• 08.08.2012

Studierende ohne Abitur sind eine seltene Spezies, denn die große Masse der Unis schert sich nicht um sie. Und auch die Politiker sind eher Zaghaft was das Thema angeht.

Öffnet die Hochschulen

KOMMENTARvon Bernd Kramer

  • 09.08.2012 21:51 Uhr

    von jan reyberg:

    Erster!

  • 09.08.2012 14:22 Uhr

    von Karl K :

    @08.08.2012 19:39 UHR
    von oranier:

    Ich nehme an: nomen est omen.

    Mut? - Mut zeigt auch der Mameluck, … der zweite Teil schillert für Sie.
    Denn: Niemand hat das Recht zu gehorchen. (Martin's Hannah)

    Penne? Auf dem letzten Treffen: " Im Gegensatz zu anderen war ich nie der Meinung,
    daß du nicht mehr könntest als Rudern" ? - ah, die probeweise eingeladenen Altsprachler! - egal, nicht noch mal, " wie früher weiß man nicht, was man mit denen reden soll!" - eben.

    Schule: halbe Klasse übersprungen, zweimal backen geblieben( die Ohl: dann müßt Bäcker warn); wenn überhaupt haben wir diese KaputtnikLehrer durchs Abi getragen.
    Uni. 8 Semster, zwei Prädikatsexamen mit durchgeschrammten Hintern.
    Geselle? aber hallo! früh Altgeselle=Stellv.Vors..
    Schreibe? 30 Jahre plus Urteile pinseln ist genug.
    So geht das.

    Jetzt - just for fun - froh, wenn's Ihnen nicht gefällt: kann nicht ganz falsch sein.

  • 09.08.2012 11:41 Uhr

    von Thorben:

    Es wird doch jedem, der aufrecht auf zwei Beinen gehen kann, das Abi nachgeschmissen; wer das nicht mal gebacken bekommt, sollte auch nicht studieren.

  • 08.08.2012 23:09 Uhr

    von Kailomad:

    Studieren mit oder ohne Abi ist keinerlei Diskusion würdig. Ein 3 gliedriges Schulsystem geschaffen in Preußischer Tradition zum Erhalt dreier Klassen ist absolut nicht Zeitgemäß!!! Einmal Richtung norden schauen das Schulsystem in Schweden übernehmen jeder kann studieren und jeder hat die Möglichkeit sich über Staatliche Kredite dieses auch zu finanzieren.
    Wie das in Deutschland organisiert ist einfach nur 100 JAhre zurück!!!!

  • 08.08.2012 22:16 Uhr

    von THK:

    Ich lach mich kaputt über dieses Bildungssystem.

    Hauptsache jahrelang Schauspielunterricht, aber NULL Kompetenzen.

    Wir sind eine Gesellschaft von oberflächlichen Schaumschlägern geworden.

    Jeder Hartzi lacht doch schon über die Idioten, die noch arbeiten gehen. Der ohne Abitur feixt sich einen über die Blödis, die noch länger als 10 Jahre zu Schule gehen.

    Is schon dufte in diesem Land.

    Kein Wunder, dass so viele Burnout haben.

    Druck is ja kleiner Bruder von SCHEISSE.

    ... Werden doch überhaupt nicht mehr abgefragt diese Zauberworte:

    Leistung, Fleiß, Kontinuität...

    Es ist erschreckend, dass Leute mit ABI nicht mal nen Dreisatz auf Tasche haben, aber mit verstöpselten Ohren rumlaufen, schön das neuste Eierfone in die Luft halten, Muttis Kohle verprassen und rufen: Ich bin toller und schlauer als ihr.

    Egal, mir doch egal...

  • 08.08.2012 19:39 Uhr

    von oranier:

    @ Karl K.

    Dass jemand, der sachlich und sprachlich zu so einem unterirdischen Kommentar fähig ist, einen Hass auf die Lehrer entwickelt hat, von denen er sich hoffnungslos überfordert gesehen haben muss, verwundert keineswegs. Wenn sie ihn trotzdem auf der Tragbahre durchs Abitur geschleust haben sollten, wäre jede(r) Beliebige mit Gesellenbrief eine alternative Wohltat für die Profs an der Hochschule.
    Gleichwohl: sich mit solchen Texten an die Öffentlichkeit zu wagen, dazu gehört allerdings Mut.

    @ Bernd Kramer

    Den begrifflichen und sachlichen Unterschied zwischen Hochschule und Universität sollte ein Bildungsredakteur schon kennen und beherzigen, sowohl in Bezug auf die Statistik als auch auf die Studienvoraussetzungen und -möglichkeiten.

  • 08.08.2012 17:56 Uhr

    von Anita:

    Als ich an der FH Elektrotechnik studiert habe, waren die erfolgreichsten Studenten diejenigen, die eine entsprechende Lehre hatten.
    Ich kam irgendwann nach dem Abi an die FH und hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nichtmal 'nen Loetkolben in der Hand gehabt.
    Klar war ich in Mathe besser.
    Aber Mathe kann man sich schnell drauf schaffen. 3 Jahre praktische Erfahrung hingegen sind Gold wert.
    Abi bedeutet garnichts und ist einfacher als manch eine Berufsausbildung.
    Das ist zumindest meine Erfahrung gewesen.

  • 08.08.2012 17:36 Uhr

    von Tom:

    Teilweise wird hier ein Schwachsinn verbreitet...!
    Zum einen ist Abitur KEIN Qualitätssiegel-ansonsten müßten die Anforderungen überall gleich sein, ist aber nicht so! Ich selbst habe über beruflichen Weg meine Qualifikation erlangt wie viele auch bei mir im Studium.
    Und ohne zu übertreiben, anhand der Noten ist gut zu erkennen, wer bereits berufsnahe Erfahrung gesammelt hat und sich darüber hinaus qualifizierte oder den Abiturienten! Ausserdem spielt die Reife (natürlich eher altersbedingt) nicht unbedingt den Abiturienten in die Schuhe, aber das ist schon ok!

    Leider läßt der Artikel ein Hauptproblem ausser acht, nicht mit Noten habe z.B. ich zu kämpfen, sondern mit der Altersdiskriminierung. Mit über 30. bin ich zu alt für ein BaFög (damit fallen Befreieung wie GEZ etc weg), Krankenversicherung darf ich selbst tragen (150Euro/mtl), kein Zuschuß zur Miete ...
    Ich einige die in meiner Lage waren und das Studium aus diesem Grund abbrechen mußten!

  • 08.08.2012 16:48 Uhr

    von Deichläufer:

    Vielen Dank für diesen Artikel, ich kann ihn absolut und aus eigener Erfahrung bekräftigen.

    Lebensläufe wandeln sich in unserer heutigen Zeit immer schneller und eine Entscheidung, die man vor Jahren getroffen hat sollte ein nicht Lebenslang daran hindern später einen anderen Weg einzuschlagen - es gibt absolut kein Argument dafür, diese Abschottung in dem aktuellen Maße aufrecht zu erhalten!

  • 08.08.2012 15:48 Uhr

    von Gerald:

    Ic wuerde sagen dass das ganz stark vom Studienfach abhaengt. Fuer Tourismuswissenschaften braucht man kaum Vorkenntnisse, fuer Kunst oder Musik Begabung - da hilft ein Abi micht. Bei Ingenieurswissenschaften oder Medizin oder Naturwissenschaften kann ich mir das ueberhaupt nicht vorstellen, wenn jemand nicht weiss was Sinus und Kosinus ist oder nicht differenzieren kann, dann kann er oder sie an der Uni schlicht nicht mitkommen. Das waere reine Zeitverschweindung. Sich diese Grundlagen selber anzueignen ist u.U. moeglich, aber sehr schwierig.

    Den ganzen Abi-Kritikern moechte ich auch mal sagen dass die schulische Ausbildung nicht nur Wissen sondern auch z.B. die Faehigkeit zum abstrakten und strukturierten Denken vermittelt (ok, manchmal auch nicht aber irgend etwas bleibt meistens haengen). Das lernt man im 'richtigen leben' auch nicht so ohne weiteres.

    Was den Einfluss der sozialen Stellung angeht: der ist natuerlich sehr gross, aber Sie werden bei den Abiturienten bzw Studenten aus Arbeiterfamilien deutlich leistungsorientiertere Individuen finden als im Durchschnitt. Die Forderungen nach Erleichterungen im Abi kommen m.M. nach sowieso meist von Leuten aus der Mittel- oder Oberschicht die entweder ihr Gewissen entdecken oder selber in der Schule kaum mitgekommen sind und von sich auf andere schliessen. Mein Vater war Arbeiter mit 5 Schuljahren, ohne Abschluss und ohne irgendeine Ausbildung, ich weiss also wovon ich rede.

    Und zuletzt: welche Fussballmannschaft wuerde einen Spieler aufnehmen der nicht dribbeln gelernt hat?

  • 08.08.2012 15:25 Uhr

    von D.J.:

    @Einfache Wahrheit P.S.::

    "der Markt will ... eine ausreichende Zahl von Schulbildungsverlierern."

    Aha. Was hat der böse Markt eigentlich davon?
    Linke Analysen werden von Tag zu Tag lustiger. Mehr davon!

  • 08.08.2012 15:12 Uhr

    von Monz:

    Es darf nicht jeder der will in den Puff, da gibts auch gewisse Kriterien.

  • 08.08.2012 15:09 Uhr

    von Hulk:

    Warum nicht gleich jedem der will einen Bachelor in die Tasche stecken, dann spart man sich auch das nervige Studium. Aus vielen Kommentaren hier lese ich eine gewisse Ideologie heraus, nach dem Motto, "ach lasst doch jeden an die Uni,mal schauen was passiert", auslöffeln darf dass dann hinther wer anderes. Es muss auch nicht jeder Studieren!Wer doch einen Uni-Abschluss haben will, der muss halt vorher einige Zeit ins Abi/Fachhochschulreife investieren, oder ist das für viele schon eine zu hohe Anforderung...?

  • 08.08.2012 14:54 Uhr

    von Eisvogel:

    Für das Ziel der meisten Studierenden, die sich lediglich eine höherwertige Berufsausbildung erhoffen und darin auch brav das Bildungsverständnis der Wirtschaft leben, hätte man mal lieber die Fachhochschulen kräftig aufstocken und diese dann auch so durchlässig wie möglich machen sollen.

    Dann könnte man vielleicht 7-10 echte Universitäten das sein lassen was sie sein sollten. Und für sie das Abitur voraussetzen (das man ja auch nachholen kann).

  • 08.08.2012 13:38 Uhr

    von Einfache Wahrheit P.S.::

    An eine Hochschule sollte jeder dürfen, der sich ihr gewachsen sieht. Wer wollte jemandem verbieten, seinen Krug an den Brunnen der Erkenntnis zu tragen, wenn er ihn denn tragen kann? Und wen sollte es stören, ob der eine ihn in einem Rutsch füllen kann und der andere ihn mühsam mit dem Becher voll scheffelt, so lange beide Krüge am Ende voll genug sind um den Durst ihrer Träger zu stillen?
    Und es sollte an der Hochschule auch nur zwei Abschlußbeurteilungen geben: "verstanden" und "nicht verstanden".
    Das ist schon schwer genug zu beurteilen.
    Es ist doch auffallend, daß dieses realistischere Beurteilungssystem nirgends außer beim Führerschein angewendet wird. Und warum? Weil es dort gewollt ist, daß möglichst jeder bestehen soll, der nicht offensichtlich ungeeignet und gemeingefährlich ist. Während wir bei der schulischen Allgemeinbildung Verlierer wollen und brauchen. Und zwar nicht zu wenige.
    Oder so:
    der Markt will möglichst viele Führerscheingewinner und eine ausreichende Zahl von Schulbildungsverlierern.

  • 08.08.2012 13:27 Uhr

    von Uschi:

    Ich bin 29 und studiere selber seit Oktober 2011 und habe mich berufsbegleitend für die Uni qualifiziert. Habe das Ganze an keinem Punkt als geschlossen oder abgeschottet erlebt. Natürlich muss man etwas dafür tun, aber wenn man erstmal drin ist...das die Studiengebühren (studiere in Niedersachsen, dem sturen dummen Bundesland das an den Gebühren festhält..)ein Grund sind, nicht zu studieren, verstehe ich gut. Müsste ich Kinder oder sonstwen mitversorgen, wären die inneren Hürden wesentlich höher gewesen. Ich hätte es dennoch gemacht- wem nützt schon eine unzufriedene Mutter! Dann lieber wenig Geld und zufrieden oder sogar gücklich. Abgesehen davon gibt es finfanzielle Hilfen, Eltern oder nicht, für Menschen, die ins Studium wollen. Erst recht ohne Abi. Also los!

  • 08.08.2012 13:27 Uhr

    von einfache Wahrheit:

    Das Abitur ist kein Leistungsindikator, weil Noten kein Leistungsindikator sind.
    Wer ernsthaft glaubt, man könne die Befähigung eines Menschen zu was auch immer auf einer numerischen Skala beurteilen, die Beurteilungsfehler dabei hinreichend klein halten und am Ende einen nach diesem System in Oererckenschwiek beurteilten mit einem in Merseburg beurteilten fehlerfrei vergleichen und dann hiervon die Vergabe etwa eines Studienplatzes oder die Zugangsberechtigung zu einem Studiengang abhängig machen, der ist entweder ungeheuer dämlich oder durch seine eigenen Erfolge in diesem System korumpiert, dieweil er sich nicht fragen möchte, ob sein Lorbeer vielleicht zu teilen einfach nur unverdientes Glück war.
    Das sage ich als einer, der unverschämt viel Glück hatte.
    Noten haben nur und ausschließlich eine systemerhaltende Wirkung. Sie dienen nicht dem Menschen, sie dienen einem Markt auf dem der Mensch eine Ware ist.

  • 08.08.2012 13:11 Uhr

    von D.J.:

    @Spider,

    "Allerdings sollte man bedenken, dass das Abitur durchaus auch auf das Studium vorbereitet."

    Da wohnen Sie aber nicht in NRW oder andernorts, wo man konsequent das Abi auch für funktionale Analphabeten vergibt (womit ich aber nicht sagen kann, dass die guten Abiturienten dort schlechter sind als anderso, im Seminar hat man aber manchmal den Eindruck, gleichzeitig Hauptschüler und Akademiker vor sich zu haben).
    Jedenfalls: Lieber ein Engagierter ohne Abi als desinteressierte Vollpfosten mit Abi.

  • 08.08.2012 12:36 Uhr

    von T.V.:

    Das eigentliche Problem ist, daß das Abitur höchstens zertifiziert, sich an einem fragwürdigen Lehrplan beteiligt zu haben, der mit dem 'wirklichen Leben' nur am Rande zu tun hat und sicherlich nicht beim selbständigen Denken hilft. Insofern ist jede Diskussion in den Grundlagen schon merkwürdig, insbesondere wenns ins Elitäre geht, als was die Unis häufig gesehen werden. Leider geht das in der ganzen Schulpropaganda allzu oft unter.

  • 08.08.2012 11:56 Uhr

    von Ranjit:

    Ich kann Martin_T nicht zustimmen. Das Abitur ist ja nicht ein purer Leistungsindikator sondern hochgradig abhängig vom sozialen Status der Eltern.

    Warum sollte man nicht Personen später eine zweite Chance geben? Denn wer wirklich begabt ist, würde zwar das Abitur über den zweiten Bildungsweg schaffen, aber warum diese Zeit verschwenden wenn derweil schon studiert werden könnte?

    Wichtig ist nur, dass die Kapazitäten der Unis diesmal vorher ausgeweitet werden.

    Aber dass ist wohl ebenso illusorisch wie eine Öffnung des Bildungssystems generell.

  • 08.08.2012 11:47 Uhr

    von Spider:

    Es gibt durchaus Möglichkeiten ohne Abitur zu studieren. Üblicherweise gibt es dann ein Gespräch oder Einstellungstest, der entscheidet, ob man an der entsprechenden Uni studieren kann.

    Informationen dazu findet man auf den entsprechenden Webseiten oder bei den Studierendenberatungen.

    Allerdings sollte man bedenken, dass das Abitur durchaus auch auf das Studium vorbereitet. Die 2-3 Jahre, die man auf dem braucht, um das Abitur nachzuholen, können sich durchaus dann im Studium auszahlen.

  • 08.08.2012 11:33 Uhr

    von Karl K:


    "Homs überhaupts Apretur" - tönte noch FJS japsend in lupenreinem Hochdeitsch über den Markltplatz von Marburg - während - heißa die Tomaten flogen.

    Besser geht immer und es gut, das einzufordern. Die letzten Prozente sind die schwersten. Und die Arroganz der Profs deutlich über 90 %.

    Gewiß. But the times they are a-changing - realy, realy.
    Als mein Bruder, als Lumberjack , den Zweiten Bildungsweg beschritt, ja aufsuchte ( mit externen ! Prüfungen); ja, da lachten sich meine Lehrer kaputt: ha,ha - die glauben, sie könnten mal eben in drei Jahren…ha,ha!

    Strichen aber abends locker das Abendgymnasiumsgeld zu ihrem kargen Stupidienratssalär ein.

    Die Persetter gewordenen Mitschüler hab ich nicht mehr so reden hören.

    Als mein Bruder miterlebte, daß einige seiner Mitstreiter in der Klappse landeten, die meisten, auch er durchfielen, seine  Mathe-Arbeit mit zwei von drei richtigen Lösungen mit mangelhaft bewertet wurden wg schlechter Schrift(! - Mathe-Papst meiner Penne mit Sauklaue) ging er lieber wieder und zum Glück seinen Autodidaktenweg weiter.

    Ihm, mir  und vielen unserer Generation ist die Verachtung für Lersche(m/w) geblieben. Wer's kann macht's, wer's nicht kann lehrt's. Ausnahmen bestätigen die Regel, kriegen Asyl.

    Ihren letzten Satz unterschreib ich uneingeschränkt.
    Nur haben die meisten Profs den Schuß noch immer nicht gehört: wieviel sie von so geprägten Studenten lernen können.
    Den Mühen der Ebene wert.

    08.08.2012 10:48 UHR
    von Martin_T:
    Mit der Reife - war das wohl auch nix!?
    Von Wissen um die Welt wollen wir mal gar nicht erst reden!
    Nö.

  • 08.08.2012 11:18 Uhr

    von dielendieb:

    @ Martin_T: Bedenke, dass nich jeder, der keine Abitur hat, nicht das Zeug dazu gehabt hätte. Manchmal wollen die Eltern (aus irgendwelchen schleierhaften Gründen) nicht, dass das Kind Akademiker wird; manchmal reicht das Geld nicht, das Kind noch drei Jahre in der Schule zu halten, manchmal wollen es auch die Kinder selbst nicht. Und wenn ich mir manch einen Kommilitonen angucke, dann frage ich mich oft, wie um Alles in der Welt der zu seinem Abi gekommen ist.

  • 08.08.2012 11:08 Uhr

    von Dr. No:

    Spätestens seit der Umsetzung der Bologna-Richtlinien und der damit verbundenen Einführung von Studienabschlüssen auf Ramschniveau arbeiten die deutschen Universitäten mit Hochdruck an ihrer eigenen Entbehrlichkeit. Das macht Sinn, wurde doch mittlerweile auch das Abitur durch die Einführung des G8 qualitativ abgewertet. Die daraus resultierende verringerte 'Studierfähigkeit' - ein Begriff, der dem Herrn Bildungsredakteur offenbar wenig bis gar nichts sagt - versuchen die Unis durch Mumpitz wie 'Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben' (demnächst: 'Essen mit Messer und Gabel') zu kompensieren. Kurz: was früher mal Abitur war, wird nun auf Hochschulniveau angeboten. Da scheint es nur konsequent, die Zugangsbeschränkungen noch weiter zu lockern: Immer hereinspaziert - wer nicht will, der hat schon.

  • 08.08.2012 11:07 Uhr

    von Steffen:

    @Martin_T:

    Jemand muss aber auch erstmal die Chance bekommen Abitur an einem Gymnasium zu machen, bzw. erstmal eins von innen zu sehen. Die Selektion fängt schon in der Grundschule an und hängt oft mit dem gesellschaftlichen (Bildung)stand der Eltern zusammen. Die Quote an staatlichen Gymnasium von Kindern, deren Eltern Arbeiter sind, ist relativ gering.

  • 08.08.2012 10:48 Uhr

    von Martin_T:

    Das Schulsystem sortiert vor und das ist gut so. Wer kein Abitur hat, hat an den Hochschulen auch nichts verloren. Die Anforderungen an das Abitur sind sehr niedrig. Wer dieses niedrige Niveau nicht schafft, hat es auch nicht verdient, an an einer Hochschule zu studieren.

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