Unter den Folgen des Klimawandels leiden hauptsächlich die Menschen in den armen südlichen Ländern. Das ist das Fazit des UN-Entwicklungsprogramms.von Andreas Zumach

Ist in Afrika am verheerendsten: Der Mangel an sauberem Wasser. Bild: dpa
GENF taz | Die Zunahme der Umweltverschmutzung, Erderwärmung und Ungleichheit bedroht die bereits erreichten Fortschritte bei den Lebensbedingungen der meisten Armen auf der Welt. Dieses Fazit zieht das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in seinem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Jahresbericht 2011 über die menschliche Entwicklung.
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Den "unauflöslichen Zusammenhang" zwischen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit wollen die Autoren am Beispiel des Klimawandels belegen. Dieser wurde hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe in den Ländern des Nordens verursacht, unter seinen Folgen leiden aber die Menschen in den armen Ländern des Südens am stärksten.
Ein weiteres Beispiel ist der Mangel an sauberem Wasser und sanitären Versorgungseinrichtungen - eine der Hauptursachen tödlicher Krankheiten in den armen Ländern. Die internationalen Anstrengungen zur Bewältigung dieser Herausforderung sind immer noch völlig unzureichend, heißt es im Bericht.
Laut dem mit dem Bericht veröffentlichten Index der menschlichen Entwicklung (HDI) genießen wie im Vorjahr die EinwohnerInnen Norwegens die weltweit besten Lebensbedingungen. Kriterien für den Index sind die Lebenserwartung, die Alphabetisierung, die Einschulungsquote und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Auf Platz zwei der Rangliste von insgesamt 187 untersuchten Ländern liegt Australien vor den Niederlanden, den USA, Neuseeland, Kanada, Irland, Liechtenstein und Deutschland auf Platz 9.
Am unteren Ende der Tabelle liegen zehn Länder in Afrika südlich der Sahara. Es sind Guinea, die Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone, Burkina Faso, Liberia, Tschad, Mosambik, Burundi, Niger und die Demokratische Republik Kongo als Schlusslicht.
In einem ergänzenden Index zum HDI berücksichtigt das Entwicklungsprogramm der UN die Ungleichheiten innerhalb der Staaten bei Einkommen, Bildung und Gesundheit. In diesem Ranking mit der Abkürzung IHDI rutschen die USA auf den 23. Rang, da die Kluft zwischen Arm und Reich gravierend ist.
Erstmals präsentiert das UNDP auch einen Index zum Grad der verwirklichten Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Bildung, Beruf und Politik. An der Spitze dieses geschlechtsspezischen Index liegt Schweden vor den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, Finnland, Norwegen und Deutschland.
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Leserkommentare
03.11.2011 13:57 | Karl
Bullshit! ...
03.11.2011 13:56 | Dieter Carstensen
Dazu fällt mir der bekannte Spruch ein: