Olympischer Rekord: 22 bekennend homosexuelle Athleten und Athletinnen gehen an den Start – so viele wie noch nie. Weitere Outings könnten folgen. von Erik Peter
Wir sind erst wirklich tolerant, wenn über Rasse, Geschlecht, Orientierung etc. geschrieben wird - und zwar unverkrampft. Das interessiert die Leute, genauso wie man einen Bayern fragt wie er es in Kiel an der Küste findet fragt man auch einen Thailänder, wie er so Berlin findet in dem er seit 3 Jahren lebt.
Ich mache das jedenfalls - und bin da noch nie auf schlechte Reaktionen gestoßen, ganz im Gegenteil.
Zu Olympia: Alle hoffen auf Sponsorenverträge - und die allermeisten Sponsoren wollen "familientaugliche" Athleten. Also ein bissl verstecken. Eine Hete hat sich in Olympia schon wegen "Diskriminierung" beschwert - viele Mannschaftskollegen haben keine Probleme ihre Parnter äh Begleitpersonen im olympischen Dorf zu haben, nur er kann nicht bei seiner Frau sein. Er sah es aber auch mit einem Augenzwinkern.
31.07.2012 10:54 Uhr
von Schwarzwaldbub:
Da wir LGBTs uns ja möglichst unsichtbar machen sollen, damit klemmige Heten ungestört ihr aufdringliches, öffentliches und kontinuierliches Selbst-Outing betreiben können, ist es für uns sehr wohl von Interesse wer unter den Sportler/inne/n LGBT ist - ich freue mich schlicht, wenn jemand auf dem Siegertrepple steht, und ich stolz sagen kann: eine/r aus unserem Volk! Hand aufs Herz: Ich interessiere mich auch nicht für Heten-Kram - leider sind die Medien damit ja überproportional voll.
Lustig: der Beitrag von "IhrName", der bei dem Artikel über lebische und schwule Sportler/innen scheinbar eine ganze Porno-Produktion im Kopf hat - das lässt ja tief blicken (-;= @IhrName: Schreiben Sie bitte noch etwas, damit ich mich noch ein wenig amüsieren kann...
In der Tat müsste es "Nie waren die Spiele LESBISCHER" heißen, wenn das Verhältnis sichtbare/r Lesben - Schwule 7:1 beträgt - meistens ist es ja umgekehrt. Schade, dass Erik Peter hier die Chance einer Würdigung verpatzt hat.
31.07.2012 09:54 Uhr
von Philos:
Homosexualität braucht Offenheit, damit sich innerhalb unserer immer noch homophoben Gesellschaft etwas ändern kann!
Bravo den Athleten, die sich geoutet haben.
31.07.2012 06:54 Uhr
von GeRu:
Erst wenn nicht mehr über Rasse, Religion, Gesinnung , sexueller Orientierung,Haarfarbe etc.pp. geschrieben wird ,erst dann sind wir in einer toleranten Zeit angekommen und das kann noch sehr lange dauern wie man immer wieder feststellen kann.
31.07.2012 00:16 Uhr
von Thorben:
Gero, es sollte schlicht nicht interessieren, ob jemand schwul ist oder hetero, das wäre normal. Oder sind Schwule doch nicht so normal, dass sie jedem ihre sexuellen Vorlieben auf die Nase binden müssen? Was sollte ein Outing bewirken? Interessiert Sie es, wer von den Sportlern schwul ist und wer nicht. Ändert sich mit dem Wissen um die sexuelle Präferenz eines Menschen Ihre Einstellung zu diesem? Haben Sie ein Problem mit Schwulen, dass Sie wissen müssen, wer es ist?
30.07.2012 22:52 Uhr
von Thea:
Wenn es 19 lesbische Athletinnen sind und drei schwule Athleten, dann waren die Olympischen Spiele nie lesbischer.
30.07.2012 22:23 Uhr
von Jérôme-René:
Liebe taz, jetzt bin ich aber baff: " gilt indes nicht nur statisch als ausgeschlossen."
Verstehe ich in dem Kontext nicht. Bislang dachte ich, Kennenlernen mit anschließendem Sex wäre eher eine dynamische Angelegenheit. Statisch ausgeschlossen: Das könnte vielleicht ein Einfamilienhaus, das auf einem Hühnerei gebaut ist, sein. Aber was hat das mit diesen päpstlichen 0,2 Prozent zu tun?
Bitte um schnellstmögliche Aufklärung. Ihr könnt Eure Leser doch nicht mit derartigen Rätseln zu Bett gehen lassen! Ich hatte den Artikel extra als Einschlafhilfe ausgewählt, weil ein handelsüblicher taz Homo-, Hetero- oder Extraterresto-Sex-Artikel diesbezüglich normalerweise Wunder wirkt. Und nun so was! Wie soll man denn da einschlafen?
30.07.2012 20:05 Uhr
von gero:
Ja ja, schon erstaunlich, dass auf einmal die (vermutlich) Heterosexuellen loskeifen, es passe ihnen nicht, wenn "sexuelle Disposition" erwähnt wird. Jeder Homo freut sich, wenn's mal ein paar Öffentliche gibt, und die Kommentare hier zeigen, dass es eben noch nicht selbstverständlich ist.
30.07.2012 19:27 Uhr
von Thorben:
Und ich dachte, Homosexuelle wollen Gleichberechtigung; warum wird dann deren sexuelle Disposition erwähnt?
30.07.2012 19:21 Uhr
von Mensch E:
Nie waren die Spiele schwuler? Man stelle sich vor nie wären die Spiele schwüler als jetzt in London. Die Belastung der Athleten dadurch wäre ungleich größer.
30.07.2012 18:38 Uhr
von Halunke:
Ja und jetzt....???
30.07.2012 17:48 Uhr
von IhrName:
Die Olympia-Berichterstattung der TAZ mit ihrer Sex-Fokussierung ist noch weit unter BILD-Niveau.
Wo ist nur der Yüzel wenn man ihn mal brauchen könnte? Lesbenschlampen und Schwulenschlampen - das wäre doch mal was, oder?
30.07.2012 17:33 Uhr
von Das Ufo:
Wie ein Jäger.
30.07.2012 17:02 Uhr
von rolff:
Statistiken sind ja machmal etwas Absurdes. Aber manchmal heben diese Gedankenspielchen ihnen ganz eigenen Reiz. LOL
30.07.2012 16:40 Uhr
von Schläfer:
Wen interessiert das ?
Athleten aus Welt treffen sich zum friedlichen Wettstreit - unabhängig von Rasse, Religion, Gesinnung oder sexueller Orientierung.
Wer sein "Schwulsein" in den Vordergrund stellen will, kann das bei den Gay-Spielen tun.
30.07.2012 16:09 Uhr
von Lustiglustigtrallalala:
Gehen wir von 10 % aus, dann sind jetzt 1 100 homosexuelle Sportler(innen) für Olympia tätig. Davon sind 22 bekannt und davon 3 Männer. Wirklich, nie waren die Spiele schwuler, Herr Peter.
Wirklich, großartig!
30.07.2012 16:07 Uhr
von Freya:
Wie können den Athletinnen bitte schwul sein? #fail
30.07.2012 15:59 Uhr
von "Outing" . . .:
. . . hoffen wir mal, dass irgendwann sowas nicht mehr nötig sein wird und die Gesellschaft sexuelle Vielfältigkeit als Bereicherung versteht!
Leserkommentare
31.07.2012 14:00 Uhr
von Till:
@Geru
Wir sind erst wirklich tolerant, wenn über Rasse, Geschlecht, Orientierung etc. geschrieben wird - und zwar unverkrampft. Das interessiert die Leute, genauso wie man einen Bayern fragt wie er es in Kiel an der Küste findet fragt man auch einen Thailänder, wie er so Berlin findet in dem er seit 3 Jahren lebt.
Ich mache das jedenfalls - und bin da noch nie auf schlechte Reaktionen gestoßen, ganz im Gegenteil.
Zu Olympia: Alle hoffen auf Sponsorenverträge - und die allermeisten Sponsoren wollen "familientaugliche" Athleten. Also ein bissl verstecken.
Eine Hete hat sich in Olympia schon wegen "Diskriminierung" beschwert - viele Mannschaftskollegen haben keine Probleme ihre Parnter äh Begleitpersonen im olympischen Dorf zu haben, nur er kann nicht bei seiner Frau sein. Er sah es aber auch mit einem Augenzwinkern.
31.07.2012 10:54 Uhr
von Schwarzwaldbub:
Da wir LGBTs uns ja möglichst unsichtbar machen sollen, damit klemmige Heten ungestört ihr aufdringliches, öffentliches und kontinuierliches Selbst-Outing betreiben können, ist es für uns sehr wohl von Interesse wer unter den Sportler/inne/n LGBT ist - ich freue mich schlicht, wenn jemand auf dem Siegertrepple steht, und ich stolz sagen kann: eine/r aus unserem Volk! Hand aufs Herz: Ich interessiere mich auch nicht für Heten-Kram - leider sind die Medien damit ja überproportional voll.
Lustig: der Beitrag von "IhrName", der bei dem Artikel über lebische und schwule Sportler/innen scheinbar eine ganze Porno-Produktion im Kopf hat - das lässt ja tief blicken (-;= @IhrName: Schreiben Sie bitte noch etwas, damit ich mich noch ein wenig amüsieren kann...
In der Tat müsste es "Nie waren die Spiele LESBISCHER" heißen, wenn das Verhältnis sichtbare/r Lesben - Schwule 7:1 beträgt - meistens ist es ja umgekehrt. Schade, dass Erik Peter hier die Chance einer Würdigung verpatzt hat.
31.07.2012 09:54 Uhr
von Philos:
Homosexualität braucht Offenheit, damit sich innerhalb unserer immer noch homophoben Gesellschaft etwas ändern kann!
Bravo den Athleten, die sich geoutet haben.
31.07.2012 06:54 Uhr
von GeRu:
Erst wenn nicht mehr über Rasse, Religion, Gesinnung , sexueller Orientierung,Haarfarbe etc.pp. geschrieben wird ,erst dann sind wir in einer toleranten Zeit angekommen und das kann noch sehr lange dauern wie man immer wieder feststellen kann.
31.07.2012 00:16 Uhr
von Thorben:
Gero, es sollte schlicht nicht interessieren, ob jemand schwul ist oder hetero, das wäre normal. Oder sind Schwule doch nicht so normal, dass sie jedem ihre sexuellen Vorlieben auf die Nase binden müssen? Was sollte ein Outing bewirken? Interessiert Sie es, wer von den Sportlern schwul ist und wer nicht. Ändert sich mit dem Wissen um die sexuelle Präferenz eines Menschen Ihre Einstellung zu diesem? Haben Sie ein Problem mit Schwulen, dass Sie wissen müssen, wer es ist?
30.07.2012 22:52 Uhr
von Thea:
Wenn es 19 lesbische Athletinnen sind und drei schwule Athleten, dann waren die Olympischen Spiele nie lesbischer.
30.07.2012 22:23 Uhr
von Jérôme-René:
Liebe taz, jetzt bin ich aber baff:
" gilt indes nicht nur statisch als ausgeschlossen."
Verstehe ich in dem Kontext nicht. Bislang dachte ich, Kennenlernen mit anschließendem Sex wäre eher eine dynamische Angelegenheit.
Statisch ausgeschlossen: Das könnte vielleicht ein Einfamilienhaus, das auf einem Hühnerei gebaut ist, sein.
Aber was hat das mit diesen päpstlichen 0,2 Prozent zu tun?
Bitte um schnellstmögliche Aufklärung. Ihr könnt Eure Leser doch nicht mit derartigen Rätseln zu Bett gehen lassen!
Ich hatte den Artikel extra als Einschlafhilfe ausgewählt, weil ein handelsüblicher taz Homo-, Hetero- oder Extraterresto-Sex-Artikel diesbezüglich normalerweise Wunder wirkt.
Und nun so was! Wie soll man denn da einschlafen?
30.07.2012 20:05 Uhr
von gero:
Ja ja, schon erstaunlich, dass auf einmal die (vermutlich) Heterosexuellen loskeifen, es passe ihnen nicht, wenn "sexuelle Disposition" erwähnt wird. Jeder Homo freut sich, wenn's mal ein paar Öffentliche gibt, und die Kommentare hier zeigen, dass es eben noch nicht selbstverständlich ist.
30.07.2012 19:27 Uhr
von Thorben:
Und ich dachte, Homosexuelle wollen Gleichberechtigung; warum wird dann deren sexuelle Disposition erwähnt?
30.07.2012 19:21 Uhr
von Mensch E:
Nie waren die Spiele schwuler?
Man stelle sich vor nie wären die Spiele schwüler als jetzt in London. Die Belastung der Athleten dadurch wäre ungleich größer.
30.07.2012 18:38 Uhr
von Halunke:
Ja und jetzt....???
30.07.2012 17:48 Uhr
von IhrName:
Die Olympia-Berichterstattung der TAZ mit ihrer Sex-Fokussierung ist noch weit unter BILD-Niveau.
Wo ist nur der Yüzel wenn man ihn mal brauchen könnte? Lesbenschlampen und Schwulenschlampen - das wäre doch mal was, oder?
30.07.2012 17:33 Uhr
von Das Ufo:
Wie ein Jäger.
30.07.2012 17:02 Uhr
von rolff:
Statistiken sind ja machmal etwas Absurdes. Aber manchmal heben diese Gedankenspielchen ihnen ganz eigenen Reiz. LOL
30.07.2012 16:40 Uhr
von Schläfer:
Wen interessiert das ?
Athleten aus Welt treffen sich zum friedlichen Wettstreit - unabhängig von Rasse, Religion, Gesinnung oder sexueller Orientierung.
Wer sein "Schwulsein" in den Vordergrund stellen will, kann das bei den Gay-Spielen tun.
30.07.2012 16:09 Uhr
von Lustiglustigtrallalala:
Gehen wir von 10 % aus, dann sind jetzt 1 100 homosexuelle Sportler(innen) für Olympia tätig. Davon sind 22 bekannt und davon 3 Männer. Wirklich, nie waren die Spiele schwuler, Herr Peter.
Wirklich, großartig!
30.07.2012 16:07 Uhr
von Freya:
Wie können den Athletinnen bitte schwul sein? #fail
30.07.2012 15:59 Uhr
von "Outing" . . .:
. . . hoffen wir mal, dass irgendwann sowas nicht mehr nötig sein wird und die Gesellschaft sexuelle Vielfältigkeit als Bereicherung versteht!