• 09.04.2012

Die Ostermärsche erscheinen im Occupy-Zeitalter wie ein erstarrtes Ritual aus einer anderen Zeit. Das mag zwar stimmen – aber ist deswegen nichts Schlechtes!

Statthalter der Sehnsucht

KOMMENTARvon Martin Kaul

  • 10.04.2012 11:07 Uhr

    von P.Haller:

    Was ist denn nun das Occupy-Zeitalter ??
    Ich lach mich scheckig ! So ein paar Figuren, wie diese Occupy-Lachsäcke kriegen die Ostermarschierer allemal auf die Strassen, ob das nun welche von gestern sind, oder auch nicht. Zumindest bekommt man von denen zu hören, was ihnen am Herzen liegt, von den Occupisten weiss man nur, dass sie 99% sind. Fragt sich nur von wem oder was.

  • 09.04.2012 23:55 Uhr

    von Smash_Capitalism:


    Der Reality-Check zeigt:

    Noch nie gab es soviel Krieg und Terror, der von USA und Europa in aller Welt angezettelt wird.

    Noch nie wurde soviel Geld für das Geschäftsmodell Krieg ausgegeben.

    In der kapitalistischen Dauerkrise nur logisch - die weitere Verschiebung der Kräfteverhältnisse hin zu den reaktionärsten, brutalsten und am meisten imperialistischen Fraktionen des Kapitals.

    Imperialismus ist das höchste Stadium des Kapitalimus!

    Eigentlich Anlass genug - nicht für oberflächliche Rituale, sondern zur vollumfänglichen Bloßstellung der imperialistischn Kriegsfürsten und maximalen Widerstand gegen ihre menschenverachtenden Verbrechen!

  • 09.04.2012 19:13 Uhr

    von Ulrike Marie Meinhof:

    Einige Tausend gehen jedes Jahr zu Ostern auf die Straße. Mit Schildern und Gitarren, Singsang und Nietenhosen. Vegetarier, Kommunisten, Schriftsteller und Pfarrer, Halbstarke, Studenten, Hausfrauen und wes Geistes Kinder und welcher Gewerkschaft Mitglieder sie noch sind. Drei Tage lang trotzden sie Regen und Wind, Polizeikonvois und nicht endenwollenden Land- und Stadtstraßen. Räuberromantik und das Bewußtsein, für eine gute Sache einzustehen, trösten über die Unbillen des Dreitagemarsches, genannt OSTERMARSCH, hinweg.

    Sie sind die Moralisten des 20. Jahrhunderts, die unentwegte Avantgarde;komisch, aber bitterernst; jugendbewegt, aber hochpolitisch; diffamiert, aber zahlreich. Man kann über sie streiten, nicht aber über die Sache, für die sie eintreten: Frieden. Man kann über sie lachen, nicht aber über das, was sie bekämpfen: Den Krieg.

  • 09.04.2012 18:37 Uhr

    von Torben Freiling:

    Das ist ja lieblich: die taz klopft den Ostermarschierern auf die Schulter: Oh je, unsere zottelig-trotteligen Freunde aus den Anfangszeiten. Gut, dass wir über Euer Niveau schon lange hinaus sind - aber trotzdem irgendwie schön und anheimelnd, dass es Euch noch gibt.

    Jetzt warte ich nur noch darauf, dass solche Töne auch von der Parteiführung der Grünen angeschlagen werden. Überfällig ist es ja schon lange, bei all diesen Mit-Bombardierern, Transatlantikern und Grass-Denunzierern. Aber solange man noch auf ein paar Wählerstimmen aus dieser Richtung hofft, wird das wohl so nicht kommen.

    Denn Friedensbewegte sind ja noch immer abonniert auf diese Partei und auf ihr Milieu (taz!). Worüber Fischer, Özdemir & Co. nur schmunzeln können.

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