Ja, es gibt wichtigeres auf der Welt. Trotzdem gucken wir vereint abseitige Sportarten, jubeln bei rhythmischer Sportgymnastik und weinen beim Speervorkampf.
Die Welt stirbt und wir ergötzen uns an Sport, der nichts mit menschlicher Leistung zu tun hat und, selbst wenn, die Menschheit kein Stück voran brächte. Das tut Sport einfach nicht. Applaus dafür!
10.08.2012 00:17 Uhr
von Jojas:
Ich weiß nicht, warum "wir" das gucken, aber ich weiß, warum ich es tue: Es ist schön, Menschen zu sehen, die ihr Leben einem einzigen Ziel widmen. Und es sind schöne Menschen mit glänzenden Augen und freundlichem, offenem Lächeln. Und es sind knochige, verbiesterte Sehnen- und Muskelwesen, die ungläubig und strahlend und mit Tränen in den Augen auf die Knie sinken, wenn ihnen der Erfolg vergönnt ist, für den sie ihr Leben lang geackert haben. Es sind demütige Menschen, es sind Menschen, die vielleicht besessen sind, von dem, was sie tun, aber im Gegensatz zu so vielen anderen, die besessen sind, von dem was sie tun, bewirken sie Gutes. Sie sind nicht besessen von Macht, nicht von Ruhm, nicht von Geld, nicht von ihrer Wirkung auf andere, nur von dem, was sie wirklich verdammt gut können.
Und oft sind es auch kluge Menschen, die sich so angenehm von den dumpf stammelnden, aber ungleich vie l populäreren Fußballern unterscheiden, und aufgeräumte Menschen, die sich so angenehm von den Egomanen und Selbstdarstellern und Bekloppten unterscheiden, von denen man so oft in den Medien hört, und interessante Menschen, die sich so angenehm von den Menschen unterscheiden, die im Alltag an einem vorbeischluffeln.
Es sind Menschen, vielleicht so wie sie sein sollen, und wie man vielleicht selber gerne wäre. Mens sana in corpore sano ftw!!!
09.08.2012 17:20 Uhr
von wieso?:
Aber ich guck doch gar nicht! Ich bin höchstens blöd genug, im Büro hirnlos zu surfen. Aber zu Hause TV glotzen und dann womöglich noch so einen Stuss - das fehlte noch!
09.08.2012 16:34 Uhr
von T.V.:
Mangels Fernseher guck ich die Spiele auch nicht, wer weiß ob ich es damit tun würde. Artikel darüber les ich aber z.T. gern, weil sie häufig sehr komisch/belustigend sind, ob jetzt absichtlich oder unabsichtlich. Den Darwinismus als Grundlage scheinen sich ja jede Menge Menschen in der "World of Competition" heimisch zu fühlen, ich schaff's irgendwie nicht da tiefer einzudringen als ein Beobachter.
09.08.2012 16:33 Uhr
von Peter Pander:
Leider hält der Artikel nicht, was die HEADLINE verspricht.
09.08.2012 15:32 Uhr
von Bernd G.:
"Dass einE AußenseiterIn eineN FavoritIn bezwingen kann." Also Gender gedöhns hin oder her. Hier wird ein Satz bis zur Unkenntlichkeit 'vergendert'.
Die Beliebtheit Olympias erklärt sich daher, dass Goldmedalien für die eigene Nation ein Gefühl eines eigenen Sieges immitieren. Es heißt ja immer "Wir" haben Gold gewonnen, auch wenn der Durchschnittsdeutsche dabei faul auf dem Sofa sitzt. Der Mensch hat sich seit jeher in Gruppen aufgeteilt und wenn seine Gruppe gewinnt findet er das toll. Das gilt für Länder, Fußballclubs, Familien usw.
09.08.2012 14:16 Uhr
von Bochumer:
Randsportarten suchen ein zu Hause...
09.08.2012 12:57 Uhr
von Adaa:
hmmm, komisch, worüber schreibt der Herr Feddersen? Ich schaue weder Olympia noch sonstige Trash. Habe vor Jahren meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen. Gute Entscheidung gewesen. Warum propagiert die TAZ die Glotze? Bekommen wir demnächst noch eine Rubrik "welches SUV ist das beste"? Apple Produkte werden ja schon gezielt beworben auf dieser Plattform. Schade TAZ, schade .....
09.08.2012 12:48 Uhr
von Schattenfels:
Es gibt zwei Gründe, warum die Menschen Olympia gucken: Die Liebe zum Wettbewerb und die Identifikation mit der zumeist eigenen Nation, die einen jubeln lässt, wenn es zur Goldmedaille reicht. Die Olympiade ist ein Fest zur Ermittlung und Ehrung der Besten und damit eine Hommage an die Ungleichheit der Leistungfähigkeit von Menschen.
09.08.2012 12:15 Uhr
von DasUfo:
In welchem Jahrtausend ist Großbritannien?
09.08.2012 12:02 Uhr
von Groschen:
fühle mich nicht angesprochen. Habe noch keinen einzigen Wettkampf gesehen, selbstverständlich auch nicht die Eröffnung und die Schlussfeier werde ich mir auch nicht ansehen. Das Leben ist viel zu kurz und zu interessant, um es ausgerechnet DAMIT zu vergeuden. G.
Leserkommentare
10.08.2012 21:13 Uhr
von dielendieb:
Die Welt stirbt und wir ergötzen uns an Sport, der nichts mit menschlicher Leistung zu tun hat und, selbst wenn, die Menschheit kein Stück voran brächte. Das tut Sport einfach nicht. Applaus dafür!
10.08.2012 00:17 Uhr
von Jojas:
Ich weiß nicht, warum "wir" das gucken, aber ich weiß, warum ich es tue: Es ist schön, Menschen zu sehen, die ihr Leben einem einzigen Ziel widmen. Und es sind schöne Menschen mit glänzenden Augen und freundlichem, offenem Lächeln. Und es sind knochige, verbiesterte Sehnen- und Muskelwesen, die ungläubig und strahlend und mit Tränen in den Augen auf die Knie sinken, wenn ihnen der Erfolg vergönnt ist, für den sie ihr Leben lang geackert haben. Es sind demütige Menschen, es sind Menschen, die vielleicht besessen sind, von dem, was sie tun, aber im Gegensatz zu so vielen anderen, die besessen sind, von dem was sie tun, bewirken sie Gutes. Sie sind nicht besessen von Macht, nicht von Ruhm, nicht von Geld, nicht von ihrer Wirkung auf andere, nur von dem, was sie wirklich verdammt gut können.
Und oft sind es auch kluge Menschen, die sich so angenehm von den dumpf stammelnden, aber ungleich vie l populäreren Fußballern unterscheiden, und aufgeräumte Menschen, die sich so angenehm von den Egomanen und Selbstdarstellern und Bekloppten unterscheiden, von denen man so oft in den Medien hört, und interessante Menschen, die sich so angenehm von den Menschen unterscheiden, die im Alltag an einem vorbeischluffeln.
Es sind Menschen, vielleicht so wie sie sein sollen, und wie man vielleicht selber gerne wäre. Mens sana in corpore sano ftw!!!
09.08.2012 17:20 Uhr
von wieso?:
Aber ich guck doch gar nicht!
Ich bin höchstens blöd genug, im Büro hirnlos zu surfen. Aber zu Hause TV glotzen und dann womöglich noch so einen Stuss - das fehlte noch!
09.08.2012 16:34 Uhr
von T.V.:
Mangels Fernseher guck ich die Spiele auch nicht, wer weiß ob ich es damit tun würde. Artikel darüber les ich aber z.T. gern, weil sie häufig sehr komisch/belustigend sind, ob jetzt absichtlich oder unabsichtlich.
Den Darwinismus als Grundlage scheinen sich ja jede Menge Menschen in der "World of Competition" heimisch zu fühlen, ich schaff's irgendwie nicht da tiefer einzudringen als ein Beobachter.
09.08.2012 16:33 Uhr
von Peter Pander:
Leider hält der Artikel nicht, was die HEADLINE verspricht.
09.08.2012 15:32 Uhr
von Bernd G.:
"Dass einE AußenseiterIn eineN FavoritIn bezwingen kann."
Also Gender gedöhns hin oder her. Hier wird ein Satz bis zur Unkenntlichkeit 'vergendert'.
Die Beliebtheit Olympias erklärt sich daher, dass Goldmedalien für die eigene Nation ein Gefühl eines eigenen Sieges immitieren. Es heißt ja immer "Wir" haben Gold gewonnen, auch wenn der Durchschnittsdeutsche dabei faul auf dem Sofa sitzt. Der Mensch hat sich seit jeher in Gruppen aufgeteilt und wenn seine Gruppe gewinnt findet er das toll. Das gilt für Länder, Fußballclubs, Familien usw.
09.08.2012 14:16 Uhr
von Bochumer:
Randsportarten suchen ein zu Hause...
09.08.2012 12:57 Uhr
von Adaa:
hmmm, komisch, worüber schreibt der Herr Feddersen?
Ich schaue weder Olympia noch sonstige Trash. Habe vor Jahren meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen. Gute Entscheidung gewesen. Warum propagiert die TAZ die Glotze? Bekommen wir demnächst noch eine Rubrik "welches SUV ist das beste"? Apple Produkte werden ja schon gezielt beworben auf dieser Plattform. Schade TAZ, schade .....
09.08.2012 12:48 Uhr
von Schattenfels:
Es gibt zwei Gründe, warum die Menschen Olympia gucken: Die Liebe zum Wettbewerb und die Identifikation mit der zumeist eigenen Nation, die einen jubeln lässt, wenn es zur Goldmedaille reicht. Die Olympiade ist ein Fest zur Ermittlung und Ehrung der Besten und damit eine Hommage an die Ungleichheit der Leistungfähigkeit von Menschen.
09.08.2012 12:15 Uhr
von DasUfo:
In welchem Jahrtausend ist Großbritannien?
09.08.2012 12:02 Uhr
von Groschen:
fühle mich nicht angesprochen.
Habe noch keinen einzigen Wettkampf gesehen, selbstverständlich auch nicht die Eröffnung und die Schlussfeier werde ich mir auch nicht ansehen.
Das Leben ist viel zu kurz und zu interessant, um es ausgerechnet DAMIT zu vergeuden.
G.