Kommentar von Klaus Wolschner
Kriegsforschung verhindern, das klingt plausibel und einfach. Aber technische Forschungen haben keine Fähnchen, sie sind meist militärisch wie im zivilen Bereich nutzbar. Die Simulator-Technik hilft Nautikern und Piloten bei der Ausbildung – auch dann, wenn sie später Kriegsgerät steuern. Zudem macht es wenig Sinn, wenn ein Staat, der eine Armee unterhält, einer staatlichen Institution die Zuarbeit für diese Armee untersagen will.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Eine gesetzliche Verpflichtung, dass Wissenschaft dem Frieden dienen soll, verbietet niemandem die Zuarbeit für eine dem Frieden dienende Armee, sagt daher die grüne Wissenschaftspolitikerin Silvia Schön. Ein „lebendiger Diskurs an den Hochschulen“ über eine Zivilklausel sei da schon mehr, auch wenn sie „nur“ eine moralische Selbstverpflichtung sei.
Die Kooperation der Bremer Hochschule mit Rheinmetall zeigt die Grenzen solch lebendiger Diskussionen. Natürlich ist Rheinmetall nicht angewiesen auf die Kreativität der Studierenden zur Entwicklung neuer Drohnen. Aber Rheinmetall ist angewiesen auf die qualifizierten Arbeitskräfte. Wenn unter Studierenden die Rüstungsforschung diskreditiert ist, stört das die Rüstungsfirmen gewaltig. Und wenn sie dann mit höheren Löhnen locken, wiegt nur noch die moralische Selbstverpflichtung.
Die Jugendämter nehmen zu viele Kinder aus ihren Familien, sagt der Türkische Elternbund Hamburg. Unterstützung kommt vom EU-Petitionsausschuss. von Kaija Kutter

Die Sparkasse wird auf Schadensersatz verklagt, weil sie riskante Fonds als sichere Anlage verkauft, über Provision geschwiegen haben soll. Kein Einzelfall, sagen Anwälte. von Jan Zier

Das Oldenburger Landesmuseum warnt vor den Umtrieben illegaler „Archäologen“ – und hat eine Ausstellung mit pädagogischer Mission auf die Beine gestellt: Statt der Raubgräberei zu frönen, soll die Bevölkerung Hand in Hand mit den Profis arbeiten von Henning Bleyl

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.


Leserkommentare