Kommentar von Sven-Michael Veit
Der frische Wind an der Waterkant täuscht. Die Atemluft in Hamburg ist keineswegs rein. Sie ist im Gegenteil ziemlich giftig. Und der Hauptverursacher ist der Autoverkehr. Also muss die Hamburger Politik endlich dafür sorgen, dass es auf den Straßen in der Stadt nicht nur sicherer wird, sondern auch gesünder.
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Ohne verkehrsbeschränkende Maßnahmen wird das nicht gehen, wie jetzt in dem internen Papier der Umweltbehörde eingeräumt wird. Und das heißt mindestens die Einführung von Umweltzone und City-Maut, es kann aber auch gerne die komplett autofreie Innenstadt bedeuten. Mit dem Geländewagen um die Binnenalster zu heizen, ist nicht länger tolerabel.
Eine Alternative gibt es nicht. Mit dem zögerlichen Ausbau des Nahverkehrs, der vorgetäuschten Förderung des Radfahrens und der aus dem Fenster geworfenen Viertelmilliarde Euro für Europas unsinnigstes Bussystem ist kein sauberer Stadtstaat zu machen.
Jedes weitere Jahr mit dreckiger Luft könnte Hamburg an die 40 Millionen Euro kosten. Die Strafbefehle aus Brüssel bei Verstößen gegen Umweltauflagen können empfindlich ausfallen, das haben andere Bundesländer bereits erfahren müssen.
Seinem Senat solle niemals vorgeworfen werden, für die falschen Dinge Geld auszugeben, hat Bürgermeister Olaf Scholz versprochen. Strafen für dreckige Luft wären dafür ein Beispiel.
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Leserkommentare
12.08.2012 20:32 | hjm
Eine City-Maut koennte leider sehr rasch das Gegenteil von dem bewirken, was damit beabsichtigt ist. Der Verkehr würde "obe ...