Kommentar von Jan Kahlcke
Schleswig-Holsteins letzte Nerzzüchter argumentieren vor Gericht, die vor sechs Jahren erlassene Nutztierhaltungsverordnung komme einem Berufsverbot gleich. Gut so, wenn es denn stimmt. Denn wenn die Nerzzucht nur durch Tierquälerei rentabel wird, gehört sie verboten.
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Die Züchter hatten genug Zeit, sich umzustellen, sei es auf andere Produkte oder auf zertifizierte Pelze von – wenigstens zeitweise – glücklichen Nerzen. Ob es dafür einen Markt gibt, hätte man in den vergangenen Jahren herausfinden können. Die Züchter haben stattdessen gar nichts getan. Ihr Gejammer, nachdem sie die Rechtslage über Jahre ignoriert haben, ist jedenfalls fehl am Platz. Und die argumentativen Windungen, mit denen die Anwälte der für die Vertretung von Tierschindern bekannten Kanzlei Graf von Westphalen die Verbesserungen der Haltung zur Tierquälerei umdeuten, sind so widerlich wie lächerlich.
Es ist zwar ärgerlich, wenn sie den offensichtlich aussichtslosen Rechtsweg missbrauchen, um für die Sörnsens einen weiteren Zuchtzyklus von einem halben Jahr mit satten Gewinnen rauszuschlagen – aber so ist das nun mal im Rechtsstaat.
Wenn danach endlich Schluss mit der Nerzzucht ist, ist das eine gute Nachricht, denn in kaum einem Bereich ist Tierquälerei sinnloser als in diesem. Schließlich braucht der Mensch keinen Pelz – sonst hätte er einen eigenen.
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Leserkommentare
30.08.2012 13:29 | Antonie Schnickschnack
Welch konstruktiver Kommentar auf einen ernstzunehmenden Beitrag! ...
30.08.2012 12:13 | Bente Clausen
@Oliver H.: Nichts anderes hat der Autor gesagt: Der Mensch braucht keinen Pelz, sonst hätte er einen eigenen! Dem ist wirk ...
30.08.2012 08:06 | Oliver H.
Der Mensch hat kein Pelz also braucht er keinen? Aha, warum trägt man dann Kleidung. ...