Kommentar von Benno Schirrmeister
Glaubt eigentlich irgend jemand noch an eine Zukunft der öffentlich finanzierten privaten Jacobs University of Bremen? Es fällt schwer, die Neubesetzung ihres Präsidentenstuhls der JUB als Signal in diese Richtung zu deuten.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Denn mit Hans-Otto Peitgen holt sich das scheinprivate Wissenschaftsunternehmen – das stets vom Wirtschaftssenator gefördert wurde – einen an der Börse gescheiterten Wissenschaftsunternehmer in die Führung. Dass der bald nach dem Amtsantritt die Altersgrenze als Hochschullehrer erreicht, gibt Aufschluss über die Größe der Zukunft, die sich mit ihm gestalten lässt.
Kalkuliert das Kuratorium wirklich nur noch so kurzfristig? Oder hätte sich kein jüngerer Professor auf dieses Abenteuer eingelassen? Immerhin könnte man sich mit der Rettung von Deutschlands einziger Privat-Uni ein 1a-wissenschaftspolitisches Profil verschaffen!
Doch dafür ist die Aufgabe wohl zu aussichtslos: Die Jacobs-Millionen tröpfeln bis 2017 aus. Die Inflation frisst jetzt schon an ihnen herum. Zudem waren die Bedingungen für den Millionen-Scheck des Kaffee-Krösus schon in glücklicherer Zeit für die JUB unerfüllbar. Und dem Nachfolger des finanziell erfolglosen Joachim Treusch ist bislang auch nur die Idee gekommen, mehr Geld von Bremen zu fordern. Nein, ein Aufbruch klingt anders.
Die Jugendämter nehmen zu viele Kinder aus ihren Familien, sagt der Türkische Elternbund Hamburg. Unterstützung kommt vom EU-Petitionsausschuss. von Kaija Kutter

Die Sparkasse wird auf Schadensersatz verklagt, weil sie riskante Fonds als sichere Anlage verkauft, über Provision geschwiegen haben soll. Kein Einzelfall, sagen Anwälte. von Jan Zier

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.


Leserkommentare