• 31.08.2012

Konzern-Klub RB Leipzig

Doch keine Flügel

Der RB Leipzig wollte ganz schnell in die Bundesliga. Doch der mit Geld vom Limomagnaten gepäppelte Klub hängt in der Regionalliga fest.von Johannes Kopp

  • 17.09.2012 21:16 Uhr

    von Schwarz-Gelb:

    @ Beobachterin, du bringst hier mal wieder den bekannten Apfel/Birnen-Vergleich. Ins Zentralstadion passen über 44.000 Zuschauer, was am Ende bedeutet das da noch 20.000 mehr rein gepasst hätten (meinen Glückwunsch an dieser Stelle an den LOK-Anhang, die dem Rattenball mit ihrem Einsatz gezeigt haben wahre Fans sind), während in das alterwürdige Stadion An der Alten Försterei nur 16.750 reinpassen. Und, fällt einem da was auf? Richtig, die Alte Försterei war ausverkauft. Und wenn wir eine solche Schüssel wie ihr in Leipzig bei uns in Dresden hätten, dann wäre die auch voll. Hängt halt immer davon ab wie beliebt ein Verein ist, und ob man wie John L. (der Autor unter mir) nur ein friedliches Spiel sehen, oder auch Emotionen erleben will. Den ein friedliches Spiel ohne Rangelei und mit viel Heididei kann ich mir auch Zuhause vorm Fernseher anschaun, dazu brauch ich nicht ins Stadion gehen. Aber das diese "Zustände" mit viel "IchbindeinFreund" und "Habdichlieb" heutzutage so verherrlicht werden, wobei man als wahrer Fussballfann genau weiß das dem nicht so ist, ist einzig und allein der Politik des DFB geschuldet, der den Fussball immer mehr Richtung Sonntagsausflug für die ganze Familie rücken will, alleine des Umsatzes wegen. Bleibt einfach mal zu hoffen, dass die wirklich wahren Fans dem DFB, DFL und Kommerzinkarnationen wie RB auch weiterhin die Stirn bieten, und uns englische Verhältnisse zumindest vorerst verschont bleiben. In diesem Sinne, Grüße von einem "Kriminalisierten" ;)

  • 12.09.2012 12:00 Uhr

    von John L.:

    Kein Mensch Dirk glaubt das mit dem Begriff Rasemballsport die Marke Red Bull "heimlich" lanciert werden soll. Jeder weiß das dies so ist und den Begriff Rasenballsport gibt es nur da man sich in Deutschland nicht mit einem Firmennamen schmücken darf. Also muß man nicht so tun als sei das ein Trick.

    In Punkto Kommerz kann ich nur schmunzeln - TSV Havelse O-Ton mitten im Spiel:"Dieses Tor wurde Ihnen präsentiert von...." Köstlich das man RB Leipzig Kommerz vorwirft. Während in der Red Bull Arena lächerliche 60 Sekunden innerhalb 2 Stunden 2 ganze Werbespots über die Anzeigetafel flimmert, werden Traditions Fans permanent mit Werbung berieselt.

    Das Red Bull mit dem Projekt AUCH seine Marke bewerben will ist doch logisch und geanuso legtim wie ein Versicherer beim Deutschen Meister, ein obskures Rohstoffunternehmen beim Möchte-Gern-Meister oder oder einem Gas-Händler in Probstheida.

    Bei RB kann man über 2 Punkte diskutieren: 1. Ist es im Profi Fussbal noch zeitgemäßt an der 50+1 Regel fest zu halten wo sie doch bei ALLEN Erstliga Vereinen unterlaufen wird? 2. Ist es Wettbewerbsverzerrend wenn soviel Geld in Leipzig investiert wird? Der rest ist neidische Polemik und einfach unwahr. Spricht man Abseits des Platzes mit RB Gegner über diese und Scheinargumente der Gegner, bricht deren Argumentation binnen Sekunden in sich zusammen. Es gibt nämlich keine Argumente. Und pber die 2 von mir erwähnten ernsthaften Disskusionspunkte wird erst gar nicht gesprochen da der Masse das Wissen über die materie fehlt.

    Überhaupt kann ich diesen sinnlosen und verlogenen Hass nicht im Ansatz nachvollziehen, sehen doch die "wahren Freunde des Fussballs" wie schwer es ist auch mit sehr viel Geld etwas aufzubauen. Geld schiest eben doch keine Tore und genau das posaunen die Gegner von RB immer. Was sie ausser acht lassen ist die Tatsache das menschen die zu RBL gehen (ich zähle dazu) vor allem aus dem grund da hin gehen, weil sie einfach nur friedlichen Fussball sehen wollen! Es ist bei all der verbohrtheit der Gegner natürlich nicht möglich das zu respektieren weil sie dann zu geben müßten das es doch Sinn hat einem Projekt wie RB Leipzig gewogen zu sein. Gerade in Leipzig! Dieser Hauptgrund ist auch dadurch bewiesen das trotz 3. Jahre Regio immer mehr Zuschauer in die Arena kommen. Das macht Hoffnung darauf das doch mehr Vernunft in den Köpfen der meisten menschen steckt als vermutet.

  • 09.09.2012 14:32 Uhr

    von willywuff:

    also Dirk
    wie kann man einem eingetragenen Verein für den die gleichen Regeln gelten das Existenzrecht absprechen.
    Selbstverständlich wurde der RBL nur zu Marketingzwecken gegründet, eben halt direkter als andere es betreiben.
    Wo gibt es den Fußball den Du meinst? Würde ich mir gern mal ansehen.
    Die Vereine können von dem Fan den Du meinst nicht leben. Eine Mehrheit geht halt ins Stadion um sich unterhalten zu lassen.
    Übrigens war ich zum Ortsderby in Leipzig und als Krönung wurde ich da vom Sponsor des 1.FC Lok in der Pause berieselt mit Werbung für einen Gasvertrag.Vorher fand da ein Fanmarsch von 2000 Fans zum Stadion gegen Kommerz statt.
    Scheinheiliger geht es nicht

  • 03.09.2012 22:53 Uhr

    von Beobachterin:

    Mal ein paar Zahlen:

    02.09.2012
    1.Lok : RB Leipzig ______ 24.795 Zuschauer

    03.09.2012
    1.FC Union : Hertha BSC _ 16.750 Zuschauer

    Berlin: ca. 3.500.000 Einwohner
    Leipzig: ca. 500.000 Einwohner

  • 03.09.2012 11:11 Uhr

    von Fussballfan:

    Ja, der böse Kommerz. Wurde doch gestern bei einem Heimspiel des Traditionsvereins Lok Leipzig in der Halbzeitpause durch einen Vertreter des Hauptsponsors per Mikrofon offen für eben dieses Unternehmen geworben.
    Als Freund von FRIEDLICHEN und familientauglichen Fußballspielen besuche ich regelmäßig RB Leipzig Spiele. Dabei habe ich so etwas noch nicht erlebt.
    Also böser, böser RB-Konzern: Hier gäbe es für euch noch Verbesserung im Erreichen der Marketingziele! Nehmt euch ein Beispiel!

  • 02.09.2012 12:37 Uhr

    von Zaunreiter:

    "Working class fussball" - Da muß ich ja mal herzhaft lachen.

  • 02.09.2012 08:59 Uhr

    von Syper:

    So haben die SED geführten Vereine in der DDR das die ganze Zeit gemacht ,kleinere Vereine geplündert. Auch die Loksche. Und Talente kann man ja nicht hier halten, wenn es keine Alternativen gibt. Die 2 Vereine und Ihre Anhängerschaft haben es nicht geschaft sich zusammen zuschließen und so sind alle beide in die Insolvens gegangen. Und Red Bull war die einzigste Möglichkeit wieder Bundesliga in Leipzig zu sehen. Was ja nicht so erfolgreich läuft.

  • 01.09.2012 12:41 Uhr

    von Pilsbert:

    Ich glaube das viele der so genannten Traditionsvereine im Osten nur noch überleben können weil Sie eine Fanszene haben der es nicht um sportliche Erfolge sonder um die Manschaft an sich geht. Wer Fußball auf hohem Niveau sehen will der muss sich früher oder später damit anfreunden das sein Verein den er unterstützt ein Unternehmen ist das Geld verdienen und wirtschaften muss. Sponsoren wird man mit gewaltbereiten oder DDR Fahnen schwingenden Fans wohl eher verschrecken. In Leipzig hat sich eine Fanszene entwickelt wie man Sie wohl eher von großen international spielenden Vereinen kennt. Da gibt es ein par fanatische aber friedliche Fans und die große Masse, die einfach nur gut unterhalten werden will und guten Fußball sehen will. Ob der Hauptsponsor da ein russischer Gaslieferant, ein Ölmagnat, Scheich oder Limmofabrikant ist interessiert keinen. Morgen werden beim Derby Welten auf einander treffen, bleibt nur zu hoffen das es friedlich bleibt denn RB hat es geschafft ganze Familien in's Stadion zu locken, das die nicht scharf drauf sind sich mit irgendwelchen extremen Chaoten zu prügeln versteht sich von selbst.

  • 31.08.2012 22:40 Uhr

    von Tim Leuther:

    Mir ist RB Leipzig sympatischer als Hoffenheim. Denn in Hoffenheim geht es um die Selbstdarstellung eines Menschen. In Leipzig um die Bewerbung eines Produkts. Das ist am Ende demokratischer. Zwar nicht von Fußballfans, aber von Limonadetrinkern.

  • 31.08.2012 16:58 Uhr

    von Frohsinn:

    Jawoll "Kein Fußbreit für diese Kapitalistenscheiße! Fußball bleibt ehrlich!" Weg mit Bayern, Dortmund, Schalke....

  • 31.08.2012 16:02 Uhr

    von Finanzkrise:

    Wir werden sehen zu welchen Vereinen in Krisenzeiten die Bindung stärker ist.
    Ich glaube RB Leipzig gehört nicht dazu.

  • 31.08.2012 15:47 Uhr

    von LeO:

    Dirk, so sehr ich mir beides auch wünsche, an welche Vereine denkst Du denn bei "working-clas" Fußball und ehrlichem Fußball?

  • 31.08.2012 15:36 Uhr

    von RBL:

    @ Dirk
    Working Class Fußball, jetzt muss ich mal lachen, wo gibt es denn bitte schön working class Fußball?
    Als Viertligist, stecken die Leipziger so manchen sogenannten Traditionsverein ( besser fast alle ) der 3.Liga zuschauermäßig in die Tasche.
    Den ehrlichen Fußball den du suchst gibt es nicht mal in der Kreisliga. Vielleicht in irgendwelchen Hobbyligen.

    Fußball ist immer Kapitalistenscheiße, nicht nur in Leipzig, auch in München, Dortmund, Hamburg, Manchester und Liverpool, na und!

  • 31.08.2012 15:35 Uhr

    von Fußballexperte:

    Dirk, es gibt mit dem VFL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und 1899 Hoffenheim schon vier Vereine, die diese Regel brechen.

    Hinzu kommen Kommerzkonstruke wie BVB (börsennotiert), Schalke (GAZPROM-Deal und Schechter-Anleihe), Bayern München (AUDI und ADIDAS Anteilseigner), HSV (Privatinvestoren, die Transfers ermöglichen).

    Mit RB Leipzig gibt es keinen Tabubruch oder ähnliches. Wenn du einem jungen RB-Fan versucht dies zu erklären, mit zu viel Kommerz oder keine Basisdemokratie etc. argumentierst, der lacht dich zurecht aus.

    Die Alternative ist, den Kapitalismus abzuschaffen, aber es sieht derzeit nicht danach aus.

  • 31.08.2012 13:43 Uhr

    von Dirk:

    Dieser Verein besitzt weiterhin kein Existenzrecht und hebelt de Facto die 50+1 Regelung aus.

    Wer glaubt ernsthaft, RB stünde für RasenBall... und nicht für Red Bull?

    Fußball als Ware, Konsumenten statt Fans im Stadion, dauerhafte Berieselung vor, während und nach dem Spiel, keinerlei Emotionen. Der Zuschauer als konsumierende, ausgequetschte Randerscheinung.

    Nein, das hat mit working-class Fußball, mit ehrlichem, emotionsgeladenen Fußball nichts mehr zu tun.

    Respekt an die Fans und Vereine, die solche Testspiele erfolgreich abwenden konnten.

    Kein Fußbreit für diese Kapitalistenscheiße! Fußball bleibt ehrlich!

  • 31.08.2012 12:50 Uhr

    von Fan aus L.E.:

    Langfistig wird das Projekt Erfolg haben. Irgendwann spielt Leipzig in der Bundesliga, auch wenn das erstmal komisch klingen mag. Der steigende Fanzuspruch ist positiv.

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