• 25.07.2012

Gewerkschaften und Rüstungsindustrie

„Wir müssen umsatteln“

Es wird mit dem Waffenexport nicht mehr lange so weitergehen, sagt Jürgen Bühl von der IG Metall. Die Industrie müsse jetzt auf zivile Güter umsatteln.von Ulrike Winkelmann

  • 12.08.2012 14:54 Uhr

    von schwarzeBerta:

    Wenn wir wir einmal Überfallopfer werden,
    werden wir uns sicherlich freuen das
    die dämliche Vorgängergeneration
    uns hilf-und wehrlos, überverschuldet,
    entrechtet und verblödet auf den Silbertablett
    feilbieten will.

    Es verirren sich immer die Blödies in
    politische und quasi-politische Ämter .

  • 26.07.2012 10:32 Uhr

    von heinzl:

    Si vis pacem para bellum. Natürlich wäre es schön, wenn man auf die Rüstungsindustrie verzichten könnte. Leider wird in absehbarer Zeit nicht möglich sein.
    Es ist natürlich einfach, "Hindukuschverteidiger" ohne bestes Gerät loszuschicken, solange man in der IGM-Zentrale sitzt und die großen Zusammenhänge erklärt. Rüstungstechnologie ist Hochtechnologie, Deutschland das nur von seinen Exporten lebt, muss sich auch diesen Markt offenhalten. Wichtig ist die politsche Kontrolle von Rüstungsexporten.
    Natürlich kann eine Gesellschaft auch von Agrarprodukten, Windrädern und Fair-Trade-Produkten leben - dazu müssten wir aber bereit sein unser Leben drastisch zu verändern und uns aus der Weltpolitik verabschieden.

  • 25.07.2012 21:37 Uhr

    von mehrdad:

    typisch deutsche selbstzerfleischung.

    bauen wir keine waffen, tut das irgendeines der dutzend länder, die hochwertige waffen bauen können.

    für die welt wäre rein garnichts gewonnen und wir hätten zusätzlich zu den zehntausenden joblosen der solarbranche, die uns als "grüne jobs" versprochen wurden weitere zehntausende arbeitslose mehr.

  • 25.07.2012 20:26 Uhr

    von xonra:

    Diese Aussagen wäre schon 1990 fällig gewesen. Egal ob Atomenergieindustrie bei Ver.di, oder Rüstung und überbordende Autoabhängigkeit bei der IG Metall. Die Gewerkschaften haben - über ihre Vertreter in den Aufsichtsräten - großen Anteil an den schmutzigen Geschäften der Industrie in Deutschland.

  • 25.07.2012 20:25 Uhr

    von Franz:

    Tja, es ist halt nicht nur die SPD, die gerne mal den Arbeiter verrät. Aber weiter so, IGM, vielleicht kommt irgenwann in 100 Jahren noch Gewissen und Moral, und nicht nur der Wahlkampf für den freigestellten Betriebsratposten dazu.

  • 25.07.2012 19:41 Uhr

    von suswe:

    Eine Zahl aus dem Jahr 1983: 1% aller weltweiten Rüstungsausgaben könnte überall für sauberes Wasser sorgen.
    Hoffentlich stürzt dieses scheiß System bald mal in die totale Krise.

  • 25.07.2012 19:19 Uhr

    von Fritz:

    Hier ein Beispiel auf Freiburg http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=16813:ruestungszuliefererlitef1983blockade2012ruestungskonversionundallesok&catid=236&Itemid=201 beim Rüstungszulieferer Litef http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=16328:Litef_Arbeitsplaetze_vs_Antimilitarismus_Eine_Stellungnahme_der_IG_Metall&catid=236&Itemid=201 und das Verhalten der IGM. Da habt ihr noch viel Arbeit! Arbeitsplätze über Alles!
    Bei der MTU in Friedrichshafen hab ich die IGM und die Betriebsräte erlebt die sich mit Händen und Füßen gegen Rüstungskonversion gewert haben wenn das mal zur sprache kam.

  • 25.07.2012 15:35 Uhr

    von Hafize:

    Rüstungsexporte sind extrem lukrativ, häufig fließt noch Geld intransparent am Auftrag vorbei.
    Es ist schön, dass die Gewerkschaft dagegen ist, aber die Wahrheit sieht doch so aus, dass gerade bei Industrieprodukten in solchen Fabriken gute Gehälter gezahlt werden und das ist den Menschen vor Ort am Wichtigsten.
    Für den Rest sind Politiker zuständig und die haben schon das halbe DDR-Waffenarsenal in den Bürgerkrieg nach Kurdistan transportiert. Aber dazu kommen auch immer neue Produkte - ich bin halt nicht optimistisch und wirkliche Entscheidungen fällt das Management, nicht die Gewerkschaft in Frankfurt. Außerdem machen solche Gewerkschaften vor Ort, unter Druck, auch Deals an der Linie vom Vorstand vorbei.

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