• 05.06.2012

Barack Obama entscheidet am Schreibtisch über Leben und Tod anderer – und das ohne Gerichtsverhandlung. Kein Mensch sollte soviel Macht haben, auch ein US-Päsident nicht.

So viel Macht sollte niemand haben

KOMMENTARvon Bernd Pickert

  • 06.06.2012 13:59 Uhr

    von viccer:

    @ vic

    Klasse, dass sich Obama posthum doch noch seinen Friedensnobelpreis verdient, indem er die Drahtzieher von Massenmord und Kriegen mit Viren und Drohnen bekämpft. Klar könnte man die Verbrecher Osama und Assad (der kommt auch noch dran) vor einen internationalen Gerichtshof zerren. Aber lohnt das den Aufwand? Wir müssten sie lebenslänglich ernähren, kleiden und für ein sicheres Dach überm Kopf sorgen. Zu teuer und vor allem: das kann man weder Demokraten noch Republikanern zumuten.
    Daher: Kompliment Obama zur effektiven und viel preiswerteren Strategie als die des ewigen opferns junger Männer ...
    Das wirklich Gute setzt sich immer durch !

  • 06.06.2012 09:34 Uhr

    von Unschuldsvermutung:

    Die systematische und oftmals willkürlich [!] erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen ist laut wikipedia=Terror.
    Wenn man das ganze "Demokratisierung" nennt, wird daraus ein Wahlkampfprogramm, bzw. eine Staatsraison. Schon komisch...

  • 06.06.2012 00:50 Uhr

    von vic:

    Ganz meine Meinung.

  • 05.06.2012 21:51 Uhr

    von reblek:

    "So viel Macht sollte niemand haben" - Stimmt, aber in der Ankündigung steht: "So viel Macht sollte niemand haben, auch ein US-Präsident nicht." Erst recht.

  • 05.06.2012 20:57 Uhr

    von Robert:

    "Sicher, Drohnenangriffe, denen womöglich eine genaue Zielbestimmung und -markierung vorausgegangen ist, haben eine größere Chance, ihr tatsächliches Ziel zu treffen und Zivilisten zu schonen, als Flächenbombardements auf Nord-Wasiristan mit B-52-Bombern."
    Die Gehirnwäsche des Westens, die täglich auf uns herniederregnet, hat offensichtlich zum gewünschten Ergebnis geführt.

    Schon die zusammengelogenen Irakkriegsgründe vergessen? Wem gegenüber mit welchen Beweisen muß der US-Präsident denn diese Drohnenmordangriffe rechtfertigen? Wer sind diese ermordeten Al-Kaida-Toten? Schon das "Scheibenschießen" der US-Hubschraubermörder vergessen, daß durch wikileaks und den Soldaten Mannings publik wurde? Und wer gehört zu den leider, leider unvermeidlichen Kollateralschäden, die es zu hunderten, wenn nicht tausenden gibt? Könnte es nicht vielleicht auch sein, daß in Afghanistan und Irak längst schon gewaltige Testmanöver für neue Waffensysteme und zukünftige Kriege stattfinden?

    Hagen Rether:"Ich wäre so gerne Drohnenpilot. Da könnte ich von zuhause aus arbeiten." Damit ist der Zynismus der USA und des Westens zusammengefaßt.

    Die Rache wird kommen, das ist sicher.

  • 05.06.2012 18:15 Uhr

    von tommy:

    Ich finde, Herr Pickert sieht das zu negativ. Es ist doch ein schöner Meilenstein in der Emanzipation von "people of color", dass nun mit Obama ein "Farbiger" am Schreibtisch über Leben und Tod entscheiden darf - da wäre es doch irgendwie unfair, Obama die Machtfülle seiner weißen Amtsvorgänger zu verwehren. Nebensächlichkeiten wie parlamentarische Kontrolle, Vökerrecht etc. sollten da nicht zählen und die Kollateralschäden durch die Drohnenangriffe sind immerhin für eine gute Sache gestorben.

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