Pakistanische Journalisten, die über die jugendliche Aktivistin Malala Yousafzai berichten, werden von den Taliban mit dem Tode bedroht.

Steht auf der Todesliste der Taliban: Journalist Hamid Mir. Bild: dpa
ISLAMABAD dpa | Journalisten sind in Pakistan wegen ihrer Berichte über die jugendliche Aktivistin Malala Yousafzai zur Zielscheibe der Taliban geworden. Die Aufständischen übernahmen am Dienstag die Verantwortung für einen vereitelten Anschlag auf Hamid Mir vom Fernsehsender Geo News.
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Unter dem Auto des bekannten pakistanischen Journalisten hatte die Polizei nach eigenen Angaben am Montag eine 500 Gramm schwere Bombe gefunden und entschärft.
Ein Sprecher der Taliban erklärte, Mir sei „dieses Mal“ glücklich davongekommen. „Andere Journalisten stehen auch auf unserer Abschussliste.“
Die Taliban hatten bereits früher Journalisten davor gewarnt, sie wegen der Attacke auf Malala zu kritisieren. Auf die 15 Jahre alte Schülerin war im Oktober ein Mordanschlag verübt worden, den sie knapp überlebte.
In diesem Jahr wurden nach Angaben des pakistanischen Journalistenverbandes schon mindestens acht Journalisten im Land getötet. Damit ist es laut Reporter ohne Grenzen im zweiten Jahr in Folge das gefährlichste Land für Journalisten.
Innenminister Rahman Malik versprach für Informationen, die zur Festnahme der Verantwortlichen der Attacke auf Mir führen, eine Belohnung von umgerechnet rund 400.000 Euro.
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