Kommentar von Kai Von Appen
Wenn eine neue Technologie entwickelt worden ist – zu welchem schlimmen Zweck auch immer – wollen die Sicherheitsstrategen in den Polizeibehörden sich diese oft zunutze machen – obwohl bewährte Alternativen wie beispielsweise Metalldetektoren doch ausreichend sind.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Daran hat sich auch bei den Nacktscannern nichts geändert. Obwohl CDU-Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble 2008 noch hoch und heilig versprochen hat – nachdem die EU grünes Licht für den Einsatz an europäischen Flughäfen gegeben hatte –, dass Deutschland diesen „Unsinn“ nicht mitmachen werde. Schon zwei Jahre später war sein Nachfolger Thomas de Maizière Feuer und Flamme – er hätte diese Geräte des US-Rüstungskonzerns am liebsten noch während seiner Amtszeit flächendeckend an allen Flughäfen gesehen. Aber dann ist ja der Probebetrieb in Hamburg so kläglich verlaufen.
Dass nun der Aufschrei bei den Datenschützern eher verhalten ist und nicht so gewaltig wie beim Probebetrieb ausfällt, liegt an der Taktik der Bundespolizei, den Einsatz nach dem Prinzip der Freiwilligkeit zu starten. Dabei muss doch allen Flugreisenden bewusst sein, auch denjenigen, die bei der Vorstellung, durchleuchtet zu werden, vor Scham erröten, dass diese Technologie bald umfangreich an Flughäfen eingesetzt wird – es sei denn, sie versagt abermals und es bilden sich wieder lange Schlangen in den Terminals.
Die jetzt eingereichten Klagen auf saubere Luft in Hamburg sind das Ergebnis jahrelanger politischer Ignoranz. Im Ergebnis heißt das: Diese Stadt macht krank. von Sven-Michael Veit
Nach eigener Forschung gibt Bremens Kunstverein der Familie Berolzheimer eine Barockzeichnung zurück, die zu Unrecht in der Kunsthalle gelandet war von Benno Schirrmeister

Der Autor und Regisseur Peter Schanz verarbeitet die Geschichten regional verwurzelter Prominenter wie der Sex-Unternehmerin Beate Uhse oder der Nazi-Größe Adolf Eichmann zu Theaterstücken, die unmittelbar mit der jeweiligen Stadt zu tun haben. Die Nachfrage nach den Stücken ist hoch von Jens Fischer

Von Stierhörnern in Stierkämpfern, Zombies und menschlichen Engeln. Unsere Bilder der Woche.

Das Handy hat Geburtstag: Eine kurze Geschichte der ebenso erfolgreichen wie nervtötenden Erfindung.

Was der nordkoreanische Führerkult mit Raketen und Rammlern aus Brandenburg zu tun hat.

Schnee verpiss dich, keiner vermisst dich. Der Frühling muss kommen. Jetzt, sofort. Hau rein, Lenz!


Leserkommentare