Die Menschen überlassen ihr Schicksal den Gottheiten. Doch die guten Geister scheinen Kathmandu verlassen zu haben. Sind auch sie Opfer der Modernisierung?von Philipp Brandstädter
das ach so verlorene mekka der hippies war kathmandu nie. es war und ist immer noch insbesondere von der weißen mittelschicht, china und indien inoffiziell übernommen worden. der magere artikel hat eine ziemlich eurozentristische haltung.ich hätte mir eine kritischere sicht gewünscht statt so ein niveauloses, arrogantes, von oben herab gejammere.gerade aus dem grund lese ich die taz kaum noch!!!
26.08.2012 21:03 Uhr
von Nele:
Und früher war alles besser. Mit einem Traumbild einer idyllischen, friedvollen Vergangenheit ohne Konflikte lässt sich natürlich gut den alten Zeiten nachtrauern. Ich halte diese Verklärung für gefährlich und eine Verteufelung der sogenannten "Moderne" im Gegensatz zur himmlischen Vergangenheit bringt in der Betrachtung komplexer Prozesse, die immer im Wandel und stetig von Konflikten und Problemen geprägt sind, meiner Meinung nach relativ wenig. Und die Menschen, die "früher ihren Frieden hier fanden", und die globalen Machtverhältnisse, die ihnen diese massenhaften Pilgerreisen ermöglichten, sind sich ein Teil davon. Kathmandu hat sich vielleicht nicht ihren Vorstellungen entsprechend entwickelt, Ausdrücke wie "keine Infrastruktur" oder "verloren" und "Opfer der Moderne" zeichnen aber eine Opferrolle, die den Akteuren, die ihre eigene Lebensrealität dort gestalten nicht gerecht wird.
Leserkommentare
30.08.2012 13:59 Uhr
von wandelistmöglich:
das ach so verlorene mekka der hippies war kathmandu nie. es war und ist immer noch insbesondere von der weißen mittelschicht, china und indien inoffiziell übernommen worden.
der magere artikel hat eine ziemlich eurozentristische haltung.ich hätte mir eine kritischere sicht gewünscht statt so ein niveauloses, arrogantes, von oben herab gejammere.gerade aus dem grund lese ich die taz kaum noch!!!
26.08.2012 21:03 Uhr
von Nele:
Und früher war alles besser.
Mit einem Traumbild einer idyllischen, friedvollen Vergangenheit ohne Konflikte lässt sich natürlich gut den alten Zeiten nachtrauern.
Ich halte diese Verklärung für gefährlich und eine Verteufelung der sogenannten "Moderne" im Gegensatz zur himmlischen Vergangenheit bringt in der Betrachtung komplexer Prozesse, die immer im Wandel und stetig von Konflikten und Problemen geprägt sind, meiner Meinung nach relativ wenig.
Und die Menschen, die "früher ihren Frieden hier fanden", und die globalen Machtverhältnisse, die ihnen diese massenhaften Pilgerreisen ermöglichten, sind sich ein Teil davon. Kathmandu hat sich vielleicht nicht ihren Vorstellungen entsprechend entwickelt, Ausdrücke wie "keine Infrastruktur" oder "verloren" und "Opfer der Moderne" zeichnen aber eine Opferrolle, die den Akteuren, die ihre eigene Lebensrealität dort gestalten nicht gerecht wird.