J.K. Rowlings neues Buch ist das, was übrig bleibt, wenn man Harry Potter aus „Harry Potter“ entfernt: Ein Buch mit wenig Spannung und vielen Klischees.von Daniel Schulz
@ Hugissimo - evtl mal informieren, bevor man schreibt. j k rowling wurde nicht von verlegern bekniet, weiterzuschreiben, sie hatte den plot für die 7 bände bereits am anfang. das geht deutlich aus den interviews nach der veröffentlichung des 1. bands hervor und zeugt von der eigendisziplin, mit der sie die jahre über gearbeitet hat. ich bewundere ihren mut, nun etwas völlig anderes zu wagen. das buch ist sehr lesenswert, durchaus unbequeme sozialkritik und die übersetzung anscheinend das einzig kitschige daran ( aus " ache in his balls" wird "feuer in seinen lenden" ? )
Viel interessanter als die Rückkehr der Frau Rowling zu den Klischees wäre ohnehin, ob wir jetzt eine breite Generation von jungen Leuten haben, die sich leichtfertig in schwierige Situationen begeben, weil sie unbewußt der Gewißheit folgen, ihrer Verantwortung kurz vor dem bitteren Ende noch durch Ziehen des Zauberstabes gerecht werden zu können. Vielleicht sogar die Frau Merkel?
29.09.2012 03:18 Uhr
von hugissimo:
Na ja, wer ein realistisches Buch schreiben will, kommt um die Klischees wohl nicht herum. Bei dieser Autorin kommt noch verschärfend hinzu, dass sie ja von Verlegern und Managern nun über ein Jahrzehnt lang bekniet worden ist, sich mit Coautoren zusammen einen Potter-Band nach dem anderen aus den Rippen zu schnitzen, so etwas schlaucht natürlich auch ein großes Talent ungemein. Da geht es ganz wesentlich um Geld und dass die Lesegewohnheiten der potentiellen Kunden nicht einschlafen. Und nicht etwa um Literatur, Spannung, Qualität usw. Das wird man auch in diesem Falle sehen, der Umsatz wird stimmen, auch wenn das Thema floppt. Aber vielleicht gibt es ja nach dieser gewaltigen Welle an Phantasieliteratur nun ein wiedererwachtes Bedürfnis nach banalem und trivialem, wer will das wissen, bevor diese Bücher geschrieben und gelesen sind?
28.09.2012 15:27 Uhr
von Luquegana:
ich sehe es genauso, #1 :D mich hat dieser "antiartikel" auch überzeugt das buch zu kaufen! danke, herr schulz ;)
28.09.2012 15:17 Uhr
von Peter Mueller:
Und wer hat's in's Deutsche uebersetzt?
28.09.2012 14:46 Uhr
von Harry:
Großartige, vernichtende Kritk! Das klingt alles in allem echt schrecklich, aber doch zu schlimm um wahr zu sein.
Ob berechtigt oder nicht, nach diesem Kommentar möchte ich dieses Buch auf jeden Fall lesen und mir ein eigenes Bild davon machen, wie es ist, wenn man Harry Potter aus Harry Potter entfernt :)
Ob das mit diesem Artikel erreicht werden sollte? Frau Rowling kann's egal sein, ein weiterer Buchverkauf ist ihr sicher. Und mir ist egal, wie mies das Buch wird, man muss auch literarisch Grenzerfahrungen wagen. So gut wie die Bücher des Sir Terry kann und wird ohnehin nichts werden!
Leserkommentare
04.10.2012 21:20 Uhr
von charles:
@ Hugissimo - evtl mal informieren, bevor man schreibt. j k rowling wurde nicht von verlegern bekniet, weiterzuschreiben, sie hatte den plot für die 7 bände bereits am anfang. das geht deutlich aus den interviews nach der veröffentlichung des 1. bands hervor und zeugt von der eigendisziplin, mit der sie die jahre über gearbeitet hat. ich bewundere ihren mut, nun etwas völlig anderes zu wagen. das buch ist sehr lesenswert, durchaus unbequeme sozialkritik und die übersetzung anscheinend das einzig kitschige daran ( aus " ache in his balls" wird "feuer in seinen lenden" ? )
30.09.2012 04:50 Uhr
von rolfmueller:
Ich komme mir vor wie im Kindergarten.
29.09.2012 11:40 Uhr
von bun:
hier eine etwas qualifiziertere Kritik:
http://www.salon.com/2012/09/28/the_casual_vacancy_rowling_on_fire/
29.09.2012 08:56 Uhr
von Hugissimo:
Viel interessanter als die Rückkehr der Frau Rowling zu den Klischees wäre ohnehin, ob wir jetzt eine breite Generation von jungen Leuten haben, die sich leichtfertig in schwierige Situationen begeben, weil sie unbewußt der Gewißheit folgen, ihrer Verantwortung kurz vor dem bitteren Ende noch durch Ziehen des Zauberstabes gerecht werden zu können. Vielleicht sogar die Frau Merkel?
29.09.2012 03:18 Uhr
von hugissimo:
Na ja, wer ein realistisches Buch schreiben will, kommt um die Klischees wohl nicht herum. Bei dieser Autorin kommt noch verschärfend hinzu, dass sie ja von Verlegern und Managern nun über ein Jahrzehnt lang bekniet worden ist, sich mit Coautoren zusammen einen Potter-Band nach dem anderen aus den Rippen zu schnitzen, so etwas schlaucht natürlich auch ein großes Talent ungemein. Da geht es ganz wesentlich um Geld und dass die Lesegewohnheiten der potentiellen Kunden nicht einschlafen. Und nicht etwa um Literatur, Spannung, Qualität usw. Das wird man auch in diesem Falle sehen, der Umsatz wird stimmen, auch wenn das Thema floppt. Aber vielleicht gibt es ja nach dieser gewaltigen Welle an Phantasieliteratur nun ein wiedererwachtes Bedürfnis nach banalem und trivialem, wer will das wissen, bevor diese Bücher geschrieben und gelesen sind?
28.09.2012 15:27 Uhr
von Luquegana:
ich sehe es genauso, #1 :D
mich hat dieser "antiartikel" auch überzeugt das buch zu kaufen!
danke, herr schulz ;)
28.09.2012 15:17 Uhr
von Peter Mueller:
Und wer hat's in's Deutsche uebersetzt?
28.09.2012 14:46 Uhr
von Harry:
Großartige, vernichtende Kritk! Das klingt alles in allem echt schrecklich, aber doch zu schlimm um wahr zu sein.
Ob berechtigt oder nicht, nach diesem Kommentar möchte ich dieses Buch auf jeden Fall lesen und mir ein eigenes Bild davon machen, wie es ist, wenn man Harry Potter aus Harry Potter entfernt :)
Ob das mit diesem Artikel erreicht werden sollte? Frau Rowling kann's egal sein, ein weiterer Buchverkauf ist ihr sicher. Und mir ist egal, wie mies das Buch wird, man muss auch literarisch Grenzerfahrungen wagen.
So gut wie die Bücher des Sir Terry kann und wird ohnehin nichts werden!