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Krieg in der UkraineLawrow will weiter „zerstören“

Russland ist an einer Waffenruhe im Schwarzen Meer nicht interessiert. Im Gegenteil: Man werde die Kriegsmethoden „deutlich verschärfen“, so der Außenminister.

rtr/taz | Der Kreml weist die Idee einer Waffenruhe mit der Ukraine im Schwarzen Meer zurück. Es gebe keine Grundlage für „Halbheiten“, die der Gegenseite nur eine Atempause verschaffen würden, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Sowohl Russland als auch die Ukraine hatten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verstärkt. Dies trieb die weltweiten Getreidepreise in die Höhe. Die Ukraine hatte einem Insider zufolge Russland über einen Dritten ein ‌Angebot übermittelt, die Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer auf beiden Seiten einzustellen.

Russland denkt freilich nicht daran. Vielmehr verschärft das Moskauer Regime nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow seine Angriffe auf Ziele, die der Unterstützung der Ukraine durch den Westen dienen. „Wir werden unsere Methoden deutlich verschärfen, um all das zu zerstören, was Kyjiws Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits“, sagte Lawrow dem Staatsfernsehen.

Einen sofortigen Stopp der Kämpfe schließe er aus: „Wir werden erst dann aufhören, wenn eine langfristige, zuverlässige und nachhaltige Einigung vorliegt.“

Attacken auf Schlepper und Bahnhöfe

Die russischen Streitkräfte hatten zuvor nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau den Bahnhof der ukrainischen Hafenstadt Ismajil angegriffen. Man gehe ⁠davon aus, dass er der Verladung und dem Transport von Rüstungsgütern und Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte diene, teilte das Ministerium mit. Ismajil liegt am Unterlauf der Donau.

Zudem wurden dem Ministerium zufolge zwei Schlepper vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Mykolajiw am Schwarzen Meer beschossen, die ‌Frachtschiffe in ukrainische ‌Häfen begleitet hätten.

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8 Kommentare

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  • Philippo1000

    Gewalt erzeugt Gegengewalt.



    Krieg ist absurd, enthält aber dennoch eine innere Logik.



    Leider musste erkannt werden, dass sich die Euphorie über eine angebliche technische Überlegenheit der Ukraine, befeuert durch Drohnen, in Luft aufgelöst hat.



    Es ist kein Ende abzusehen.

    • Machiavelli

      @Philippo1000:

      Diese Euphorie gab es so nie. Was es gab und gibt ist das die Ukraine tief in Russland die russische petrol Industrie angreift, rüstungs und wichtige wirtschaftsbettiebe trifft. Das passiert jeden Tag. Daneben verschiebt die Ukraine die "killzone" in der nachschubfahrzeuge ständig zerstört werden immer tiefer ins russische Hinterland.

  • TheBox

    Na Sahra, das ist doch eine solide Basis von der aus man zuversichtlich Friedensverhandlungen führen kann, richtig?

  • Machiavelli

    Russland wird krieg führen bis es seinen weltmachtstatus wiederhergestellt hat oder vernichtet worden ist.

    • Passionsblumenstrauß

      @Machiavelli:

      Ich hoffe auf ein baldiges zweiteres.

  • Il_Leopardo

    Einer von vielen der russischen Nomenklatura, der es nicht fassen kann, dass die Ukraine noch immer existiert! Die Wut darüber sieht man ihm an. Haltung, Junge!

  • FtznFrtz

    Es gibt keine gesichtswahrende Erzählung für diesen Scheißkrieg. Daher geht er weiter, bis Russland erschöpft ist, was leider noch dauern wird. Tausende werden hierfür sterben und verletzt werden, Milliarden wird es kosten. Wofür? Gebiete in der Größe von Rheinland-Pfalz, die in Mondlandschaften verwandelt werden und hin und her wechseln.



    Deprimierend geschichtsvergessen und perspektivlos zugleich.

    • Anne E

      @FtznFrtz:

      ....da muss ich dir leider (weil es massiv gegen meine Resthoffnung an Menschheit geht) recht geben. Persönlich finde ich die damalige 'Verschenkung' der Krim schon konflikttreibend. Auf der anderen Seite hat der Kreml (ich glaube '95) die territoriale Souveränität der Ukraine inklusive Krim unterschrieben.. ich habe vor Monaten mit meinen Freunden versucht zu erfahren, ob es etwas ändere, wenn sich zum Beispiel die Uno dazu bereiterklärt, die Aufsicht über die Krim zu übernehmen bis es eine tragbare (friedliche) Lösung dieses Konfliktes gibt. Dazu wurde mir von beiden Seiten erklärt, dass man Putin nicht trauen kann u. darf. Auf der einen Seite die Ukraine, welche unter unvorstellbaren Bedingungen versucht endlich 'Herr des eigenen Landes' zu werden und auf der anderen Seite der Kreml, welcher mit allen unmenschlichen Methoden versucht diesen Krieg (wo schon mindestens 3mal die Ziele geändert wurden) zu gewinnen. Wie bei Hitler: 'Sieg oder Untergang'. Aber dementsprechend einfach sollte die Entscheidung aller offenen und demokratischen Europäer sein! Als selbst in der SBZ Aufgewachsene möchte ich das insgesamt NIE WIEDER!