Homosexuellen-Rechte in Peru

Ein Teilsieg für die Ehe für alle

In Peru sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften bislang nicht erlaubt. Ein Gericht ordnete nun jedoch an, die Ehe eines homosexuellen Paares anzuerkennen.

Zwei Frauen in weißer Kleidung halten ein rotes Dokument in die Kamera, die eine hält einen Blumenstrauß

Zum Heiraten müssen Homosexuelle aus Peru ins Ausland. Diese beide Frauen haben sich 2011 in Argentinien getraut Foto: reuters

QUITO epd | Die Justiz in Peru hat die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare gestärkt. Ein Gericht in der Hauptstadt Lima ordnete am Montag (Ortszeit) an, die Nationale Meldebehörde müsse die Ehe eines homosexuellen Paares anerkennen, wie die Zeitung La República berichtete.

Ein Peruaner hatte geklagt, weil die Meldebehörde seine in Mexiko geschlossene Ehe 2012 nicht registrieren wollte. Nach jahrelangem Rechtsstreit siegte er nun in erster Instanz.

Aktivisten der Lesben-, Schwulen-, Bi- und Transsexuellen-Bewegung (LGBT) bezeichneten das Urteil als einen „Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung von homosexuellen Familien“. In Peru sind Homo-Ehen und gleichgeschlechtliche Partnerschaften bislang nicht erlaubt.

Eine entsprechende Gesetzesinitiative hatte das Parlament 2015 abgelehnt. In Lateinamerika werden gleichgeschlechtliche Ehen in Argentinien, Uruguay, Kolumbien, Brasilien und in Teilen Mexikos anerkannt.

 

LGBTQIA gibt es auf der ganzen Welt. Feminismus ist längst nicht mehr nur Frauensache. Trotzdem leben nicht alle Menschen unter den gleichen Bedingungen.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Wenn Sie Ihren Kommentar nicht finden, klicken Sie bitte hier.