Die Anhänger der rechten Partei wollen erneut vor das Rathaus Kreuzberg ziehen. Ende Juni war ihnen dort der Einlass verwehrt worden, Gegendemo angekündigt.von KONRAD LITSCHKO

Gegen rechts. Ende Juni kam Pro Deutschland nicht ins Rathaus Bild: Foto: dpa
Pro Deutschland probierts noch einmal: Nach dem gescheiterten Treffen Ende Juni im Rathaus Kreuzberg will sich die rechtspopulistische Partei am Donnerstag erneut zu einer Kundgebung vor dem Bezirksgebäude versammeln. Vereine rufen wieder zum Gegenprotest.
"Denen gehts nicht um Meinungsfreiheit, sondern um Diffamierung und Ausgrenzung", sagt Garip Bali vom migrationspolitischen Verein Allmende, der mit zu den Protesten aufruft. "Wir werden nicht zulassen, dass Rassismus hier salonfähig wird."
Das islamfeindliche Pro Deutschland will sich um 14.30 Uhr mit 20 Anhängern vor dem Rathaus in der Yorckstraße treffen. Gegendemonstranten wollen sich eine Stunde zuvor versammeln. Im Rathaus trifft sich parallel der Bezirkswahlausschuss, um über die Zulassung der Wahlvorschläge zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und zum Abgeordnetenhaus zu beraten. Pro Deutschland fürchtet, dass der eigene Wahlantritt vom Bezirk abgelehnt wird. Die Kundgebung solle "den Ausschussmitgliedern ins demokratische Gewissen reden", so Spitzenkandidat Manfred Rouhs.
Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne) versicherte, die Listen und Unterschriften von Pro Deutschland so zu prüfen wie die der anderen Parteien. Dass sich die Zivilgesellschaft vor dem Haus gegen Rassismus positioniere, sei aber "erfreulich".
Pro Deutschland tritt neben der NPD und der Partei "Die Freiheit" im Rechtsaußenspektrum zur Abgeordnetenhauswahl im September an. Ein Treffen der Partei im Kreuzberger BVV-Saal am 30. Juni hatten Gegendemonstranten mit Blockaden friedlich verhindert. Daraufhin forderte Pro Deutschland Schadenersatz von 919,30 Euro und klagte gegen Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne), weil dieser die Blockaden unterstützt hatte. Auch die Polizei leitete von Amts wegen Ermittlungen gegen Schulz ein. Vorwurf: Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Schulz wies das zurück. Die Entscheidung, nicht zu räumen, sei zusammen mit der Polizei gefällt worden.
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
24.03.2012 13:43 | Hetze ist keine Meinung!
Diese selbsternannte "Bürgerbewegung Pro Deutschland“ hetzt wo sie nur kann gegen Migrantinnen und Migranten, insbesondere ...
24.03.2012 13:43 | Protector libertatis
Ich wäre euch sehr zu Dank verpflichtet, wenn Ihr die FREIHEIT nicht mit der NPD in einen Topf werfen würdet. ...
24.03.2012 13:43 | RechtsLinks
DIE FREIHEIT ist nicht rechtsaußen - das merkt jeder, der sich mit den Inhalten beschäftigt und nicht nur populistisch schr ...