• 16.09.2012

In Spanien protestieren Gewerkschaften und Organisationen gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Hilfe aus Brüssel gibt es nicht umsonst, das ist das Problem.

Europa zerfällt

KOMMENTARvon Reiner Wandler

  • 17.09.2012 16:15 Uhr

    von Wunderlich:

    Was hat Doktor Kohl (die Betonung liegt auf Dr.) da für ein Haus gebaut? Kein Fundament; kein Dach;- einfach nichts! Als wir die DM noch hatten, war wenigstens unsere Rente noch sicher.Dass niemand merkt, dass der Traum vom geeinten Europa jetzt schon eine Farce ist. Sollte es eines schönen Tages doch ein vereintes Europa geben, haben unsere Ur-Urenkel schon Bärte. Bisher haben nur diejenigen den Nutzen, die in der DM Zeit zu ihrem "Turbo-Vorteil" schon andere ausgenutzt haben.

  • 17.09.2012 08:32 Uhr

    von helmut:

    Die Eurokratur mit EURO hatte eine über zehnjährige
    Bewährungszeit.
    Sieht man sich das Ausmaß an Mißwirtschaft,
    von der der EU initiierten Gesundheitsrisiken,
    Sicherheitsrisiken und mangelndes Engagement
    in Erneuerbare Energien in Südeuropa an,
    so ist es richtig die Reißlinie zu ziehen.
    Danach kann man wenigstens die Schuldigen bei
    Mißwirtschaft ganz genau benennen und muss
    nicht mit dubiosen anonymen Beratungsgremien,
    Lobbyvertretungen aus Nicht-EU-Staaten,
    EU-Staaten und Suprainstitutionen Vorlieb nehmen.
    Durch Abwertung der Währung erleben
    eben nur die betroffenen Länder ein Problem und
    nicht gleich ganz Westeuropa!
    Die Billionen-Euro-Vernichtung kann sich keine
    auf Fortschritt bedachte Zivilisation leisten.

    Eine Umwandlung der kaum rückzahlbaren Staatsschulden
    in Investitionsauflagen in autonome Erneuerbare Energieinfrastruktursysteme zur langfristigen Abschwächung der Nachfrage nach fossilen Energieträgern und Verbesserung der CO2-Bilanz
    würde deutlich helfen unter Bevorzugung
    der Industrieauftragsverteilung an EU-Partner
    der Geberländer statt China wäre ein richtiger
    Schritt. Aber da hier so gut, wie nie sinnvolle
    Lösungen gesucht werden, sind die Vorteile
    gleich Null. Auch die Ausweitung der Kernkraftwerksbauten in der EU bei ungelöster
    Frage der Atommüllendlagerung, ist so nicht
    hinnehmbar, zumal neuartige Kraftwerke ohne
    Atommüll bereits heute denkbar wären.
    Die EU-Gremien mit ihrer massiven Geldumverteilung
    schaffen mehr intereuropäische Risiken, als das
    sie diese abbauen würden!Deshalb Rückkehr
    zu bewährtem und kein Harmonisierungswahn mehr!
    Man muss auch die Gegensätze der verschiedenen
    Partner akzeptieren anstatt hinwegzudiplomatisieren
    und auch seine Grundwerte verteidigen, anstatt
    sich wegzuducken! Aufrichtigkeit ist schwer, aber
    nur diese schafft Identität!
    Doch die Identität ist das, was viele Eliten
    selbst nicht mehr gewahr sind und was auch Deutsche
    nicht haben sollen. Es wird Zeit sein Recht auf
    Freiheit zu verteidigen!

  • 16.09.2012 22:40 Uhr

    von Matthias:

    Würden die Griechen entsprechend der bestehenden Gesetzgebung Steuern* zahlen, hätte Griechenland den grössten Primärüberschuss Europas! Es bräuchte keinen Cent aus Berlin - es könnte sogar den Spaniern und Italienern aus der Krise helfen.

    *Die Steuerhinterziehung wird auf 8-10%-Punkte des Sozialprodukts geschätzt.

  • 16.09.2012 16:50 Uhr

    von Nordwind:

    @Erzaehle

    wow, ein echter Großökonom.

    Genau diese Überlegung würde zu einer langfristigen und stark ausgeprägten Aufwertung der deutschen Währung führen in deren Folge der Export einbrechen und die Arbeitlosigkeit zunehmen würde.

    Schon der Gedanke, dass unterschiedliche Währungen gegeneinander nicht 1 zu 1 verrechnet werden können scheint so manchen schwer zu überfordern.

  • 16.09.2012 13:06 Uhr

    von Erzaehle:

    Das ganze Problem ist ziemlich einfach und nachhaltig zu lösen!
    Deutschland steigt aus der Kunstwährung EURO aus und der Club Med kann den Euro auf/abwerten wie sie wollen. Können gegenseitig Anleihen kaufen und mit Olivenöl bezahlen.

  • 16.09.2012 11:59 Uhr

    von Cometh:

    Die Krisenpolitik in Spanien wird nicht in Berlin diktiert.

    Niemand hindert die Spanier, ihre Eliten zur Kasse zu bitten. Für die Griechen, Italiener und Franzosen gilt das gleiche.

    Warum berichtet die Taz nicht darüber, dass offenbar eine Clique von Politikern in den Südstaaten ihren angehäuften Reichtum nicht solidarisch abgeben will? Stattdessen verfällt man auf den Ausweg über dt. Steuergeld.

    Weil es die eigenen Leute sind ? Ihr könnt das doch viel besser ...

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