Kommentar von Elias Perabo
Die internationale Scheindebatte geht in eine neue Runde: Barack Obama droht mit einem Militärschlag für den Fall eines syrischen Chemiewaffeneinsatzes. Sein Statement hat dabei weniger mit Syrien als vielmehr mit dem amerikanischen Wahlkampf zu tun. Getrieben von den Republikanern muss er Unterstützung für die Menschen in Syrien suggerieren. Aber genau diese Unterstützung verweigert er wie andere westliche Staaten seit Langem.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Das Assad-Regime wird die Giftgas-Debatte nicht schrecken. Im Gegenteil. Es kann nun darauf vertrauen, dass die USA weiterhin nichts unternehmen werden, solange es nur keine Chemiewaffen einsetzt. Bis heute fehlt jedes Anzeichen für eine solche Absicht. Bislang kann man davon ausgehen, dass Assad Chemiewaffen nicht in Betracht zieht.
Bei allen, die in Syrien Tag um Tag gegen die Diktatur demonstrieren, wird Obamas Ankündigung die Frustration einmal mehr vergrößern. Seit 16 Monaten warten sie auf Hilfe vom Westen. Dabei geht es nicht um eine Flugverbotszone – in vielen Regionen sind seit Monaten die Lebensmittel knapp, und die medizinische Versorgung ist kaum mehr vorhanden. AktivistInnen fehlt selbst das Geld für einen Internetanschluss. Um der Welt mitzuteilen, was in Syrien geschieht, müssen sie staatlich überwachte Internetcafés nutzen. Das ist lebensgefährlich.
Dabei könnte man vielen Menschen schon seit Monaten vor allem in den Grenzregionen helfen – ohne UN-Resolution und ohne dass sich ein einziger westlicher Soldat in Gefahr begeben müsste. Doch dafür fehlt der politische Wille. Lieber spricht man über Militäroptionen, die keine sind.
ist Mitgründer der NGO „Adopt a Revolution“.
Die Grünen halten sich für die Mitmach-Partei schlechthin. Dabei soll die Basis nur entscheiden, was Spitzengrüne ohnehin für richtig halten. von Ulrich Schulte

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.

Leserkommentare
23.08.2012 13:21 | Die USA
http://www.hintergrund.de/20091007509/hintergrund/11-september-und-die-folgen/warum-propaganda-die-wahrheit-uebertrumpft.ht ...
23.08.2012 01:08 | Harald
Irgendwie wird mir der Ruf nach USA & CIA täglich suspekter. Dabei dachte ich immer, diese repräsentieren Satan persönlich? ...
22.08.2012 17:12 | geronimo
Dem bedauernden und an imperialistischer Entschlossenheit Obamas zweifelnden Kommentar möchte ich eine Stellungnahme aus de ...