Kolumne Liebeserklärung

Gleiche Chance für alle

Kann das weg? In der Film- und Fernsehbranche werden Preise meist nach Geschlechterkategorien unterteilt. MTV hat es anders gemacht.

Frauen und Männer können sich in der gleichen Kategorie messen Illustration: TOM

Filmpreise werden nach Geschlechtern unterteilt. Schauspielerinnen können schließlich nicht einfach mit Schauspielern verglichen werden, so scheint es. Warum eigentlich nicht? Dass Frauen Männer auf die Plätze verweisen können, zeigte Emma Watson am Sonntag bei den MTV Movie and TV Awards.

MTV verlieh zum dritten Mal einen Award für die „beste Performance“ statt getrennt für die beste Schauspielerin und den besten Schauspieler. Watson gewann den Preis für ihre Rolle in „Die Schöne und das Biest“. Für die beste Leistung im Fernsehen wurde die 13-jährige „Stranger Things“-Darstellerin Millie Bobby Brown ausgezeichnet.

Gleich zwei Frauen ergattern die Hauptpreise. Das ist das Neue in diesem Jahr. 2006 und 2007, als MTV zuerst genderneutrale Preise verteilte, gewannen Jake Gyllenhaal und Johnny Depp. Ihre Darbietungen in „Brokeback Mountain“ und „Fluch der Karibik 2“ wurden zu Recht prämiert.

Dass Frauen und Männer in der gleichen Kategorie gegeneinander antreten, ist zeitgemäß. So können die Schauspielerinnen zeigen, dass sie ebenso gute Leistungen abliefern wie ihre männlichen Kollegen. Vielleicht werden sie dann auch irgendwann mal genauso gut bezahlt. Und bekommen auch mit zunehmendem Alter weiterhin große Rollen.

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Jahrgang 1989. Seit 2016 bei der taz und als Nachrichtenchefin, Chefin vom Dienst und Redakteurin für taz.de sowie als Redakteurin für besondere Aufgaben tätig. Schreibt über Netzthemen, Feminismus, Medien, Antirassismus und vieles mehr. Kümmert sich auch um Videos, Audio, Datenprojekte und Sonderausgaben.

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