Kommentar von Sven-Michael Veit
Dem Wohnungsmarkt in Hamburg droht der Kollaps. Wobei das grundlegende Problem ist, dass Wohnen nicht als Grundrecht begriffen wird, sondern als beliebiges Produkt in der freien Marktwirtschaft. Deshalb kann das, unter der Verwaltung von Wegelagerern des Kapitalismus wie Banken und Maklern, auch gar nicht sozialverträglich funktionieren.
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In der Realität erweist sich Hamburg als Stadt der wachsenden Probleme. Die Bevölkerung nimmt zu, der Wohnungsmangel ist ohnehin schon dramatisch, die von Eurokrise geprägte Flucht in sichere Anlagen kommt verschärfend hinzu. Deshalb steigt die Nachfrage, das Angebot hingegen sinkt, weil manche Eigentümer eben lieber nicht verkaufen wollen, und die Preise explodieren.
Da kommt auch das – im Prinzip richtige – Wohnungsbauprogramm des Senats nicht gegen an. Ohne steigende Einwohnerzahlen fehlen etwa 75.000 bezahlbare Wohnungen, bei weiteren Zuzügen die doppelte Menge. Für all die benötigten Wohnungen indes hat der Stadtstaat gar keine Flächen, also verschärft sich die Sogwirkung auf das Umland.
Deshalb wird die Lage sich nicht entspannen. Die Wohnungsknappheit wird nicht geringer werden, die Preise werden weiter steigen, die sozialen Folgen werden sich noch verschärfen. Vielleicht aber sind einige Investoren mit den goldenen Nasen so nett, ein paar Obdachlosenheime zu spenden.
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Leserkommentare
05.11.2012 13:50 | Wolfgang Banse
Für jede und jeden sollte Wohnraum,hier bezahlbarer vorhanden sein.Dies sollte auch ein Anliegen erPolitik sein.
10.10.2012 15:32 | Joel
Was ich nicht verstehe sind dann die extrem steigenden Mieten, Dänen und Holländer die sich alles "Kaufen" und dann mit die ...
04.10.2012 10:26 | Weiße Rose
Das ungehemmte Spekulantentum mit Elementarbedürfnissen der Menschen - wie eben auch Wohnraumversorgung - ist sozialer Spre ...