• 12.03.2010

Datensammler sollen gefälligst unaufgefordert informieren, was sie gespeichert haben. Werden nun hunderte kleinere Unternehmen pleitegehen? Natürlich nicht.

Denn sie sagen nicht, was sie tun

KOLUMNEvon Constanze Kurz

  • 15.03.2010 13:44 Uhr

    von Anonymus:

    Ich wäre sehr für die Information auf dem Briefpostweg.
    Das ist so ziemlich die einzige Möglichkeit, den Sammelwahnsinnigen Grenzen zu setzen. Wenn jede Mitteilung 55 Cent kostet ist das Budget schnell verbraucht.

  • 14.03.2010 22:00 Uhr

    von Andi:

    Ein weitaus wichtiger Bereich wird hier vergessen:

    Score-Firmen.

    Es gibt zum einen die Schufa, welcher auch an seriösität verliert.
    Dann gibt es Firmen wie ...
    ...Bürgel (gehört der Allianz),
    ...Infoscore,
    ..

    Z.B. die beiden Genannten sammeln Daten durch Unternehmen, mit denen wir Verträge abschliessen:
    Versciherungsverträge,
    Mobilfunkverträge,
    DSL Verträge,
    usw.

    Also,
    wenn z.B. die Versicherung VHV von mir eine Nachzahlung fordert, und das noch dazu ungerechfertigt, dann zahle ich das logischerweise nicht.
    Aber,
    die Verischerung gibt die Riesensumme von 45 € als
    unbezahlt und nicht "Kreditwürdiger Kunde" an , z.B., Infoscore weiter.
    Jetzt passiert vorerst nichts.
    Aber,
    wenn ich bei einer anderen Verischerungsagentur ein Vertrag abschliessen will, da bekomme ich die Quittung:
    Abgelehnt, weil ein Eintrag bei Infoscore.

    Tja, was nun?
    Weil die Unternehmen, genauso wie wir, wegen 45 € nicht vor Gericht ziehen wollen, haben Sie diese Score-Firmen ins leben gerufen.

    Sie wollen nicht, dass bei Verträgen Ihre Daten nicht an diese Unternehmen weitergeleitet werden?
    Tja, dann bekommen Sie auch keinen Vertrag.

    Hallo Verbraucherschutz.
    Hallo Datenbeauftragter.




  • 13.03.2010 22:18 Uhr

    von Thorsten:

    @von Wolfgang
    „und, wenn gewünscht, die Protokollierung ganz stoppen - zumindest wenn man einen Google-Account hat und angemeldet ist.“

    Das betrifft aber nur die Verknüpfung der Daten besuchter Seiten mit dem Google-Account, die IPs und Suchwörter der Suchanfragen bei Google bleiben weiterhin eine gewisse Zeit gespeichert.

  • 13.03.2010 14:13 Uhr

    von Tharben:

    "Und bei den Datenkrakenlobbyisten fallen die Masken."

    Richtig. Ich hoffe wirklich, dass der Datenbrief, vernünftig ausgestaltet, Realität wird.

  • 12.03.2010 17:54 Uhr

    von FlorianH:

    Haha, da ist wohl jemandem der Pflaumensaft nicht bekommen.

    Aber mal ganz im Ernst. Ich finde daß Unternehmen die persönliche Daten nur innerhalb des Unternehmens einsetzen und nur im Rahmen der Bestellabwicklung Daten weitergeben (z.B. an die Post zum Paketausliefern, an die Bank zur Abbuchung, an den Steuerberater für die Buchhaltung) und nur Daten verwalten die ihnen der Kunde selbst gegeben hat, nicht per Datenbrief informieren sollten. Das mich der kleine Versandhändler bei dem ich bestelle über meine Anschrift und meine bisherigen Bestellungen informiert ist einfach Blödsinn.

    Anders sieht es bei Unternehmen aus die wie z.B. Google, Daten über mich sammeln und verknüpfen ohne dass ich davon weiß: z.B. Suchdaten die mit einem Kundenkonto verknüpft werden. In diesem Fall sollte ich in meinem Kundenkonto eine Übersicht erhalten können. Außerdem sollten Unternehmen informieren die Daten von Dritten erhalten ohne dass eine Geschäftsbeziehung mit dem Unternehmen selbst besteht. Also z.B. Unternehmen die Daten kaufen um Werbung zu machen. Da sehe ich auch keine große Datenschutzproblematik bei fehlerhafter Zustellung. Es wäre z.B. auch eine Art Kennzeichnungspflicht für gekaufte Daten möglich: Bei einem Werbebrief könnte z.B. wie bei einem Hühnerei die Datenherkunft codiert sein.

  • 12.03.2010 15:35 Uhr

    von Wolfgang:

    Die Suchhistorie bei Google kann man sich doch bereits anschauen, beliebige Einträge löschen und, wenn gewünscht, die Protokollierung ganz stoppen - zumindest wenn man einen Google-Account hat und angemeldet ist.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder