Kommentar von Beate Seel
In einer seiner seltenen Ansprachen seit Beginn des syrischen Aufstands im März 2011 ist sich Präsident Baschar al-Assad einmal mehr treu geblieben. Wer dachte, er werde sich auf die jüngsten internationalen Sondierungen in Istanbul und Moskau für einen „geordneten Übergang“ beziehen, der wurde enttäuscht. Übergang von was zu was, fragte Assad rhetorisch, um anschließend zu bemerken, es könne ja nur um einen Übergang „von Stabilität zu Stabilität“ gehen.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Zwar spricht Assad inzwischen von einem „Krieg“ in seinem Land, unter dem die Bevölkerung leide. Doch die notwendigen Schlussfolgerungen zieht er nicht. Er beharrt auf seinem sattsam bekannten Weltbild von Kriminellen, Terroristen und sonstigen „Marionetten“ des Auslands, mit denen man nicht verhandeln könne, auf der einen Seite und dem „Volk“ auf der anderen.
Damit sind seine Ankündigungen von Dialog und Versöhnung sowie einem politischen Prozess, der zu Neuwahlen führen soll, Makulatur. Einen Dialog führt man gemeinhin mit den politischen und militärischen Gegnern, und nicht, wie angekündigt, mit von der Regierung handverlesenen „syrischen Individuen und politischen Parteien“. Dass die Opposition dies ablehnt, ist klar.
ist Redakteurin im Auslandsressort der taz.
Daher heißt das Problem Syriens nach wie vor Baschar al-Assad. Mit ihm ist keine im In- und Ausland akzeptierte Übergangsregierung und kein Staat mehr zu machen. Im November sagte der Präsident, er werde in Syrien leben und sterben.
Davon ist er in seiner Rede nicht abgewichen, denn einen Rücktritt oder zumindest einen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode erwähnte er nicht. Diese Ansprache wird also zu keinen politischen Veränderungen führen. Mit der anhaltenden Gewalt wird die Zahl der Toten, die Ende November auf 60.000 geschätzt wurde, weiter steigen.
Veronica Ferres ist Lottofee, Peer Steinbrück friert und das Oberlandesgericht macht einen auf Merchandise. von Friedrich Küppersbusch

Seit Frühjahr 2011 demonstrieren in Syrien tausende Menschen in Syrien für einen Machtwechsel. Präsident Baschar al-Assad lässt hart zurückschlagen – laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien sind seit Beginn des Aufstandes 32.000 Menschen getötet worden.
Eine Karte mit der Übersicht über die regionalen Interessen der Nachbarstaaten finden Sie hier.
Eine Karte mit der Übersicht über die befreiten Gebiete finden Sie hier.
Von Stierhörnern in Stierkämpfern, Zombies und menschlichen Engeln. Unsere Bilder der Woche.

Das Handy hat Geburtstag: Eine kurze Geschichte der ebenso erfolgreichen wie nervtötenden Erfindung.

Was der nordkoreanische Führerkult mit Raketen und Rammlern aus Brandenburg zu tun hat.

Schnee verpiss dich, keiner vermisst dich. Der Frühling muss kommen. Jetzt, sofort. Hau rein, Lenz!


Leserkommentare
15.01.2013 00:28 | Militärbüttel
Assad go home! ...
07.01.2013 12:38 | Hans Regelein
"Er beharrt auf seinem sattsam bekannten Weltbild von Kriminellen, Terroristen und sonstigen „Marionetten“ des Auslands, mi ...
07.01.2013 10:13 | Nobilitatis
Und für so einen Müll wollt Ihr noch bezahlt werden? Politische Analyse sieht anders aus. ...