Kommentar von Gereon Asmuth
Jaja, schon klar. Der Prinzessinnengarten ist ein Zwischennutzungsprojekt. Wenn jetzt also der Liegenschaftsfonds einen Investor findet, der ordentlich Penunse auf den Tisch legt, müssen die Kleingärtner eben weiterziehen. Das war der Deal. Also ist alles okay, oder?
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Nein, nichts ist in Ordnung – solange ein Haufen Geld mal eben so selbst die besten Ideen torpedieren kann!
Dazu gehört der Prinzessinnengarten ohne Zweifel. Er ist ein gut funktionierendes Nachbarschaftsprojekt, ökologisch und interkulturell. Die Gärtner haben eine Brache in einen der charmantesten Orte der Stadt verwandelt.

Gereon Asmuth
ist Leiter der Redaktion taz.eins.
Foto: tazAber in Berlin werden auch landeseigene Grundstücke anhand ihres kapitalistischen Verwertungspotenzials bemessen – und nicht an ihrem Nutzwert für die Menschen. Weil es der Senat mit Einführung des Liegenschaftsfonds vor über zehn Jahren so beschlossen hat. Dabei sollte gerade eine Landesregierung, die eigene große Ideen (Flughafen!) gnadenlos in den Sand setzt, die in der Stadt sprießenden kleinen Ideen schützen.
Ein wenig Hoffnung gibt es noch. Denn die SPD, die im Senat für Stadtentwicklung und auch Finanzen zuständig ist, geriert sich ja wieder gerne links.
Die Tradition kann helfen: Im Prinzessinnengarten stehen zwei Linden. Sie heißen „Walter“ und „Momper“, denn der spätere Regierende Bürgermeister hatte sie zusammen mit einer Gartenguerilla der Kreuzberger SPD gepflanzt. Schon 1984! Mompers Nachfolger in der SPD müssen nun entscheiden, was sie sein wollen: Axt oder Gärtner.
Taxifahrer protestieren gegen geplante Tariferhöhung der Senatsverwaltung – stattdessen fordern sie für mehr Geld in ihren Kassen die Abschaffung der Warteminute. von S. Memarnia & C. Ott

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare
27.08.2012 21:59 | st. lebenslust
wenn jeder satz oder jedes denken mit "wenn jeder..." beginnen würde, würden es keine neuen ideen mehr in diese welt schaff ...
27.08.2012 18:49 | Friedi
Im Prinzessinnengarten habe ich noch nie jemanden mit Laptop gesehen (@Enzo), dafür aber schon schöne entschleunigte Sonnta ...
25.08.2012 16:39 | Enzo Aduro
Wenn jede Zwischennutzung am ende mit protesten begleitet wird wenn das zwischen endet, dann kann es keine mehr geben - meh ...