Sexuelle Aufklärung ist meist für Eltern wie Kinder ein Krampf. „Kriegen das eigentlich alle?“ macht es richtig, mit lockeren Texten und Gemüse-Illustrationen. von Elke Eckert

Nach 14 Jahren meldet sich Klaus Theweleit mit dem „Buch der Königstöchter“ zurück. Er entlarvt damit die Mythen geschichtsträchtiger Liebeserzählungen. von Sonja Vogel

Diana Pinto, Vorkämpferin einer selbstbewussten jüdisch-europäischen Identität, bereist Israel und stellt fest: "Israel ist umgezogen". von Micha Brumlik

Gisela Elsner sezierte die westdeutsche Gesellschaft aufs Böseste. Jetzt wird das Gesamtwerk der Schriftstellerin und Kommunistin neu aufgelegt. von Jens Uthoff

Elliot Perlman hat einen Roman geschrieben, der die Erfahrung der Konzentrationslager mit der Geschichte des Rassismus in den USA kurzschließt. von Ulrich Gutmair

Im letzten Brockhaus lebt Loriot noch und Schröder ist Bundeskanzler. Amy Winehouse fehlt. Nun gibt es die Gelegenheit für einen zeitgemäßen Abgang. von Dietmar Bartz

Der Qualitätsverlag C.H. Beck richtete zum 250-jährigen Verlagsjubiläum das Sommerfest im Literarischen Colloquium in Berlin aus. von Tania Martini

Baru verarbeitet seine Herkunft aus dem lothringischen Arbeitermilieu in seinen Comics. Er ist ein fabelhafter Chronist der Außenseiter und Unterschichten. von Elise Graton

Als Jan Wolkers’ Roman „Türkischer Honig“ 1969 erschien, löste er einen Skandal aus. Nun gibt es eine Neuübersetzung. von Katharina Borchardt

Der Antikriegsklassiker „Johnny got his gun“ von Dalton Trumbo erschien bereits 1939. Jetzt hat ihn der Berliner Verlag Onkel & Onkel neu aufgelegt. von Jan Scheper

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ehrt die Autorin Sibylle Lewitscharoff. Sie kann unglaublich gut formulieren – aber meint sie es ernst? von Dirk Knipphals

Jürgen Grässlins „Schwarzbuch Waffenhandel“ belegt, wie sich Politiker aller Couleur für die deutsche Rüstungsindustrie starkmachen. von Wolf-Dieter Vogel

Die Verlegerin des Suhrkamp Verlags Ulla Berkéwicz, die bisher fast alle Prozesse verlor hat, hat jetzt das Heft des Handelns wieder in der Hand. von Jörg Sundermeier

Welthaltiger Blick, luzide Vergleiche: Der Essayist John Berger hat mit „Bentos Skizzenbuch“ sein wohl persönlichstes Werk vorgelegt. von Ingo Arend

Der holländische Autor Joris van Casteren hat die noch nicht vollständig rekonstruierte Geschichte des verschwundenen Deutschen Stephan Hensel recherchiert.

Drei Monate bleiben dem zerrütteten Traditionsverlag, um die Insolvenz zu vermeiden. Eine Zerschlagung wäre ein herber Verlust für die deutsche Literatur. von Dirk Knipphals

Jérome Charyns „Marylin the Wild“ ist ein rasantes Stück Pulp noir. Zeichner Frédéric Rébéna beschleunigt die Geschichte mit expressionistischem Stil. von Michael Brake

Der Verlag versucht, die Auszahlung des rebellischen Gesellschafters zu verhindern. Ein gerichtlicher Sachverwalter steht jetzt zwischen ihm und dem Geld. von Dirk Knipphals

Kaum war die Mauer weg, eigneten sich Künstler, Hausbesetzer, Galeristen und DJs die alte Stadtmitte von Berlin an. Diese Entwicklung dauert an. von Ulrich Gutmair

Bei der Konferenz „Judgement in Extremis“ wurde in Berlin über Hannah Arendt und ihren Begriff der „Banalität des Bösen“ diskutiert. von Sonja Vogel

Gemeinsam mit Leah Bretz hat Nadine Lantzsch, Bloggerin von maedchenmannschaft.net, ein Buch über ihren Alltag als Queerfeministin veröffentlicht.

Tresordiebe mit Perücken und falschen Bärten: „Die falschen Gesichter“ nimmt ein actiongeladenes Kapitel französischer Kriminalgeschichte auf. von Waldemar Kesler

Narzissmus, so weit die Beckennerven reichen: Naomi Wolf liefert in „Vagina. Eine Geschichte der Weiblichkeit“ reichlich Emanzipationsdeko. von Ines Kappert

War Angela Merkel in der FDJ Agitationssekretärin? Ein neues Buch über ihre Jugend beweist vor allem, dass alte Wessi-Reflexe noch funktionieren. von Ulrich Schulte

Wie antisemitisch war die radikale Linke in den 1970er Jahren? Bis auf wenige Ausnahmen kaum, sagt Bommi Baumann, früherer Haschrebell und Stadtguerillero.

Bei den als Protestmuffeln geltenden Russen formiert sich eine breite Bürgerbewegung. Aber nicht jeder Putin-Kritiker ist ein lupenreiner Demokrat. von Maximilian Grosser

Eine Geschichte aus den letzten Jahren der Nazi-Diktatur. Ulli Lust zeigt in ihrer souveränen Adaption des Roman „Flughunde“ die Lächerlichkeit des Bösen. von Katja Lüthge

1933 verbrannten die Nazis ihnen unliebsame Bücher. Erich Kästner schrieb mehrere Texte über diese Schandtat, die nun in Buchform erschienen sind. von Jörg Sundermeier

Der Autor Oskar Maria Graf war Sozialist, die Nazis hielten ihn für einen der Ihren. Graf wehrte sich und forderte für seine Bücher „den Scheiterhaufen“. von Klaus Hillenbrand

„Über den Willen zum Wissen“ versammelt Vorlesungen aus den Jahren 1970/71. Sie ermöglichen es, Michel Foucaults Denkprozess mitzuerleben. von Christof Forderer

Ein Pferd beim Plantschen, jede Menge Mangos und Herr Müller-Lüdenscheidts Alptraum. Unsere Bilder der Woche.

Körperfülle, Farben, Bärte oder Buchstaben. Gehörlose haben eindeutige Bezeichungen für Politiker.

Die Demonstranten in Istanbul sind hartnäckig. Trotz harter Polizeieinsätze verharren sie auf dem Taksim-Platz.

Demonstranten auf dem Taksim-Platz, Wasser auf dem Autobahnkreuz, Nadeln auf dem Tiger. Unsere Bilder der Woche.


Kolumne von Silke Burmester
„Schlechte Zeiten! Gute Zeiten!“, ruft das Netzwerk Recherche. So schlimm kann es mit der Krise nicht sein, wenn Blätter schlüpfrige Werbung verweigern.