Andauernde Armut beeinträchtigt die Lebenswelt von 16- und 17-Jährigen. Die Forderung: Kita und Schule müssten sich kontinuierlich kümmern. von Marlene Halser
Armut ist vererbbar Sind die Eltern arm und haben keine Perspektive,was Arbeit und ein ausreichendes monatliches Salär anbetrifft,so ist dies übertragbar auf die Kinder. Eine gezielte Poltik muss verfolgt werden in Deutschland,dass zu den reichsten Ländern der Welt zählt,dass Armut nicht mehr sichtbar und erlebbar wird
26.09.2012 08:31 Uhr
von Thomas:
"„Besonders negativ wirken sich die Brüche zwischen den Institutionen aus“, sagt Stadler, also der Übergang von der Kita zu Kindergarten und Schule. Oft finde keine Kommunikation zwischen dem Betreuungspersonal statt"
Oh Wunder! Da ist ein Erzieher zuständig für 8-12 Kinder, von denen dann die Hälfte die KiTa verlässt und gleichzeitig kommen neue Kinder, die eingewöhnt werden müssen und dazwischen schaffen es die Erzieher doch tatsächlich nicht, noch intensive Gespräche mit den jeweiligen Lehrern zu führen! Wer hätte das erwarten können!?
Aber zum Glück gibts ja bald das Betreuungsgeld, da wird dieser Nachteil sicherlich durch ausgeglichen und die 2,4 Milliarden sind da wirklich bestens angelegt! Yuhu!
26.09.2012 03:16 Uhr
von Vom sozialen, symbolischen, ökonomischen und kulturellen Kapital :
Welch Überraschung... Wann lasen wir noch von Bourdieu`s Feldtheorie? Foucault? Butler? (Zu ergänzen um viele andere) Ganz schön langer her... Aber anstatt die kritischen Theorien als Anlass und Schlüssel für praktische Veränderungen zu nutzen, lassen wir lieber ein paar Jahrzehnte verstreichen und graben sie dann mal wieder aus als wäre es die neuste Erkenntnis. Man ist ja nicht gleichgültig und wir haben doch alle eine soziales Äderchen, welches wir wir hier und da gern zur Schau stellen, nicht? Man kümmert sich sehr nett und Studien tun ja auch keinem weh... Und jetzt? Gehen wir wieder schlafen. Ist doch gemütlich.
25.09.2012 21:15 Uhr
von externer Eingriff:
Sorry, ich weiß, das ist gut gemeint, ABER:
es gibt durchaus auch Kinder und Jugendliche, die "nur" in finanziell armen Haushalten aufwachsen und das wirklich das einzige Problem darstellt!
Sie gehen u.a. auch auf's Gymnasium, sind sozial (weitestgehend) integriert - bis auf die kostenintensive Freizeit- und Urlaubsgestaltung.
Wurde bei der Studie auch untersucht, ob hier nicht wieder der Bildungsstand der Eltern eher eine Rolle spielt als die finanzielle Armut?
Ich möchte als finanziell arme Familie definitiv keine sozialpädagogischen "Eingriffe von außen", nur weil wir "arm" sind. Auch verstehe ich nicht, weshalb der Kindergarten der Grundschule erzählen soll, dass das Kind "arm" ist. Am besten wir fügen das in Deutschland gleich als "Kopfnote" im Zeugnis ein: selbstverständlich in Form von AAA, AAB etc. Die gibt es ja quasi sowieso schon (siehe diverse andere Studien).
Mir würde Geld bzw. geänderte Gesetze diesbezüglich mehr bringen als "sozialpädagogische Eingriffe von außen".
Vorschläge:
1. Kein Anrechnen mehr von Kindesunterhalt und Kindergeld auf Elternteile in einer sog. Bedarfsgemeinschaft 2. Änderungen bei Arbeitszeiten 3. Änderungen im Bezug auf Rechte von Behinderten (Eltern) entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention!!!!
Und überhaupt: Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen, müsste kein Kind über 10 Jahre lang in einer finanziell "armen" Familie aufwachsen. (Es sei denn, die Eltern geben ihr Geld regelmäßig im Casino aus.)
Und dennoch bin ich für einen höheren Betreuungsschlüssel in Kindergärten und Schulen und auch für Sozialpädagogen und Psychologen an Schulen. Aber nicht wegen der finanziell armen Kinder!
Leserkommentare
26.09.2012 11:19 Uhr
von Wolfgang Banse:
Armut ist vererbbar
Sind die Eltern arm und haben keine Perspektive,was Arbeit und ein ausreichendes monatliches Salär anbetrifft,so ist dies übertragbar auf die Kinder.
Eine gezielte Poltik muss verfolgt werden in Deutschland,dass zu den reichsten Ländern der Welt zählt,dass Armut nicht mehr sichtbar und erlebbar wird
26.09.2012 08:31 Uhr
von Thomas:
"„Besonders negativ wirken sich die Brüche zwischen den Institutionen aus“, sagt Stadler, also der Übergang von der Kita zu Kindergarten und Schule. Oft finde keine Kommunikation zwischen dem Betreuungspersonal statt"
Oh Wunder! Da ist ein Erzieher zuständig für 8-12 Kinder, von denen dann die Hälfte die KiTa verlässt und gleichzeitig kommen neue Kinder, die eingewöhnt werden müssen und dazwischen schaffen es die Erzieher doch tatsächlich nicht, noch intensive Gespräche mit den jeweiligen Lehrern zu führen! Wer hätte das erwarten können!?
Aber zum Glück gibts ja bald das Betreuungsgeld, da wird dieser Nachteil sicherlich durch ausgeglichen und die 2,4 Milliarden sind da wirklich bestens angelegt! Yuhu!
26.09.2012 03:16 Uhr
von Vom sozialen, symbolischen, ökonomischen und kulturellen Kapital :
Welch Überraschung... Wann lasen wir noch von Bourdieu`s Feldtheorie? Foucault? Butler? (Zu ergänzen um viele andere) Ganz schön langer her... Aber anstatt die kritischen Theorien als Anlass und Schlüssel für praktische Veränderungen zu nutzen, lassen wir lieber ein paar Jahrzehnte verstreichen und graben sie dann mal wieder aus als wäre es die neuste Erkenntnis. Man ist ja nicht gleichgültig und wir haben doch alle eine soziales Äderchen, welches wir wir hier und da gern zur Schau stellen, nicht? Man kümmert sich sehr nett und Studien tun ja auch keinem weh... Und jetzt? Gehen wir wieder schlafen. Ist doch gemütlich.
25.09.2012 21:15 Uhr
von externer Eingriff:
Sorry, ich weiß, das ist gut gemeint, ABER:
es gibt durchaus auch Kinder und Jugendliche, die "nur" in finanziell armen Haushalten aufwachsen und das wirklich das einzige Problem darstellt!
Sie gehen u.a. auch auf's Gymnasium, sind sozial (weitestgehend) integriert - bis auf die kostenintensive Freizeit- und Urlaubsgestaltung.
Wurde bei der Studie auch untersucht, ob hier nicht wieder der Bildungsstand der Eltern eher eine Rolle spielt als die finanzielle Armut?
Ich möchte als finanziell arme Familie definitiv keine sozialpädagogischen "Eingriffe von außen", nur weil wir "arm" sind. Auch verstehe ich nicht, weshalb der Kindergarten der Grundschule erzählen soll, dass das Kind "arm" ist. Am besten wir fügen das in Deutschland gleich als "Kopfnote" im Zeugnis ein: selbstverständlich in Form von AAA, AAB etc.
Die gibt es ja quasi sowieso schon (siehe diverse andere Studien).
Mir würde Geld bzw. geänderte Gesetze diesbezüglich mehr bringen als "sozialpädagogische Eingriffe von außen".
Vorschläge:
1. Kein Anrechnen mehr von Kindesunterhalt und Kindergeld auf Elternteile in einer sog. Bedarfsgemeinschaft
2. Änderungen bei Arbeitszeiten
3. Änderungen im Bezug auf Rechte von Behinderten (Eltern) entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention!!!!
Und überhaupt: Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen, müsste kein Kind über 10 Jahre lang in einer finanziell "armen" Familie aufwachsen. (Es sei denn, die Eltern geben ihr Geld regelmäßig im Casino aus.)
Und dennoch bin ich für einen höheren Betreuungsschlüssel in Kindergärten und Schulen und auch für Sozialpädagogen und Psychologen an Schulen.
Aber nicht wegen der finanziell armen Kinder!