Leider hat es die Daimler AG vermieden, in ihrer ausführlichen Stellungnahme nach dem Beschluss der BVV Friedrichshain-Kreuzberg zum Strassennamen "Edith Kiss" an der Neuen Daimler-Vertriebszentrale auch auf das Buch hinzuweisen, in dem eine 120 Seiten starke, mit Abbildungen ihrer Werke reich bebilderte, Biografie von Edit Bán Kiss enthalten ist: Helmuth Bauer: "Innere Bilder wird man nicht los. Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz-Genshagen". (Metropol-Verlag Berlin 2011, 704 Seiten, 723 Abbildungen. Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd.30). Und das, obwohl Daimler vorab mit einer grossen Spende im Jahr 2010 die Drucklegung dieses Buches erst ermöglicht hatte. Vielleicht sind dem Konzern schliesslich die in diesem Buch auf mehreren hundert Seiten ausgebreiteten Schattenseiten des Konzerns 1933 - 1945 zu eindringlich dokumentiert geraten. Im internet sind mehrere ausführliche Rezensionen des Werks zu finden. Zuletzt, und das am Tag der Beschlussfassung in der BVV am 19.12.2012(!!)in der "Jungen Welt" von Hans Hübner. "Ein Meilenstein moderner Geschichtsschreibung" heisst es da im Untertitel.
26.12.2012 16:22 Uhr
von Gerhard Kienzler:
Für diese komune müssen wier auch noch mitbezahlen. Ich finde das mit ein grund keine weitere geldverschwendung für diese Stadt. Wann werden wir aufwachen??
26.12.2012 14:04 Uhr
von Tim Leuther:
@Klaus
Gedanken wie Ihre ist der Grund warum Berlin so wenige Arbeitsplätze hat.
Korruption? Die Bauen ein Vertriebszentrum. Wo kommen Sie jetzt mit der Korruption her? Schon mal gedacht, das da die Arbeitsplätze entstehen die Kreuzberger Abiturienten gerne hätten?
An sich finde ich die Benennung nicht schlecht. Der Duktus mit dem die Fh-Kreuzberger Politik Daimler entgegenschlägt ist in der Summe schon feindselig. Die haben Daimler ja schon dazu verdonnert, ihr Haus kleiner zu bauen.
Im Gegensatz zum BMW-Showkram auf der anderen Seite, geht es hier aber wirklich um Arbeitsplätze.
26.12.2012 08:44 Uhr
von golda meir:
edith kiss hat nicht selbstmord begannen, sondern sich suizidiert. soviel respekt sollte vor menschen, die freiwillig aus diesem leben gehen. zumal diese sorgfalt sicherlich bedeutsamer ist als das akribische pflegen von grossen "I" und "...innen".
25.12.2012 04:07 Uhr
von Konstantin:
Ich bin nicht der Meinung, dass Daimler durch die Entscheidung brüskiert wurde. Da hätte die Straße einen anderen Namen bekommen müssen, z.B. BMW-Allee, oder Weg-mit-den-Schwaben-Chaussee. Inwieweit einem Investitionen und Investoren immer willkommen sind, sieht man übrigens auch im Ländle differenziert, siehe Stuttgart 21. Vielleicht gibt es dort auch mal einen kreativen Straßennamen für den neuen Bahnhof.
23.12.2012 16:28 Uhr
von Jonas K.:
Irgendwie kann man sich beim Lesen der Kommentare des Eindrucks nicht erwehren, dass die meisten Fürsprecher der Straßenbenennung nicht so sehr die Erinnerung des Schicksals von Edith Kiss bewegt, sondern die klammheimliche Freude, dass die grüne Bezirksregierung den bösen Daimler-Ausbeuterkonzern auf diese Weise mal richtig vors Schienbein tritt. Wie einer meiner Vorposter schon anmerkte: ansonsten ist die Anteilnahme und das Verständnis für jüdische Geschichte und jüdische Personen sowohl bei der taz als auch dem grünen Umfeld bei weitem nicht so ausgeprägt wie in diesem Fall. Die beste und souveränste Lösung hätte ich gefunden, wenn der Konzern in einem repräsentativen Eingangsbereich mit einer Büste o. ä. von Edith Kiss stellvertetend für alle Zwangsarbeits-Opfer in dieser Zeit der Frau gedenkt.
23.12.2012 12:46 Uhr
von Klaus:
Unsinnger Titel des Artikels! Besser hätte es geheißen:
"Berlin dankt Daimler für einen würdigen neuen Straßennamen" - Auch wenn der Konzern mit nochsoviel Macht und Schmiergeld es nicht geschafft hat, seine eigenen verkorksten Vorschläge zu erzwingen, so haben wir es doch auch seiner Initiative und Standortwahl zu verdanken, daß hier nun ein würdiger Straßenname an passender Stelle entsteht. Großen Dank insbesondere den Piraten und all den Volksvertretern, die dafür gestimmt haben - Demokratie kann so wunderbar sein!
23.12.2012 12:30 Uhr
von aka:
Bravo! Gefällt mir!
23.12.2012 11:26 Uhr
von Gerald:
@Gerd Hofmeister: Genau, und warum gibt es eigentlich noch keine 'Werner Feilchenfeldstrasse', immerhin hat er zur Rettung vn mehr als 50000 dutschen Juden beigetragen
23.12.2012 11:16 Uhr
von Fiona:
Super, wie hier die Ewiggestrigen in den Kommentaren mal wieder demonstrieren, was sie für hoffnungslose Opportunisten sind. Beiss nie die Hand, die einen füttert, wie schon das beliebte Sprichwort für Haustiere sagt. It's a dog's life...
23.12.2012 01:56 Uhr
von tageslicht:
Bin ich irgendwie im Internet falsch abgebogen und auf Welt.de gelandet? Ich finds gut. Immerhin wäre ja der erste Vorschlag von der BVV ein guter Kompromiss gewesen, der von Daimler ja abgelehnt wurde (Wieso haben die überhaupt ein Wörtchen mitzureden?.
Aber hier gibts ja nur Pfui Sozialismus, Pfui Antisemitismus, Pfui Berlin, mal ernsthaft, nehmt den Stock aus dem Hintern. Dann gibts auch weniger Schaum vorm Mund. Schöne Weihnachten Ihnen allen.
22.12.2012 23:23 Uhr
von Naka:
@Humatheist
Richtig, vor allem nachdem der Weltkonzern der Meinung war, selbst maßgeblich darüber entscheiden zu dürfen, wie in Deutschland Strassen benannt werden. Wäre ja auch noch schöner, wenn die dafür vorgesehenen demokratischen Einrichtungen wie Parlamente für sich entscheiden würden und nicht auf Anweisung der "besseren" Menschen.
Daimler hätte ja auch Mutter Teresa, Maria von Medici usw. nennen können, aber man wollte ja einen Strassennamen "von Daimlers Gnaden". Darf jetzt auch die Deutsche Bank an der "Adam-Smith-Allee" leben? Oder dem Ackermann-Boulevard.
Die Namensgebung wird schlicht und ergreifend von dem Lokalparlament vorgenommen, hätte Daimler nicht vorher so unsensibel agiert, hätten sich die gewählten Parlamentarier gegenüber den nicht-gewählten Managern auch nicht provoziert gefühlt und so reagiert.
22.12.2012 20:41 Uhr
von minifuss:
Unabhängig warum ein Mensch verfolgt wird. Es ist falsch (solange der Mensch kein verbrechen begangen hat.) Kein Mensch darf verfolgt wegen, egal ob wegen, Rasse oder Religion... Es ist sehr gut, dass Benz damit mal konfrontiert wird!
22.12.2012 19:57 Uhr
von Dummes Kölsch:
Für die Null Zwei Arena scheint das nicht zu stimmen, nicht nur, daß sie überall auf Verkehrsschildern steht, die Stadt besitzt sogar die korrupte Frechheit ihr Ampeln zu bauen.
22.12.2012 18:25 Uhr
von Karl Kraus:
@Carl B. Genau! Also echt, da kommt so eine komische Jüdin daher, arbeitet kackfrech auf deutschen Arbeitsplätzen, bringt sich dann auch noch sehr durchschaubar um (wieder nur zu Marketingzwecken), um dann - und hier haben wir sie wieder: die jüdische Weltverschwörung - den besten und heiligsten aller Deutschen Konzerne zu vernichten. Also mit Nebensächlichkeiten zu belästigen. Mithilfe eines Straßennamens. Ich würde da auch nicht mehr investieren, denn das muss bestraft werden. Oder wie meinten Sie das mit den Investitionen?
Und @Humatheist Was ist das denn für ein Kommentar? Hat sich hier ein heimlicher PI-Anhänger aus der christlichen Fraktion hinverirrt? Ihren Gedanken mal weiter gedacht: Wie weit würden Sie für Arbeitsplätze gehen?
22.12.2012 16:29 Uhr
von tomas:
hat schon seine Richtigkeit..., Was ist wenn Daimler in ein paar Jahren seine Konzernzentrale wieder woanders hin verlegt (ist heute ja üblich bei gr. Firmen) ??? Dann hätte man dem Wunsch Daimler's umsonst erfüllt und in dieser Strasse würden BMW, Audi u.a. aus der Autobranche nie investieren. Ein guter Vorschlag von den Piraten u. eine gute, vorausschauende Entscheidung der BVV.
mfg Tomas
22.12.2012 16:25 Uhr
von Gerhard:
Untaten werden von Menschen begangen und nicht von Firmen. Wer heute bei Daimler arbeitet hat damit nichts zu tun. Es ist nobel von Daimler, sich der Geschichte zu stellen.
22.12.2012 15:23 Uhr
von Marion:
Danke!
22.12.2012 14:40 Uhr
von Arbeitsplätze?:
Für Berliner wohl kaum, Arbeitsplätze über Sklavenlohnniveau gibt's nur für Neuberliner.
22.12.2012 14:05 Uhr
von Klimaschänderbande:
Wie krank ist Kreuzberg eigentlich? 15 Jahre nach Völkermord Hurrikan Mitch Autos immer noch zu erlauben, ist ein verdammt widerliches Verbrechen, Autofahrer und Autobauer sind Massenmörder: 200 Millionen Hochwasserflüchtlinge und wer's davon zu den Verursachern schafft, wird dann von Nazis angegriffen und vom Rest der Vergaserfahrer als Wirtschaftsflüchtlinge verhetzt anstatt froh zu sein, daß die sich nicht rächen. Außerdem sterben weltweit pro Jahr 1,5 Millionen durch "Verkehr"
22.12.2012 14:00 Uhr
von Falmine:
Ich finde es Klasse, dass hier endlich mal die Unsitte thematisiert wird, Investoren in einer Stadt - nicht nur in Berlin - zugleich auch die Straßenbenennung zu überlassen. Das Blöde ist nämlich, die Straßen heißen auch dann noch so, wenn der Investor längst weitergezogen ist. Wer will schon gern lebenslang über den Straßennamen an eine Investitionsruine erinnert werden?
Interessant ist deshalb auch, dass solche souveränen Entscheidungen der Bezirksversammlung von einigen Kriechern und Schleimern hier sofort diskreditiert werden. Obwohl sich doch jeder mal fragen müsste, was wohl an Gewerbesteuer oder Anteilen an der Einkommenssteuer in Kreuzberg-Friedrichshain hängenbleiben wird - obwohl der Bezirk die Aufwendungen für die Infrastruktur zu leisten hat.
22.12.2012 13:41 Uhr
von o.Punkt:
Eigentlich hätte Sebastian Heiser in der Stellungnahme von Mercedes über dieses "bereits" im 2. Absatz stolpern müssen. Dieses freche (oder unreflektierte) "BEREITS" nach 35 Jahren in der die Zeit des Nationalsozialismus eben NICHT aufgearbeitet wurde. Der heutige Skandal ist das Verdrängen der Zeit des Schweigens ab 1946 bis (z.B.) 1978 (Ausstrahlung Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss)...
22.12.2012 13:39 Uhr
von Stadt voll Mörder:
Noch aktueller wäre es allerdings Konzernstrassen nach durch Automobilisten ermordete Radlerinnen zu benennen, denn "Hab sie nicht gesehen" hat längst "Hab von nichts gewußt" abgelöst.
22.12.2012 13:27 Uhr
von wetterleuchten :
Man muss sich mal reinziehen, was wir in letzter Zeit so alles erleben: Die Deutsche Bank beschwert sich, wenn sie staatsanwaltliche Kontrollen über sich ergehen lassen muss. Daimler-Benz fühlt sich durch eine demokratisch erfolgte Straßennamen-Benennung düpiert. Und wie immer bekommen sie Beifall und solidarisches Mitgefühl aus der rechten Ecke. Deutschland hat sich unter der Merkel-CDU merklich verändert. Gut - dass es die Taz gibt, die darüber berichtet.
22.12.2012 13:20 Uhr
von Tim:
Danke für die Quellen am Schluss. Könnt ihr in Zukunft gerne öfter machen.
22.12.2012 13:04 Uhr
von Klaus:
Unsinnger Titel des Artikels! Besser hätte es geheißen:
"Berlin dankt Daimler für einen würdigen neuen Straßennamen" - Auch wenn der Konzern mit nochsoviel Macht und Schmiergeld es nicht geschafft hat, seine eigenen perversen Vorschläge zu erzwingen, so haben wir es doch auch seiner Initiative und Standortwahl zu verdanken, daß hier nun ein würdiger Name an passender Stelle entsteht. Großen Dank insbesondere den Piraten und all den Volksvertretern, die dafür gestimmt haben - Demokratie kann so wunderbar sein!
22.12.2012 12:36 Uhr
von dobermann:
naaaa ... ab und zu gibt es doch mal vernünftiges von den piraten zu vermelden.
muss mich den anderen kommentatoren anschließen und gratulation.
22.12.2012 10:54 Uhr
von Felix aus Frankfurt:
Glücksfall für Daimler: Der Straßennamename "Bertha Benz" wäre keine große Überraschung gewesen.
So aber hat der Konzern die Chance, seinen Kritikern zu zeigen, dass er sich seiner Vergangenheit stellt, wenn auch nicht ganz freiwillig. Daher eine gute Reaktion des Konzerns.
Die könnte noch getoppt werden, sollte Daimler sich entschließen, anläßlich der Eröffnung eine kleine Ausstellung, eventuell sogar mit Werken der Künstlerin, in der Vertriebszentrale zu zeigen.
22.12.2012 10:19 Uhr
von TTT:
Ich finde diese Umbenennung sehr gut. Lächerlich, aber auch bedenklich stimmend, was die ersten Kommentatoren hier zum Thema von sich geben.
22.12.2012 09:49 Uhr
von DasKleineTeilchen:
owow, hier sind ja n paar kommentatoren unterwegs, leibeigene von daimler & springer oder wie? aua aua.
sehr gute entscheidung, endlich mal n guter vorschlag der piraten und auch noch umgesetzt; geht zwar "nur" um ne strassenbenennung, ist aber ein sehr schönes signal.
@Humatheist uns andere:
wie jetzt? weil sich ein weltkonzern in berlin ansiedelt, muss man jetzt grundsätzlich vor diesem buckeln? und was heisst "souverän" reagiert? wenn der vorstand nicht völlig weggetreten ist, sehen sie das als willkommene werbung als weltkonzern, der sich einem teil seiner dunklen vergangenheit stellt. hamse auch noch umsonst bekommen.
22.12.2012 09:37 Uhr
von Wolfgang R:
Und kaum einer wird die "Edith-Kiss-Strasse" mit ZwangsarbeiterInnen verbinden.
22.12.2012 08:28 Uhr
von w. sobcheck:
sehr sehr schöne entscheidung und das sie trifft merkt doch schon an den vergrätzten kommentaren :)
gefällt mir sehr gut!
ps: gerd hofmeister 'eine national gesinnte deutsche Patriotin' mag in ihren augen nichts verwerfliches sein, in meinen augen ist das immernoch genauso ekelhaft damals wie heute.
22.12.2012 05:38 Uhr
von jamea:
@humantheist
Und zum Dutschke: Er wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Die gewalttätige Stimmung dieser Tage wurde auch durch den von ihnen erwähnten "großen Arbeitgeber" geschürt. Es ging bei der Umbenennung weder um ihre, noch meine politische Meinung, geschweige denn um Provokation, sondern um das Aufzeigen & Erinnern an die moralische Verantworung gerade großer (und damit mächtiger) Konzerne. Meines Erachtens beweisen die Berliner eher einen ethischen Sinn dadurch, seit einiger Zeit ihre Strassen eher nach Opfern als Gewinnern der gleichen Medaillie zu bennenen.
22.12.2012 05:17 Uhr
von james:
@Humatheist
Wie viele Berliner wollen den "Weltkonzern" dort haben, wo er hin zieht? Werden tatsächlich mehr Berlinner vom ALG2 zu einer würdigen Arbeit finden? Geben wir dafür nicht eine in ganz Europa & darüber hinaus berühmte Kulturlandschaft (das yaam schließ noch dieses Jahr, den Postbahnhof wird es nicht ewig geben) auf? Wo war die Firmenzentrale von Daimler bisher doch gleich? Wer fährt da nochmal im Urlaub hin? Natürlich gehen die Meinungen darüber auseinander, es stört mich auch nicht das Daimler seine Firmenzentrale nach Berlin verlegt - allein, Berlin könnte gut drauf verzichten.Insofern macht es mich froh zu sehen das die Berliner, ja sogar ihre Lokalpolitiker, den Mumm haben dies Auszudrücken. Kommt nach Berlin, lasst hier euer Geld - aber glaubt nicht deswegen geliebt & hofiert zu werden. Wenn das zu viel verlangt ist - bleibt zu Hause, ihr passt nicht hierher. Ich kann darin keine Provokation, sondern nur eine Einstellung sehen. Mir gefällt sie.
21.12.2012 23:44 Uhr
von Böhme:
Könnte man sich Mal den Begriff Selbst"mord" verkneifen! Dieser Begriff ist Mal aus bestimmten Interesse heraus geboren worden, um jene, die sich töten, zu denunzieren! Das sollte nun gerade ein linksliberales Blatt verinnerlicht haben!
21.12.2012 23:36 Uhr
von Tim Leuther:
An sich nicht falsch. Auch wenn Daimler sich an den Entschädigungen beteiligt hat, und man schon die Frage stellen kann inwieweit Daimler eine Schuld trifft die über die Hinaus geht, wie es Deutschland im Allgemeinen trägt. Konsequenterweise sollte man aber auch die Straße vor der Linken Zentrale nach einem Benennen der die politische Gefangenschaft nicht überlebte.
21.12.2012 22:39 Uhr
von J J:
Dank an die Piraten
21.12.2012 22:24 Uhr
von Thomas:
@von Humatheist:
> Ausgerechnet die repräsentative Adresse der Vertriebszentrale mit diesem Straßennamen zu versehen ist doch nichts als dumme Provokation.
Es ist also eine Provokation an NS-Opfer zu erinnern?
Wenn es nach mir ginge, könnte man gern alle Straßen vor den Konzernzentralen ehemaliger Kriegsgewinnler und Nutznießern von Sklavenarbeit nach ihren Opfern benennen.
Aber halt, lieber das Deckmäntelchen des Schweigens über die ekelhafte Geschichte legen. Denn, oh Schreck, es könnten ja eventuell Arbeitsplätze gefährdet sein. Am Ende könnten wir morgen nicht mehr Benz fahren.
Ja, hier wurden vor gar nicht allzu langer Zeit Menschen versklavt und ermordet. Und ja, gerade weil das einigen Leuten unbequem ist, muss man weiter daran erinnern. Danach können wir dann auch alle wieder shoppen gehen.
21.12.2012 21:55 Uhr
von hiro:
Sicher eine gute Entscheidung. Wenn andere Firmen sehen, wie sie mit einem Tritt in den Allerwertesten begrüßt werden, nehmen sie hoffentlich ihre 1200 Arbeitplätze und ziehen woanders hin.
21.12.2012 21:29 Uhr
von rad:
Ich bin erstaunt darüber, dass einige Nazis die Zeit finden hier ihre Kommentare abzugeben. Holt euch doch lieber in euren feuchten Kriechkellern einen auf den Endsieg runter. Leider muss ich das so sagen, denn für vernünftige Argumente wart ihr ja noch nie zugänglich.
...und. Ich bin wirklich froh, wenn ihr endlich ausgestorben seid.
21.12.2012 20:43 Uhr
von gaby weber:
hier in buenos aires hat daimler aehnliches versucht. die neue konzernzentrale am hafen sollte auch einen daimler-freundlichen namen erhalten. jetzt heisst sie aber azucena villaflor, eine der madres, die von der diktatur ermordet wurde. daimler hat dagegen protestiert. vor der zentrale steht ein denkmal von fangio, eines rennfahrers, der im mercedes-direktorium sass und sich weigerte, sich fuer die menschenrechte einzusetzen. daneben steht aber auch eine gedenktafel fuer die 14 verschwunden betriebsraete bei daimler waehrend der diktatur.
21.12.2012 20:42 Uhr
von gaby weber:
hier in buenos aires hat daimler aehnliches versucht. die neue konzernzentrale am hafen sollte auch einen daimler-freundlichen namen erhalten. jetzt heisst sie aber azucena villaflor, eine der madres, die von der diktatur ermordet wurde. daimler hat dagegen protestiert. vor der zentrale steht ein denkmal von fangio, eines rennfahrers, der im mercedes-direktorium sass und sich weigerte, sich fuer die menschenrechte einzusetzen. daneben steht aber auch eine gedenktafel fuer die 14 verschwunden betriebsraete bei daimler waehrend der diktatur.
21.12.2012 20:24 Uhr
von Satan Klaus:
Klar, bei solchen symbolischen TROLOLOLOL-Aktionen sind die Piraten wieder hellwach und ganz vorne mit dabei. Das ist auch das einzige, was sie können.
21.12.2012 19:49 Uhr
von blabla:
sehr gute idee der piraten! :)
21.12.2012 19:16 Uhr
von Franzose:
Für "JONAS" Wenn ich morgen Jude werde (also den Glauben" wechsle ) - wechsle ich dand auch die "Rasse" - Man mekt, dass die nationalsozialistische Ideologie, Menschen jüdischen "Glaubens" auszugrenzen, indem man sie als eine andere "Rasse" als die eigene diffamierte wunderbare Früchte getragen hat und bei intellektuell nicht sehr kräftigen Menschen seine Früchte getragen hat und noch heute trägt.
21.12.2012 18:24 Uhr
von yberg:
leute,leute
die ohne ende und grenzenlos geschmeidigen daimler oberen ticken anderst.
zum einen können die sich ihrer wirklichkeit als kriegsverbrecher und kriegswaffenproduzenten auch heute noch,nicht billiger stellen,is ja nur symbolik und zum andern werden die zukünftig behaupten ,daß die namensnennung mit ihre idee gewesen wär.
warum werden denn alle möglichen diktatoren,menschenschinder,ausbeuter und sonstige edelmenschen weltweit in deren kutschen b ewegt und deren soldaten und polizeikräfte ebenso
21.12.2012 17:52 Uhr
von Marvin:
Danke.
21.12.2012 17:50 Uhr
von paul:
Danke! So muss Journalismus aussehen.
21.12.2012 17:44 Uhr
von Jonas:
Sie wurde nicht wegen ihres "Glaubens" sondern wegen ihrer "Rasse" verfolgt. Den Nazis war es egal ob die Menschen in die Synagoge gingen.
21.12.2012 17:19 Uhr
von Ralf:
gute Arbeit!
21.12.2012 17:14 Uhr
von Bürger:
Demokratie ist schön! Danke.
21.12.2012 17:08 Uhr
von Humatheist:
Eine sehr souveräne Reaktion des Weltkonzerns auf den Versuch einiger Provinzpolitiker, auch noch die letzten Arbeitsplätze aus dem Armenhaus Berlin zu vertreiben. Ausgerechnet die repräsentative Adresse der Vertriebszentrale mit diesem Straßennamen zu versehen ist doch nichts als dumme Provokation. Schön, dass Daimler auf diese Provokation so toll reagiert hat. Erinnert an die unsägliche Umbenennung der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße. Auch dort Provokation eines großen Arbeitgebers. Sind die Berliner erst zufrieden, wenn alle Einwohner auf ALG II sind? Immerhin: Edith Kiss war ein Opfer einer unmenschlichen Diktatur und hat die Ehre verdient. Dutschke war Fürsprecher der Errichtung einer Zwangsherrschaft.
21.12.2012 16:59 Uhr
von Carl B.:
Man sollte den Berlinern Investitionen in ihrer Stadt nicht länger zumuten. Solche Entscheidungen sind ein eindeutiges Signal dafür, dass man diese nicht wünscht, und es finden sich bestimmt auch andere, bessere Orte für solche Vorhaben.
21.12.2012 16:43 Uhr
von agtrier:
Symbolpolitik.
21.12.2012 16:01 Uhr
von Echte Probleme:
Ach du Kacke. Straßennamen sind offenbar das größte Problem Berlins. Wie wäre es all die Kommunistennamen auf Straßenschildern nach Opfern der SED, Pardon Linkspartei, umzutaufen? Man sollte übrigens auch Berlin umbenennen. Wegen Hitler und so. Z.B. in DDR-Hauptstadt. Da gabs auch viel Symbolik und Gelaber. Vor der Tür gammelten die Ruinen, die Knäste waren voll, das Volk hatte keinen Bock auf Sozialismus aber der Zentralrat hatte immer Recht.
21.12.2012 15:48 Uhr
von Gerd Hofmeister:
Mit allem Respekt vor Frau Kiss' Lebensleistung und Leidenszeit im KZ, aber: würde diese Straßenbenennung von der TAZ ebenso frenetisch gefeiert, hätte sich Frau Kiss unter dem Eindruck des Erlebten nach ihrer Befreiung nach Palästina begeben und dort am Aufbau des jüdischen Staates teilgehabt; wäre sie dann noch qualifiziert als Namenspatin einer deutschen Straße???
Und wann wird in Friedrichshain-Kreuzberg mal eine Straße nach Golda Me'ir benannt? Oder gilt diese Voraussetzung nur für tote Jüdinnen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden oder wenigstens nachher so schlau waren, ihrem Leben ein Ende zu setzen oder sich kritisch gegenüber Israel zu äußern, damit es der deutschen Salonlinken genehm ist?
Zu Bertha Benz kann ich nur folgendes bemerken: Sie wurde 1849 geboren, in einer Zeit also, in der der Deutsche Nationalstaat im Werden und wachsen begriffen war. Sie war sicherlich keine "glühende Nationalsozialistin" sondern einfach nur eine national gesinnte deutsche Patriotin - damals und heute nichts verwerfliches!!
Leserkommentare
02.01.2013 18:29 Uhr
von Helmuth.Bauer:
Leider hat es die Daimler AG vermieden, in ihrer ausführlichen Stellungnahme nach dem Beschluss der BVV Friedrichshain-Kreuzberg zum Strassennamen "Edith Kiss" an der Neuen Daimler-Vertriebszentrale auch auf das Buch hinzuweisen, in dem eine 120 Seiten starke, mit Abbildungen ihrer Werke reich bebilderte, Biografie von Edit Bán Kiss enthalten ist: Helmuth Bauer: "Innere Bilder wird man nicht los. Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz-Genshagen". (Metropol-Verlag Berlin 2011, 704 Seiten, 723 Abbildungen. Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd.30). Und das, obwohl Daimler vorab mit einer grossen Spende im Jahr 2010 die Drucklegung dieses Buches erst ermöglicht hatte. Vielleicht sind dem Konzern schliesslich die in diesem Buch auf mehreren hundert Seiten ausgebreiteten Schattenseiten des Konzerns 1933 - 1945 zu eindringlich dokumentiert geraten.
Im internet sind mehrere ausführliche Rezensionen des Werks zu finden. Zuletzt, und das am Tag der Beschlussfassung in der BVV am 19.12.2012(!!)in der "Jungen Welt" von Hans Hübner. "Ein Meilenstein moderner Geschichtsschreibung" heisst es da im Untertitel.
26.12.2012 16:22 Uhr
von Gerhard Kienzler:
Für diese komune müssen wier auch noch mitbezahlen.
Ich finde das mit ein grund keine weitere geldverschwendung für diese Stadt.
Wann werden wir aufwachen??
26.12.2012 14:04 Uhr
von Tim Leuther:
@Klaus
Gedanken wie Ihre ist der Grund warum Berlin so wenige Arbeitsplätze hat.
Korruption? Die Bauen ein Vertriebszentrum. Wo kommen Sie jetzt mit der Korruption her? Schon mal gedacht, das da die Arbeitsplätze entstehen die Kreuzberger Abiturienten gerne hätten?
An sich finde ich die Benennung nicht schlecht. Der Duktus mit dem die Fh-Kreuzberger Politik Daimler entgegenschlägt ist in der Summe schon feindselig. Die haben Daimler ja schon dazu verdonnert, ihr Haus kleiner zu bauen.
Im Gegensatz zum BMW-Showkram auf der anderen Seite, geht es hier aber wirklich um Arbeitsplätze.
26.12.2012 08:44 Uhr
von golda meir:
edith kiss hat nicht selbstmord begannen, sondern sich suizidiert. soviel respekt sollte vor menschen, die freiwillig aus diesem leben gehen. zumal diese sorgfalt sicherlich bedeutsamer ist als das akribische pflegen von grossen "I" und "...innen".
25.12.2012 04:07 Uhr
von Konstantin:
Ich bin nicht der Meinung, dass Daimler durch die Entscheidung brüskiert wurde. Da hätte die Straße einen anderen Namen bekommen müssen, z.B. BMW-Allee, oder Weg-mit-den-Schwaben-Chaussee. Inwieweit einem Investitionen und Investoren immer willkommen sind, sieht man übrigens auch im Ländle differenziert, siehe Stuttgart 21. Vielleicht gibt es dort auch mal einen kreativen Straßennamen für den neuen Bahnhof.
23.12.2012 16:28 Uhr
von Jonas K.:
Irgendwie kann man sich beim Lesen der Kommentare des Eindrucks nicht erwehren, dass die meisten Fürsprecher der Straßenbenennung nicht so sehr die Erinnerung des Schicksals von Edith Kiss bewegt, sondern die klammheimliche Freude, dass die grüne Bezirksregierung den bösen Daimler-Ausbeuterkonzern auf diese Weise mal richtig vors Schienbein tritt.
Wie einer meiner Vorposter schon anmerkte:
ansonsten ist die Anteilnahme und das Verständnis für jüdische Geschichte und jüdische Personen sowohl bei der taz als auch dem grünen Umfeld bei weitem nicht so ausgeprägt wie in diesem Fall.
Die beste und souveränste Lösung hätte ich gefunden, wenn der Konzern in einem repräsentativen Eingangsbereich mit einer Büste o. ä. von Edith Kiss stellvertetend für alle Zwangsarbeits-Opfer in dieser Zeit der Frau gedenkt.
23.12.2012 12:46 Uhr
von Klaus:
Unsinnger Titel des Artikels! Besser hätte es geheißen:
"Berlin dankt Daimler für einen würdigen neuen Straßennamen" - Auch wenn der Konzern mit nochsoviel Macht und Schmiergeld es nicht geschafft hat, seine eigenen verkorksten Vorschläge zu erzwingen, so haben wir es doch auch seiner Initiative und Standortwahl zu verdanken, daß hier nun ein würdiger Straßenname an passender Stelle entsteht. Großen Dank insbesondere den Piraten und all den Volksvertretern, die dafür gestimmt haben - Demokratie kann so wunderbar sein!
23.12.2012 12:30 Uhr
von aka:
Bravo! Gefällt mir!
23.12.2012 11:26 Uhr
von Gerald:
@Gerd Hofmeister:
Genau, und warum gibt es eigentlich noch keine 'Werner Feilchenfeldstrasse', immerhin hat er zur Rettung vn mehr als 50000 dutschen Juden beigetragen
23.12.2012 11:16 Uhr
von Fiona:
Super, wie hier die Ewiggestrigen in den Kommentaren mal wieder demonstrieren, was sie für hoffnungslose Opportunisten sind. Beiss nie die Hand, die einen füttert, wie schon das beliebte Sprichwort für Haustiere sagt. It's a dog's life...
23.12.2012 01:56 Uhr
von tageslicht:
Bin ich irgendwie im Internet falsch abgebogen und auf Welt.de gelandet?
Ich finds gut. Immerhin wäre ja der erste Vorschlag von der BVV ein guter Kompromiss gewesen, der von Daimler ja abgelehnt wurde (Wieso haben die überhaupt ein Wörtchen mitzureden?.
Aber hier gibts ja nur Pfui Sozialismus, Pfui Antisemitismus, Pfui Berlin, mal ernsthaft, nehmt den Stock aus dem Hintern. Dann gibts auch weniger Schaum vorm Mund.
Schöne Weihnachten Ihnen allen.
22.12.2012 23:23 Uhr
von Naka:
@Humatheist
Richtig, vor allem nachdem der Weltkonzern der Meinung war, selbst maßgeblich darüber entscheiden zu dürfen, wie in Deutschland Strassen benannt werden. Wäre ja auch noch schöner, wenn die dafür vorgesehenen demokratischen Einrichtungen wie Parlamente für sich entscheiden würden und nicht auf Anweisung der "besseren" Menschen.
Daimler hätte ja auch Mutter Teresa, Maria von Medici usw. nennen können, aber man wollte ja einen Strassennamen "von Daimlers Gnaden". Darf jetzt auch die Deutsche Bank an der "Adam-Smith-Allee" leben? Oder dem Ackermann-Boulevard.
Die Namensgebung wird schlicht und ergreifend von dem Lokalparlament vorgenommen, hätte Daimler nicht vorher so unsensibel agiert, hätten sich die gewählten Parlamentarier gegenüber den nicht-gewählten Managern auch nicht provoziert gefühlt und so reagiert.
22.12.2012 20:41 Uhr
von minifuss:
Unabhängig warum ein Mensch verfolgt wird. Es ist falsch (solange der Mensch kein verbrechen begangen hat.) Kein Mensch darf verfolgt wegen, egal ob wegen, Rasse oder Religion... Es ist sehr gut, dass Benz damit mal konfrontiert wird!
22.12.2012 19:57 Uhr
von Dummes Kölsch:
Für die Null Zwei Arena scheint das nicht zu stimmen, nicht nur, daß sie überall auf Verkehrsschildern steht, die Stadt besitzt sogar die korrupte Frechheit ihr Ampeln zu bauen.
22.12.2012 18:25 Uhr
von Karl Kraus:
@Carl B.
Genau! Also echt, da kommt so eine komische Jüdin daher, arbeitet kackfrech auf deutschen Arbeitsplätzen, bringt sich dann auch noch sehr durchschaubar um (wieder nur zu Marketingzwecken), um dann - und hier haben wir sie wieder: die jüdische Weltverschwörung - den besten und heiligsten aller Deutschen Konzerne zu vernichten. Also mit Nebensächlichkeiten zu belästigen. Mithilfe eines Straßennamens.
Ich würde da auch nicht mehr investieren, denn das muss bestraft werden. Oder wie meinten Sie das mit den Investitionen?
Und @Humatheist
Was ist das denn für ein Kommentar? Hat sich hier ein heimlicher PI-Anhänger aus der christlichen Fraktion hinverirrt? Ihren Gedanken mal weiter gedacht: Wie weit würden Sie für Arbeitsplätze gehen?
22.12.2012 16:29 Uhr
von tomas:
hat schon seine Richtigkeit..., Was ist wenn Daimler in
ein paar Jahren seine Konzernzentrale wieder woanders
hin verlegt (ist heute ja üblich bei gr. Firmen) ???
Dann hätte man dem Wunsch Daimler's umsonst erfüllt und
in dieser Strasse würden BMW, Audi u.a. aus der Autobranche
nie investieren.
Ein guter Vorschlag von den Piraten u. eine gute, vorausschauende Entscheidung der BVV.
mfg Tomas
22.12.2012 16:25 Uhr
von Gerhard:
Untaten werden von Menschen begangen und nicht von Firmen. Wer heute bei Daimler arbeitet hat damit nichts zu tun. Es ist nobel von Daimler, sich der Geschichte zu stellen.
22.12.2012 15:23 Uhr
von Marion:
Danke!
22.12.2012 14:40 Uhr
von Arbeitsplätze?:
Für Berliner wohl kaum, Arbeitsplätze über Sklavenlohnniveau gibt's nur für Neuberliner.
22.12.2012 14:05 Uhr
von Klimaschänderbande:
Wie krank ist Kreuzberg eigentlich?
15 Jahre nach Völkermord Hurrikan Mitch Autos immer noch zu erlauben, ist ein verdammt widerliches Verbrechen, Autofahrer und Autobauer sind Massenmörder: 200 Millionen Hochwasserflüchtlinge und wer's davon zu den Verursachern schafft, wird dann von Nazis angegriffen und vom Rest der Vergaserfahrer als Wirtschaftsflüchtlinge verhetzt anstatt froh zu sein, daß die sich nicht rächen. Außerdem sterben weltweit pro Jahr 1,5 Millionen durch "Verkehr"
22.12.2012 14:00 Uhr
von Falmine:
Ich finde es Klasse, dass hier endlich mal die Unsitte thematisiert wird, Investoren in einer Stadt - nicht nur in Berlin - zugleich auch die Straßenbenennung zu überlassen. Das Blöde ist nämlich, die Straßen heißen auch dann noch so, wenn der Investor längst weitergezogen ist. Wer will schon gern lebenslang über den Straßennamen an eine Investitionsruine erinnert werden?
Interessant ist deshalb auch, dass solche souveränen Entscheidungen der Bezirksversammlung von einigen Kriechern und Schleimern hier sofort diskreditiert werden. Obwohl sich doch jeder mal fragen müsste, was wohl an Gewerbesteuer oder Anteilen an der Einkommenssteuer in Kreuzberg-Friedrichshain hängenbleiben wird - obwohl der Bezirk die Aufwendungen für die Infrastruktur zu leisten hat.
22.12.2012 13:41 Uhr
von o.Punkt:
Eigentlich hätte Sebastian Heiser in der Stellungnahme von Mercedes über dieses "bereits" im 2. Absatz stolpern müssen.
Dieses freche (oder unreflektierte) "BEREITS" nach 35 Jahren in der die Zeit des Nationalsozialismus eben NICHT aufgearbeitet wurde.
Der heutige Skandal ist das Verdrängen der Zeit des Schweigens ab 1946 bis (z.B.) 1978 (Ausstrahlung Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss)...
22.12.2012 13:39 Uhr
von Stadt voll Mörder:
Noch aktueller wäre es allerdings Konzernstrassen nach durch Automobilisten ermordete Radlerinnen zu benennen, denn "Hab sie nicht gesehen" hat längst "Hab von nichts gewußt" abgelöst.
22.12.2012 13:27 Uhr
von wetterleuchten :
Man muss sich mal reinziehen, was wir in letzter Zeit so alles erleben: Die Deutsche Bank beschwert sich, wenn sie staatsanwaltliche Kontrollen über sich ergehen lassen muss. Daimler-Benz fühlt sich durch eine demokratisch erfolgte Straßennamen-Benennung düpiert. Und wie immer bekommen sie Beifall und solidarisches Mitgefühl aus der rechten Ecke.
Deutschland hat sich unter der Merkel-CDU merklich verändert. Gut - dass es die Taz gibt, die darüber berichtet.
22.12.2012 13:20 Uhr
von Tim:
Danke für die Quellen am Schluss. Könnt ihr in Zukunft gerne öfter machen.
22.12.2012 13:04 Uhr
von Klaus:
Unsinnger Titel des Artikels! Besser hätte es geheißen:
"Berlin dankt Daimler für einen würdigen neuen Straßennamen" - Auch wenn der Konzern mit nochsoviel Macht und Schmiergeld es nicht geschafft hat, seine eigenen perversen Vorschläge zu erzwingen, so haben wir es doch auch seiner Initiative und Standortwahl zu verdanken, daß hier nun ein würdiger Name an passender Stelle entsteht. Großen Dank insbesondere den Piraten und all den Volksvertretern, die dafür gestimmt haben - Demokratie kann so wunderbar sein!
22.12.2012 12:36 Uhr
von dobermann:
naaaa ... ab und zu gibt es doch mal vernünftiges von den piraten zu vermelden.
muss mich den anderen kommentatoren anschließen und gratulation.
22.12.2012 10:54 Uhr
von Felix aus Frankfurt:
Glücksfall für Daimler: Der Straßennamename "Bertha Benz" wäre keine große Überraschung gewesen.
So aber hat der Konzern die Chance, seinen Kritikern zu zeigen, dass er sich seiner Vergangenheit stellt, wenn auch nicht ganz freiwillig. Daher eine gute Reaktion des Konzerns.
Die könnte noch getoppt werden, sollte Daimler sich entschließen, anläßlich der Eröffnung eine kleine Ausstellung, eventuell sogar mit Werken der Künstlerin, in der Vertriebszentrale zu zeigen.
22.12.2012 10:19 Uhr
von TTT:
Ich finde diese Umbenennung sehr gut. Lächerlich, aber auch bedenklich stimmend, was die ersten Kommentatoren hier zum Thema von sich geben.
22.12.2012 09:49 Uhr
von DasKleineTeilchen:
owow, hier sind ja n paar kommentatoren unterwegs, leibeigene von daimler & springer oder wie? aua aua.
sehr gute entscheidung, endlich mal n guter vorschlag der piraten und auch noch umgesetzt; geht zwar "nur" um ne strassenbenennung, ist aber ein sehr schönes signal.
@Humatheist uns andere:
wie jetzt? weil sich ein weltkonzern in berlin ansiedelt, muss man jetzt grundsätzlich vor diesem buckeln? und was heisst "souverän" reagiert? wenn der vorstand nicht völlig weggetreten ist, sehen sie das als willkommene werbung als weltkonzern, der sich einem teil seiner dunklen vergangenheit stellt. hamse auch noch umsonst bekommen.
22.12.2012 09:37 Uhr
von Wolfgang R:
Und kaum einer wird die "Edith-Kiss-Strasse" mit ZwangsarbeiterInnen verbinden.
22.12.2012 08:28 Uhr
von w. sobcheck:
sehr sehr schöne entscheidung und das sie trifft merkt doch schon an den vergrätzten kommentaren :)
gefällt mir sehr gut!
ps: gerd hofmeister 'eine national gesinnte deutsche Patriotin' mag in ihren augen nichts verwerfliches sein, in meinen augen ist das immernoch genauso ekelhaft damals wie heute.
22.12.2012 05:38 Uhr
von jamea:
@humantheist
Und zum Dutschke:
Er wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Die gewalttätige Stimmung dieser Tage wurde auch durch den von ihnen erwähnten "großen Arbeitgeber" geschürt. Es ging bei der Umbenennung weder um ihre, noch meine politische Meinung, geschweige denn um Provokation, sondern um das Aufzeigen & Erinnern an die moralische Verantworung gerade großer (und damit mächtiger) Konzerne.
Meines Erachtens beweisen die Berliner eher einen ethischen Sinn dadurch, seit einiger Zeit ihre Strassen eher nach Opfern als Gewinnern der gleichen Medaillie zu bennenen.
22.12.2012 05:17 Uhr
von james:
@Humatheist
Wie viele Berliner wollen den "Weltkonzern" dort haben, wo er hin zieht? Werden tatsächlich mehr Berlinner vom ALG2 zu einer würdigen Arbeit finden? Geben wir dafür nicht eine in ganz Europa & darüber hinaus berühmte Kulturlandschaft (das yaam schließ noch dieses Jahr, den Postbahnhof wird es nicht ewig geben) auf? Wo war die Firmenzentrale von Daimler bisher doch gleich? Wer fährt da nochmal im Urlaub hin?
Natürlich gehen die Meinungen darüber auseinander, es stört mich auch nicht das Daimler seine Firmenzentrale nach Berlin verlegt - allein, Berlin könnte gut drauf verzichten.Insofern macht es mich froh zu sehen das die Berliner, ja sogar ihre Lokalpolitiker, den Mumm haben dies Auszudrücken. Kommt nach Berlin, lasst hier euer Geld - aber glaubt nicht deswegen geliebt & hofiert zu werden. Wenn das zu viel verlangt ist - bleibt zu Hause, ihr passt nicht hierher.
Ich kann darin keine Provokation, sondern nur eine Einstellung sehen. Mir gefällt sie.
21.12.2012 23:44 Uhr
von Böhme:
Könnte man sich Mal den Begriff Selbst"mord" verkneifen! Dieser Begriff ist Mal aus bestimmten Interesse heraus geboren worden, um jene, die sich töten, zu denunzieren! Das sollte nun gerade ein linksliberales Blatt verinnerlicht haben!
21.12.2012 23:36 Uhr
von Tim Leuther:
An sich nicht falsch. Auch wenn Daimler sich an den Entschädigungen beteiligt hat, und man schon die Frage stellen kann inwieweit Daimler eine Schuld trifft die über die Hinaus geht, wie es Deutschland im Allgemeinen trägt.
Konsequenterweise sollte man aber auch die Straße vor der Linken Zentrale nach einem Benennen der die politische Gefangenschaft nicht überlebte.
21.12.2012 22:39 Uhr
von J J:
Dank an die Piraten
21.12.2012 22:24 Uhr
von Thomas:
@von Humatheist:
> Ausgerechnet die repräsentative Adresse der Vertriebszentrale mit diesem Straßennamen zu versehen ist doch nichts als dumme Provokation.
Es ist also eine Provokation an NS-Opfer zu erinnern?
Wenn es nach mir ginge, könnte man gern alle Straßen vor den Konzernzentralen ehemaliger Kriegsgewinnler und Nutznießern von Sklavenarbeit nach ihren Opfern benennen.
Aber halt, lieber das Deckmäntelchen des Schweigens über die ekelhafte Geschichte legen. Denn, oh Schreck, es könnten ja eventuell Arbeitsplätze gefährdet sein. Am Ende könnten wir morgen nicht mehr Benz fahren.
Ja, hier wurden vor gar nicht allzu langer Zeit Menschen versklavt und ermordet. Und ja, gerade weil das einigen Leuten unbequem ist, muss man weiter daran erinnern. Danach können wir dann auch alle wieder shoppen gehen.
21.12.2012 21:55 Uhr
von hiro:
Sicher eine gute Entscheidung. Wenn andere Firmen sehen, wie sie mit einem Tritt in den Allerwertesten begrüßt werden, nehmen sie hoffentlich ihre 1200 Arbeitplätze und ziehen woanders hin.
21.12.2012 21:29 Uhr
von rad:
Ich bin erstaunt darüber, dass einige Nazis die Zeit finden hier ihre Kommentare abzugeben. Holt euch doch lieber in euren feuchten Kriechkellern einen auf den Endsieg runter.
Leider muss ich das so sagen, denn für vernünftige Argumente wart ihr ja noch nie zugänglich.
...und. Ich bin wirklich froh, wenn ihr endlich ausgestorben seid.
21.12.2012 20:43 Uhr
von gaby weber:
hier in buenos aires hat daimler aehnliches versucht. die neue konzernzentrale am hafen sollte auch einen daimler-freundlichen namen erhalten. jetzt heisst sie aber azucena villaflor, eine der madres, die von der diktatur ermordet wurde. daimler hat dagegen protestiert.
vor der zentrale steht ein denkmal von fangio, eines rennfahrers, der im mercedes-direktorium sass und sich weigerte, sich fuer die menschenrechte einzusetzen. daneben steht aber auch eine gedenktafel fuer die 14 verschwunden betriebsraete bei daimler waehrend der diktatur.
21.12.2012 20:42 Uhr
von gaby weber:
hier in buenos aires hat daimler aehnliches versucht. die neue konzernzentrale am hafen sollte auch einen daimler-freundlichen namen erhalten. jetzt heisst sie aber azucena villaflor, eine der madres, die von der diktatur ermordet wurde. daimler hat dagegen protestiert.
vor der zentrale steht ein denkmal von fangio, eines rennfahrers, der im mercedes-direktorium sass und sich weigerte, sich fuer die menschenrechte einzusetzen. daneben steht aber auch eine gedenktafel fuer die 14 verschwunden betriebsraete bei daimler waehrend der diktatur.
21.12.2012 20:24 Uhr
von Satan Klaus:
Klar, bei solchen symbolischen TROLOLOLOL-Aktionen sind die Piraten wieder hellwach und ganz vorne mit dabei. Das ist auch das einzige, was sie können.
21.12.2012 19:49 Uhr
von blabla:
sehr gute idee der piraten! :)
21.12.2012 19:16 Uhr
von Franzose:
Für "JONAS"
Wenn ich morgen Jude werde (also den Glauben" wechsle ) - wechsle ich dand auch die "Rasse" -
Man mekt, dass die nationalsozialistische Ideologie, Menschen jüdischen "Glaubens" auszugrenzen, indem man sie als eine andere "Rasse" als die eigene diffamierte wunderbare Früchte getragen hat und bei intellektuell nicht sehr kräftigen Menschen seine Früchte getragen hat und noch heute trägt.
21.12.2012 18:24 Uhr
von yberg:
leute,leute
die ohne ende und grenzenlos geschmeidigen daimler oberen ticken anderst.
zum einen können die sich ihrer wirklichkeit als kriegsverbrecher und kriegswaffenproduzenten auch heute noch,nicht billiger stellen,is ja nur symbolik und zum andern werden die zukünftig behaupten ,daß die namensnennung mit ihre idee gewesen wär.
warum werden denn alle möglichen diktatoren,menschenschinder,ausbeuter und sonstige edelmenschen weltweit in deren kutschen b ewegt und deren soldaten und polizeikräfte ebenso
21.12.2012 17:52 Uhr
von Marvin:
Danke.
21.12.2012 17:50 Uhr
von paul:
Danke!
So muss Journalismus aussehen.
21.12.2012 17:44 Uhr
von Jonas:
Sie wurde nicht wegen ihres "Glaubens" sondern wegen ihrer "Rasse" verfolgt.
Den Nazis war es egal ob die Menschen in die Synagoge gingen.
21.12.2012 17:19 Uhr
von Ralf:
gute Arbeit!
21.12.2012 17:14 Uhr
von Bürger:
Demokratie ist schön! Danke.
21.12.2012 17:08 Uhr
von Humatheist:
Eine sehr souveräne Reaktion des Weltkonzerns auf den Versuch einiger Provinzpolitiker, auch noch die letzten Arbeitsplätze aus dem Armenhaus Berlin zu vertreiben.
Ausgerechnet die repräsentative Adresse der Vertriebszentrale mit diesem Straßennamen zu versehen ist doch nichts als dumme Provokation.
Schön, dass Daimler auf diese Provokation so toll reagiert hat.
Erinnert an die unsägliche Umbenennung der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße. Auch dort Provokation eines großen Arbeitgebers.
Sind die Berliner erst zufrieden, wenn alle Einwohner auf ALG II sind?
Immerhin: Edith Kiss war ein Opfer einer unmenschlichen Diktatur und hat die Ehre verdient. Dutschke war Fürsprecher der Errichtung einer Zwangsherrschaft.
21.12.2012 16:59 Uhr
von Carl B.:
Man sollte den Berlinern Investitionen in ihrer Stadt nicht länger zumuten. Solche Entscheidungen sind ein eindeutiges Signal dafür, dass man diese nicht wünscht, und es finden sich bestimmt auch andere, bessere Orte für solche Vorhaben.
21.12.2012 16:43 Uhr
von agtrier:
Symbolpolitik.
21.12.2012 16:01 Uhr
von Echte Probleme:
Ach du Kacke. Straßennamen sind offenbar das größte Problem Berlins. Wie wäre es all die Kommunistennamen auf Straßenschildern nach Opfern der SED, Pardon Linkspartei, umzutaufen? Man sollte übrigens auch Berlin umbenennen. Wegen Hitler und so. Z.B. in DDR-Hauptstadt. Da gabs auch viel Symbolik und Gelaber. Vor der Tür gammelten die Ruinen, die Knäste waren voll, das Volk hatte keinen Bock auf Sozialismus aber der Zentralrat hatte immer Recht.
21.12.2012 15:48 Uhr
von Gerd Hofmeister:
Mit allem Respekt vor Frau Kiss' Lebensleistung und Leidenszeit im KZ, aber: würde diese Straßenbenennung von der TAZ ebenso frenetisch gefeiert, hätte sich Frau Kiss unter dem Eindruck des Erlebten nach ihrer Befreiung nach Palästina begeben und dort am Aufbau des jüdischen Staates teilgehabt; wäre sie dann noch qualifiziert als Namenspatin einer deutschen Straße???
Und wann wird in Friedrichshain-Kreuzberg mal eine Straße nach Golda Me'ir benannt? Oder gilt diese Voraussetzung nur für tote Jüdinnen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden oder wenigstens nachher so schlau waren, ihrem Leben ein Ende zu setzen oder sich kritisch gegenüber Israel zu äußern, damit es der deutschen Salonlinken genehm ist?
Zu Bertha Benz kann ich nur folgendes bemerken: Sie wurde 1849 geboren, in einer Zeit also, in der der Deutsche Nationalstaat im Werden und wachsen begriffen war. Sie war sicherlich keine "glühende Nationalsozialistin" sondern einfach nur eine national gesinnte deutsche Patriotin - damals und heute nichts verwerfliches!!
Beste Grüße
Gerd Hofmeister