• 29.10.2012

Konflikt an der syrisch-türkischen Grenze

Erdogans syrische Albträume

Die Türkei wollte führende Macht im Nahen Osten werden. Jetzt ist die Freundschaft der türkischen Führung zum syrischen Herrscher Assad in Feindschaft umgeschlagen.von Jürgen Gottschlich

  • 30.10.2012 18:44 Uhr

    von Ottoman:

    in Deutschland sind die Berichterstattungen leider sehr gesteuert und manipuliert...erdogan ist der beste türkische politiker aller zeiten, das ist wiederum deutschland ein dorn im auge, es wird alles getan, ihm zu schaden, aber die bevölkerung ist hinter ihm, alle pläne die türkei in die alten schraken zu verweisen werden scheitern, deutschland ist für eine arme schwache türkei, das ist aber vergangenheit, ausserdem stimmt es nicht, dass erdogan von der reise des arabers verärgert ist, ganz im gegenteil. diese lüge ist wirklich unerhört, sie liegen total daneben mit ihren zumutungen, was für eine schlechte und subjektive nachricht, einfach schlecht

  • 30.10.2012 13:48 Uhr

    von Ant-iPod:

    Man muss sich irgendwann schon entscheiden... ist Erdogan nun ein Neo-Ottomanist und leidet unter akuter Großmannssucht... oder ist er ein Realpolitiker, der im Rahmen seiner Möglichkeiten nach Lösungen sucht.

    Klar ist, Erdogan hat große Reden geschwungen - er wollte bsw. kein zweites "Hama" zulassen - de Facto sind unter Baschar Al-Assad und durch seine Schergen bereits mehr Syrer gestorben, als damals in Hama - und übrigens auch mehr als durch alle Kriege mit Israel. Hat er es also doch zugelassen...

    Seinem Säbelrasseln folgte außenpolitische und militärische Zurückhaltung. Selbst als Türken durch Granaten aus Syrien starben, hat die Türkei zwar gesichtswahrend ein wenig zurückgeschossen, aber keine ernsthafte Maßnahme ergriffen, die geeignet wäre, solcherlei Granateneinschläge künftig mit Sicherheit auszuschließen.
    Bei einer Mann-Stärke von über 500.000 unter Waffen und einer im Verhältnis zur syrischen Armee deutlich neueren und effektiveren Ausstattung, mangelt es der Türkei nicht an Schlagkraft.

    Es ist vielmehr politische Zurückhaltung.
    Erdogan braucht nicht Herrn Gottschlich, um zu erkennen, wer hier welchen Einfluss hat und es kann ihn nicht wirklich überrascht haben, dass der türkische Einfluss sinkt, während der anachronistisch-monarchisch-arabische Einfluss ansteigt.
    Genau dies ist seit Monaten gewollte Politik der USA und der EU und Zeit um sich mit Erdogan abzustimmen gab es ebenfalls hinreichend.

    Ich halte es für naiv zu glauben, hier würde irgendetwas gegen den Willen der USA und der EU geschehen, oder an denen vorbei.
    Im Gegenteil haben nach den Mörsereinschlägen eben jene massiv auf die Türkei eingewirkt und Erdogan macht das Spiel mit.

    Für ihn hat dies mehrere Vorteile:
    1. Er gilt nicht als Agressor
    2. Er positioniert sich klar auf Seiten der Demokraten und wahrt damit die Zukunftschancen der Türkei nach dem Regimewechsel - vielleicht nicht als "Machtfaktor", aber als Witschaftspartner und das ist wichtiger, denn damit geht Macht einher... und es kostet ihn weniger.
    3. Da er jetzt Geduld und Zurückhaltung zeigt, hat er relativ freie Hand bei jedweder Maßnahme gegen die Kurden, wenn er sie nur in Zusammenhang mit "Angriffen auf die Türkei" setzt - was in Anbetracht der Bevölkerungssituation in der Türkei noch sehr wichig werden kann.

    Insofern halte ich Erdogans Vorgehen - ohne moralische Wertung - für politisch zielgerichtet und schlau.

  • 29.10.2012 19:24 Uhr

    von großmannssucht:

    Erdogan hat sich in Syrien verspekuliert.
    Das ist eine gute Nachricht, schon weil dieser Herr sich kürzlich zum ''größten Führer aller Zeiten'' ausrufen ließ. Nur klarer Widerstand kann diesen Führer von militärischen Abenteuern abhalten.
    Insofern eine gute Nachricht und hoffentlich verliert E. noch mehr Einfluß auf andere Länder:
    Wie er die Türkei islamisiert, dürfte genug seiner Ideologie sein.

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