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Grönemeyer liveStromlos zuhören

1995 war Herbert Grönemeyer der erste Deutsche bei MTV Unplugged. Jetzt gibt es sein „Unplugged II“.

Der erste deutschsprachige Künstler, den der amerikanische Musiksender MTV in seine legendäre Sendung „MTV Unplugged“ einlud, war Herbert Grönemeyer. Das erfolgreiche Format war damit berühmt geworden, prominente Künst­le­r*in­nen in Studios einzuladen, darunter die Band Nirvana oder Eric Clapton, die live vor Publikum und nur mit akustischen Instrumenten beziehungsweise „ohne Strom“ ihre Songs spielten und variierten. Viele der Künst­le­r*in­nen veröffentlichten diese Auftritte danach als Album.

Vor 30 Jahren, 1995, veröffentlichte Grönemeyer seinen Auftritt mit dem Album „Unplugged Herbert“, das in den Babelsberg Studios in Potsdam aufgenommen worden war. Zum Jubiläum erscheint nun am 17. Oktober das Album „Unplugged Nummer 2 – von allem anders“. Dafür hat der Musiker, Schauspieler, Labelbetreiber sich politisch gegen rechts engagierende und von einigen auch Dichter genannte Künstler einige Gäste in die Berliner Hansa Studios geholt: alte und nicht so alte Freun­d*in­nen und Weg­ge­fähr­t*in­nen wie Balbina, BRKN, Lea, Peter Fox und Lucry & Suena, den 64-köpfigen Berliner Rundfunkchor und unterschiedliche Streicherkonstellationen.

Alle alten Songs seien neu arrangiert und neu erfunden worden. „Unverkabelt, unverstärkt & pur“, wie das Management ankündigt. „Sehr knusprig, sehr laut, sehr groß, sehr leise, sehr still, albern, aber auf jeden Fall sehr, sehr schön und traurig“, wie Grönemeyer sein Album typisch grönemeyerisch selbst ankündigt.

Das Event

„Album-Listening“, 14.10., 19.30 Uhr, Zoo Palast, Hardenbergstr. 29 a, Berlin

In guter Tradition wird auch dieses Grönemeyer-Album vorab einem kleinen Publikum zu Gehör geboten, das sich rechtzeitig Karten sichern kann: am 14. Oktober im Berliner Zoo Palast. Im Anschluss an das Listening ist Herbert Grönemeyer live auf der Bühne im Gespräch über das Album. Grönemeyers Musik hören ist das eine, aber den Mann sprechen zu hören, der seit Jahrzehnten den Deutschen die Musik spielt, ist fast noch besser.

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