Facebook will im kommenden Jahr an die Börse gehen, meldet eine US-Zeitung: Das soziale Netzwerk soll stattliche 100 Milliarden Dollar wert sein.von Meike Laaff

Facebook will 2012 auch an der Börse abräumen. Bild: dapd
Jetzt soll also abgemolken werden: Facebook, so meldet das Wall Street Journal, plant zwischen April und Juni 2012 den Börsengang. 100 Milliarden US-Dollar soll das Unternehmen wert sein.
Eine gigantische Zahl. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Firma von dem lockigen Badelatschenträger Mark Zuckerberg ja eigentlich nicht viel mehr besitzt als ein paar Serverfarmen, ein bisschen Software und ein paar innovative Ideen. Ach so - und natürlich jede Menge privater und privatester Echtzeitdaten über seine 800 Millionen aktiven Nutzer weltweit.
Im Grunde sind sie es, die jetzt zu Geld gemacht werden - das ist genau die Gefahr, über die im Zusammenhang mit Facebook nun schon seit Jahren herumgeunkt wurde: Wenn das soziale Netzwerk derart hoch - und aus Sicht vieler Analysten überbewertet - an die Börse geht, dann geraten Firmenchef Mark Zuckerberg und die Seinen unter Druck.
Wollen sie ihren Anlegern beweisen, dass Facebook tatsächlich 25-mal so viel wert ist, wie es derzeit im Jahr erwirtschaftet, dann bedeutet das, mehr aus dem zu machen, was man hat. Also bestimmt: mehr und penetrantere Werbung für die Nutzer. Und ebenfalls nicht ganz unwahrscheinlich: den Verkauf von Nutzerdaten.
Facebook hat bereits eindrücklich unter Beweis gestellt, wie frech sich so etwas umsetzen lässt - mit dem geräuschlosen Ändern der Nutzer-AGB. Ebenso, wie die User gezeigt haben, was sie so alles mit sich machen lassen: Nicht dabei sein will ja schließlich auch keiner.
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Facebook sammelt riesige Datenmengen. Und will immer mehr von seinen Nutzern wissen. Datenschützer sind entsetzt. Denn niemand weiß, wie viel und was Facebook tatsächlich speichert.
Und Facebook dient keineswegs dem Nutzer. Denn nicht die Profilbesitzer sind die Kunden, sondern die Werbeindustrie. Zuckerberg will ein perfektes System für die Werbung schaffen. Eine Empfehlung von Freunden ist mehr Wert als jede Plakatanzeige, jeder Werbespot und jede Printreklame.
Die Reichweite von Facebook kann sich sehen lassen: Mehr als 800 Millionen Menschen aus aller Welt und mehr als 20 Millionen Deutsche nutzen die Social-Network-Plattform. Damit hält Zuckerbergs Firma bei jungen Menschen fast schon ein Monopol und verdrängte Konkurrenten wie "Studivz". Wer seine Kontakte und Freundschaften – vor allem international – pflegen will, ist gewissermaßen auf das soziale Netzwerk angewiesen.
Im Schwerpunkt "Datenkrake Facebook" sollen Artikel über den Kampf der User um ihre gespeicherten Daten bei Facebook zusammengefasst werden. Die taz dokumentiert dabei den österreichischen Jura-Studenten Maximilian Schrems, der bei Facebook nachhakte, Kampfgeist zeigte, nicht locker ließ und am Ende mit der Zusendung vieler Daten, die Facebook von ihm speicherte, quasi "belohnt " wurde.
Die Facebook-Grafiken im Detail:
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
01.12.2011 13:37 | Susi Sorglos
Da ist es doch sehr praktisch, daß die Zentralbanken gerade dabei sind, das Geld für derartige Aktionen zu drucken. Schließ ...
30.11.2011 11:52 | vjr
Platzt die Blase schon mit den 100 Mia. LE (Luft-Einheiten) oder soll es zunächst noch bisschen mehr sein? Letzteres, denn ...
29.11.2011 18:20 | an die Börse
Wenn Börsendaten nicht vermutlich leistungs-geschützt wären, könnte man mal die KGV der Neue Markt-Firmen von Rot-Grün-Trit ...