Kommentar von Gernot Knödler
Dass heute diskutiert wird, die Energienetze wieder ins Eigentum der Kommunen zu überführen, ist eine schöne Entwicklung. Denn sie zeigt an, dass die Zeiten, da den Unternehmen alles und „dem Staat“ nichts zugetraut wurde, vorüber sind. Die angeblichen marktwirtschaftlichen Wunderlösungen haben sich auf einigen Gebieten als unglücklich erwiesen.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
In der Daseinsvorsorge betrifft das vor allem die Wasserversorgung. Sie war teuer für die Kunden und schlecht für das Netz. Bei der Energieversorgung ist das anders. Nachdem sie privatisiert worden war, hieß es, die Netzbetreiber nutzten ihr Monopol, um überhöhte Preise zu verlangen. Diese Debatte hat sich gelegt. Auch Klagen, dass das Netz vernachlässigt werde, hielten sich nicht.
Mit dem Ziel einer sicheren Energieversorgung lässt sich ein Rückkauf der Netze also nicht begründen. Der Hamburger Senat wie die Volksinitiative „Unser Hamburg – unser Netz“ argumentieren, die Energiewende ließe sich mit mehr Einfluss auf die Netze beschleunigen. Die Energiewende wird aber schon durch viele andere politische Instrumente vorangetrieben.
Vor gut zehn Jahren haben die Kommunen ihre Versorgungsunternehmen verkauft, um ihre Haushalte zu sanieren. Jetzt wollen sie diese zurückkaufen, weil sich damit Geld verdienen lässt. Nur eines der beiden Argumente kann richtig sein. In der Debatte steckt der Wurm.
Die Jugendämter nehmen zu viele Kinder aus ihren Familien, sagt der Türkische Elternbund Hamburg. Unterstützung kommt vom EU-Petitionsausschuss. von Kaija Kutter

Die Sparkasse wird auf Schadensersatz verklagt, weil sie riskante Fonds als sichere Anlage verkauft, über Provision geschwiegen haben soll. Kein Einzelfall, sagen Anwälte. von Jan Zier

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.


Leserkommentare