tropfen:
super satire - graSS der alte schwerenöter, sitzend wixend wörter tötend, sabbert trommelnd aufs papier, was er hören will, nur nicht wir.
juden- und piratenschreck, blöckt die alte nase tropfend aber trotzdem keck aufs papier die blase
günther mach die kiste auf - langsam wird es eng schüttel schnell das kissen auf - als apostel "peng"
29.05.2012 14:13 Uhr
von Philippe:
Weiss nicht was schlimmer ist, das geschmacklose Pseudogedicht von Uli Hannemann oder die Tatsache, dass der Begriff Ghostwriter dem Gros der Tazleserschaft offenbar unbekannt ist... Taz war schon mal besser.
29.05.2012 13:46 Uhr
von Urgestein:
Ach, Herr Hannemann...
man kann sich schon etwas stil- und geräuschloser einen von der Palme wedeln darauf, wie viel intelligenter, humorvoller, verständiger und vor allem aber integerer man selbst doch ist.
Und das giltt auch für die armen taz-Würstchen, die es auch noch für besonders gelungen halten, dieses dürftige Prosa-Ejakulat eines "MöchtegernGrass-alleinderAuszeichnungenwegen" in die Rubrik "Politik" einzuordnen. Wohl selbst in der Wahrheit komplett durchgefallen, oder?
Naja, jeder darf sich nur so gut blamieren wie er kann, liebe taz-Redakteure. Und davon scheint ihr ja mehr zu verstehen, als ich bislang ahnte...
29.05.2012 13:42 Uhr
von Boris:
Liebes taz-Team,
dieser Beitrag ist recht merkwürdig:
Der Text ist grottenschlecht. Noch schlechter jedoch ist die Präsentation gehalten. Anhand der Kommentare lässt sich ablesen, dass die meisten Leser vermuten, die literarische Entgleisung stamme tatsächlich von Günter Grass.
Ist das witzig? Oder einfach nur niveaulos? Oder handwerklich schlecht gemacht?
29.05.2012 13:11 Uhr
von Vollhorst von Ebendt:
...und wer bis hierher noch nicht verstanden hat, dass es sich um eine "Satire" handeln soll, reiht sich bitte in die Schlange der Yücel-Disser ein.
Ernsthaft zu bemängeln ist nur die fehlende Originalität der Variante. Die SZ sah sich bereits dem Vorwurf ausgesetzt, bei der Veröffentlichung des Griechenlandgedichts einer Fälschung der Titanic aufgesessen zu sein.
Interessant fände ich noch die Meinung zum Mangel von Kitaplätzen.... "Kind ohne Ort..."
29.05.2012 13:09 Uhr
von Frieder Gerstenschaum:
Schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass es sich hier um eine Persiflage handeln könnte?
29.05.2012 13:07 Uhr
von Gonzi:
Man könnte natürlich den Lesern wie "Gustav" die Schuld geben, nicht erkannt zu haben, dass dieses Gedicht gar nicht von Günter Grass, sondern von der TAZ stammt.
Aber ich denke schlimmer als solche Leser ist eine Zeitung, die wohlwissend wie das schon in faz funktionierte, es hier noch mal versucht hat und das mit Ausdrücken eines Anti-Judaismus, die einen fassungslos machen können.
29.05.2012 12:30 Uhr
von Falmine:
Na, wer hat sich da im Stile von Günther Grass probiert? Titanic? taz?
29.05.2012 12:15 Uhr
von weber:
Der gute Autor wird senil, das Denken wird ihm nun zu viel, die Wut darüber packt in Hass jedoch nur ein Herr Günter Grass.
29.05.2012 12:03 Uhr
von wolframerik:
Ist das noch Satire oder nun schon versuchter Rufmord? Das gehört doch allerhöchstens auf die Wahrheitsseite. Aber selbst dort würde ich Euch das Übel nehmen. Minutenlang habe ich mich über Grasss geärgert und geglaubt, das stamme wirklich von ihm... Das ist nicht mehr lustig und erinnert zu sehr an die Machart der Bildzeitung.
Es ist geradezu eine Gemeinheit, Grass solche Worte in den Mund zu legen wie: "Dem Künstler neidig wie ein Jude..."
Einer wirklichen ehrlichen Debatte weicht ihr von Zeit zu Zeit immer mehr aus. Bringt Fakten statt Spekulationen und Unterstellungen!! Pfui ist mir
Übel!!!
wolframerik
29.05.2012 11:46 Uhr
von Nico:
Will jetzt auch die taz Aufmerksamkeit mit gefakaten Gedichten? Haha. Witzig.
29.05.2012 11:46 Uhr
von eva:
liebe TAZ, soll das ironie sein und die urheberrechtsgegner in ihrer selbstgerechtheit anprangern? oder sind formulierungen wie "mutter deutschland" und "neidig wie ein Jude, der saubere Christenmenschen sieht" hier ernst gemeint? grass' 1. gedicht habt ihr noch abgelehnt, jetzt werden seine ergüsse (oder die des ghostwriters) kommentarlos publiziert... irgendwie enttäuschend.
29.05.2012 11:42 Uhr
von Pape:
Das edle Dichterwort? Bisher gingen die Gedichte von ihm ja immer in die richtige Richtung, aber das hier? Es fällt mir schwer zu glauben, dass es wirklich von ihm ist..
29.05.2012 11:35 Uhr
von stephan buchkremer:
Ist es beleidgend und rassistisch den Vers "Dem Künstler neidig wie ein Jude, der saubere Christenmenschen sieht, so will er ihn zerstören." zu publizieren, will die TAZ Redaktion den oben zitierten Vers von Uli Hannemann dazu verwenden, Tabus zu brechen und endlich wieder die Bühne für antisemitische Karikaturen und Satiren frei machen. Der Umweg über Günther Grass ist an den Haaren herbeigezogen. Vom fiktiven Tabubruch bis zur unkontrollierten Hetze ist ein kleiner Schritt. Sind erst einmal die Mißverständnisse um Günther Grass beseitigt, ist er der Dichter als Unmensch entlarvt, ist es ein kleiner Schritt in seine etwas großen Fußstapfen zu treten: "Günther Grass und die Isrealkritker sind unser Unglück" so ghostwriter Heinrich von Treischke in der TAZ des Jahres 2013
29.05.2012 11:16 Uhr
von Andy Bayer:
ich dichte auch:
Schläfst Du nächtelang nicht ein Gieß' braunen Tequila ein Bleibt auch dann der Schlaf noch fern Hat Dich Gott nun mal nicht gern.
29.05.2012 11:13 Uhr
von Andy Bayer:
ich dichte auch:
Sei nicht dumm, sei besser schlau Und spar das Geld von Deiner Frau Geh Dir davon ein Auto kaufen Und schon musst Du nie mehr laufen...
29.05.2012 10:59 Uhr
von emil:
ganz schön stumpf. wirkt ein bisschen wie kunst vom fließband. öde öde.
29.05.2012 10:43 Uhr
von Christian:
Ich find' das ja lustig, wie ihr Grass verarscht, aber irgendwo müsste doch noch kenntlich gemacht sein, dass das nicht wirklich von ihm ist, sonst ist das keine Satire mehr sondern üble Nachrede.
29.05.2012 10:15 Uhr
von Antoninus Re:
Billig-Sabber!
29.05.2012 09:48 Uhr
von Nobilitatis:
Zeile ergänzen: So schreibt er, der Künstler - dement.
29.05.2012 09:43 Uhr
von Peter:
Genau, Blech trommeln können wir schliesslich alle (ausser Deniz Y.).
29.05.2012 09:11 Uhr
von Lucanus:
Wie armseelig - ein Gedicht aus Buzzwörtern zusammenschustern und dann Grass in die Schuhe schieben. Liebe Taz, das ist nicht Euer Niveau!
29.05.2012 08:35 Uhr
von Rick S.:
Die Werke von denen, die er als mutige Künstler, die sich dem Pack entgegenstellen bezeichnet, würde ich auch nicht für umsonst haben wollen. "Sturm im Wasserglas" wäre eine Übertreibung. Dafür kann man sich schon fast Fremd schämen. - Manch mutiger Mann, Sven Regener, Charlotte Roche und Manuel Andrack, trat dem Pack entgegen. Sprach „Halt“, „So nicht“ und „Nehmt uns nicht noch unser Geld, sonst leiden unsre Kinder Hunger!“- Ich würde gerne wissen, ob er Stolz auf diese Zeilen ist?
Das Gedicht zeugt von Ahnungslosigkeit, dieser Herr braucht Schrebergarten, um den er sich Kümmern kann.
29.05.2012 08:03 Uhr
von reblek:
"den Blinker aufgeblendet" - Das soll Herr Hannemann mal vormachen: den Blinker aufblenden. Vermutlich meint er das Fernlicht und damit die sogenannte Lichthupe. Aber woher soll er das wissen, es stammt ja nicht von ihm, sondern er müsste es klauen.
29.05.2012 07:15 Uhr
von viccy:
Schon Mist, dass es diese Komputer gibt. Ganz ohne Piraten, ja ganz ohne Politik kann man damit alles Mögliche downloaden. Ob der Günter das weiß?
29.05.2012 06:57 Uhr
von Ute:
„neidig wie ein Jude“ Weiß überhaupt noch jemand bei der taz, was er sich so zusammenschreibt?
Mir scheint, als haben sich hier bei dem Anti-Grass-Machwerk verschiedene oder eine(r) bei der taz, freudig von „JUD SÜSS“ inspirieren lassen. Wer war es denn, eine Gülle-Silke oder ein Yüksel, der wieder mal nicht das goldene Halskettchen von seinem Papa bekommen hat? Beiden wäre diese judenfeindliche Aussage zuzutrauen.
29.05.2012 06:04 Uhr
von Micha:
Hallo,
das ist selbst für eine kabarettistische Überziehung sehr dürftig. Kein Grass... vielleicht dahinsiechend auf Opium. Sinnlos, die Werke einer Person an der Reflektion gewisser Freunde inhaltsloser Journalien ohne wissenschaftlichen Hintergrund darzustellen.
Geht es nicht darum, die Subjektive Wirkung der Person zu fangen und zu überspitzen?
Doch hat der Verlag ja auch bei euch scheinbar genügend Anteile.
Daher die eventuelle Wirkung eines Literaturprojektes der Gymnasialien Oberstufe, der Kreation eurer Seite zu messen wäre vielleicht arrogant.
Auch ihr dachtet einst neue Wege und machtet dies öffentlich.
"i am the only sense- the common sense" axel springer taz.de
29.05.2012 05:50 Uhr
von BvW:
Im Gegensatz zum Griechenland-"Gedicht", bei dem die Titanic-Urheberschaft vermutet wurde und ganz und gar nicht von der Hand zu weisen war, ist diese Fälschung eher plump ausgefallen.
29.05.2012 05:03 Uhr
von Tim:
Das ist platt, oberflächlich, naiv, vorhersehbar. Und jetzt will uns der Günter auch noch die Piraten erklären? Also wirklich, ahnungslose Piraten-Basher gibt es doch schon wie Sand am Meer.
Ich finde es ja toll, dass Lyrik in der deutschen Presse durch Grass in letzter Zeit (wieder?) ein wenig Beachtung findet. Aber muss es denn immer nur Grass sein? Man könnte ruhig auch mal ein paar anderen Lyrikern eine Plattform bieten.
29.05.2012 03:31 Uhr
von ion:
.... lol !
Wikipedia-Exzerpt: "Ghostwriter werden im Auftrag eines Verlages, einer Agentur oder eines Autors tätig, insbesondere wenn der in der Titelei ausgewiesene Autor nicht genügend Zeit oder keine ausreichenden Fähigkeiten besitzt, um „sein“ Werk selbst zu verfassen. Die Bezeichnung Ghostwriter setzt indes keine fest definierten Fähigkeiten voraus.";
Ich meine, DAS hätte Herr Grass auch noch (selbst) tinten-klecksen können; Aber das Illu.-foto dazu ist wirklich picksüß und gibt dem Ganzen doch gleich eine heimelige Note.
Wie wäre es, wenn die taz Herrn G. Grass bäte, für sie wöchentlich was zum Veröffentlichen zu klecksen(?) – dann aber bitte Faksimile reproduzieren.
29.05.2012 03:16 Uhr
von Bernd Kühn:
Eine schöne Parodie habt ihr da geschrieben, liebe TAZ. Aber ein so grausam schlechter Dichter, wie ihr es darstellt, ist Herr Grass nun nicht. Auch hätte er sich bestimmt, bevor der das Gedicht geschrieben hätte, mit dem Thema länger beschäftigt, es aus rechtsphilosophischer und historischer Sicht beleuchtet, um dann etwas zu schreiben, das weit über die polemischen Pamphlete hinausgeht, die zur Zeit im Blätterwald rascheln.
29.05.2012 02:13 Uhr
von Realdemokrat:
Und was ist mit den zehntausenden Menschen die oftmals tausende von Euros verschuldensunabhängig zahlen müssen, weil ein Gast, Untermieter, WG-Mitbewohner, Kind oder Partner ein paar Lieder runtergeladen hat? Was ist mit dem daraus resultierenden faktischen Verbot offener Netze?
100 € pro Lied, verschuldensunabhängig. Unterschlagene Fakten?
29.05.2012 01:36 Uhr
von es zieht:
die moral-motten zu gunters gicht denn dieser war auf licht erpicht
28.05.2012 23:21 Uhr
von heidi:
Es ist absolut lächerlich, wie sich Grass hier postuliert: einst ein echter Künstler - nun produziert er Müll am laufenden Band.
28.05.2012 22:59 Uhr
von blub:
Nicht schlecht, Sie schaffen es Günter Grass und die Piraten Partei gleichzeitig zu verunglimpfen. Und in der Kategorie Politik hat das auch nichts zu suchen. Ich finde das ziemlich widerlich.
28.05.2012 22:58 Uhr
von Frau Edith Müller:
Man, jetzt wirds peinlich. Ist der Typ komplett pleite?
28.05.2012 22:51 Uhr
von Reinhardt:
In Ihrem Gedicht kommt das Wort "Negerpuppe" nicht vor...
Meine beste Freundin kam früher aus einer Zigeunerfamilie und hatte eine Negerpuppe namens Sarah!
28.05.2012 22:49 Uhr
von karl K :
Mit dem Pferdekopf Aale angeln, das wird immer gehn zwischen Zwiebelhäuten, und Tantiemen schaufeln; dank SS - verschweigen.
ein Mann - ein Roche ein run - im wanzen er - läßt es nicht in diesem Leben, gammliger Kaschube eben.
Mensch, Günni GraSS mal am Neckar, mal am Rhein, aber gib endlich - a Ruh, - und lasset sein.
Danke, da nich für.
28.05.2012 22:27 Uhr
von Horst von Ebendt:
Was Grass über das Urheberrecht sagt - darüber will ich mir kein Urteil erlauben. Aber:
Dass er die Piraten angreift - verständlich. Dass er sie als Diebe bezeichnet - vielleicht übertrieben. Dass er ihnen vorwirft, sie würden ständig auf Drogen sein - ungerechtfertigt, platt und scheinheilig.
Und wenn auch "Was gesagt werden muß" nicht judenfeindlich oder antisemitisch war, sondern allein israelkritisch, so ist der Vergleich der von ihm in allen Farben negativ gezeichneten Piraten mit den angeblich auf den "sauberen Christenmenschen" neidischen Juden, die er auch noch im Singular nennt und damit vollends in die Sprache der Antisemiten und Faschisten abdriftet, nun wirklich das allerletzte! Damit schafft er sich keine Freunde und es hilft der Aussage überhaupt nicht - er schafft sich eher noch mehr Feinde, jetzt auch die, die bisher den Antisemitismus-Vorwurf nicht mittragen wollten... und er hilft der Sache der Künstler und derjenigen, die für das Urheberrecht eintreten, nicht. Schade.
Aber solchen Aussagen und Leuten sollten weder die taz noch jede andere ernstzunehmende Zeitung/Zeitschrift in Deutschland und anderswo ein Forum bieten!
28.05.2012 22:26 Uhr
von Horst von Ebendt:
Was Grass über das Urheberrecht sagt - darüber will ich mir kein Urteil erlauben. Aber:
Dass er die Piraten angreift - verständlich. Dass er sie als Diebe bezeichnet - vielleicht übertrieben. Dass er ihnen vorwirft, sie würden ständig auf Drogen sein - ungerechtfertigt, platt und scheinheilig.
Und wenn auch "Was gesagt werden muß" nicht judenfeindlich oder antisemitisch war, sondern allein israelkritisch, so ist der Vergleich der von ihm in allen Farben negativ gezeichneten Piraten mit den angeblich auf den "sauberen Christenmenschen" neidischen Juden, die er auch noch im Singular nennt und damit vollends in die Sprache der Antisemiten und Faschisten abdriftet, nun wirklich das allerletzte! Damit schafft er sich keine Freunde und es hilft der Aussage überhaupt nicht - er schafft sich eher noch mehr Feinde, jetzt auch die, die bisher den Antisemitismus-Vorwurf nicht mittragen wollten... und er hilft der Sache der Künstler und derjenigen, die für das Urheberrecht eintreten, nicht. Schade.
Aber solchen Aussagen und Leuten sollten weder die taz noch jede andere ernstzunehmende Zeitung/Zeitschrift in Deutschland und anderswo ein Forum bieten!
28.05.2012 21:56 Uhr
von gustav:
Grass ist doch wirklich einfach nur traurig. Das Gedicht diffamiert ACTA-Gegner als Antisemiten und Plagiateschreiber und kreativlose Dumpfbacken und stellt den Schreiberling als verfolgten und entrechteten Kulturbewahrer dar einer aussterbenden Generation.
Das ist narzisstisch widerlich. Denn gerade die Internetgeneration hat den abkupfernden Plagiateschreibern der Öffentlichkeit ins Besondere der Politik auf die Finger geschaut. Die Konnotationen mit den Antisemitismus sind inhaltlich falsch, denn Urheberrecht und Judenverfolgung sind nicht verwandte Themen! Sie sind auch für einen ehemaligen SS-Mann schlicht verboten! Ein Pirat( gemeint die Partei) hat sicherlich noch keinen Massenmord verübt.
Herr Grass, ihre Werke und die zahlreicher anderer "Geistesgrößen" werden sicherlich keine Internetausbeutung erfahren! Es geht vielmehr, um die Einschränkung der Abmahnanwälte und die Freiheit der Nachrichten und die Verbreitung von Wissen, deren Bestandteile keiner Zensur unterliegen dürfen. Es geht, um einen zensurfreien, außerpolitisch kontrollierten Raum, in dem Diskussionen in einer zunehmend vereinzelten Gesellschaft noch möglich sind! Und das die Jugend immer niveauflacher wird, hängt wesentlich mit der Auswahl der Lehrkräfte, der Verachtung und Passivierung gegenüber der Jugend zusammen und der alleinigen Konzentration auf Noten ohne personelle Selbstbestimmung. Die Lehrer-Schülerindividuums-beziehung ist antidemokratisch. Und sowohl Lehrer, als auch Schüler besitzen ungenügende Wahlmöglichkeiten hinsichtlich sozialer und inhaltlicher, didaktischer Präferenzen. So müssen Menschen, die nicht miteinander auskommen zwangsvergemeinschaftet werden. Die Folgen sind bekannt sowohl bei LehrerInnen, als auch SchülerInnen.
Was haben Sie denn für die Kinder aktiv gemacht, außer im Ausland den Gutmensch zu spielen! Politische Gesten machen Sie viele, aber praktisch sich mit Kindern auseinandersetzen sicherlich nicht. Welchen jungen deutschen Autoren gegenüber geben Sie einen Diskussionspartner ab? Wen fördern Sie? Sie profilieren sich lieber international, als die harte und von Preisorgien verschonte Förderung von Normalmenschen im hier und jetzt vor ihrer Haustür zu bewerkstelligen.
Sie hegen nur stille Verachtung bis zum Aufstauen einer Gedichteimplosion. Sie sind aber zu schwach die vielen Schritte ohne Scheinwerferlicht für einen gesunden Generationendiskurs zu gehen. Das sollen dann lieber andere machen, die sie dann wieder still verachten oder bemitleiden dürfen!
Urheberrechte von Filmen, literarischen Werken sollen natürlich bestehen bleiben. Deutschland schützt diese Urheberrechte. Deshalb haben ja einige einflussreiche Internetfilmtauschbörsen ihren Sitz außerhalb Deutschlands verlegt. Wenn die die Gesetze brechen, werden wir aber deshalb keinen Krieg anfangen! Literatur und Kunst schützt man nicht durch Sanktionen, sondern durch ritualisierte Einführung in einen prosperierenden Diskurs, durch aktuelle Bibliotheken und Schulbuchbestände, durch Lesezirkel und Autorenclubs, durch Menschen die außerhalb anonymisierter Internetbuchmärkte und außerindividuellen Plüschbuchhandlungen, Literatur gemeinschaftlich geniessen wollen. Insofern ist ihre Art der Publicitywahl gut.
Wir wollen aber keine wirtschaftszonenübergreifende justiziarische Superbehörde mit Sanktionierungsmacht. Die Macht darf einzig von unseren legitimierten Institutionen ausgehen!!! Der Paneuropäismus ist die Entmündigung des Nationalstaats und die Rückstufung der Bürger und damit das finale Scheitern einer Parteiendemokratie, die vor ihren Bürgern flieht, weil sie die Macht behalten will, aber nichts richtig macht! Das Recht des Volkes auf Diskursfreiheit, Rechtssicherheit vor Abmahnanwälten und Informationsfreiheit wiegt bedeutend schwerer als der Verschnitt geistigen intellektuellen Abfalls hiesiger Promis, welcher auf Servern versprenkelte Leserschaften findet!
Versuchen Sie lieber die Herzen der Menschen für Poesie zu öffnen, als sie zu bevormunden und zu verteufeln und verunglimpfen Sie die Deutschen nicht! Die Kultur wurde seit jeher von den Aufsteigern betrieben und von den Etablierten gefördert. Damit es weiter Aufsteiger geben kann, braucht die HarzIVler- Familie geradezu zwingend einen Zugang zu Wissen. Gerade die auseinanderklaffende Gesellschaft braucht diesen freien Informationszugang, um armen Kindern Chancengleichheit zu gewähren. Der Lesekomfort des Buches, die gesellschaftliche Diskussion z.B. in Zeitungen wie dieser, die staatlich verpflichtende Beteiligung von Contentanbietern an Autorentantiemen können viel bewirken. Die Generalüberwachung der Gesamtgesellschaft- interkontinental und das Damokleschwert der ökonomischen Ruinierung durch fingierte Urheberklagen ist unzumutbar. Sie ermöglicht die Ausschaltung aller liberalismuskritischen Intellektuellen und erstickt den Keim einer vernünftigen nachhaltigen und schuldenarmen Wirtschaftsgestaltung mit maximalen Entwicklungsmöglichkeiten und Schutz von Grundrechten, Natur und Wohlstand.
Ihre Generation wurde schon von den Nazis zum Totalitarismus mißbraucht. Ihre Generation hat die jungen Männer durch den totalitären Bildungsfeminismus mißbraucht und die Abschaffung der staatlichen Schutzrechte einer hiesigen Bevölkerung durch den faschistoiden Wahn des Paneuropäismus!!! Sie in ihrer Entgrenzung der Wahnhaftigkeit vermengen Täter und Opfer, Liberalismus und Sozialdemokratie, Recht und Wucher. Bildung ist ein Menschenrecht, Genuß ist Luxus. Luxus muß bezahlt werden. Poesie, Literatur als Lehrform mit Anschauungsmaterial muß frei sein, zum Genuss muß sie bezahlt werden. Wenn das Geschäftsmodell bisweilen nicht hinreichend funktioniert liegt das an den streßbedingten schulzeitlichen Erinnerungen und an fehlender Luxusatmosphäre und Besinnlichkeit, sowie dem Fehlen einer bürgerlich ritualisierten Genusskultur in der stupiden protestantisch bis atheistisch funktionalisierten Konkurrenz-und wettbewerbsentgrenzten Welt. Es liegt an der marketingstrategischen Dummheit der VerlegerInnen, die Poesie und Literatur und Film verramschen, als Sie als Luxus-und Genussmittel zu definieren, weil Sie selbst nicht daran glauben und auch nur in den Scheuklappen des Discountkapitalismus ihrer verdummenden Schule und Hochschule gehirnverstümmelt wurden. Selbst Schuld!!!!!!!!!!!!!!!!!
28.05.2012 21:41 Uhr
von Ignaz Quadratwurzel:
Dass sich die Herausgeber der TAZ nicht schämen, so gegen Grass herzuziehen und dabei auch noch die Aussage „,,(d)em Künstler neidig wie ein Jude, der saubere Christenmenschen sieht..“ einzubringen. Da weiß man, die wahren Antisemiten sind nicht bei jenen zu finden, die das Leiden der Palästinenser verstehen, sondern die, die wie zu allen Zeiten meinen in einem „Mainstream“ zu schwimmen. Die Angepassten, die Streber die Mitläufer, denen fällt noch nicht mal von alleine ein, sich eines Bildes vom „neidischen Juden“ zu entsagen. Man TAZ, was seid ihr nur erbärmlich.
28.05.2012 21:37 Uhr
von Dr. rer. Nat. Harald Wenk:
Bei einem wöchentlichen Talk wären leider 2 SPDler unter sich. Die SPD ist in der Politik der Brandstifter als Feuerwehr.
Ich monierte selbst schon öfter das erschreckende Fehlen von "belastbarem" vor allem "Orientierungswissen" (der "Weltenplan" im Gedicht). Deutschland war mal berühmt für seine "Dichter und Denker". Das scheint mir der Hauptaspekt im Gedicht zu sein. Bei Hölderlin und Goethe findet man den "Plan" noch eher dichterisch direkt, nicht 2. Ordnung.
Leider kann auch metaphorisch moralisch von keinem "sauberen" Christen die Rede sein - auch in Nachkriegsgenerationen nicht.
Die "Ökonomie des Geistes" ist derartig "perfekt" von Staat, inklusive SPD, und Wirtschaft auf Dauerhungerleiderniveau mit extremen Prekariariat gesenkt worden, dass eine soziale Bewegung der Intelllektuellen mit Focus der EIGENEN INTERESSEN(!!!) höchste Priorität hat. Insofern hat Grass als alter PENler den "richigen Riecher".
28.05.2012 21:27 Uhr
von Alex.andra:
Germany's First Honk
28.05.2012 20:50 Uhr
von Icke:
Sehr geil... Hätte von mir sein können...
28.05.2012 20:33 Uhr
von lollerskates:
Der Typ ist ja echt verzweifelt. Ein bitteres Ende für eine Legende.
Leserkommentare
30.05.2012 18:59 Uhr
von ion:
@ Vollhorst von Ebendt,
das:
"...und wer bis hierher noch nicht verstanden hat, dass es sich um eine "Satire" handeln soll, reiht sich bitte in die Schlange der Yücel-Disser ein.",
ist definitiv eine unhaltbare zuordnung: die (überwiegende mehrheit aller) "Yücel-Disser" wissen, was sie (notwendigerweise) tun !
Und: nur weil "es sich um eine 'Satire' handeln soll", ist es nicht auch eine.
Auch wo: 'Kunst' draufsteht, kann 'Schei**' enthalten sein; Zumal einem vorgeblichen "Ghostwriter" ja eigentlich ein Auftrag desjenigen vorliegen sollte, für den er ghostwritet – weder davon, noch von einem Hinweis: 'ghost-satiriker at work' kann ich im taz-artikel etwas (Kleingedrucktes) lesen!
Vielmehr scheint es sich bei dem Autoren (U. Hannemann) um eine Art vorwitzig-eitlen, trittbrettfahrenden 'Troubadix' zu handeln, der für sein ggf. vorhandenes 'Heimat'-Oeuvre Aufmerksamkeit errregen will – liebe taz-ler: laßt ihn bitte am Baum gefesselt.
30.05.2012 15:16 Uhr
von broxx:
Mannomann, da kommt aber die SS-Vergangenheit wieder durch. Den Judenabsatz hättet ihr gut schwärzen können.
Herr Grass, bitte aufhören und ab ins Altersheim. Ist das nun Altersdemenz oder ist der Kerl einfach nicht ganz dicht???
30.05.2012 10:33 Uhr
von Bernd Goldammer:
@von NoKa: Grass soll Judenhetze betrieben haben? Weißt Du überhaupt, was Du da schreibst? Dement soll er sein, schreibst Du! Ich glaube Du verwechselst ihn. Grass hat etwas unbequemes gesagt, irgend ein Zampalo hat sich aufgeregt und die dümmliche Masse glaubt nun ihn zerfleischen zu dürfen. Die Zuschriften auf diesen Schmähtext zeigen: linke und rechte Massenreflexe sind von gleicher Art: inhuman, würdelos, primitiv
29.05.2012 18:31 Uhr
von NoKa:
Entschuldigung, ein ganz offensichtlich altersdementer Promi erfreut sich an steigender Popularität, wenn er wieder einmal - leider sehr dümmliche - "Judenhetze" betreibt.
Ich kann ihn nicht mehr hören!
Und bitte, liebe Medien, schreibt ihn halt nicht auch noch groß!
29.05.2012 16:23 Uhr
von Bernd Goldammer:
So sieht Dekadenz bei der TAZ aus! Entschuldigung lieber Günter Grass, jemand muss Sie zum Anpinkeln freigegeben haben. Da möchten auch die Pinscher von der TAZ ihre Beinchen heben und Exkremente ablassen. Das ist nun mal typisch für Leute dieses untertänigen Schlages. Die Art der Darstellung Ihrer Person in diesem Blatt ist sicher kriminell, aber einer gut gewachsenen literarischen Eiche kann es egal sein , welches journalistische Kleinvieh ihr unters Blattwerk pisst. Und mal ganz unter uns: Der Text sagt viel mehr über die Zeitung, ihre Genossen und über den Verfasser. Ich bitte ich Sie: Gehen Sie endlich wieder an ihre Arbeit. Wir haben schließlich ein Recht auf Ihre unbequeme Spitzenliteratur.
29.05.2012 16:12 Uhr
von günthers letzter tropfen:
super satire - graSS der alte schwerenöter, sitzend wixend wörter tötend, sabbert trommelnd aufs papier, was er hören will, nur nicht wir.
juden- und piratenschreck, blöckt die alte nase
tropfend aber trotzdem keck aufs papier die blase
günther mach die kiste auf - langsam wird es eng
schüttel schnell das kissen auf - als apostel "peng"
29.05.2012 14:13 Uhr
von Philippe:
Weiss nicht was schlimmer ist, das geschmacklose Pseudogedicht von Uli Hannemann oder die Tatsache, dass der Begriff Ghostwriter dem Gros der Tazleserschaft offenbar unbekannt ist... Taz war schon mal besser.
29.05.2012 13:46 Uhr
von Urgestein:
Ach, Herr Hannemann...
man kann sich schon etwas stil- und geräuschloser einen von der Palme wedeln darauf, wie viel intelligenter, humorvoller, verständiger und vor allem aber integerer man selbst doch ist.
Und das giltt auch für die armen taz-Würstchen, die es auch noch für besonders gelungen halten, dieses dürftige Prosa-Ejakulat eines "MöchtegernGrass-alleinderAuszeichnungenwegen" in die Rubrik "Politik" einzuordnen. Wohl selbst in der Wahrheit komplett durchgefallen, oder?
Naja, jeder darf sich nur so gut blamieren wie er kann, liebe taz-Redakteure. Und davon scheint ihr ja mehr zu verstehen, als ich bislang ahnte...
29.05.2012 13:42 Uhr
von Boris:
Liebes taz-Team,
dieser Beitrag ist recht merkwürdig:
Der Text ist grottenschlecht. Noch schlechter jedoch ist die Präsentation gehalten. Anhand der Kommentare lässt sich ablesen, dass die meisten Leser vermuten, die literarische Entgleisung stamme tatsächlich von Günter Grass.
Ist das witzig? Oder einfach nur niveaulos? Oder handwerklich schlecht gemacht?
29.05.2012 13:11 Uhr
von Vollhorst von Ebendt:
...und wer bis hierher noch nicht verstanden hat, dass es sich um eine "Satire" handeln soll, reiht sich bitte in die Schlange der Yücel-Disser ein.
Ernsthaft zu bemängeln ist nur die fehlende Originalität der Variante. Die SZ sah sich bereits dem Vorwurf ausgesetzt, bei der Veröffentlichung des Griechenlandgedichts einer Fälschung der Titanic aufgesessen zu sein.
Interessant fände ich noch die Meinung zum Mangel von Kitaplätzen.... "Kind ohne Ort..."
29.05.2012 13:09 Uhr
von Frieder Gerstenschaum:
Schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass es sich hier um eine Persiflage handeln könnte?
29.05.2012 13:07 Uhr
von Gonzi:
Man könnte natürlich den Lesern wie "Gustav" die Schuld geben, nicht erkannt zu haben, dass dieses Gedicht gar nicht von Günter Grass, sondern von der TAZ stammt.
Aber ich denke schlimmer als solche Leser ist eine Zeitung, die wohlwissend wie das schon in faz funktionierte, es hier noch mal versucht hat und das mit Ausdrücken eines Anti-Judaismus, die einen fassungslos machen können.
29.05.2012 12:30 Uhr
von Falmine:
Na, wer hat sich da im Stile von Günther Grass probiert? Titanic? taz?
29.05.2012 12:15 Uhr
von weber:
Der gute Autor wird senil,
das Denken wird ihm nun zu viel,
die Wut darüber packt in Hass
jedoch nur ein Herr Günter Grass.
29.05.2012 12:03 Uhr
von wolframerik:
Ist das noch Satire oder nun schon versuchter Rufmord? Das gehört doch allerhöchstens auf die Wahrheitsseite. Aber selbst dort würde ich Euch das Übel nehmen. Minutenlang habe ich mich über Grasss geärgert und geglaubt, das stamme wirklich von ihm...
Das ist nicht mehr lustig und erinnert zu sehr an die Machart der Bildzeitung.
Es ist geradezu eine Gemeinheit, Grass solche Worte in den Mund zu legen wie: "Dem Künstler neidig wie ein Jude..."
Einer wirklichen ehrlichen Debatte weicht ihr von Zeit zu Zeit immer mehr aus. Bringt Fakten statt Spekulationen und Unterstellungen!! Pfui ist mir
Übel!!!
wolframerik
29.05.2012 11:46 Uhr
von Nico:
Will jetzt auch die taz Aufmerksamkeit mit gefakaten Gedichten? Haha. Witzig.
29.05.2012 11:46 Uhr
von eva:
liebe TAZ, soll das ironie sein und die urheberrechtsgegner in ihrer selbstgerechtheit anprangern? oder sind formulierungen wie "mutter deutschland" und "neidig wie ein Jude, der saubere Christenmenschen sieht" hier ernst gemeint? grass' 1. gedicht habt ihr noch abgelehnt, jetzt werden seine ergüsse (oder die des ghostwriters) kommentarlos publiziert... irgendwie enttäuschend.
29.05.2012 11:42 Uhr
von Pape:
Das edle Dichterwort? Bisher gingen die Gedichte von ihm ja immer in die richtige Richtung, aber das hier? Es fällt mir schwer zu glauben, dass es wirklich von ihm ist..
29.05.2012 11:35 Uhr
von stephan buchkremer:
Ist es beleidgend und rassistisch den Vers "Dem Künstler neidig wie ein Jude, der saubere Christenmenschen sieht, so will er ihn zerstören." zu publizieren, will die TAZ Redaktion den oben zitierten Vers von Uli Hannemann dazu verwenden, Tabus zu brechen und endlich wieder die Bühne für antisemitische Karikaturen und Satiren frei machen. Der Umweg über Günther Grass ist an den Haaren herbeigezogen. Vom fiktiven Tabubruch bis zur unkontrollierten Hetze ist ein kleiner Schritt. Sind erst einmal die Mißverständnisse um Günther Grass beseitigt, ist er der Dichter als Unmensch entlarvt, ist es ein kleiner Schritt in seine etwas großen Fußstapfen zu treten: "Günther Grass und die Isrealkritker sind unser Unglück" so ghostwriter Heinrich von Treischke in der TAZ des Jahres 2013
29.05.2012 11:16 Uhr
von Andy Bayer:
ich dichte auch:
Schläfst Du nächtelang nicht ein
Gieß' braunen Tequila ein
Bleibt auch dann der Schlaf noch fern
Hat Dich Gott nun mal nicht gern.
29.05.2012 11:13 Uhr
von Andy Bayer:
ich dichte auch:
Sei nicht dumm, sei besser schlau
Und spar das Geld von Deiner Frau
Geh Dir davon ein Auto kaufen
Und schon musst Du nie mehr laufen...
29.05.2012 10:59 Uhr
von emil:
ganz schön stumpf. wirkt ein bisschen wie kunst vom fließband. öde öde.
29.05.2012 10:43 Uhr
von Christian:
Ich find' das ja lustig, wie ihr Grass verarscht, aber irgendwo müsste doch noch kenntlich gemacht sein, dass das nicht wirklich von ihm ist, sonst ist das keine Satire mehr sondern üble Nachrede.
29.05.2012 10:15 Uhr
von Antoninus Re:
Billig-Sabber!
29.05.2012 09:48 Uhr
von Nobilitatis:
Zeile ergänzen:
So schreibt er, der Künstler - dement.
29.05.2012 09:43 Uhr
von Peter:
Genau, Blech trommeln können wir schliesslich alle (ausser Deniz Y.).
29.05.2012 09:11 Uhr
von Lucanus:
Wie armseelig - ein Gedicht aus Buzzwörtern zusammenschustern und dann Grass in die Schuhe schieben. Liebe Taz, das ist nicht Euer Niveau!
29.05.2012 08:35 Uhr
von Rick S.:
Die Werke von denen, die er als mutige Künstler, die sich dem Pack entgegenstellen bezeichnet, würde ich auch nicht für umsonst haben wollen. "Sturm im Wasserglas" wäre eine Übertreibung. Dafür kann man sich schon fast Fremd schämen.
-
Manch mutiger Mann, Sven Regener, Charlotte Roche und Manuel Andrack, trat dem Pack entgegen. Sprach „Halt“, „So nicht“ und „Nehmt uns nicht noch unser Geld, sonst leiden unsre Kinder Hunger!“-
Ich würde gerne wissen, ob er Stolz auf diese Zeilen ist?
Das Gedicht zeugt von Ahnungslosigkeit, dieser Herr braucht Schrebergarten, um den er sich Kümmern kann.
29.05.2012 08:03 Uhr
von reblek:
"den Blinker aufgeblendet" - Das soll Herr Hannemann mal vormachen: den Blinker aufblenden. Vermutlich meint er das Fernlicht und damit die sogenannte Lichthupe. Aber woher soll er das wissen, es stammt ja nicht von ihm, sondern er müsste es klauen.
29.05.2012 07:15 Uhr
von viccy:
Schon Mist, dass es diese Komputer gibt. Ganz ohne Piraten, ja ganz ohne Politik kann man damit alles Mögliche downloaden. Ob der Günter das weiß?
29.05.2012 06:57 Uhr
von Ute:
„neidig wie ein Jude“
Weiß überhaupt noch jemand bei der taz, was er sich so zusammenschreibt?
Mir scheint, als haben sich hier bei dem Anti-Grass-Machwerk verschiedene oder eine(r) bei der taz, freudig von „JUD SÜSS“ inspirieren lassen.
Wer war es denn, eine Gülle-Silke oder ein Yüksel, der wieder mal nicht das goldene Halskettchen von seinem Papa bekommen hat?
Beiden wäre diese judenfeindliche Aussage zuzutrauen.
29.05.2012 06:04 Uhr
von Micha:
Hallo,
das ist selbst für eine kabarettistische Überziehung sehr dürftig.
Kein Grass... vielleicht dahinsiechend auf Opium.
Sinnlos, die Werke einer Person an der Reflektion gewisser Freunde inhaltsloser Journalien ohne wissenschaftlichen Hintergrund darzustellen.
Geht es nicht darum, die Subjektive Wirkung der Person zu fangen und zu überspitzen?
Doch hat der Verlag ja auch bei euch scheinbar genügend Anteile.
Daher die eventuelle Wirkung eines Literaturprojektes der Gymnasialien Oberstufe, der Kreation eurer Seite zu messen wäre vielleicht arrogant.
Auch ihr dachtet einst neue Wege und machtet dies öffentlich.
"i am the only sense- the common sense"
axel springer
taz.de
29.05.2012 05:50 Uhr
von BvW:
Im Gegensatz zum Griechenland-"Gedicht", bei dem die Titanic-Urheberschaft vermutet wurde und ganz und gar nicht von der Hand zu weisen war, ist diese Fälschung eher plump ausgefallen.
29.05.2012 05:03 Uhr
von Tim:
Das ist platt, oberflächlich, naiv, vorhersehbar. Und jetzt will uns der Günter auch noch die Piraten erklären? Also wirklich, ahnungslose Piraten-Basher gibt es doch schon wie Sand am Meer.
Ich finde es ja toll, dass Lyrik in der deutschen Presse durch Grass in letzter Zeit (wieder?) ein wenig Beachtung findet. Aber muss es denn immer nur Grass sein? Man könnte ruhig auch mal ein paar anderen Lyrikern eine Plattform bieten.
29.05.2012 03:31 Uhr
von ion:
.... lol !
Wikipedia-Exzerpt:
"Ghostwriter werden im Auftrag eines Verlages, einer Agentur oder eines Autors tätig, insbesondere wenn der in der Titelei ausgewiesene Autor nicht genügend Zeit oder keine ausreichenden Fähigkeiten besitzt, um „sein“ Werk selbst zu verfassen. Die Bezeichnung Ghostwriter setzt indes keine fest definierten Fähigkeiten voraus.";
Ich meine, DAS hätte Herr Grass auch noch (selbst) tinten-klecksen können; Aber das Illu.-foto dazu ist wirklich picksüß und gibt dem Ganzen doch gleich eine heimelige Note.
Wie wäre es, wenn die taz Herrn G. Grass bäte, für sie wöchentlich was zum Veröffentlichen zu klecksen(?) – dann aber bitte Faksimile reproduzieren.
29.05.2012 03:16 Uhr
von Bernd Kühn:
Eine schöne Parodie habt ihr da geschrieben, liebe TAZ. Aber ein so grausam schlechter Dichter, wie ihr es darstellt, ist Herr Grass nun nicht. Auch hätte er sich bestimmt, bevor der das Gedicht geschrieben hätte, mit dem Thema länger beschäftigt, es aus rechtsphilosophischer und historischer Sicht beleuchtet, um dann etwas zu schreiben, das weit über die polemischen Pamphlete hinausgeht, die zur Zeit im Blätterwald rascheln.
29.05.2012 02:13 Uhr
von Realdemokrat:
Und was ist mit den zehntausenden Menschen die oftmals tausende von Euros verschuldensunabhängig zahlen müssen, weil ein Gast, Untermieter, WG-Mitbewohner, Kind oder Partner ein paar Lieder runtergeladen hat? Was ist mit dem daraus resultierenden faktischen Verbot offener Netze?
100 € pro Lied, verschuldensunabhängig. Unterschlagene Fakten?
29.05.2012 01:36 Uhr
von es zieht:
die moral-motten zu gunters gicht
denn dieser war auf licht erpicht
28.05.2012 23:21 Uhr
von heidi:
Es ist absolut lächerlich, wie sich Grass hier postuliert: einst ein echter Künstler - nun produziert er Müll am laufenden Band.
28.05.2012 22:59 Uhr
von blub:
Nicht schlecht, Sie schaffen es Günter Grass und die Piraten Partei gleichzeitig zu verunglimpfen. Und in der Kategorie Politik hat das auch nichts zu suchen. Ich finde das ziemlich widerlich.
28.05.2012 22:58 Uhr
von Frau Edith Müller:
Man, jetzt wirds peinlich. Ist der Typ komplett pleite?
28.05.2012 22:51 Uhr
von Reinhardt:
In Ihrem Gedicht kommt das Wort "Negerpuppe" nicht vor...
Meine beste Freundin kam früher aus einer Zigeunerfamilie und hatte eine Negerpuppe namens Sarah!
28.05.2012 22:49 Uhr
von karl K :
Mit dem Pferdekopf Aale angeln,
das wird immer gehn
zwischen Zwiebelhäuten,
und Tantiemen schaufeln;
dank SS - verschweigen.
ein Mann - ein Roche
ein run - im wanzen
er - läßt es nicht in diesem Leben,
gammliger Kaschube eben.
Mensch, Günni GraSS mal am Neckar,
mal am Rhein,
aber gib endlich - a Ruh,
- und lasset sein.
Danke, da nich für.
28.05.2012 22:27 Uhr
von Horst von Ebendt:
Was Grass über das Urheberrecht sagt - darüber will ich mir kein Urteil erlauben. Aber:
Dass er die Piraten angreift - verständlich.
Dass er sie als Diebe bezeichnet - vielleicht übertrieben.
Dass er ihnen vorwirft, sie würden ständig auf Drogen sein - ungerechtfertigt, platt und scheinheilig.
Und wenn auch "Was gesagt werden muß" nicht judenfeindlich oder antisemitisch war, sondern allein israelkritisch, so ist der Vergleich der von ihm in allen Farben negativ gezeichneten Piraten mit den angeblich auf den "sauberen Christenmenschen" neidischen Juden, die er auch noch im Singular nennt und damit vollends in die Sprache der Antisemiten und Faschisten abdriftet, nun wirklich das allerletzte!
Damit schafft er sich keine Freunde und es hilft der Aussage überhaupt nicht - er schafft sich eher noch mehr Feinde, jetzt auch die, die bisher den Antisemitismus-Vorwurf nicht mittragen wollten... und er hilft der Sache der Künstler und derjenigen, die für das Urheberrecht eintreten, nicht. Schade.
Aber solchen Aussagen und Leuten sollten weder die taz noch jede andere ernstzunehmende Zeitung/Zeitschrift in Deutschland und anderswo ein Forum bieten!
28.05.2012 22:26 Uhr
von Horst von Ebendt:
Was Grass über das Urheberrecht sagt - darüber will ich mir kein Urteil erlauben. Aber:
Dass er die Piraten angreift - verständlich.
Dass er sie als Diebe bezeichnet - vielleicht übertrieben.
Dass er ihnen vorwirft, sie würden ständig auf Drogen sein - ungerechtfertigt, platt und scheinheilig.
Und wenn auch "Was gesagt werden muß" nicht judenfeindlich oder antisemitisch war, sondern allein israelkritisch, so ist der Vergleich der von ihm in allen Farben negativ gezeichneten Piraten mit den angeblich auf den "sauberen Christenmenschen" neidischen Juden, die er auch noch im Singular nennt und damit vollends in die Sprache der Antisemiten und Faschisten abdriftet, nun wirklich das allerletzte!
Damit schafft er sich keine Freunde und es hilft der Aussage überhaupt nicht - er schafft sich eher noch mehr Feinde, jetzt auch die, die bisher den Antisemitismus-Vorwurf nicht mittragen wollten... und er hilft der Sache der Künstler und derjenigen, die für das Urheberrecht eintreten, nicht. Schade.
Aber solchen Aussagen und Leuten sollten weder die taz noch jede andere ernstzunehmende Zeitung/Zeitschrift in Deutschland und anderswo ein Forum bieten!
28.05.2012 21:56 Uhr
von gustav:
Grass ist doch wirklich einfach nur traurig.
Das Gedicht diffamiert ACTA-Gegner als Antisemiten
und Plagiateschreiber und kreativlose Dumpfbacken
und stellt den Schreiberling als verfolgten
und entrechteten Kulturbewahrer dar einer
aussterbenden Generation.
Das ist narzisstisch widerlich. Denn gerade die Internetgeneration
hat den abkupfernden Plagiateschreibern
der Öffentlichkeit ins Besondere der Politik
auf die Finger geschaut.
Die Konnotationen mit den Antisemitismus sind
inhaltlich falsch, denn Urheberrecht und Judenverfolgung sind nicht verwandte Themen!
Sie sind auch für einen ehemaligen SS-Mann schlicht
verboten!
Ein Pirat( gemeint die Partei) hat sicherlich
noch keinen Massenmord verübt.
Herr Grass, ihre Werke und die zahlreicher
anderer "Geistesgrößen" werden sicherlich keine
Internetausbeutung erfahren!
Es geht vielmehr, um die Einschränkung
der Abmahnanwälte und die Freiheit der Nachrichten
und die Verbreitung von Wissen, deren Bestandteile
keiner Zensur unterliegen dürfen.
Es geht, um einen zensurfreien, außerpolitisch
kontrollierten Raum, in dem Diskussionen in einer
zunehmend vereinzelten Gesellschaft noch möglich sind!
Und das die Jugend immer niveauflacher wird, hängt
wesentlich mit der Auswahl der Lehrkräfte, der
Verachtung und Passivierung gegenüber der Jugend
zusammen und der alleinigen Konzentration auf Noten
ohne personelle Selbstbestimmung.
Die Lehrer-Schülerindividuums-beziehung ist
antidemokratisch. Und sowohl Lehrer, als auch Schüler
besitzen ungenügende Wahlmöglichkeiten hinsichtlich
sozialer und inhaltlicher, didaktischer Präferenzen.
So müssen Menschen, die nicht miteinander
auskommen zwangsvergemeinschaftet werden.
Die Folgen sind bekannt sowohl bei LehrerInnen,
als auch SchülerInnen.
Was haben Sie denn für die Kinder aktiv gemacht,
außer im Ausland den Gutmensch zu spielen!
Politische Gesten machen Sie viele, aber praktisch
sich mit Kindern auseinandersetzen sicherlich nicht.
Welchen jungen deutschen Autoren gegenüber geben Sie einen Diskussionspartner ab? Wen fördern Sie?
Sie profilieren sich lieber international, als
die harte und von Preisorgien verschonte
Förderung von Normalmenschen im hier und jetzt
vor ihrer Haustür zu bewerkstelligen.
Sie hegen nur stille Verachtung
bis zum Aufstauen einer Gedichteimplosion. Sie sind aber
zu schwach die vielen Schritte ohne Scheinwerferlicht
für einen gesunden Generationendiskurs zu gehen.
Das sollen dann lieber andere machen, die sie dann
wieder still verachten oder bemitleiden dürfen!
Urheberrechte von Filmen, literarischen Werken
sollen natürlich bestehen bleiben.
Deutschland schützt diese Urheberrechte.
Deshalb haben ja einige einflussreiche Internetfilmtauschbörsen
ihren Sitz außerhalb Deutschlands verlegt.
Wenn die die Gesetze brechen, werden wir aber deshalb
keinen Krieg anfangen!
Literatur und Kunst schützt man nicht durch
Sanktionen, sondern durch ritualisierte Einführung
in einen prosperierenden Diskurs, durch
aktuelle Bibliotheken und Schulbuchbestände,
durch Lesezirkel und Autorenclubs, durch Menschen
die außerhalb anonymisierter Internetbuchmärkte
und außerindividuellen Plüschbuchhandlungen,
Literatur gemeinschaftlich geniessen wollen.
Insofern ist ihre Art der Publicitywahl gut.
Wir wollen aber keine wirtschaftszonenübergreifende
justiziarische Superbehörde mit Sanktionierungsmacht.
Die Macht darf einzig von unseren legitimierten
Institutionen ausgehen!!!
Der Paneuropäismus ist die Entmündigung
des Nationalstaats und die Rückstufung der Bürger
und damit das finale Scheitern einer Parteiendemokratie, die vor ihren Bürgern flieht,
weil sie die Macht behalten will, aber nichts richtig
macht!
Das Recht des Volkes
auf Diskursfreiheit, Rechtssicherheit vor Abmahnanwälten und Informationsfreiheit wiegt
bedeutend schwerer als der Verschnitt geistigen
intellektuellen Abfalls hiesiger Promis, welcher
auf Servern versprenkelte Leserschaften findet!
Versuchen Sie lieber die Herzen der Menschen
für Poesie zu öffnen, als sie zu bevormunden
und zu verteufeln und verunglimpfen Sie die Deutschen
nicht!
Die Kultur wurde seit jeher von den Aufsteigern
betrieben und von den Etablierten gefördert.
Damit es weiter Aufsteiger geben kann, braucht
die HarzIVler- Familie geradezu zwingend
einen Zugang zu Wissen. Gerade die auseinanderklaffende Gesellschaft braucht diesen
freien Informationszugang, um armen Kindern
Chancengleichheit zu gewähren.
Der Lesekomfort des Buches, die gesellschaftliche
Diskussion z.B. in Zeitungen wie dieser,
die staatlich verpflichtende Beteiligung von Contentanbietern an
Autorentantiemen können viel bewirken.
Die Generalüberwachung der Gesamtgesellschaft-
interkontinental und das Damokleschwert
der ökonomischen Ruinierung durch fingierte
Urheberklagen ist unzumutbar.
Sie ermöglicht die Ausschaltung aller liberalismuskritischen Intellektuellen und erstickt
den Keim einer vernünftigen nachhaltigen und
schuldenarmen Wirtschaftsgestaltung mit maximalen
Entwicklungsmöglichkeiten und Schutz von Grundrechten, Natur und Wohlstand.
Ihre Generation wurde schon von den Nazis
zum Totalitarismus mißbraucht.
Ihre Generation hat die jungen Männer durch
den totalitären Bildungsfeminismus mißbraucht und
die Abschaffung der staatlichen Schutzrechte
einer hiesigen Bevölkerung durch den faschistoiden
Wahn des Paneuropäismus!!! Sie in ihrer Entgrenzung
der Wahnhaftigkeit vermengen Täter und Opfer,
Liberalismus und Sozialdemokratie, Recht und Wucher.
Bildung ist ein Menschenrecht, Genuß ist Luxus.
Luxus muß bezahlt werden. Poesie, Literatur als Lehrform
mit Anschauungsmaterial muß frei sein, zum Genuss
muß sie bezahlt werden. Wenn das Geschäftsmodell
bisweilen nicht hinreichend funktioniert liegt
das an den streßbedingten schulzeitlichen Erinnerungen und an fehlender Luxusatmosphäre
und Besinnlichkeit, sowie dem Fehlen einer bürgerlich
ritualisierten Genusskultur in der stupiden
protestantisch bis atheistisch funktionalisierten
Konkurrenz-und wettbewerbsentgrenzten Welt.
Es liegt an der marketingstrategischen Dummheit
der VerlegerInnen, die Poesie und Literatur und Film
verramschen, als Sie als Luxus-und Genussmittel
zu definieren, weil Sie selbst nicht daran glauben
und auch nur in den Scheuklappen des Discountkapitalismus ihrer verdummenden Schule
und Hochschule gehirnverstümmelt wurden.
Selbst Schuld!!!!!!!!!!!!!!!!!
28.05.2012 21:41 Uhr
von Ignaz Quadratwurzel:
Dass sich die Herausgeber der TAZ nicht schämen, so gegen Grass herzuziehen und dabei auch noch die Aussage „,,(d)em Künstler neidig wie ein Jude, der saubere Christenmenschen sieht..“ einzubringen.
Da weiß man, die wahren Antisemiten sind nicht bei jenen zu finden, die das Leiden der Palästinenser verstehen, sondern die, die wie zu allen Zeiten meinen in einem „Mainstream“ zu schwimmen.
Die Angepassten, die Streber die Mitläufer, denen fällt noch nicht mal von alleine ein, sich eines Bildes vom
„neidischen Juden“
zu entsagen.
Man TAZ, was seid ihr nur erbärmlich.
28.05.2012 21:37 Uhr
von Dr. rer. Nat. Harald Wenk:
Bei einem wöchentlichen Talk wären leider 2 SPDler unter sich. Die SPD ist in der Politik der Brandstifter als Feuerwehr.
Ich monierte selbst schon öfter das erschreckende Fehlen von "belastbarem" vor allem "Orientierungswissen" (der "Weltenplan" im Gedicht).
Deutschland war mal berühmt für seine "Dichter und Denker".
Das scheint mir der Hauptaspekt im Gedicht zu sein.
Bei Hölderlin und Goethe findet man den "Plan" noch eher dichterisch direkt, nicht 2. Ordnung.
Leider kann auch metaphorisch moralisch von keinem "sauberen" Christen die Rede sein - auch in Nachkriegsgenerationen nicht.
Die "Ökonomie des Geistes" ist derartig "perfekt" von Staat, inklusive SPD, und Wirtschaft auf Dauerhungerleiderniveau mit extremen Prekariariat
gesenkt worden, dass eine soziale Bewegung der Intelllektuellen mit Focus der EIGENEN INTERESSEN(!!!) höchste Priorität hat. Insofern hat Grass als alter PENler den "richigen Riecher".
28.05.2012 21:27 Uhr
von Alex.andra:
Germany's First Honk
28.05.2012 20:50 Uhr
von Icke:
Sehr geil... Hätte von mir sein können...
28.05.2012 20:33 Uhr
von lollerskates:
Der Typ ist ja echt verzweifelt. Ein bitteres Ende für eine Legende.
28.05.2012 19:57 Uhr
von Karl Grobian:
Weiter so!
Deutschland braucht endlich wieder mehr Dichtung!
28.05.2012 19:45 Uhr
von Achim:
Hä? Herr Grass, bitte aufhören.