Syrische Regierungstruppen sollen in Homs ein Massaker unter Zivilisten angerichtet haben. Gleichzeitig verschärfen sich die Kämpfe zwischen Regime und Kurden.

Schneefall im geschundenen Homs. Bild: reuters
DAMSKUS/ISTANBUL dpa | Die syrischen Regierungstruppen sollen bei einer Razzia in der Provinz Homs 106 Menschen massakriert haben. Das berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter am Donnerstag unter Berufung auf Informanten vor Ort. Ihren Berichten zufolge zündeten die Soldaten während der Razzia in Basatien al-Haswija am vergangenen Dienstag auch mehrere Häuser an.
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Ganze Familien sollen ausgelöscht worden sein. Unter den Toten sind nach Angaben von Aktivisten, die am Mittwoch begonnen hatten, das Massaker zu dokumentieren und die Namen der Verstorbenen zu sammeln, auch mehrere Kinder.
Bei Gefechten zwischen syrischen Rebellen und Kämpfern der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Grenzstadt Ras al-Ain sind 20 Menschen ums Leben gekommen. Das berichteten Anhänger und Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad in der Nacht zum Donnerstag.
Danach nahmen die Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) während des Gefechts sechs PKK-Mitglieder gefangen, vier Männer und zwei Frauen. Bei den Toten handelt es sich den Angaben zufolge um 17 Kurden und drei FSA-Angehörige. Beobachter vor Ort sagten, die PKK-Kämpfer seien aus den nordirakischen Kandil-Bergen gekommen. Dort unterhält die in der Türkei verbotener Organisation mehrere Lager.
Die meisten KZ-Wachleute blieben unbehelligt. Jetzt wird es möglich, sie wegen Beihilfe zum Mord anzuklagen. Juristen suchen auch in Lateinamerika. von Klaus Hillenbrand

Seit Frühjahr 2011 demonstrieren in Syrien tausende Menschen in Syrien für einen Machtwechsel. Präsident Baschar al-Assad lässt hart zurückschlagen – laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien sind seit Beginn des Aufstandes 32.000 Menschen getötet worden.
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