Die Karriere der Hamburger Punkband Slime ist nun in einer Biografie aufgeschrieben. Es ist auch die Geschichte der linken Szene, Hafenstraße und St. Pauli. von Jens Uthoff

Neonazis und Behörden zerstörten den Alltag der Simseks. Die Tochter des NSU-Opfers Enver Simsek schreibt, wie ihr die Heimat fremd wurde. von Fatma Aydemir

Selbstkritik und Bescheidenheit zeichnen Navid Kermanis Reisebericht „Ausnahmezustand“ aus. Eine Abwechslung zu Autoren wie Todenhöfer oder Scholl-Latour. von Jannis Hagmann

Der Schrifsteller Jochen Schmidt über seinen neuen Roman „Schneckenmühle“, eine Jugend am Ende der DDR, die Nachwendezeit in Berlin und Lesebühnen.

Absurde Begegnungen und Probleme beim Kaffeebestellen: Christiane Rösinger fuhr mit ihrem Bus nach Aserbaidschan zum ESC. In ihrem neuen Buch beschreibt sie die Reise. von Juliane Streich

Hans Barlach streitet sich mit Peter Handke und Rainald Goetz – über seinen Anwalt. Unklar ist, ob er den Autoren mit einem Verlagsausschluss drohen will. von Tim Caspar Boehme

Eine Vogel-Kroko-Freundschaft und eine Schaffamilie unter Schweinen: In neuen Kinderbüchern aus Großbritannien, Frankreich und dem Iran geht es um Toleranz. von Eva-Christina Meier

Mit „Er ist wieder da“ will Timur Vermes Hitler in die Gegenwart holen. Statt einer gelungenen Satire ist das Buch nur ein Marketing-Coup. von Volker Surmann

Der Konflikt zwischen dem Dissidenten Liao Yiwu und dem Nobelpreisträger Mo Yan ist hochpolitisch. „Die Zeit“ schlägt sich auf die falsche Seite. von Detlev Claussen

Die Historikerin Atina Grossmann hat eine fulminante Studie über Sexualität, Fruchtbarkeit und Abtreibung in Deutschland nach 1945 vorgelegt. von Micha Brumlik

Worüber reden wir, wenn wir über das Netz reden? Und wer hat da noch mal die Macht? Zwei Bücher suchen nach Antworten. von Johannes Gernert

Kevin C. Powers' hat mit „Die Sonne war der ganze Himmel“ ein meisterliches Epos vorgelegt. Zwei junge US-Soldaten, wie sie den Irakkrieg erleben. von Andreas Fanizadeh

Das Frankfurter Landgericht hat den Suhrkamp Verlag zu einer Millionenzahlung an die Medienholding AG Winterthur verurteilt. Weitere Prozesse sind anhängig. von Jörg Sundermeier

Die Finanzkrise ein Paradoxum? Maurizio Lazzarato versucht in seinem Essay „Die Fabrik des verschuldeten Menschen“ die Entwicklungen zu erklären. von Raul Zelik

Daniel Cohn-Bendit diskutiert im taz-Gespräch auf der Buchmesse mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer Sinn und Unsinn von Parteien im 21. Jahrhundert.

Grundeinkommen, Midlifecrises und Fuck-Buddies: Marina Weisband, Eva Menasse und Martin Reichert stellen ihre Bücher am taz-Stand vor. von Julia Niemann

Ohne Moos nix los: Auch in Leipzig trauert die Branche den goldenen Zeiten hinterher. Und dabei wollen die Dinosaurier doch keine sein. von Andreas Fanizadeh

Der Schriftsteller Jakob Hein erklärt am taz-Stand, warum man seinem Ding keinen Mädchennamen gibt, und Waldi Hartmann hält Jogis Jungs für Waldorfschüler. von Julia Niemann

Der Kunsthistoriker und Medientheoretiker Hans Belting hat die erste Geschichte des Gesichts geschrieben. Es wurde daraus ein Plädoyer fürs Kulturprodukt. von Ingo Arend

„Den eigentlichen Preis habe ich schon bekommen.“ Das sagte David Wagner in seiner Rede zur Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse. Ein Favoritensieg. von Tim Caspar Boehme

Ein Gespräch wird zum Buch. Verkaufen soll es sich offenbar über den Namen des Wikileaks-Kopfes und seiner prominenten Mithacker. von Meike Laaff

Die Finanzkrise hat bestätigt: Das Kapital ist ein scheues Reh. Und ein dankbares Thema für die neuen Romane von Sascha Reh und Jonas Lüscher. von Tim Caspar Boehme

David Wagner bekommt den Preis der Leipziger Buchmesse – für den Roman „Leben“. Das Buch ist das poetische Protokoll seiner Krankengeschichte. von Frank Schäfer

Toni Negri und Michael Hardt sind die wichtigsten Intellektuellen der globalisierungskritischen Linken. Jetzt haben sie eine Deklaration verfasst. von Tania Martini

In Lisa Kränzlers „Nachhinein“ erscheint die Sprache als heimliche Protagonistin. Die Hauptrollen spielen zwei präpubertäre Freundinnen. von Fatma Aydemir

Götz Aly hat die Geschichte der NS-Programme zur Tötung behinderter Menschen gebündelt und erkannt: Perfektionswahn hatten nicht nur Nazis. von Jan Feddersen

Cathi Unsworth zeichnet mit „Opfer“ das Porträt einer ostenglischen Provinzstadt. Anstand und Moral sind dort reine Fassade. von Tim Caspar Boehme

Die Startheoretiker der Rebellion, das Duo Antonio Negri/ Michael Hardt schlagen wieder zu. In „Demokratie - Wofür wir kämpfen“ geht es ums Ganze. von Jan Feddersen

Stilbildender Humorist, eigenwilliger Autor: Eckhard Henscheids neues Buch „Denkwürdigkeiten“ könnten als seine Memoiren durchgehen. von Jan Feddersen

Winfried Ridder war Referatsleiter im Bundesamt für Verfassungsschutz. Könnte es einen besseren Autor für ein Buch über die Misere der deutschen Geheimdienste geben? von Jan Feddersen

Von Stierhörnern in Stierkämpfern, Zombies und menschlichen Engeln. Unsere Bilder der Woche.

Das Handy hat Geburtstag: Eine kurze Geschichte der ebenso erfolgreichen wie nervtötenden Erfindung.

Was der nordkoreanische Führerkult mit Raketen und Rammlern aus Brandenburg zu tun hat.

Schnee verpiss dich, keiner vermisst dich. Der Frühling muss kommen. Jetzt, sofort. Hau rein, Lenz!


Kolumne von Margarete Stokowski
Wo kein Frühling ist, sind auch keine Frühlingsgefühle. Der Weltuntergang bringt 15 Zentimeter Neuschnee, alle lenken sich ab.