• 14.09.2012

Hochschulrektoren-Präsident über Unis

„Die deutschen Hochschulen platzen“

Laut OECD bildet Deutschland zu wenig Akademiker aus. Trotzdem sieht Hochschulrektoren-Präsident Hippler das Bildungssystem auf einem guten Weg.von Bernd Kramer

  • 17.09.2012 21:50 Uhr

    von uranus:

    "...Wenn es in Deutschland so schlecht um die Bildung bestellt wäre, würden wir wirtschaftlich nicht so gut dastehen. Das passt nicht zur Kritik.
    ..."
    Um das herauszufinden, müßte man eben einmal
    die deutschen Fortschritte
    in Bildung und Wissenschaft ausschließlich der letzten 20 Jahre betrachten, um nicht
    die Vorsprünge jener Generationen, die vor den
    68er in Wissenschaft und Lehre bewirkt haben
    zu vermengen.
    Gerade der wissenschaftliche Qualitätsverlust
    in neuen Pionierfeldern der letzten zwanzig
    Jahre zeigt den Niveauverfall an.
    Das hängt damit zusammen, dass die praktische
    experimentelle Arbeit der Lerndenden und der Mut zur
    einfachen, logischen und visualisierfähigen
    pragmatischen, programmierten und konzeptgesteuerten Lehre fehlt. Die Routine in praktischen
    Umgang fehlt zu stark. Deutschland könnte mehr,
    wenn derselbe Inhalt gehirngerechter und weniger
    improvisiert dargestellt würde und die Leute
    im Labor wirklich zu Hause wären und mehr
    deutschsprachige wissenschaftliche Hochschulliteratur
    mit klarer stringenter Logik und inhaltlicher Vollständigkeit publiziert würde. Alles geht besser!

  • 17.09.2012 21:02 Uhr

    von hannawestphalica:

    @Lillifee

    Ich gebe Ihnen Recht. Wir bilden ausgerechnet
    die Bürger jener Staaten aus, die massiv nationalistische
    Bestrebungen aufweisen und atomar aufrüsten.
    Bei den Bürgschaften, die wir abgegeben haben, müssen
    wirklich alle Deutschen bestmöglich qualifiziert werden. Wir sind keine Ausverkaufbude.
    Staaten, die alles Know-how hier absahnen und
    uns mit der EU-Krise finanziell im Stich lassen,
    können ihre Leute gefälligst selbst ausbilden!
    Für unsere eigenen Leute limitieren wir die Aufstiegschancen und grenzen sie aus.
    Unsere eigenen Leute sind unsere Zukunft!
    Wir sollten nur soviel Chinesen und Araber hier ausbilden, wie umgekehrt auch Deutsche dort
    deren Bildungsinstitutionen in deren Ländern besuchen.
    Es muss ein faires Geben und Nehmen sein!
    An China haben wir schon Billionensummen
    verloren, aber nicht auch noch die Zukunft
    unserer Kinder an unseren Unis.


  • 15.09.2012 12:08 Uhr

    von mensing:

    Herrn Hipplers Kritik an den Schulen ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Lehrer sind in erster Linie Pädagogen, die den Schülern beim Lernen lernen Hilfestellung bieten und nicht ihre Schützlinge mit Wissen überschütten.
    Die eigene Recherche und das Selbststudium sind heute wichtiger als noch vor 25 Jahren. Dies kann ich aus der Erfahrung mit meinen 3 Kindern sagen. Mit der Kompetenz, Themen selbst zu erarbeiten, sehe ich diese Schulabgänger durchaus als studier-fähig an.

    A propos „Wissen“: Ich habe vor einem Vierteljahrhundert im Chemieunterricht Dinge lernen müssen, die heute nachweislich falsch sind. Für andere Fachbereiche ließen sich da sicherlich auch Beispiele finden.

    Frustrierend sind, wie mir zu Ohren gekommen ist, eher die Rahmenbedingungen des Studiums als die Inhalte selbst. Informationen aus erster Hand werde ich aber erst haben, wenn mein ältestes Kind demnächst sein Studium beginnt.

  • 14.09.2012 19:35 Uhr

    von Bildungsnaher:

    Aha: "Wenn ein immer größerer Prozentsatz der Bevölkerung das Abitur macht, kann das Kompetenzniveau nicht dasselbe sein, wie noch vor 40 Jahren." Tja, wenn der Pöbel an die Hochschule darf, kann da nix draus werden. Der kann halt nicht das höhere Kompetenzniveau des geringeren Prozentsatzes der Bevölkerung erreichen. Was für ein elitärer Mist. Und der ist Präsi von der HRK. Schön langsam scheinen die neoliberalen Reformen des Hochschulsystems durchgreifende Wirkung zu entfalten.

  • 14.09.2012 17:00 Uhr

    von Lillifee:

    Wenn die Universitäten platzen, warum bilden wir dann kostenlos so viele Chinesen und Araber aus?
    Sollten wir nicht wenigstens Geld für unsere Bildung nehmen?

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